WarCraft III: Reign Of Chaos (PC / Mac Spiel) Testbericht

Warcraft-iii-reign-of-chaos-pc-mac-spiel
ab 12,07
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004

5 Sterne
(73)
4 Sterne
(14)
3 Sterne
(5)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von 1nvincible_1986

Warcraft Returns

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Pfui, was kommt da auf mich zu? Nein, es ist nicht Michael Jackson mit seinem dritten Nasenloch (welches übrigens wieder zugenäht wurde), sondern eine grässliche Horde von Orks, welche versucht, meine kleine Truppe aus Menscheneinheiten unter der Führung eines Helden zu vernichten. Als Betatester spielte ich WarCraft III bereits seit einigen Monaten und wurde zu einem Zeugen einer wahrhaftigen Wiedergeburt einer längst in dieser Form nicht mehr existierenden Art wie es WarCraft III ist.


Story

\"Viele Jahre nachdem das dunkle Portal, welches das Heimatland Draenor der Ork und die Menschenwelt Azeroth der Menschen verbunden hatte, zerstört worden war, wurde ein junger Ork namens Thrall gefangen genommen und wurde als Sklave der Menschen aufgezogen, welcher den Pfad der Verbrechen begehen musste. Nun herrscht im Königreich ein vermeintlicher Frieden. Noch schwelgen einige Menschen in den Erinnerungen an den großen Sieg über die Orks. Thrall verwendete jene Fähigkeiten, welche ihm durch seine Entführer gegeben worden waren, um zu fliehen und gruppiert die über das Land verstreuten Orks unter seiner Fahne. Thrall plant Vergeltung, die Kriegstrommeln erschallen, und die Erde erbebt in Hass und Blut. Unangekündigt erscheint die Brennende Legion, ein unheiliger Feuersturm. Und sie kommen nicht, um Samba zu tanzen.\"


Features

* 4 verschiedene Rassen mit unterschiedlichen Eigenschaften und magischen Fähigkeiten
* Helden können höhere Levels erreichen, sind in der Lage neue Zaubersprüche und Fähigkeiten zu erlernen
* Neutrale Gebäude und Monster bieten Kämpfe und Schätze
* Voller Multiplayer-Support über Battle.net
* 3D-Grafikengine


Gameplay

Prolog
Nach grafisch nicht gerade schönen Titeln wie Diablo II ist es Blizzard mit dem Titel „WarCraft III: Reign of Chaos“ gelungen, sein 2D-Image loszuwerden. Eines möchte ich gleich am Anfang vorwegnehmen: Trotz einigen Gerüchten ist WarCraft III kein RPG. Man finden zwar einige Rollenspielelemente, welche jedoch im Schatten von purer Echtzeitstrategie gestellt werden. Diese wenigen Elemente sind jedoch in der alltäglichen Einheitenproduktion durchaus erfrischend.

Rassen
Im Vergleich zu WarCraft II gibt es eine angenehme Änderung: Endlich gibt es mehr Unterschiede zwischen den verschiedenen Rassen, welche bewirken, dass jede andere Stärken und Schwächen hat.

1. Orks
Ihre wichtigste Einheit ist der Wolfsreiter: Er trägt ein mit Gewichten versehenes Netz, welches zum Lufteinheiten-nach-unten-ziehen dient, um sie dann für Bodeneinheiten angreifbar zu machen. Die Handlung scheint sich am meisten mit den Orks zu beschäftigen. Sie sind auf dem Weg zu ihren antiken Traditionen zurückzukehren, hierfür verwenden sie die größten physikalischen Kräfte, kombiniert mit Magie.

2. Menschen
Sie sind das Volk das nach Wissen strebt, und entwickeln sich äußerst schnell. Sie bauen ihre imposante, durch gigantische Bauten und Lebensstile, Kultur auf dem Grundsatz der Ehre auf. Dadurch breiten sie sich auf eine rasche Weise über das ganze Land aus. Der einfache Krieger versucht sein Vaterland mit Stolz zu verteidigen. Mit Schwert und Schild ausgestattet widersetzt er sich jeglichen Menschenfeinden.

3. Untote
Bevor der Errichtung ihrer Siedlung müssen sie zuerst den passenden Platz verschandeln. Die selbstlosen Acyloten opfern sich selbst, um den durch das Blutbad beschmutzten Boden zum verwesen zu bringen. Deshalb brauchen sie 3-4 ihrer Diener, um einen Ort zu bevölkern. Die Untoten-Armee besteht aus sich bewegenden Leichen, welche keine Seelen besitzen. Sie verwenden neokromatische Energie und sind nebenbei auch noch fähig, die eigenen Einheiten am Schlachtfeld zu regenerieren. Eine besondere und wichtige Eigenschaft im Blutgemetzel.

4. Nachtelfen
Die am weitesten in die vergangene Zeit zurückreichende Zivilisation ist die der Nachtelfen. Dieses Volk der Unsterblichkeit lebt im Verborgenen und hat die Magie als Hauptgebiet ausgewählt. Aufgrund eines besonderen Ereignisses wenden die Nachtelfen aus Angst keine Magie mehr an. Die grünen Behausungen haben ihr eigenes Leben und verteidigen sich in Situationen der Gefahr selbst. Den Frauen der Gesellschaft ist der Beruf der Kriegerinnen bestimmt worden. Auch sie haben eine besondere Fähigkeit: Wenn sie im Schatten stehen, sind sie für den Feind nicht sichtbar. Es sei gesagt, dass Angriffe von Dunkelelfen enden meist tödlich enden.

Story-Mode
Der Story-Mode ist sehr interessant aufgebaut. Man beginnt mit einer Einführung in die Materie mit leichten Ork-Missionen, und folgt dann Schritt für Schritt den Rassen chronologisch durch die Hintergrundstory. Eine Auswahl der Rasse zu Beginn des Spiels ist nicht möglich. Manche Missionen sind sogar nicht zu schaffen, egal wie hart und tapfer die Truppen gekämpft haben. Für die Story sind nun mal Niederlagen nötig, um einen logischen Ablauf der Geschichte zu gewährleisten. Die knapp 40 Missionen verlangen dem Spieler grob geschätzt 35-40 Spielstunden ab. Mit dem MP und dem Battle.net – Play ergibt sich ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Alltag
Wie man es bereits aus anderen Echtzeitstrategiespielen bekannt ist, ist einem auch in WarCraft III die Möglichkeit gegeben, seine Truppen unter der Führung eines Helden leiten zu lassen. Je nach Rasse/Level etc. kann er verschiedene Eigenschaften wie die des Heilens oder Wiederauferweckens anwenden. Der Held besitzt Inventarplätze, aus denen er gefundene und erbeutete Gegenstände beziehen kann. Einige von diesen kann er jedoch erst ab einem bestimmten Level, welches zu erreichen ist, verwenden. Wichtig sind die mit der Erfahrung steigenden Skills, welche nach Belieben auf diverse Punkte verteilt werden können. In einer Schlacht gefallene Helden können mittels Altaren wiederauferweckt werden, was jedoch Gold beansprucht.


Technik:

Installation:
1 CD, fehlerfrei, 600 MB freier Festplattenspeicher wird benötigt.

Steuerung:
Die Steuerung ist besonders bei Strategiespielen ein wichtiger Punkt, der vom Entwickler nicht benachteiligt werden sollte. Das Rahmenziehen und die Tastenbelegung für Gruppen kommt auch in Warcraft 3 vor. Insgesamt ist die Steuerung leicht zu erlernen, denn Blizzard will anscheinend so viele Spieler wie möglich für sich gewinnen.

Grafik:
Warcraft 3 verwendet eine reine 3D-Engine. Nachdem viele andere Entwickler in die 3. Dimension umstiegen, wagte auch Blizzard einen Schritt in die Zukunft. Um eine detaillierte Darstellung der Einheiten zu gewährleisten wird eine spezielle Technik verwendet. Denn die in Warcraft 3 angewandte Grafikengine verringert die Anzahl der Zwischenschritte für Animationen, damit es nicht zu solchen Fällen wie 1 fps kommt. Trotzdem muss eine 3D-Karte auf im Spielerechner vorhanden sein (was überall der Fall sein müsste mittlerweile : ). Dies ist somit das erste Spiel von Blizzard, das eine 3D-Karte zwingend erforderlich macht.

Einziger Wermutstropfen ist der festgelegte Blickwinkel, obwohl es sich hierbei um eine 3D-Engine handelt. Wenigstens Zoomfunktionen und Kameraschwenken hätten nicht schaden können. Dies verursacht dazu auch noch Unübersichtlichkeit der Echtzeit-Schlachten.

Sound:
Neben einer passenden Musikuntermalung kann man auch Rufe und Antworten aus dem Warcraft-Universum wahrnehmen. Verschiedenste Sprüche, welche auch manchmal lächerlich klingen (wie die von den Zwergen) sorgen hierbei für Unterhaltung. Glasklare Stimmen und 3D-Sound und diverser Schnickschnack sind auch in diesem Teil selbstverständlich.


Tipps und Tricks

* Wenn die Helden des Spielers höhere Levels erreichen, bekommen sie auch mehr Spells und Eigenschaften. Falls ein Held in einer Schlacht sterben sollte, ist es noch immer möglich, ihn mittels eines Altars wiederaufzuerwecken. Die Reinkarnation kostet nur Gold, und kein Mana.
* Der Angriff einer unsichtbaren Nachtelfe endet für den Angegriffenen fast immer tödlich.


Pro und Kontra

+ Endlich in 3D
+ Heldensystem
+ 4 unterschiedliche Rassen
+ Hohe Langzeitmotivation
+ Vermischung von RTS und RPG

- festgelegter Blickwinkel
- langes Warten auf Erscheinungsdatum


Fazit
In grafischer Hinsicht ziehe ich es keineswegs in Betrachtung, WarCraft III auch nur irgendeinen Award zu verleihen. Eckige Bäume und hübsche Wassereffekte gabs bereits in Battle Realms zu sehen. Wieso wurde der Releastermin von WarCraft III ständig verschoben? Einen Grund könnten die Videos darstellen, welche man in dieser Fülle und in einer solchen Qualität selten in einem Echtzeitstrategietitel findet.

Was mich allerdings am meisten nach dem Spielen von WarCraft III ergriffen hat, war die Erkenntnis darüber, welch immenser Gehalt von Qualität und Liebe stark in die Formel der Perfektion in der Entstehung eines revolutionären Games, wie es durch WarCraft III dargestellt wird, einfloss.

(c)1nvincible=hello2k3=nightknigh 2002

23 Bewertungen