Erfahrungsbericht von suppengirl
Tja, was wollen sie denn nun?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Viel hatte das Suppengirl von dem Film mit Mel Gibson gehört, bevor es endlich Gelegenheit hatte, sich selbst ein Bild davon zu machen. Seine Erwartungen waren etwas gedämpft, denn die meisten Leute, die ihn vorher gesehen hatten, fanden "Was Frauen wollen" zwar recht unterhaltsam, aber mehr auch nicht. Aber bevor ich euch - liebe Stammleser und zufällig hier Gelandete - mein lang erwartetes und allumfassendes Urteil präsentiere natürlich die gewohnten sachlichen Informationen zu Inhalt, Darsteller und allem, was sonst noch wichtig ist.
Inhalt:
*****
Nick Marshall (Mel Gibson) ist ein erfolgreicher Mann in jeder Hinsicht, also sowohl im beruflichen wie auch privaten Bereich. Erfolgreich im privaten Bereich heißt bei Männern ja anscheinend, jede Frau ins Bett bekommen zu können (zumindest vermittelt uns der Film das anfangs, was sich Gott sei Dank später aber relativiert, denn das wollen wir doch auch nicht wirklich glauben...). Seine Erfolgssträhne droht jedoch zu reißen, denn statt seiner erwarteten Beförderung zum Creative Director in der Werbefirma, in der er arbeitet, wird ihm ein neuer Vorgesetzter vor die Nase gesetzt. Und der ist - Schreck lass nach! - eine Frau namens Darcy McGuire (Helen Hunt). Und die hat es sich zum Ziel gesetzt, dass die Agentur in Zukunft auch Kampagnen starten soll, die die Zielgruppe der Frauen anspricht.
Das ist für Macho Nick natürlich eine mittlere Katastrophe, denn trotz seiner häufigen und tiefgehenden Kontakte zum "schwachen" Geschlecht, ist es für ihn ein Ding der Unmöglichkeit Slogans zu erfinden, die nicht den männlichen und unter der Gürtellinie befindlichen Intellekt, sondern den Geist und die Bedürfnisse der Frauen ansprechen.
In diesen für ihn so schweren Tagen passiert es dann: Bei einem Unfall im Badezimmer (Hey, die meisten Unfälle passieren im Haushalt! Das ist eine Tatsache!) erwischt Nick einen elektrischen Schlag. Als er am nächsten Morgen wieder zu Bewusstsein kommt, verfügt er über eine fantastische Gabe: Er kann plötzlich hören, was Frauen denken! Und nachdem er sich anfangs gegen diese Fähigkeit wehrt, sie wieder los werden will, scheut er sich schließlich doch nicht, sie für seine Zwecke einzusetzen - im beruflichen wie privaten Bereich.
Doch dann... Aber mehr will ich nicht erzählen. Da ich selbst Filmberichte gerne mal abwerte, wenn meiner Meinung nach zu viel über den Inhalt preis gegeben wird, sollte ich selbst mit gutem Beispiel voran gehen ;o)!
Darsteller:
********
"Was Frauen wollen" kann man beinahe als Ein-Mann-Show bezeichnen. Mel Gibson als Nick Marshall ist das Zentrum um den die ganze Handlung kreist, er ist in 99% der Szenen zu sehen (eigentlich nur der Epilog kommt ohne ihn aus). Wunder ist das keines, denn Regisseurin und Drehbuchautorin Nancy Meyers hat die Story ihrem Wunschstar auf den Leib geschrieben. Und sie konnte ihn Gott sei Dank davon überzeugen, die Rolle tatsächlich zu spielen, denn einen anderen Darsteller kann man sich als Nick Marshall kaum vorstellen. Das ist Mel Gibson wie er leibt und lebt: charmant und unwiderstehlich, ein "harter" Kerl (selbst wenn er Strumphosen trägt) und doch verletzlich, ein von sich selbst überzeugter Witzbold. Kurzum: Ein echter Macho, so wie wir ihn auch aus "Lethal Weapon", "Mad Max" oder auch "Braveheart" kennen, auch wenn in anderen Filmen sein Macho-Sein nicht thematisiert wird und deshalb nur im Hintergrund bleibt. Das ist der Mann aus Down Under und so wollen ihn seine Fans sehen. Ich gehöre auch dazu, und war von ihm auch in diesem Film recht angetan, jedoch würde ich mir doch wünschen, dass er sich endlich wieder einmal an eine etwas andere Rolle herantraut. Eine, die ihm eigentlich keiner abkaufen würde, und in der er zeigen könnte, dass mehr in ihm steckt, als immer den Mann zu spielen, für den ihn mittlerweile sowieso alle halten.
Aber - sorry, nicht objektiv und hat hier eigentlich nichts zu suchen, aber es sei mir verziehen - alt ist er geworden der gute Mel. Sein Gesicht ist nicht mehr nur etwas faltig, sondern schon richtig furchig. Dabei ist der Mann erst Mitte vierzig!!! Suppi ist ein wenig desillusioniert... Mitte der 80er, ja, da war Mel Gibson einfach... unbeschreiblich... unglaublich... Naja, lassen wir das.
Unweigerlich geraten alle anderen Darsteller bei "Was Frauen wollen" zur Nebensächlichkeit. Selbst Oscar-Preisträgerin Helen Hunt ("Besser geht's nicht") - eigentlich bezaubernd wie immer - bleibt blass und kann irgendwie nicht gegen ihren männlichen Gegenpart bestehen. Und es scheint keine Chemie zwischen den beiden gegeben zu haben, jedenfalls will der Funke nicht so recht bis ins Publikum springen, sondern verglüht vorher jämmerlich. Das muss aber nicht unbedingt der Fehler von Helen Hunt sein, vielmehr laste ich das dem Drehbuch an. Denn wenn schon - wie in jedem Hollywood-Film - eine Liebesgeschichte erzählt werden soll, dann sollte dieser auch etwas mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Da es sich bei "Was Frauen wollen" aber primär um eine Komödie handeln soll, bleibt einfach nicht genug Zeit für den zweiten Storybogen. Schade eigentlich. Schade vor allem um die bezaubernde und charmante Helen Hunt, die eine so angenehme Ausnahmeerscheinung im High-Budget-Film-Geschäft bildet.
Die Nebenrollen sind ansonsten gut und erlesen besetzt. Alan Alda als Nicks Chef wird Vielen noch aus "M*A*S*H" bekannt sein (Mann, der ist erst alt geworden), Lauren Holly als Nicks Ex-Frau und Ashley Johnson als sein pubertierende Tochter Alex machen ihren Job sehr gut. Einen kleinen aber feinen Gastauftritt liefert Bette Midler in der Rolle von Nicks ehemaliger Eheberaterin, die er in seiner Verzweiflung aufsucht, ab, obwohl sie als etwas durchgedrehte unbefriedigte Therapeutin wohl mehr oder weniger nur sich selbst spielen musste.
Traurig ist der Auftritt von Marisa Tomei als eines von Nicks "Bett-Opfern". Nicht dass sie die durchgeknallte Möchtegern-Schauspielerin, die als Kellnerin ihr Geld verdient nicht mehr als überzeugend darstellt. Aber die Tatsache, dass man eine derart talentierte Jungmimin, die eigentlich schon auf dem Sprung nach ganz oben war (vor allem nach ihrem Oscar als beste Nebendarstellerin in "Mein Vetter Winnie"), nur mehr oder weniger zufällig in solchen Minirollen entdeckt, spricht nicht gerade für ihr Management. Irgendetwas scheint in ihrer Karriere schief gelaufen zu sein, aber gründlich. Bleibt zu hoffen, dass durch diese Rolle wieder mehr Hollywood-Macher auf sie aufmerksam wurden. Naja, wenigstens durfte sie auch mal Mel Gibson küssen * neid * (der übrigens - laut Sigourney Weaver - der beste Filmküsser der Welt ist, aber das nur am Rande ;o))
Regie und Umsetzung:
******************
Wie bereits erwähnt zeigte sich Nancy Meyers (bekannt wurde sie Anfang der 80er Jahre durch das Godie Hawn-Vehikel "Schütze Benjamin") nicht nur für das Drehbuch, sondern auch für die Regie verantwortlich. Und wie ebenfalls schon erwähnt, hatte sie von Anfang an Mel Gibson für diese Rolle vorgesehen, was man dem Charakter Nick Marshall auch anmerkt. Dass sie den Film so sehr auf eine Person fixiert hat, ist eigentlich kein Kritikpunkt. Im Gegenteil, die Geschichte eines Mannes, der plötzlich weiß, was die Frauen um ihn herum denken, verlangt ja förmlich danach, dass man eben nur diesen Mann verfolgt, Stunde für Stunde, Tag für Tag.
Solange sich "Was Frauen wollen" auf das Komische konzentriert, kann man auch von einem sehr gelungenen Komödie sprechen. Nur wollte Nancy Meyers wohl nicht riskieren, einen Film mit Mel Gibson zu drehen, bei dem er ein - Verzeihung - Arschloch ist und auch eins bleibt. Im Gegenteil, anscheinend fühlte sie sich dazu genötigt, den zweifelhaften Charakter des Nick Marshall zu rehabilitieren. Das artet zum Schluss leider sehr ins Extreme aus. Denn natürlich bleibt es nicht dabei, dass Nick seine Gabe zu seinem Vorteil ausnutzt, nein über kurz oder lang beginnt er tatsächlich die Frauen zu verstehen, er wird zum selbstlosen Sensibelchen, zum Übervater, zum Retter der Frauen. Auch wenn man aus der Unzahl von guten Taten, die Nick innerhalb der letzten halben Filmstunden, vollbringt eine gewisse Ironie herauslesen kann, so handelt es sich dabei doch um einen krassen Stilbruch, den man in der kurzen Zeit als Zuschauer einfach nicht verwinden kann. Aber naja, so ist Hollywood nun einmal, und wenn man einen komerziell erfolgreichen Film drehen will, so kann man sich den dort auferlegten Regeln nicht so einfach entziehen.
Talent für das Komödiantische beweist Nancy Meyers jedoch allemal, auch wenn sie sich von Billy Wilder eine Grundregel der Komödie noch einmal erklären lassen sollte: Nach jedem potenziellen Lacher (und davon gibt es in "Was Frauen wollen" genug), sollte eine Dialogpause eingeflickt werden, so dass nicht die Gefahr besteht, dass zu viel an Gesprochenem verpasst wird, während das Publikum sich ausbrüllt und sich auf die Schenkel klopft. Leider beherrschen andere Leute das In-sich-hineinlachen nicht so gut wie euer Suppengirl, weshalb dieses sich mehrfach darüber ärgern musste, den ein oder anderen Dialog nur halb verstanden zu haben. Jaja, das Suppilein hats schon schwer, wenn es sich in einem voll besetztem Kinosaal aufhält. Nächstes Mal schaut es sich bestimmt wieder einen Film an, der nicht so viele Zuschauer anzieht. ;o)
Fazit:
*****
"Was Frauen wollen" würde ich als solide Kinounterhaltung einstufen. Die Grundidee wurde nicht schlecht umgesetzt, auch wenn man sicherlich noch mehr daraus hätte machen können. Die erste Stunde des Films und ein überragender und in glänzender Laune spielender Mel Gibson entschädigen ein wenig für den schwachen Schluss. Auch wenn ich - gerade bei Komödien - Probleme damit habe, Filme weiter zu empfehlen, bzw. von ihnen abzuraten - die Geschmäcker sind gerade in Sachen Humor sehr verschieden - denke ich, dass eigentlich niemand etwas falsch machen kann, wenn er sich hier zu einem Kinobesuch entschließt. Ein kurzweiliger Abend ist garantiert, nicht mehr und nicht weniger.
Ach ja, leider bleibt die Frage, was Frauen denn nun wirklich wollen, im Endeffekt unbeantwortet. Dabei hätte mich das auch interessiert, denn ich weiß doch selbst nie, was ich will! Schade eigentlich.
Und was wollen nun eigentlich die Männer? Interessant wäre sicher auch ein Film mit umgekehrten Vorzeichen. Wobei Männer generell ja nicht so viel denken (oder zumindest nicht so kompliziert wie Frauen), also würde so ein Versuch wahrscheinlich nicht sehr viel hergeben. ;o) Aber das ist nun wirklich ein anderes Thema.
Bleibt nur noch festzuhalten: Mel Gibson ist ja soooooooooo alt geworden *schluchz*.
Inhalt:
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Nick Marshall (Mel Gibson) ist ein erfolgreicher Mann in jeder Hinsicht, also sowohl im beruflichen wie auch privaten Bereich. Erfolgreich im privaten Bereich heißt bei Männern ja anscheinend, jede Frau ins Bett bekommen zu können (zumindest vermittelt uns der Film das anfangs, was sich Gott sei Dank später aber relativiert, denn das wollen wir doch auch nicht wirklich glauben...). Seine Erfolgssträhne droht jedoch zu reißen, denn statt seiner erwarteten Beförderung zum Creative Director in der Werbefirma, in der er arbeitet, wird ihm ein neuer Vorgesetzter vor die Nase gesetzt. Und der ist - Schreck lass nach! - eine Frau namens Darcy McGuire (Helen Hunt). Und die hat es sich zum Ziel gesetzt, dass die Agentur in Zukunft auch Kampagnen starten soll, die die Zielgruppe der Frauen anspricht.
Das ist für Macho Nick natürlich eine mittlere Katastrophe, denn trotz seiner häufigen und tiefgehenden Kontakte zum "schwachen" Geschlecht, ist es für ihn ein Ding der Unmöglichkeit Slogans zu erfinden, die nicht den männlichen und unter der Gürtellinie befindlichen Intellekt, sondern den Geist und die Bedürfnisse der Frauen ansprechen.
In diesen für ihn so schweren Tagen passiert es dann: Bei einem Unfall im Badezimmer (Hey, die meisten Unfälle passieren im Haushalt! Das ist eine Tatsache!) erwischt Nick einen elektrischen Schlag. Als er am nächsten Morgen wieder zu Bewusstsein kommt, verfügt er über eine fantastische Gabe: Er kann plötzlich hören, was Frauen denken! Und nachdem er sich anfangs gegen diese Fähigkeit wehrt, sie wieder los werden will, scheut er sich schließlich doch nicht, sie für seine Zwecke einzusetzen - im beruflichen wie privaten Bereich.
Doch dann... Aber mehr will ich nicht erzählen. Da ich selbst Filmberichte gerne mal abwerte, wenn meiner Meinung nach zu viel über den Inhalt preis gegeben wird, sollte ich selbst mit gutem Beispiel voran gehen ;o)!
Darsteller:
********
"Was Frauen wollen" kann man beinahe als Ein-Mann-Show bezeichnen. Mel Gibson als Nick Marshall ist das Zentrum um den die ganze Handlung kreist, er ist in 99% der Szenen zu sehen (eigentlich nur der Epilog kommt ohne ihn aus). Wunder ist das keines, denn Regisseurin und Drehbuchautorin Nancy Meyers hat die Story ihrem Wunschstar auf den Leib geschrieben. Und sie konnte ihn Gott sei Dank davon überzeugen, die Rolle tatsächlich zu spielen, denn einen anderen Darsteller kann man sich als Nick Marshall kaum vorstellen. Das ist Mel Gibson wie er leibt und lebt: charmant und unwiderstehlich, ein "harter" Kerl (selbst wenn er Strumphosen trägt) und doch verletzlich, ein von sich selbst überzeugter Witzbold. Kurzum: Ein echter Macho, so wie wir ihn auch aus "Lethal Weapon", "Mad Max" oder auch "Braveheart" kennen, auch wenn in anderen Filmen sein Macho-Sein nicht thematisiert wird und deshalb nur im Hintergrund bleibt. Das ist der Mann aus Down Under und so wollen ihn seine Fans sehen. Ich gehöre auch dazu, und war von ihm auch in diesem Film recht angetan, jedoch würde ich mir doch wünschen, dass er sich endlich wieder einmal an eine etwas andere Rolle herantraut. Eine, die ihm eigentlich keiner abkaufen würde, und in der er zeigen könnte, dass mehr in ihm steckt, als immer den Mann zu spielen, für den ihn mittlerweile sowieso alle halten.
Aber - sorry, nicht objektiv und hat hier eigentlich nichts zu suchen, aber es sei mir verziehen - alt ist er geworden der gute Mel. Sein Gesicht ist nicht mehr nur etwas faltig, sondern schon richtig furchig. Dabei ist der Mann erst Mitte vierzig!!! Suppi ist ein wenig desillusioniert... Mitte der 80er, ja, da war Mel Gibson einfach... unbeschreiblich... unglaublich... Naja, lassen wir das.
Unweigerlich geraten alle anderen Darsteller bei "Was Frauen wollen" zur Nebensächlichkeit. Selbst Oscar-Preisträgerin Helen Hunt ("Besser geht's nicht") - eigentlich bezaubernd wie immer - bleibt blass und kann irgendwie nicht gegen ihren männlichen Gegenpart bestehen. Und es scheint keine Chemie zwischen den beiden gegeben zu haben, jedenfalls will der Funke nicht so recht bis ins Publikum springen, sondern verglüht vorher jämmerlich. Das muss aber nicht unbedingt der Fehler von Helen Hunt sein, vielmehr laste ich das dem Drehbuch an. Denn wenn schon - wie in jedem Hollywood-Film - eine Liebesgeschichte erzählt werden soll, dann sollte dieser auch etwas mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Da es sich bei "Was Frauen wollen" aber primär um eine Komödie handeln soll, bleibt einfach nicht genug Zeit für den zweiten Storybogen. Schade eigentlich. Schade vor allem um die bezaubernde und charmante Helen Hunt, die eine so angenehme Ausnahmeerscheinung im High-Budget-Film-Geschäft bildet.
Die Nebenrollen sind ansonsten gut und erlesen besetzt. Alan Alda als Nicks Chef wird Vielen noch aus "M*A*S*H" bekannt sein (Mann, der ist erst alt geworden), Lauren Holly als Nicks Ex-Frau und Ashley Johnson als sein pubertierende Tochter Alex machen ihren Job sehr gut. Einen kleinen aber feinen Gastauftritt liefert Bette Midler in der Rolle von Nicks ehemaliger Eheberaterin, die er in seiner Verzweiflung aufsucht, ab, obwohl sie als etwas durchgedrehte unbefriedigte Therapeutin wohl mehr oder weniger nur sich selbst spielen musste.
Traurig ist der Auftritt von Marisa Tomei als eines von Nicks "Bett-Opfern". Nicht dass sie die durchgeknallte Möchtegern-Schauspielerin, die als Kellnerin ihr Geld verdient nicht mehr als überzeugend darstellt. Aber die Tatsache, dass man eine derart talentierte Jungmimin, die eigentlich schon auf dem Sprung nach ganz oben war (vor allem nach ihrem Oscar als beste Nebendarstellerin in "Mein Vetter Winnie"), nur mehr oder weniger zufällig in solchen Minirollen entdeckt, spricht nicht gerade für ihr Management. Irgendetwas scheint in ihrer Karriere schief gelaufen zu sein, aber gründlich. Bleibt zu hoffen, dass durch diese Rolle wieder mehr Hollywood-Macher auf sie aufmerksam wurden. Naja, wenigstens durfte sie auch mal Mel Gibson küssen * neid * (der übrigens - laut Sigourney Weaver - der beste Filmküsser der Welt ist, aber das nur am Rande ;o))
Regie und Umsetzung:
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Wie bereits erwähnt zeigte sich Nancy Meyers (bekannt wurde sie Anfang der 80er Jahre durch das Godie Hawn-Vehikel "Schütze Benjamin") nicht nur für das Drehbuch, sondern auch für die Regie verantwortlich. Und wie ebenfalls schon erwähnt, hatte sie von Anfang an Mel Gibson für diese Rolle vorgesehen, was man dem Charakter Nick Marshall auch anmerkt. Dass sie den Film so sehr auf eine Person fixiert hat, ist eigentlich kein Kritikpunkt. Im Gegenteil, die Geschichte eines Mannes, der plötzlich weiß, was die Frauen um ihn herum denken, verlangt ja förmlich danach, dass man eben nur diesen Mann verfolgt, Stunde für Stunde, Tag für Tag.
Solange sich "Was Frauen wollen" auf das Komische konzentriert, kann man auch von einem sehr gelungenen Komödie sprechen. Nur wollte Nancy Meyers wohl nicht riskieren, einen Film mit Mel Gibson zu drehen, bei dem er ein - Verzeihung - Arschloch ist und auch eins bleibt. Im Gegenteil, anscheinend fühlte sie sich dazu genötigt, den zweifelhaften Charakter des Nick Marshall zu rehabilitieren. Das artet zum Schluss leider sehr ins Extreme aus. Denn natürlich bleibt es nicht dabei, dass Nick seine Gabe zu seinem Vorteil ausnutzt, nein über kurz oder lang beginnt er tatsächlich die Frauen zu verstehen, er wird zum selbstlosen Sensibelchen, zum Übervater, zum Retter der Frauen. Auch wenn man aus der Unzahl von guten Taten, die Nick innerhalb der letzten halben Filmstunden, vollbringt eine gewisse Ironie herauslesen kann, so handelt es sich dabei doch um einen krassen Stilbruch, den man in der kurzen Zeit als Zuschauer einfach nicht verwinden kann. Aber naja, so ist Hollywood nun einmal, und wenn man einen komerziell erfolgreichen Film drehen will, so kann man sich den dort auferlegten Regeln nicht so einfach entziehen.
Talent für das Komödiantische beweist Nancy Meyers jedoch allemal, auch wenn sie sich von Billy Wilder eine Grundregel der Komödie noch einmal erklären lassen sollte: Nach jedem potenziellen Lacher (und davon gibt es in "Was Frauen wollen" genug), sollte eine Dialogpause eingeflickt werden, so dass nicht die Gefahr besteht, dass zu viel an Gesprochenem verpasst wird, während das Publikum sich ausbrüllt und sich auf die Schenkel klopft. Leider beherrschen andere Leute das In-sich-hineinlachen nicht so gut wie euer Suppengirl, weshalb dieses sich mehrfach darüber ärgern musste, den ein oder anderen Dialog nur halb verstanden zu haben. Jaja, das Suppilein hats schon schwer, wenn es sich in einem voll besetztem Kinosaal aufhält. Nächstes Mal schaut es sich bestimmt wieder einen Film an, der nicht so viele Zuschauer anzieht. ;o)
Fazit:
*****
"Was Frauen wollen" würde ich als solide Kinounterhaltung einstufen. Die Grundidee wurde nicht schlecht umgesetzt, auch wenn man sicherlich noch mehr daraus hätte machen können. Die erste Stunde des Films und ein überragender und in glänzender Laune spielender Mel Gibson entschädigen ein wenig für den schwachen Schluss. Auch wenn ich - gerade bei Komödien - Probleme damit habe, Filme weiter zu empfehlen, bzw. von ihnen abzuraten - die Geschmäcker sind gerade in Sachen Humor sehr verschieden - denke ich, dass eigentlich niemand etwas falsch machen kann, wenn er sich hier zu einem Kinobesuch entschließt. Ein kurzweiliger Abend ist garantiert, nicht mehr und nicht weniger.
Ach ja, leider bleibt die Frage, was Frauen denn nun wirklich wollen, im Endeffekt unbeantwortet. Dabei hätte mich das auch interessiert, denn ich weiß doch selbst nie, was ich will! Schade eigentlich.
Und was wollen nun eigentlich die Männer? Interessant wäre sicher auch ein Film mit umgekehrten Vorzeichen. Wobei Männer generell ja nicht so viel denken (oder zumindest nicht so kompliziert wie Frauen), also würde so ein Versuch wahrscheinlich nicht sehr viel hergeben. ;o) Aber das ist nun wirklich ein anderes Thema.
Bleibt nur noch festzuhalten: Mel Gibson ist ja soooooooooo alt geworden *schluchz*.
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