Warhammer 40.000: Dawn Of War (PC Strategiespiel) Testbericht

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ab 9,07
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Erfahrungsbericht von Pinki1985

Ein sagenhaftes Echtzeitstrategiespiel der Superlative

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

EUR 44.00
Entwickler: Relic
Publisher: THQ
Genre: Strategie (Echtzeit)
Spieleranzahl: 1 - 8
USK: Ab 16 Jahren
(Gepl.) Release: 30.09.2004

Minimum: CPU mit 1 GHz 256 MB RAM
DirectX 9.x

Testrechner:
Intel P4 3,0 GHz
1 GB RAM
ATI Radeon 9800 Pro
Creative Soundblaster Live
Windows XP Pro
DirexctX 9.0b

Den Kennern der Tabletop- bzw. Pen & Paper-Szene ist der Name \'Warhammer\' sicherlich schon seit vielen Jahren ein Begriff. Immerhin existieren schon mehrere Varianten dieses beliebten Spiele-Universums. Jetzt will Relic Entertainment das packende Kriegstreiben auch auf den PC bringen - in Form eines Echtzeitstrategie-Spiels. Doch kann das bekannte Prinzip überhaupt in ansprechender Art und Weise präsentiert werden? Wir haben uns das mal etwas genauer angeschaut.


Der eine oder andere unter euch hat sicherlich schon mal eine der schicken und sehr detailliert gestalteten Zinnfiguren der gleichnamigen Tabletop-Spiele zu Gesicht bekommen oder sogar selbst bemalt. Neben dem altertümlich angehauchten Fantasy-Szenario werden die Gefechte auf dem heimischen Küchentisch aber auch in der fernen Zukunft ausgetragen. Genau dieses Setting pickten sich die Entwickler heraus, um \'Warhammer 40.000: Dawn of War\' auf euren Monitor zu zaubern. Der wilde Kampf zwischen Menschen und Orks geht weiter und sie stehen noch zwei weiteren Gegnern gegenüber.

Eine Basis muss her
Im Gegensatz zu vielen aktuellen Vertretern des Strategie-Genres bietet \'Warhammer 40\'000\' im Kern das bewährte Prinzip des Basenbaus und der Rohstoffgewinnung. Ohne ein gut ausgebautes Hauptquartier samt zahlreicher Nebengebäude wird man auf dem Schlachtfeld schnell in den staubigen Boden gestampft. Abhängig von der gewählten Rasse stehen verschiedene Methoden der Konstruktion zur Verfügung. Bei den Menschen übernehmen fleißige Roboter diesen eigentlich Schweiß treibenden Job, während die mysteriösen Eldar ihre Bauten mit Hilfe einer Kombination von Telekinese und Beschwörungsmacht vor sich entstehen lassen. So entstehen nach und nach Kasernen, Waffenfabriken oder stationäre Geschütze - bzw. die rassenspezifischen Pendants. Nebenbei darf man auch den Energienachschub nicht vernachlässigen, so dass man den Bau des einen oder anderen Generators einplanen sollte. Sehr viel wichtiger sind aber die so genannten Resource-Points, ohne die ihr nicht mal einen einfachen Space Marine aus der Basis laufen lassen könnt. Zwar liegen zu Beginn einer jeder Mission bereits einige Einheiten auf dem Konto, doch eine verstärkte Militärproduktion benötigt reichlichen Nachschub.

An die begehrten Punkte gelangt man jedoch nur, wenn man die auf der Karte verstreuten Miniplattformen erobert und hält. Für jede dieser eingenommenen Platten steigt der Nachschub, der kontinuierlich in eure Kasse fließt. Mit Hilfe von kleinen Befestigungskonstruktionen lässt sich nicht nur die Verteidigung dieser strategisch wichtigen Punkte erleichtern, gleichzeitig sorgt dies für einen kleinen Bonus für die Staatskasse. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich besonders rund um diese Plattformen erbitterte Kämpfe entwickeln, denn ohne sie läuft nicht sehr viel. Das bringt frischen Wind in das Geschehen und hat einen angenehmen Nebeneffekt: Leute, die sich bei anderen Spielen dieser Art gerne in der Basis eingeigelt haben, werden zur Aktivität gezwungen.

Allgemein steht die Action deutlich stärker im Vordergrund als bei so manchem Konkurrenztitel und vor allem in den packenden Multiplayer-Partien ist schnelles Taktieren weitaus wichtiger als langfristige Planung. Diese kommt eher bei den teilweise epischen Missionen der Kampagne zum Tragen, da diese schon mal mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Hier ist es besonders wichtig, gerade eroberte Punkte möglichst schnell gegen feindliche Angriff abzusichern und sich langsam vorzuarbeiten. Übrigens werden viele Ereignisse durch kleinere Skripts ausgelöst, die teilweise aber einige unnötige Schnitzer aufweisen. So seht ihr beispielsweise, wie gerade eine befreundete Einheit angegriffen wird, aber die Gegner sind bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gegen Waffen aller Art immun und können nicht getötet werden. Dies geschieht auch bei völlig unwichtig erscheinenden Stellen und wirkt somit etwas deplatziert.
Interessante Story
Apropos Kampagne. Hierbei übernehmt ihr anfangs die Kontrolle der menschlichen Space Marines und deckt dabei ein Mysterium nach dem anderen auf. Die Story wird in Form von Ingame-Cutscenes erzählt, die allesamt recht gut gelungen sind und für die nötige Atmosphäre sorgen. Vor allem die einzelnen Hauptcharaktere werden besonders gut in Szene gesetzt. Diese spielen auch auf dem virtuellen Schlachtfeld eine sehr wichtige Rolle. Infanteristen werden nämlich nicht einzeln gesteuert sondern in kleineren Trupps, die auch nur in ihrer Gesamtheit aus der Kaserne stiefeln. Um deren Moral oder sogar Fähigkeiten zu verbessern, stellt man ihnen so genannte Kommando-Einheiten zur Seite, die sie in den Kampf begleiten. Selbiges funktioniert aber auch mit den Helden, die nicht nur über besonders mächtige Spezialangriffe sondern auch für Gruppen taugliche Auren oder Ähnliches verfügen. Man sollte als genau planen, welchen Held man bestimmten Truppen zuweist.

Die Missionen machten schon jetzt einen recht durchdachten und abwechslungsreichen Eindruck. Irgendwie lief am Ende aber dann doch alles auf etwas stupide Massenschlachten hinaus, bei denen schnell jede vorher zurechtgelegte Taktik über den Haufen geworfen wird. Einige Einsätze besitzen fast schon epische Ausmaße und ihr solltet lieber genügend Zeit mitbringen. Wem das nicht liegt oder wer die Kampagne bereits durchgespielt hat, darf sich dank des Skirmish-Modus theoretisch unendlich viele Zusatzschlachten mit dem Computer liefern. Die KI agiert eigentlich recht clever und beherrscht auch die Eroberung der Strategic Points sehr gut. Eine Rüge gebührt jedoch der Wegfindung. Es gehört fast schon zur Tagesordnung, dass man seinen Truppen den Befehl gibt, sich an einem bestimmten Punkt zu sammeln, allerdings kümmert sich ein Großteil der Soldaten nicht wirklich um diese Order. Dadurch kommt es gerade an der Front oftmals zu einer sehr ungünstigen Armee-Splittung, die euch schon mal den Sieg kosten kann. Auch im umfangreichen Multiplayer-Modus, der mehrere Spielvarianten bietet, führt dies nicht selten zu kleinen Frustmomenten. Genauere Details und Rückschlüsse im Mehrspielerbereich wird wohl aber erst die Review-Version zulassen.

Bombastische Action
Einen weiteren Beweis für die Fokussierung auf die Action liefert uns die grafische Präsentation. Selten wurden Feuergefechte packender und bombastischer in Szene gesetzt. Überall fliegen Kugeln durch die Gegend, Mündungsfeuer blitzen auf, Energiestrahlen zucken wild züngelnd umher und prächtig inszenierte Explosionen sorgen für reihenweise heruntergeklappte Kiefer. Auch die Konstruktionsanimationen der einzelnen Rassen sind eine wahre Augenweide. Da vergisst man schnell, dass sich gerade die etwas karg und blass wirkende Umgebungsgrafik ein wenig schwächer präsentiert als die restliche Optik.

Am Sound gibt es jedoch kaum etwas auszusetzen. Eine krachende Kampfkulisse, atmosphärisch passende Musikstücke und eine ebenso professionelle wie auch variantenreiche (englische) Sprachausgabe umschmeicheln den Gehörgang eines jeden Hobbygenerals. Man kann nur hoffen, dass eine eventuelle Synchronisation ein ebenso hohes Niveau erreicht.

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