WarCraft III: Reign Of Chaos (PC / Mac Spiel) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von Bjoerner2001
Wenn der Himmel brennt...
Pro:
Gute Balance, Solides Spielprinzip, Battle.net, Lange Spieldauer
Kontra:
Teilweise etwas zu starker Computergegner
Empfehlung:
Ja
... und sich die Erde unter deinen Füßen öffnet, dann ist die Invasion der Untoten nicht mehr aufzuhalten. Menschen, Hochelfen und Orks haben kläglich versagt und die Welt, wie wir sie kennen, gibt es fortan nicht mehr.
1. Hintergrund des Ganzen – die Story
2. Von Menschen und anderen Spezies
3. Neuerungen zuhauf
4. Grafik/Sound/Steuerung
5. Fazit
6. Daten zum Spiel
1. Hintergrund des Ganzen – die Story
******************************************
Der Vollständigkeit halber noch einmal ein wirklich ganz kurzer Abriss der bisherigen 2 Teile, die Anfang der 90er über die heimischen Monitore flimmerten. Warcraft ist eigentlich ein reiner Konflikt zwischen Menschen und den sog. Orks. Was Menschen sind, dürfte jedem von uns wohl einleuchten, und auch Orks haben schon an Bekanntheit hinzugewonnen. Sie sind einfachere Wesen mit lustiger grüner Haut die Menschen abgrundtief hässlich finden (obwohl sie es selber nie auf ein Cover einer Modelzeitschrift schaffen werden) und sie ebenso sehr hassen. Früher spielten die Portale, durch die die Orks die menschliche Welt betraten, eine große Rolle und standen im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen. Mittlerweile leben im Land der Menschen zahlreiche Orks und versuchen ihnen das Leben schwer zu machen und sie versuchten auch der jetzigen Bedrohung den Einstieg in diese Welt zu erleichtern, scheiterten aber an jenen Menschen die das Königreich von Lordaeron zu verteidigen wussten.
Und hier setzt nun Teil 3 des Menschen-Ork-Intermezzo entscheidend ein und bringt die „Untoten“ ins Spiel. Sie sollen nun die Invasion der Brennenden Legion vorbereiten...
2. Von Menschen und anderen Spezies
*******************************************
Wie man am Anfang schon herauslesen kann, gibt es Menschen, Hochelfen, Orks und die Untoten. Grundlegend kann man die ersten beiden als gut und die beiden anderen als böse bezeichnen. Ja, Gut gegen Böse, das zieht immer.
In der Kampagne spielt man mit allen Rassen ungefähr die selbe Anzahl an Missionen, mit steigendem Schwierigkeitsgrad, versteht sich. Los geht es mit den Orks, die einen Propheten ihr Ohr schenken und gen Westen segeln (stilecht mit Schiffen der Menschen!). Das gilt eigentlich nur als Prolog, so wird es zumindest genannt, ehe man sich mit den Menschen gegen die Untoten versucht.
Die Menschen bei Warcraft III sind eigentlich ganz putzige Kerlchen, treten dem Spieler immer mit Respekt gegenüber und bauen munter ihre Häusle ohne zu Murren. Stilecht dem Mittelalter nahegebracht sehen dementsprechend auch die Gebäude und Einheiten aus. Mittelpunkt des ganzen ist nach wie vor das, ich nenne es mal, Rathaus. Hier lassen sich Arbeiter rekrutieren, die Rohstoffe (Gold + Holz) für den Spieler sammeln. Auf Basis dieser Rohstoffe ist eine Wirtschaft aufzubauen (ebenso bei den anderen 3 Rassen) mit dem Ziel eine funktionierende Armee aufzustellen und dem Gegner in den Allerwertesten zu treten. Soldaten werden in Kasernen ausgebildet (hach, woher kenne ich dieses leidige Thema nur?!?) und Bauernhöfe dienen dazu diese zu versorgen, was allerdings nur die Obergrenze der Einheiten nach oben zu verschieben mag. Alles in allem geben die Menschen das her, was man im Geschichtsunterricht über die Ritter aus dem Abendland lernte. Normale Fußsoldaten, Bogenschützen, Ritter, Katapulte usw.. Zusätzlich finden sich noch Zauberer/innen ein und unterstützen nach bestem Wissen und Gewissen. Die Krönung bilden die Helden der Menschen. Zum Thema Helden gibt’s aber bei Punkt # 3 mehr.
Die Orks bilden den ersten Counterpart der Menschen und sind ähnlich aufgebaut, nur das dort eben alles mehr dem rustikalen Stil verfallen ist und die Einheiten größtenteils grün sind. Die Einheiten heißen hier Peons (Arbeiter), Grunzer (Fußsoldat), Räuber (Ritter) usw. Von magischer und heldenhafter Seite bieten sie individuell anderes. Kurzum, die Orks spielen sich sehr ähnlich wie die Menschen, nur das alles etwas anders aussieht und heißt, die Grundstrukturen sind aber die selben.
Kommen wir nun zu den (Hoch)Elfen. Sie sind etwas von den Menschen abstammend, aber noch mit viel reinerem Gewissen und auch mehr der Natur bedacht. Sie fällen keine Bäume um den Rohstoff Holz zu gewinnen, die Irwische umkreisen sie und damit hat sich’s. Da können sich alle mal eine Scheibe abschneiden! Auch Gold wird kurzerhand teleportiert und die kleinen Irwischen sparen sich damit eine Menge Lauferei und dem Spieler Zeit. Das Kämpfen ist nicht so das Ding der Elfen, jedenfalls nicht gleich zu Anfang. Ihnen sollte man Zeit geben, denn die mächtigen Einheiten und Helden kommen erst von mal zu mal. Schließlich liegt das Schicksal der Welt in deren Hände und der Weltenbaum, der die Kraft spendet, ist im Visier der Brennenden Legion. Großer Vorteil der Elfen ist deren Basenbau. Ihre Gebäude sind nichts anderes als Bäume, die man entwurzeln und an anderer Stelle wieder pflanzen kann.
Das Beste habe ich zum Schluss aufgehoben, nämlich die Untoten. Sie sind, ähnlich wie die Bundeswehr, nicht am Erhalt der Natur interessiert und überall wo sie sich niederlassen, verwelkt die Vegetation und wird richtig schön öde. Sie tragen vornehmlich schwarze Kleidung und faseln irgendwas von Blutvergießen. Ihre Gebäude werden nicht gebaut sondern beschworen wobei es reicht einen Akolyt (Arbeiter) mit dem Aufbau einer ganzen Basis zu beschäftigen, da er nur den Bauvorgang einleitet und der Rest geschieht automatisch. Gold sammeln ist ähnlich einfach. 5 Arbeiter um eine Mine stellen und schon murmeln die was vor sich hin und das Gold landet auf dem Konto. Zum Holzfällen werden Ghuls benutzt. Sehen irgendwie ziemlich freakig aus und reden einen mit „Muss spachteln“ an. Schön, sie können aber auch um sich schlagen, dienen also somit auch als Krieger. Weiterhin beschäftigen die Untoten Reisenspinnen, Gargoyles, Riesige Fleischberge die aus Leichen zusammengeflickt worden, Totenbeschwörer und Skelett-krieger/drachen. Alles in allem schon recht kreativ, was sich die Jungs von Blizzard da einfallen haben lassen.
3. Neuerungen zuhauf
*************************
Da gibt’s so viel, da weiß ich eigentlich gar nicht wo ich anfangen soll und was essentiell ist.
Das man nun 4 statt nur 2 Rassen zum Spielen hat, ist wohl die größte Neuerung gegenüber dem nun fast 10 Jahre alten Vorgänger. Neben mehr Gebäuden und Einheiten sind nun auch die viel gescholtenen Helden wieder mit dabei. Erstmals kamen sie im Add-on zu Teil II zur Geltung, in Warcraft III aber spielen sie eine enorme Rolle.
Helden entwickeln sich im Laufe des Spieles, ähnlich wie beim Rollenspiel Diablo, welches übrigens auch zufällig von Blizzard ist, nach dem Töten von Gegnern immer weiter. Sie gewinnen an Erfahrung und können, dank ihrem Heldenstatus spezielle Angriffs- oder Verteidigungszauber erlangen. Proportional zur Erfahrung steigt auch die Anzahl an Lebens und Mana-punkten. Insgesamt gibt es 10 Erfahrungslevel und zusätzlich ein kleines Inventar, in dem spezielle Gegenstände, die die Fähigkeiten des ohnehin schon starken Helden noch weiter verbessern. Mana ist übrigens, für die die es nicht wissen, notwendig um die eben erwähnten Zaubersprüche durchzuführen.
Jede der vier Rassen verfügt über 3 verschiedene Helden, die hier jetzt aber im Einzelnen aufzuführen und zu beschreiben würde zu weit führen und ich will euch auch nicht zum Einschlafen bringen. Eines sei aber noch gesagt, die Einführung von Rollenspielelementen war eine grandiose Idee die sich bewährt hat und unter den Spielern sehr gut ankam.
Die Grafik ist auf jeden Fall, im Vergleich zu der des Vorgängers, verbessert worden. Quantensprung kann man da sogar schon sagen, da man nun in 3D spielt und alles sehr detailliert ist, für ein Aufbau/Strategiespiel, wohlgemerkt.
Einhand mit der Grafik ging die komplette Neuaufteilung des Spielbildschirms. Früher noch am linken Bildschirmrand, befindet sich die Karte und alle spielrelevanten Informationen nun am unteren Bildschirmrand. Dient der Übersichtlichkeit und der gesamten Erscheinung des Spiels.
Eine weitere Neuerung ist die der Truppengröße. Früher konnte man maximal 9 Einheiten auswählen und kommandieren, jetzt sind es immerhin 18. Man kann verschiedene Einheitengattungen nun mit einem einfachen Doppelklick gruppieren und auch innerhalb einer Auswahl von mehreren verschiedenen Einheiten die Gruppen in der Gruppen komfortabel bedienen. Wichtig wäre auch noch das Einheitenlimit. Jede Einheit verbraucht Nahrung, die einen mehr, die anderen weniger. Summiert man das ganze, darf man nicht mehr als 40 Punkte haben um kein Gold extra zu bezahlen, ist man drüber gibt man 30% der Rohstoffeinnahmen ab und ab 70 Punkten gibt man 50% ab. Gute Idee, aber das Limit hätte vielleicht etwas höher sein können. Bei 90 Punkten ist übrigens gänzlich Schluss.
Bei dieser kleinen Auswahl möchte ich es belassen. Es gibt sicherlich noch so viel mehr, aber das ist wirklich das Wesentliche. Interessierte finden schnell weiteres raus und alle anderen muss man nicht mit so viel belasten.
4. Grafik/Sound/Steuerung
******************************
Grafik: Ich hatte es kurz schon erwähnt, komplett in 3D und sehr schön anzuschauen und das auch mit nicht so guten Rechnern. Man kann die Kamera aber leider weder drehen bzw. schwenken noch zoomen. Man kann lediglich den Kamerawinkel verändern und so näher an die Figuren herankommen, was aber für die Übersicht nicht gerade förderlich ist. Highlight sind aber eindeutig die Videosequenzen die toll anzuschauen sind. Sequenzen in Spielgrafik sind auch gut gelungen also kann man insgesamt doch von einer recht guten Grafik sprechen.
°°°°
Sound: Insgesamt relativ unspektakulär, da zweckmäßig gehalten, und so sollte es auch sein. Die Einheiten reagieren mit einem flotten Spruch auf das Anklicken und auf Anweisungen ebenfalls. Bei Mehrfachem Anklicken ist es, wie beim Vorgänger möglich, lustige Sprüchlein aus den kleinen Männchen herauszubekommen. Immerhin ein kleines Schmankerl. Mit Musik wurde sich recht bedeckt gehalten und es ist eher unauffällig. Im Ganzen ist der Sound dennoch stimmig.
°°°°
Steuerung: Wie für Echtzeitstrategie üblich mit Maus. Eine 2-Tasten-Maus reicht da vollkommen. Mit Mausrad kann lediglich der Kamerawinkel geändert werden. Einheiten werden mit Linksklick ausgewählt und mit Rechtsklick werden Aktionen befohlen. Eigentlich Idiotensicher. Profis nutzen die Tastatur und die Tasturkürzel für ein noch effektiveres Spiel, Gelegenheitsspielern reicht aber die Maus. Kurzum, die Steuerung kann man eigentlich kaum besser machen.
5. Fazit
*********
Warcraft III ist ja nun schon seit einiger Zeit auf dem Markt. Sicherlich schon über 1,5 Jahre, ich kann es nicht genau beziffern. Der Grund warum ich mich erst heute oder immer noch um einen Bericht bemühte, ist simpel. Das Spiel fesselt. Im Einzelspielermodus hat man mit der Kampagne schon ein ganzes Stück Arbeit vor sich, aber am besten ist die Hatz um die Welt immer noch im beliebten Battle.net. Das Battle.net ist neben Diablo (I+II) auch durch Starcraft berühmt geworden und auch schon Warcraft II konnte man über die Server des Battle.net spielen. Mit Warcraft III findet man im Battle.net immer eine Gelegenheit zum Spielen, sei es mit Freunden oder auch mal alleine. Eben so unkompliziert funktioniert das Ganze auch im heimischen Netzwerk. Auch verschiedene Spielmodi, abhängig von den Karten, machen Laune, wie allgemein das Spielen von irgendwelchen Karten gegen den Computergegner oder gegen Menschen.
Ein Fazit sollte möglichst kurz sein, deswegen bringe ich es zu einem schnellen Ende. Warcraft III hat mir vor einem Jahr schon Spaß gemacht und heute noch macht es mir Spaß. Man kann Ewigkeiten, vor allem im Mehrspielermodus zubringen und es wird nicht wirklich langweilig, da die Fangemeinde ungeheuer groß ist und einen mit frischen Karten versorgt und wenn man selbst mal eine zündende Idee hat, kommt der mitgelieferte Karteneditor zum Einsatz. Lange Rede kurzer Sinn: Wer Echtzeitstrategie mag, sollte, sofern er Warcraft III noch nicht hat, auf jeden Fall mal über den Kauf nachdenken.
6. Daten zum Spiel
*********************
Preis: ca. 15 €
Systemanforderungen:
Benötigt: PIII mit 450 MHz, 128 MB RAM, 600 MB HDD und 16 MB 3D Grafikkarte
Empfohlen: P IV mit 1,6 GHz, 512 MB RAM, 600 MB HDD und 64 MB 3D Grafikkarte
© 2004 by Bjoerner2001
1. Hintergrund des Ganzen – die Story
2. Von Menschen und anderen Spezies
3. Neuerungen zuhauf
4. Grafik/Sound/Steuerung
5. Fazit
6. Daten zum Spiel
1. Hintergrund des Ganzen – die Story
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Der Vollständigkeit halber noch einmal ein wirklich ganz kurzer Abriss der bisherigen 2 Teile, die Anfang der 90er über die heimischen Monitore flimmerten. Warcraft ist eigentlich ein reiner Konflikt zwischen Menschen und den sog. Orks. Was Menschen sind, dürfte jedem von uns wohl einleuchten, und auch Orks haben schon an Bekanntheit hinzugewonnen. Sie sind einfachere Wesen mit lustiger grüner Haut die Menschen abgrundtief hässlich finden (obwohl sie es selber nie auf ein Cover einer Modelzeitschrift schaffen werden) und sie ebenso sehr hassen. Früher spielten die Portale, durch die die Orks die menschliche Welt betraten, eine große Rolle und standen im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen. Mittlerweile leben im Land der Menschen zahlreiche Orks und versuchen ihnen das Leben schwer zu machen und sie versuchten auch der jetzigen Bedrohung den Einstieg in diese Welt zu erleichtern, scheiterten aber an jenen Menschen die das Königreich von Lordaeron zu verteidigen wussten.
Und hier setzt nun Teil 3 des Menschen-Ork-Intermezzo entscheidend ein und bringt die „Untoten“ ins Spiel. Sie sollen nun die Invasion der Brennenden Legion vorbereiten...
2. Von Menschen und anderen Spezies
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Wie man am Anfang schon herauslesen kann, gibt es Menschen, Hochelfen, Orks und die Untoten. Grundlegend kann man die ersten beiden als gut und die beiden anderen als böse bezeichnen. Ja, Gut gegen Böse, das zieht immer.
In der Kampagne spielt man mit allen Rassen ungefähr die selbe Anzahl an Missionen, mit steigendem Schwierigkeitsgrad, versteht sich. Los geht es mit den Orks, die einen Propheten ihr Ohr schenken und gen Westen segeln (stilecht mit Schiffen der Menschen!). Das gilt eigentlich nur als Prolog, so wird es zumindest genannt, ehe man sich mit den Menschen gegen die Untoten versucht.
Die Menschen bei Warcraft III sind eigentlich ganz putzige Kerlchen, treten dem Spieler immer mit Respekt gegenüber und bauen munter ihre Häusle ohne zu Murren. Stilecht dem Mittelalter nahegebracht sehen dementsprechend auch die Gebäude und Einheiten aus. Mittelpunkt des ganzen ist nach wie vor das, ich nenne es mal, Rathaus. Hier lassen sich Arbeiter rekrutieren, die Rohstoffe (Gold + Holz) für den Spieler sammeln. Auf Basis dieser Rohstoffe ist eine Wirtschaft aufzubauen (ebenso bei den anderen 3 Rassen) mit dem Ziel eine funktionierende Armee aufzustellen und dem Gegner in den Allerwertesten zu treten. Soldaten werden in Kasernen ausgebildet (hach, woher kenne ich dieses leidige Thema nur?!?) und Bauernhöfe dienen dazu diese zu versorgen, was allerdings nur die Obergrenze der Einheiten nach oben zu verschieben mag. Alles in allem geben die Menschen das her, was man im Geschichtsunterricht über die Ritter aus dem Abendland lernte. Normale Fußsoldaten, Bogenschützen, Ritter, Katapulte usw.. Zusätzlich finden sich noch Zauberer/innen ein und unterstützen nach bestem Wissen und Gewissen. Die Krönung bilden die Helden der Menschen. Zum Thema Helden gibt’s aber bei Punkt # 3 mehr.
Die Orks bilden den ersten Counterpart der Menschen und sind ähnlich aufgebaut, nur das dort eben alles mehr dem rustikalen Stil verfallen ist und die Einheiten größtenteils grün sind. Die Einheiten heißen hier Peons (Arbeiter), Grunzer (Fußsoldat), Räuber (Ritter) usw. Von magischer und heldenhafter Seite bieten sie individuell anderes. Kurzum, die Orks spielen sich sehr ähnlich wie die Menschen, nur das alles etwas anders aussieht und heißt, die Grundstrukturen sind aber die selben.
Kommen wir nun zu den (Hoch)Elfen. Sie sind etwas von den Menschen abstammend, aber noch mit viel reinerem Gewissen und auch mehr der Natur bedacht. Sie fällen keine Bäume um den Rohstoff Holz zu gewinnen, die Irwische umkreisen sie und damit hat sich’s. Da können sich alle mal eine Scheibe abschneiden! Auch Gold wird kurzerhand teleportiert und die kleinen Irwischen sparen sich damit eine Menge Lauferei und dem Spieler Zeit. Das Kämpfen ist nicht so das Ding der Elfen, jedenfalls nicht gleich zu Anfang. Ihnen sollte man Zeit geben, denn die mächtigen Einheiten und Helden kommen erst von mal zu mal. Schließlich liegt das Schicksal der Welt in deren Hände und der Weltenbaum, der die Kraft spendet, ist im Visier der Brennenden Legion. Großer Vorteil der Elfen ist deren Basenbau. Ihre Gebäude sind nichts anderes als Bäume, die man entwurzeln und an anderer Stelle wieder pflanzen kann.
Das Beste habe ich zum Schluss aufgehoben, nämlich die Untoten. Sie sind, ähnlich wie die Bundeswehr, nicht am Erhalt der Natur interessiert und überall wo sie sich niederlassen, verwelkt die Vegetation und wird richtig schön öde. Sie tragen vornehmlich schwarze Kleidung und faseln irgendwas von Blutvergießen. Ihre Gebäude werden nicht gebaut sondern beschworen wobei es reicht einen Akolyt (Arbeiter) mit dem Aufbau einer ganzen Basis zu beschäftigen, da er nur den Bauvorgang einleitet und der Rest geschieht automatisch. Gold sammeln ist ähnlich einfach. 5 Arbeiter um eine Mine stellen und schon murmeln die was vor sich hin und das Gold landet auf dem Konto. Zum Holzfällen werden Ghuls benutzt. Sehen irgendwie ziemlich freakig aus und reden einen mit „Muss spachteln“ an. Schön, sie können aber auch um sich schlagen, dienen also somit auch als Krieger. Weiterhin beschäftigen die Untoten Reisenspinnen, Gargoyles, Riesige Fleischberge die aus Leichen zusammengeflickt worden, Totenbeschwörer und Skelett-krieger/drachen. Alles in allem schon recht kreativ, was sich die Jungs von Blizzard da einfallen haben lassen.
3. Neuerungen zuhauf
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Da gibt’s so viel, da weiß ich eigentlich gar nicht wo ich anfangen soll und was essentiell ist.
Das man nun 4 statt nur 2 Rassen zum Spielen hat, ist wohl die größte Neuerung gegenüber dem nun fast 10 Jahre alten Vorgänger. Neben mehr Gebäuden und Einheiten sind nun auch die viel gescholtenen Helden wieder mit dabei. Erstmals kamen sie im Add-on zu Teil II zur Geltung, in Warcraft III aber spielen sie eine enorme Rolle.
Helden entwickeln sich im Laufe des Spieles, ähnlich wie beim Rollenspiel Diablo, welches übrigens auch zufällig von Blizzard ist, nach dem Töten von Gegnern immer weiter. Sie gewinnen an Erfahrung und können, dank ihrem Heldenstatus spezielle Angriffs- oder Verteidigungszauber erlangen. Proportional zur Erfahrung steigt auch die Anzahl an Lebens und Mana-punkten. Insgesamt gibt es 10 Erfahrungslevel und zusätzlich ein kleines Inventar, in dem spezielle Gegenstände, die die Fähigkeiten des ohnehin schon starken Helden noch weiter verbessern. Mana ist übrigens, für die die es nicht wissen, notwendig um die eben erwähnten Zaubersprüche durchzuführen.
Jede der vier Rassen verfügt über 3 verschiedene Helden, die hier jetzt aber im Einzelnen aufzuführen und zu beschreiben würde zu weit führen und ich will euch auch nicht zum Einschlafen bringen. Eines sei aber noch gesagt, die Einführung von Rollenspielelementen war eine grandiose Idee die sich bewährt hat und unter den Spielern sehr gut ankam.
Die Grafik ist auf jeden Fall, im Vergleich zu der des Vorgängers, verbessert worden. Quantensprung kann man da sogar schon sagen, da man nun in 3D spielt und alles sehr detailliert ist, für ein Aufbau/Strategiespiel, wohlgemerkt.
Einhand mit der Grafik ging die komplette Neuaufteilung des Spielbildschirms. Früher noch am linken Bildschirmrand, befindet sich die Karte und alle spielrelevanten Informationen nun am unteren Bildschirmrand. Dient der Übersichtlichkeit und der gesamten Erscheinung des Spiels.
Eine weitere Neuerung ist die der Truppengröße. Früher konnte man maximal 9 Einheiten auswählen und kommandieren, jetzt sind es immerhin 18. Man kann verschiedene Einheitengattungen nun mit einem einfachen Doppelklick gruppieren und auch innerhalb einer Auswahl von mehreren verschiedenen Einheiten die Gruppen in der Gruppen komfortabel bedienen. Wichtig wäre auch noch das Einheitenlimit. Jede Einheit verbraucht Nahrung, die einen mehr, die anderen weniger. Summiert man das ganze, darf man nicht mehr als 40 Punkte haben um kein Gold extra zu bezahlen, ist man drüber gibt man 30% der Rohstoffeinnahmen ab und ab 70 Punkten gibt man 50% ab. Gute Idee, aber das Limit hätte vielleicht etwas höher sein können. Bei 90 Punkten ist übrigens gänzlich Schluss.
Bei dieser kleinen Auswahl möchte ich es belassen. Es gibt sicherlich noch so viel mehr, aber das ist wirklich das Wesentliche. Interessierte finden schnell weiteres raus und alle anderen muss man nicht mit so viel belasten.
4. Grafik/Sound/Steuerung
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Grafik: Ich hatte es kurz schon erwähnt, komplett in 3D und sehr schön anzuschauen und das auch mit nicht so guten Rechnern. Man kann die Kamera aber leider weder drehen bzw. schwenken noch zoomen. Man kann lediglich den Kamerawinkel verändern und so näher an die Figuren herankommen, was aber für die Übersicht nicht gerade förderlich ist. Highlight sind aber eindeutig die Videosequenzen die toll anzuschauen sind. Sequenzen in Spielgrafik sind auch gut gelungen also kann man insgesamt doch von einer recht guten Grafik sprechen.
°°°°
Sound: Insgesamt relativ unspektakulär, da zweckmäßig gehalten, und so sollte es auch sein. Die Einheiten reagieren mit einem flotten Spruch auf das Anklicken und auf Anweisungen ebenfalls. Bei Mehrfachem Anklicken ist es, wie beim Vorgänger möglich, lustige Sprüchlein aus den kleinen Männchen herauszubekommen. Immerhin ein kleines Schmankerl. Mit Musik wurde sich recht bedeckt gehalten und es ist eher unauffällig. Im Ganzen ist der Sound dennoch stimmig.
°°°°
Steuerung: Wie für Echtzeitstrategie üblich mit Maus. Eine 2-Tasten-Maus reicht da vollkommen. Mit Mausrad kann lediglich der Kamerawinkel geändert werden. Einheiten werden mit Linksklick ausgewählt und mit Rechtsklick werden Aktionen befohlen. Eigentlich Idiotensicher. Profis nutzen die Tastatur und die Tasturkürzel für ein noch effektiveres Spiel, Gelegenheitsspielern reicht aber die Maus. Kurzum, die Steuerung kann man eigentlich kaum besser machen.
5. Fazit
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Warcraft III ist ja nun schon seit einiger Zeit auf dem Markt. Sicherlich schon über 1,5 Jahre, ich kann es nicht genau beziffern. Der Grund warum ich mich erst heute oder immer noch um einen Bericht bemühte, ist simpel. Das Spiel fesselt. Im Einzelspielermodus hat man mit der Kampagne schon ein ganzes Stück Arbeit vor sich, aber am besten ist die Hatz um die Welt immer noch im beliebten Battle.net. Das Battle.net ist neben Diablo (I+II) auch durch Starcraft berühmt geworden und auch schon Warcraft II konnte man über die Server des Battle.net spielen. Mit Warcraft III findet man im Battle.net immer eine Gelegenheit zum Spielen, sei es mit Freunden oder auch mal alleine. Eben so unkompliziert funktioniert das Ganze auch im heimischen Netzwerk. Auch verschiedene Spielmodi, abhängig von den Karten, machen Laune, wie allgemein das Spielen von irgendwelchen Karten gegen den Computergegner oder gegen Menschen.
Ein Fazit sollte möglichst kurz sein, deswegen bringe ich es zu einem schnellen Ende. Warcraft III hat mir vor einem Jahr schon Spaß gemacht und heute noch macht es mir Spaß. Man kann Ewigkeiten, vor allem im Mehrspielermodus zubringen und es wird nicht wirklich langweilig, da die Fangemeinde ungeheuer groß ist und einen mit frischen Karten versorgt und wenn man selbst mal eine zündende Idee hat, kommt der mitgelieferte Karteneditor zum Einsatz. Lange Rede kurzer Sinn: Wer Echtzeitstrategie mag, sollte, sofern er Warcraft III noch nicht hat, auf jeden Fall mal über den Kauf nachdenken.
6. Daten zum Spiel
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Preis: ca. 15 €
Systemanforderungen:
Benötigt: PIII mit 450 MHz, 128 MB RAM, 600 MB HDD und 16 MB 3D Grafikkarte
Empfohlen: P IV mit 1,6 GHz, 512 MB RAM, 600 MB HDD und 64 MB 3D Grafikkarte
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