Was zählt (Single) - Die Toten Hosen Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Klops

Die Hosen sind doch nicht tot...

2
  • Cover-Design:  durchschnittlich
  • Klangqualität:  sehr gut

Pro:

Was zählt\" ist ziemlich gut...

Kontra:

die anderen Lieder können nicht mithalten; ingesamt nicht besonderes an der Musik

Empfehlung:

Ja

I. Einleitung

Ich persönlich höre zwar sehr viel Metal, aber ab und zu muss es auch mal was anderes sein. Diese andere Musik, die ich höre, wird zwar immer weniger, aber vor ca. einem Jahr sah das durchaus noch anders aus. Um eine CD aus diesem Zeitraum soll es heute bei mir gehen, aber erschreckt euch nicht gleich, ganz so schlimm ist es auch nicht, sprich, ich komme hier nicht mit „Stars“ wie Britney Spears an, sondern mit der deutschen Punkrockband „Die Toten Hosen“. Vor einem Jahr eben erschien die erste Singleauskopplung von ihrem Album „Auswärtsspiel“, die da heißt „Was zählt“.

II. Die Songs im Einzelnen

1.Was zählt / 4:40 Minuten

Los geht es also gleich mit dem Haupttrack dieser Single und der ersten Singleauskopplung, die in den deutschen Charts auch ziemlich erfolgreich war. Mit sehr leichten, etwas verschwommen klingenden Gitarrentönen beginnt der erste Titel, ein leichtes Schlagzeug gesellt sich dazu, Campinos Stimme setzt kurz darauf sehr sanft ein. Schon hier sieht man die Marschrichtung, das Lied ist zumindest am Anfang eine echte Ballade.

„Gib mir was zu trinken,
ich habe Durst.
Ich kam den ganzen Weg allein
und bin zu Fuß,
jeden einzelnen Schritt
Meter für Meter
von irgendwo da draußen
ganz weit weg von hier.“

Nach diesen Zeilen werden die Gitarren druckvoller und stärker und auch Campinos Stimme wird wesentlich rauer, aber von dieser Härte ist schon nach wenigen Sekunden nichts mehr zu spüren. Der Song wird schon wieder ganz ruhig, erfährt dann vor dem Refrain nochmal eine kleine Erhebung und schlägt dann mit dem Refrain zu und dieser ist ein echter Ohrwurm und bleibt automatisch in den Hörgängen kleben und will gar nicht mehr raus. Der Chorus stellt die rockigste Stelle im ganzen Stück dar und weiß zu überzeugen, hebt sich natürlich auch ganz eindeutig aus dem Rest des Liedes hervor. Die Instrumente und Campinos Stimme werden hier wilder und aggressiver, machen quasi eine 180° Wende zum vorher gehörten.

„Doch wenn nur die Liebe zählt
wenn nur die Liebe zählt,
werd ich denselben Weg noch einmal für dich gehen
Wenn nur die Liebe zählt
wenn nur die Liebe zählt,
dann ist mir kein Preis zu hoch um dich zu sehen.“

Danach wird das Lied dann wieder ruhiger, allerdings nicht so ruhig wie noch am Anfang, dennoch erkennt man auch hier noch die Grundzüge eines eher langsameren Liedes. Sehr schnell läuft das Lied wiederum auf den Refrain zu. Dieser vorletzte Refrain und der letzte sind durch einen kleinen Zwischenteil verbunden, der sehr aggressiv klingt und die beiden Refrains sehr gut verbindet. Nach dem letzten Refrain klingt „Was zählt“ dann auch schon aus.

Schon an den Textbeispielen und am Titel sieht man, dass es hier um die Liebe geht, der Refrain macht das dann endgültig klar. Ein Mann tut alles für die Liebe, nimmt Einbußen in Kauf, ist bereit sein bisheriges Leben zu vergessen, nur um mit einer Frau zusammen zu sein. Richtig überzeugen kann mich der Text zwar nicht unbedingt, aber irgendwie hat er doch etwas und geht gut ins Ohr, auch wenn er dadurch natürlich immer noch kein Überding darstellt. Gelungen ist vor allem der Umschwung von den sehr ruhigen Klängen am Anfang und den doch sehr rockigen gegen Ende hin und jeweils im Refrain, welcher wirklich ein echter Ohrwurm ist.
8/10 Punkten

2.Hängt ihn höher / 2:37 Minuten

Mit recht komisch klingenden Tönen beginnt „Hängt ihn höher“, Campinos Stimme hört sich anfangs sehr gehetzt an, was zum Text passt, da es um die Verfolgung bzw. das Aufsuchen von jemandem geht, der anscheinend ein unfaires Spiel mit ihnen (den Toten Hosen?) gespielt hat.

„Whohohow - Wo auch immer du grad bist,
whohohow - sei dir sicher wir finden dich.“

Ab hier wird das Lied wesentlich schneller und rockiger, die Riffs und die Drums spielen gut zusammen, liefern eine ordentlich rockige Melodie. Vor dem Refrain wird das Lied dann wiederum etwas ruhiger. Dieser ist wieder so ein Refrain, der schnell ins Ohr geht, aber nicht so besonders toll ist. Den Text finde ich eigentlich ziemlich schlecht, gefallen hat mir Campinos aggressive Stimme und die gute Melodie des Stückes, aber ich würde „Hängt ihn höher“ nun nicht gerade als Offenbarung bezeichnen – ein durchschnittliches Stück, nicht mehr und nicht weniger.
6/10 Punkten

3.Drüber reden / 1:42 Minuten

Mit einer Melodie, die ich irgendwo her kenne und die wahrscheinlich sehr witzig klingen soll, beginnt das Lied, dieselbige zieht sich auch durch den ganzen Song. Ich finde sie klingt nur bescheuert und auch Campinos Stimme kann nicht wirklich überzeugen, läuft auf den Refrain zu, der mir eine Spur zu poppig rüberkommt und nicht wirklich gut ist. Textlich geht es darum, auch mal zuzuhören und über die Probleme zu reden, streckenweise ist dann aber auch pure Ironie vorhanden. Irgendwie nicht mein Lied, Melodie und Gesang gefallen mir nicht, der Text ist nicht gerade überragend; alles in allem eher ein Reinfall, der allerdings auch schnell wieder vorbei ist
3/10 Punkten

4.Schöner warten / 3:57 Minuten

Anscheinend haben sich es die Toten Hosen zur Pflicht gemacht, dass alle Lieder mit einer bescheuerten Melodie beginnen und sich dann erst bessern. Hier kann Campinos Stimme mal wieder durchgängig überzeugen. Die erste Strophe nervt durch die Melodie etwas, der Refrain geht dann wieder gut ins Ohr und weiß zu überzeugen. Das Lied hat weiter bis kurz vor Schluss keine Besonderheiten, hier wird Campinos Stimme dann nochmal ganz ruhig, klingt aber irgendwie recht aggressiv. Mit dem letzten Refrain geht der letzte Track dieser Single dann zu Ende. Textlich geht es darum, dass man das Leben so angenehm wie möglich gestalten soll, da man eigentlich nur auf der Welt ist, um auf den Tod zu warten. Eine ganz interessante Thematik finde ich, die man aber vielleicht noch etwas besser hätte ausführen können.
6/10 Punkten

III. Fazit

Früher hätte ich hier wohl die volle Punktzahl verliehen, aber ich merke immer mehr, dass ich mit anderer Musik als Metal nicht mehr übermäßig viel anfangen kann. Klar, die Single ist ganz nett, das erste Lied gefällt mir sogar wirklich gut, aber insgesamt kommt die Maxi dann nicht über den Durchschnitt hinweg, dafür sind mir die Texte und die Melodien zu ideenlos. Es fehlt in meinen Augen das besondere an den Liedern, alles ganz nett, aber irgendwie schon mal gehört, deswegen vergebe ich hier eine mittelmäßige Wertung und eine Empfehlung, die aber auf sehr wackligen Füßen steht. Ich habe für die Single damals zwischen 5 und 6 € ausgegeben, ob sie heute noch erhältlich ist, halte ich für fragwürdig, im gut sortierten Handel hat man aber durchaus eine Chance.

Danke für das Lesen meines Berichtes. Über Kommentare und Gästebucheinträge freue ich mich immer.

Gruß, Stefan. (Klops)

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