Victorinox Huntsman Testbericht

Victorinox-offiziersmesser-huntsman
ab 35,63
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Erfahrungsbericht von Drama

Super seid ihr Schweizer

Pro:

Service Kulanz

Kontra:

Klingen können matt werden.

Empfehlung:

Ja

Meine Damen und Herren,

mein Urlaub erlaubte mir den Zeitaufwand, etwas über die Schweiz zu schreiben, auch wenn ich gar nicht in der Schweiz war. Ich möchte jedoch an dieser Stelle einen Lobsatz ausspre-chen für die Schweizer bzw. deren Produkte. Dies rührt aus folgendem Grund her:

Bereits vor einigen Jahren erwarb ich käuflich ein sogenanntes original Schweizer Offiziers-messer aus dem Haus Victorinox. Nachdem es mit mir unseren gemeinsamen Weg beschritt und dabei fast alles für mich schnitt, begannen die Klingen, eine stumpfe graue Farbe anzu-nehmen. Die Klappteile ließen sich nicht mehr oder nur unter dem Verlust eines Fingerna-gels öffnen. Der Korkenzieher brach ab. Ich kann Ihnen nicht sagen, ob letzteres am Material oder an meinem eventuell überzogenen Weinkonsum lag. Die kleine Feder, die notwendi-gerweise die Schere in die geöffnete Stellung zurückverhelfen soll, vermochte ihren Dienst aufgrund der Schwergängigkeit nicht mehr zu verrichten. Wohl dann. Das Messer führte von da an nur noch ein Schattendasein mangels Lichteinfalls in der Küchenschublade.

In der stets wiederkehrenden Überlegung, eine Neuanschaffung zu wagen, die in Ermange-lung der Bereitwilligkeit, Geld auszugeben, immer wieder zurückgestellt wurde, gab mir eine mir nahe stehende Person die zündende Idee, doch einmal bei Victorinox in der Schweiz anzufragen, ob Möglichkeiten der Abhilfe hinsichtlich des Messerleidens bestünden.

Ich warf mich also mit meinem ganzen Laib ins Internet und ermittelte die Online-Anschrift der Firma Victorinox, CH-6438 Schwyz, Schweiz. Innerhalb von 2 Stunden erhielt ich eine sehr freundliche Email. Ich sollte mein Messer an das Auslieferungslager in Deutschland, D-79761 Waldshut, Döttinger Straße 12, bzw. Postfach 1211, D-79742 Waldshut einsenden, dem ich prompt nachkam. Man kennte das Phänomen des Ergrauens der Klingen und würde von dort aus Abhilfe schaffen.

Nach 3 Wochen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Taschenmesserfreunde, erhielt ich von dort ein kleines Packet, dem ich ein nietnagelneues Schweizer Offiziersta-schenmesser entkleidete nebst einem kleinen Zettel mit der Aufschrift „gratis rep. retour“.

Das ist ein Service, der wirklich als einzigartig zu bezeichnen ist.

Wann und wieso das Messer kaputt gegangen ist, bzw. welche Behandlung der Besitzer ihm hat angedeihen lassen oder ob es in der Salzwüste aufgefunden worden ist bzw. gleich in Salzsäure getaucht wurde oder den letzten Mondspaziergang nicht überlebt hat, wird nicht gefragt. Hier wird einfach sofort Ersatz geliefert. Super!

Kommen wir nach diesen Stürmen der Begeisterung noch rasch zu den Funktionen des funktionstüchtigen Messers:

Das hier vorliegende Messer ist mit folgenden Klappteilen gut bestückt: Messer groß und klein, Säge, ganz wichtig: Schere, Kapselheber (für Bierpullen, wenn Sie kein Feuerzeug zur Hand haben), mit großem Schraubenzieher, Dosenöffner mit kleinem Schraubenzieher. Auf der anderen Seite finden Sie: Korkenzieher, Spitze zum was weiß ich prokeln, weiterer Prokler, um Fischen das Leben auszuhauchen. Am Rand stecken zum Rausziehen Zahnsto-cher und Pinzette.

Vom Nietnagelentfernen bis zur semi-professionellen OP ist also fast alles drin. Sie können natürlich auch ganz profan Brot abschneiden. Die Klingen sind scharf und sowie der Rest sind aus rostfreiem Edelstahl. Die Schalen des Messers sind natürlich aus dem charakteristi-schen roten Kunststoff mit – wie könnte es bei Schweizern auch anders sein – dem weißen Kreuz. (Sagt man „Chrüz“? – Bitte korrigieren Sie mich, wegen etwaiger falscher Ausspra-che). Dieses hier ist eher silberfarben und von einem Wappen umschlossen. Mit dem kleinen weißen Ring an der Seite können Sie das Messer an Ihrem Schlüsselbund befestigen, wenn Sie wollen, dass es zerkratzt wird.

Die Preise variieren, je nach dem, wo auf der Welt sie es kaufen. Meines kaufte ich wie ge-sagt schon vor vielen Jahren und bezahlte damals ca. 50,00 DM.

Ach ja und noch was. Bitte nehmen Sie es nicht im Handgepäck mit ins Flugzeug! Sie haben keine Chance. Die Polizei nimmt es Ihnen weg.

Grüetzi miteinand’, oder!?!

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