WarCraft III: Reign Of Chaos (PC / Mac Spiel) Testbericht

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ab 12,07
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Erfahrungsbericht von schalkman

Schon jetzt: Das Spiel des Jahres 2002

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

1. Entwickler
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Ja, ich lege mich jetzt schon fest! Mit Warcraft 3 hat Blizzard DAS Spiel des Jahres 2002 geschaffen! Für knappe 45 Euro steht es derzeit in den Händlerregalen und eines nehm ich gleich voraus: Die ist es dicke wert!

2. Vorraussetzungen
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Mindestvorraussetzungen:

500 MHz Prozessor
128 MB Ram
600 MB HDD

3. Genre
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Warcraft 3 wandelt klar auf den Spuren seiner Vorgänger. Einen besseren Namen kann Echtzeitstrategie nicht haben. Jedoch spielen diesmal Rollenspielaspekte mit hinein, eine durchaus gelungene Mischung, wie ich finde!

4. Story
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Die Story der 4 Kampagnen ist miteinander verknüpft. In der ersten Kampagne spielen sie die Menschen. Im Mittelpunkt steht der junge, aufstrebende Prinz Arthas, der eine Invasion der Armee der Untoten aufhalten will, diese auch mit recht großem Erfolg zurückschlägt, bis es zur schicksalhaften Schlacht im hohen Norden gegen die Untoten kommt. Zwar gewinnt er auch hier, übernimmt die Krone seines Vaters, doch vollkommen unverhofft taucht er auch als Hauptprotagonist in Kampagne Nummer 2 auf. Dies ist die Untoten Kampagne, die von der Eroberung des Heimatlandes Arthas, dem Land Lordaron, handelt. Während dieses Feldzuges werden auch die \"Hintermänner\" der Untoten ins Spiel gebracht: \"Die brennende Legion\", eine ausgeburt des reinsten Bösen, bestehend aus Dämonen, die eine Welt nach der anderen erobern...

Vor der brennenden Legion schon lange gewarnt haben die Orcs Lordaron verlassen und sind in das Land \"Kalimdor\" umgesiedelt, wo es in der dritten Kampagne Fuss zu fassen gilt. Die ersten Missionen handeln davon, wie die Orcs ihre Truppen sammeln, das Land erkunden und nach Antworten auf die Fragen suchen, die sich gestellt haben, als der geheimnisvolle Prophet dem jungen Orc-Häuptling befohlen hat die Heimat zu verlassen. Die Orcs wollen daher ein Orakel im Norden des Landes Kalimdor befragen, doch das Problem ist, dass einige Menschen, die auch nach Kalimdor übergesiedelt sind, und die mächtigen, naturverbundenen Nachtelfen dort siedeln. Als den Orcs klar wird, dass ihre ehemaligen Meister, die Oberdämonen der brennenden Legion auch Kalimdor angreifen wollen ist eine Allianz mit den Menschen und Nachtelfen erforderlich. Diese Allianz wird dann in der vierten Kampagne vollendet, in der sie die großen Endschlachten der Nachtelfen gegen die brennende Legion spielen dürfen.

5. Gameplay
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Warcraft 3 ist dermaßen vielschichtig, dass ich nur einen Teil der ganzen Funktionen und Spielabläufe erklären kann! Ganz kurz im Überblick: Rohstoffe sind Gold und Holz, jede Rasse hat drei Helden plus 8 normal herstellbare Einheiten (wobei ich euch mit Namen und Funktionen der einzelnen Einheiten weitestgehend verschonen werde).

Fangen wir mit den vier Rassen an! Jede der vier spielbaren Rassen (Menschen, Orks, Untote, Nachtelfen) spielt sich anders.

Die Menschen sind da noch die \"gewöhnlichste\" Rasse. Man bildet verschiedene Einheitentypen ganz normal aus (Artillerie; Zauberer; Scharfschützen; Ritter; Soldaten). Auch der Abbau von Rohstoffen funktioniert nach dem normalen \"Rohstoffe holen\"-Prinzip (man schickt einen Arbeiter Holz hacken oder in die Mine und die Rohstoffe werden von dort zum Hauptbau gebracht).

Die Untoten spielen sich da etwas anders. Mit ihnen kann man den Gegner förmlich überrollen. Die bevorzugte Einheit sind die Ghuls, denn sie sind nicht nur zum Kämfen, sondern auch zum Holz holen da. Gold wird bei den Untoten über die Verhexung einer Goldmine gewonnen, dabei schickt man einen Magier dorthin, der das Ritual durchführt und später mit bis zu vier weiteren Magiern das Gold (ohne direkten Transport) in das Lager zaubert. Des weiteren gibt es bei den Untoten die Möglichkeit gefallene Einheiten in Form von Skeletten wiederzubeleben. So lässt sich innerhalb von Sekunden der Verlauf einer ganzen Schlacht zu ihren Gunsten drehen!

Die Orks sind den Menschen recht ähnlich. Sowohl der Rohstoff-Abbau als auch die Einheiten ähneln sich sehr. Jedoch gibt es bei der Einheit \"Kodo-Bestie\" ein nettes Gimmick: Sie kann Gegner auffressen und diese werden dann im Magen langsam verdaut. Wird die Kodo-Bestie vor Abschluss der Verdauung getötet, so kann die gefressene Einheit wieder herausschlüpfen, allerdings dann sehr stark angeschlagen.

Meine persönlichen Lieblinge sind die naturverbundenen Nachtelfen. Bei ihnen ist gar kein Rohstofftransport nötig, denn man muss nur einen Irrwisch in einen Baum oder eine Mine schicken und dann werden die Rohstoffe praktisch \"gebeamt\" udn tauchen einfach wieder im Lager auf! Einheitenmäßig sind die Nachtelfen eher auf Fernkampf ausgerichtet, so wird von den meisten Einheiten irgendwas verschossen und die Nahkampfeinheiten sind durchgehend recht schwach! Die absolute Besonderheit hier: Die Basis ist beweglich, denn ihr \"Hauptquartier\" ist ein Baum, ebenso wie alle Produktions.- und Verteidigungsstätten! Wenn die Produktionsbäume entwurzelt sind, dann können sie durchaus zu gefährlichen Nahkämpfern werden, oder vor einer gegnerischen Übermacht fliehen. Besonders in der letzten Mission muss man sich diesen Vorteil der Nachtelfen zu Nutze machen!

So weit zu den Rassen, die größten Unterschiede zu herkömmlichen Echtzeitstrategiespielen sind, dass man nur wenig Zeit braucht um Basis und Armeen entstehen zu lassen. Allerdings ist die Gesamtzahl der Kämpfer sehr begrenzt, so kann man bei einer Armee mit der Stärke von 25 Einheiten schon von einer sehr großen Armee sprechen! Überhaupt: Warcraft 3 setzt nicht auf pure Einheitenzahl, sonder taktisch kluge Kämpfe mit einer guten Mischung aus den richtigen Einheiten. So bevorzuge ich zwei Gruppen, die eine mit Nahkämpfern, die andere mit Fernkämpfern. Ich lasse die erste Gruppe dann immer vorrücken und ziehe die zweite nach. Bei einem Scharmützel werden die Gegner von den Nahkämpfern angelockt und mit Pfeilen und anderen Geschossen von den Fernkämpfern geschwächt, so dass es ein leichte ist die Gegner in die Knie zu zwingen, aber das nur nebenbei. Besonders deutlich wird die Einheitenbegrenzung bei Missionen, in denen es ihnen nicht erlaubt ist Basen zu bauen. Dann heißt es meist: Einen vorschicken zu Erkundung, den Rest dann vorsichtig nachrücken! Solche Schleichmissionen sind sehr anspruchsvoll, da man es sich nicht leisten kann viele Einheiten zu verlieren, wenn doch ist das Spiel schnell vorbei...

Wie in Punkt 3 bereits erwähnt gibts auch Rollenspielelemente in Warcraft 3. Ich habe bereits kurz was von starken Helden erzählt. Von diesen Helden gibts pro Rasse drei Stück. Jeder dieser Helden hat vier besondere Eigenschaften (diese kosten Mana), zum Beispiel eine besonders effektive Attacke, eine Fernsicht, eine Aura, die sich positiv auf befreundete und/oder negativ auf feindliche Einheiten auswirkt oder eine Art der Heilung für die eigenen Einheiten. Für jede dieser drei Stufen gibt es drei Fertigkeitenlevels, die der Spieler pro Stufe, die der Held aufsteigt erweitern kann (Hört sich jetzt kompliziert an, aber wer Diablo kennt, dem wird dieses System bekannt sein). Der Held steigt je nach gewonnenen Kämpfen und eingesetzten Spezialfähigkeiten bis zu Stufe 10 auf. Dann verfügt er auch über mehr Trefferpunkte und Mana. Wenn ihr Held getötet werden sollte, dann gibt es immer noch die Möglichkeit ihn an einem Altar wieder auferstehen zu lassen, was aber einen ganzen Haufen Gold kostet!
Helden können übrigens auch spezielle magische Gegenstände aufnehmen, welche sie stärker/intelligenter/charismatischer/etc. werden lassen.

Rollenspieler werden sich auch über sog. Nebenquests freuen, die die Hauptquest erleichtern. Wenn man beispielsweise einem bestohlenen Händler seine Ware zurückbringt erhält man als Dank einen magischen Stein, der ihren Helden stärker werden lässt. Die Hauptquests sind übrigens sehr unterschiedlich ausgefallen, einmal muss der Gegner plattgemacht werden, ein ander mal nur der Held des Gegners besiegt werden, das nächste mal muss man mit einem Helden nur einen bestimmten Punkt auf der Karte erreichen oder man muss auch mal dem Gegner eine bestimmte Zeit lang die Stirn bieten!

6. Grafik
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Die 3D-Grafik erhebt keineswegs den Anspruch darauf 100 %ig realistisch zu sein, denn sie ist etwas, wirklich nur etwas Comic-lastig, aber das tut der ganzen Spielatmosphäre nur gut. Die Animationen sind phänomenal gelungen und alle erdenklichen Landschaftsformen sind vertreten! WUNDERBAR, aber dennoch nicht ganz perfekt, deshalb hier nur 4 von 5 Balken!

7. Sound
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Wie immer ist es auch hier Blizzard gelungen für jeden Charakter den passenden Sprecher zu finden. Die Musik untermalt eindrucksvoll das Geschehen! Wirklich SUPER!

8. Steuerung
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Man hält sich hier an die Genrestandarts, die Hotkeys sind so einfach angeordnet, dass wirklich jeder, der will sie verstehen kann.

9. Fazit
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Warcraft 3 ist DAS Spiel des Jahres 2002. Es bietet eine spannende und gut umgesetzte Story, eine gute Grafik, ist einsteigerfreundlich, aber durchaus auch für Profis spielenswert, die Sprecher und die Musik sind einfach phänomenal, eine gute Mischung aus Innovation und bekannten Elementen, angenehm niedrige Systemvoraussetzungen und natürlich einen großen Namen! Wer die Kampagne, das Durchspielen auf Stufe \"Normal\" dauert für erfahrene Spieler 40 Stunden, für unerfahrene ca. 50 Stunden geschafft hat, der darf sich auf der Stufe \"Schwer\" versuchen, oder gegen menschliche Spieler im Battle.net (Internetspiel) spielen, was den Spass nochmals erhöht, denn Kommentare und Witze über den Chat kann eben kein Computer nachahmen!

Ich kanns nur noch mal betonen: Die 45 Euro für das Spiel sind wirklich sehr gut angelegt. Es wird wirklich jeder Freude an dem Spiel haben, selbst wenn er bisher PC Spiele gehasst hat!

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