WarCraft III: Reign Of Chaos (PC / Mac Spiel) Testbericht

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ab 12,07
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Erfahrungsbericht von HeBoS1982

DAS Spiel überhaupt!!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Blizzard Entertainment lieferte vor einigen Jahren eines der ersten Echtzeitstrategiespiele ab die es jemals gab. Dieses Spiel besaß ich aber leider nicht. Doch nach kurzer Zeit lieferte die Edelschmiede Blizzard dann den Nachfolger WarCraft II ab. Ich fand dieses Spiel echt genial und ich freute mich wirklich sehr auf den Nachfolger. Doch der wurde nicht angekündigt. Dafür wurde aber StarCraft angekündigt. Nach den ersten Informationen war ich erst einmal zufrieden und als StarCraft dann endlich kam war es meiner Meinung nach das beste Spiel des Genres. Doch dann war es endlich soweit. WarCraft III – Reign of Chaos wurde angekündigt. Natürlich war ich sofort einer der Vielen die das Spiel erwarteten. Nach einer langen Entwicklungszeit und einigen Änderungen am Spielprinzip ist es vor kurzem endlich soweit gewesen. WarCraft III – Reign of Chaos stand in den Läden zum Kauf bereit. Ich hatte mir das Spiel bei amazon.de bestellt. Dann kam ich eines Tages nach Hause und auf meinem Tisch lag ein Packet von amazon.de. Natürlich stürzte ich mich sofort auf dieses Packet und riss es auf. Dann starrte mich auch schon der Ork auf der Verpackung an. Also nichts wie ab in den Computer damit.
Nach der Installation startete ich dann erwartungsvoll das Spiel und bekam erst einmal das Logo von Blizzard zu sehen. Dann folgte auch schon das Intro und danach stieg ich in das Spiel ein. Ich hatte so einiges erwartet aber ein solches Spiel hatte ich mir nicht vorgestellt. Soviel vorneweg: Ich hab noch nie ein Spiel gespielt das so viel Spaß gemacht hat...

Echtzeitstrategie?

Alle die den Begriff Echtzeitstrategie kennen können diesen Abschnitt überspringen da ich im Folgenden erkläre was ein Echtzeitstrategiespiel eigentlich ist.
Also ein Echtzeitstrategiespiel ist kurz gesagt ein Strategiespiel bei dem man in Echtzeit spielt. Was das aber genauer heißt sage ich euch aber jetzt. Wenn man sich ein Strategiespiel anschaut kann man es eigentlich immer z.B. mit einer aufgebohrten Version von Schach bezeichnen. Jeder Spieler hat Figuren die er bewegen kann. Wenn diese Bewegungen wie beim Schach in Runden stattfinden spricht man von Rundenstrategie. Wenn man aber während der Gegner zieht auch zieht kann man nicht mehr von Runden sprechen. Dann muss man sagen, dass die Spieler wie in der echten Welt gleichzeitig spielen und ihre Figuren bewegen können. Das nennt man Echtzeitstrategie.

Story

Die Story ist in WarCraft III sehr gut gelungen und wird durch stimmige Zwischensequenzen in der Spielgrafik und nach jeder Kampagne durch ein Rendervideo erzählt. Aber worum geht es eigentlich? Nun ganz einfach. Anfangs werden im Tutorial die Orks gespielt und diese werden durch einen Propheten gewarnt weil auf dem Kontinent Gefahr droht. Sie sollen über das Meer fahren und dort Schutz suchen. Das machen sie dann auch. Doch da fängt das übel erst an. Die Menschen die der Prophet auch anspricht hören nicht auf ihn und bleiben. Dann häufen sich die Meldungen über Untote und sie breiten sich immer weiter wie eine Seuche aus. Doch sind sie das wirkliche Problem? Das müsst ihr selber rausfinden. Ich will ja nicht das beste verraten.

Spielprinzip

Das Spielprinzip unterscheidet sich deutlich von dem des Vorgängers. So ist wohl eine der wichtigsten Änderungen an den Rassen zu merken. Gab es im Vorgänger noch 2 Rassen die sich kaum unterscheiden so gibt es jetzt 4 Rassen die sich nicht nur durch die Einheiten sondern auch durch die möglichen Strategien unterscheiden. Die Menschen sind dabei eigentlich die ausgewogenste Rasse. Sie haben keine Besonderheiten und spielen sich wie in vielen anderen Spielen auch. Auch die Orks sind eigentlich nicht sonderlich außergewöhnlich. Sie haben starke Nahkämpfer und auch eine gute Basisverteidigung. Die Untoten setzen eher auf eine Massenproduktion und ihre Totenbeschwörer. Dafür sind die Einheiten eher schwächer. Die Nachtelfen setzen ihre Bogenschützinen ein und sind daher eher für den Fernkampf geeignet. Besonders Hinterhalte sind bei ihnen möglich da die Einheiten in der Nacht wenn sie sich nicht bewegen unsichtbar werden können. Außerdem haben sie Gebäude (Bäume) die sich auch bewegen können. So kann man also mit der Basis umziehen wenn die Ressourcen aufgebraucht sind.
Und bei Ressourcen sind wir schon wieder bei einer Neuerung von WarCraft III angekommen. Es gibt nach wie vor Gold und Holz aber da es keine Schiffe mehr gibt ist das Erdöl weggefallen. Außerdem verbrauchen Einheiten Nahrung. Dabei entstehen nach einer Zeit kosten wodurch man weniger Gold beim Abbau bekommt. Der Abbau der Ressourcen ist auch von Rasse zu Rasse verschieden.
Eine sehr wichtige Neuerung des Spiels sind die Helden. Jetzt werden WarCraft II Veteranen sicher an die Helden aus WarCraft II denken aber die im 3. Teil unterscheiden sich von diesen. Pro Rasse gibt es 3 verschiedene Helden die jeweils besondere Eigenschaften haben. Außerdem steigen die Helden in einem ähnlichen Prinzip wie es Diablo 2 verwendet auf und dadurch verbessern sie ihre Eigenschaften oder bekommen sogar neue. Außerdem haben sie ein Inventar in dem 6 Gegenstände Platz haben. So findet man auf Karten z.B. Heiltränke oder auch Gegenstände die den Helden verbessern.
Wie bereits erwähnt können sich die Nachtelfen in der Nacht unsichtbar machen. Was kann man daraus schließen? Richtig. Es gibt einen Tag und Nachtwechsel. Dieser hat Auswirkungen auf den Sichtradius. So sehen die Einheiten logischerweise in der Nacht nicht so weit wie am Tag.
Auch sehr wichtig sind die Monster die sich außer den Gegnern noch auf der Karte aufhalten. Meist beschützen sie wichtige Durchgänge oder Minen sind aber auch manchmal Lieferanten für Gegenstände oder auch Teil eines Quests. Im Mehrspielermodus verhindern sie sehr effektiv einen Rush. Die Helden sollten schon früh auf die Jagt dieser Monster gehen um Erfahrung zu sammeln.
Die Missionsziele unterscheiden sich doch sehr deutlich und sorgen für Abwechslung. So muss man manchmal einfach den Gegner besiegen aber ab und zu heißt es auch mal eine Einheit zu beschützen oder zu eskortieren. Außerdem kommen während des Spiels auch mal sekundäre Missionsziele dazu.

Mehrspielermodus

Der Mehrspielermodus ist wie gewohnt sehr gut. Die Rassen sind sehr ausgeglichen und ermöglichen ein faires Spiel. Durch die Monster die auf den Karten verteilt sind und auch durch die kleinen Goldminen ist taktisches Vorgehen enorm wichtig. Man muss sich rechtzeitig die nächste Goldmine sichern und möglichst auch verteidigen. Besonders wichtig ist hierbei auch, dass man die Helden möglichst schnell trainiert da man sonst keine Chance hat. Man kann über das Internet (Battle.net) oder auch über LAN oder Direktverbindung gegen seine Freunde oder auch gegen andere spielen. Ich habe WarCraft III aber leider nur gegen den Computer gespielt. Im Mehrspielermodus habe ich noch nicht gespielt da ich erst einmal die Kampagnen durchgespielt habe. Die Multiplayerkarten kann man aber auch gegen den Computer spielen was ich übrigens auch schon getan habe.

Steuerung

Die Steuerung ist sehr gut gelungen und überzeugt durch eine sehr einfache Maus und Tastatur Kombination. Im Prinzip kann man das Spiel aber auch nur mit der Maus spielen. Wie von Blizzard gewohnt wählt man mit einem Linksklick Einheiten aus und mit einem Rechtsklick gibt man Befehle. Diese kann man aber auch über Tastatur oder die Schalttafel am unteren Bildschirmrand erteilen. Maximal 12 Einheiten können auf einmal angewählt sein. Dabei kann man mit der Tab-Taste zwischen den verschiedenen Einheitentypen hin und her schalten um spezielle Fähigkeiten dieser einzusetzen. Mit dem Mausrad kann man rein und raus zoomen. Drehen der Ansicht ist nur kurzzeitig möglich.

Grafik

Die Grafik hat sich sehr verändert. Üblicherweise war Blizzard noch nie für eine gute Grafik bekannt. Die Zwischensequenzen waren zwar immer sehr überzeugend aber die Spielgrafik sah meist eher angestaubt als modern aus. Bei WarCraft III hat sich das geändert. So benutzte Blizzard zur Realisierung erstmals eine eigens programmierte 3D Engine. Und diese kann sich wirklich sehen lassen. Die Welt wirkt sehr lebendig und abwechslungsreich. Auch an Details haben die Jungs von Blizzard gedacht. Die Grafik ist dabei komplett in einem comicartigen Stiel gehalten. Vor allem die Bewegungen und die Effekte wirken auch sehr nett. Die Zwischensequenzen hingegen zeigen eher Figuren die möglicht real wirken sollen. Dadurch wirken nicht nur die Zwischensequenzen sehr gut sondern sie strahlen auch eine enorme Atmosphäre aus. Man spielt das Spiel schon alleine deshalb weil man die nächste Rendersequenz sehen will. Ein Echtzeitstrategiespiel mit besser Grafik gibt es wohl derzeit nicht. Blizzard hat sich hierbei mal wirklich mühe gegeben.

Sound

Blizzard ist seit WarCraft II nicht nur für die Spiele sondern auch für die guten Sprecher bekannt. Da macht auch wieder mal WarCraft III keine Ausnahme. Die Stimmen der Sprecher sind sehr gut und passen auch zu den Charakteren. Außerdem überzeugen sie auch durch ihr sehr natürliches und gut betontes Sprechen. Aber auch die Effekte im Spiel und natürlich erst recht die Musik überzeugen. Man bemerkt sie eigentlich gar nicht und dadurch sind wie eigentlich erst so richtig gut. Die Atmosphäre wird so optimal unterstützt. In Sachen Sound kann kaum ein anderes Spiel mit WarCraft III konkurrieren.

Anleitung und Verpackung

Die Anleitung ist sehr leicht zu verstehen und auch sehr gut gegliedert. Durch die Bilder die leider nur sw sind wird nochmals alles was dort steht verdeutlicht. Besonders gut ist die auf der Rückseite befindliche Liste aller Tastaturkürzel. Natürlich werden die einzelnen Rassen in der Anleitung genau erklärt und beschrieben und dies natürlich auch mit Bildern.
Die Verpackung ist nicht wie heute schon fast üblich eine DVD Hülle sondern eine gute alte Eurobox. Dabei gibt es die Verpackung in 4 verschiedenen Ausführungen. Die 4 Motive sind Ork, Mensch, Nachtelfe und Untoter. Ich besitze die wie man auch schon in der Einleitung lesen konnte mit dem Ork. Auf der Rückseite sind ein paar Screenshots zu sehen und die wichtigsten Features des Spiels werden beschrieben. Unten findet man wie üblich die Systemanforderungen:

Windows® 98/ME/2000/XP:

- 400 Mhz P II oder vergleichbar
- 128 MB RAM
- DirectX® 8.1 kompatible 8 MB 3D-Grafikkarte
- 700 MB freier Festplattenspeicher
- 4x-CD-ROM-Laufwerk

Macintosh® OS 9.0 oder besser / Mac OS X 10.1.3 oder besser:

- 400 Mhz G3
- 128 MB RAM
- 16 MB ATI oder nVidia3D-Grafikkarte
- 700 MB freier Festplattenspeicher
- 4x-CD-ROM-Laufwerk

Fazit

WarCraft III hat meiner Meinung nach das Genre der Echtzeitstrategie nicht nur bereichert sondern auch revolutioniert. Die Soundeffekte und die Grafik erzeugen zusammen mit der sehr gut gelungenen Story für eine Atmosphäre die ihres gleichen sucht. Die Rassen sind sehr ausgeglichen und eigentlich will man gar nicht mehr aufhören das Spiel zu spielen. Selbst Anleitung und Verpackung entsprechen diesem nahezu perfekten Bild. Einzig die letzte Kampagne die man auf der Seite der Nachtelfen spielt sind etwas schwer geraten. Alle anderen Missionen sind zwar schwer aber nicht zu schwer. Durch nette Gimmicks wird außerdem das Spiel aufgelockert. So explodieren Schafe wenn man sie mehrere Male anklickt und Einheiten lassen lustige Sprüche hören.
Auch wenn man kreativ ist hat das Spiel durch einen sehr mächtigen aber leider auch komplexen Editor einiges zu bieten. So kann man mit ihm alle nur denkbaren Missionsziele definieren oder auch eigene Zwischensequenzen in der Spielgrafik erstellen und so sogar eine eigene Kampagne erschaffen. Das Spiel hat mich voll und ganz überzeugt. Ich denke, dass das Spiel eigentlich für jeden geeignet ist der etwas mit Strategiespielen anfangen kann. Andere sollten aber zumindest mal einen Blick riskieren. Es lohnt sich auf jeden Fall. Ich werde auf jeden Fall nicht an einer eventuellen Erweiterung vorbeikommen. Ich freue mich schon auf das nächste Spiel von Blizzard.

In diesem Sinne wünsche ich noch einen schönen Tag. Danke fürs Lesen und ich hoffe, dass euch der Bericht gefallen hat. Man liest sich.

© HeBoS1982 (12. August 2002)

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