Wasch- und Reinigungsmittel, Tipps und Tricks Testbericht

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Erfahrungsbericht von Ansprechpartner

Waschechte Tipps

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ein neuer Tag, ein neues T-Shirt.

Gäbe es in meinem Freundes- und Bekanntenkreis heute noch diese kleinen Poesiealben, würde ich diese wahrscheinlich nicht mehr ausgehändigt bekommen. Meinen Wunsch, auch einige Zeilen erbauendes eintragen zu dürfen, würde man mir nicht etwa aufgrund ordnungswidriger Kleidungsreinigung verwehren. Der wahre Grund würde wahrscheinlich der sein, dass mittlerweile nur noch Poesiealben in Umlauf gebracht werden, wo bereits als Vorgedrucktes drinsteht, dass man das Lebensmotto \"Ein neuer Tag, ein neues T-Shirt!\" verfolgt und dieses nicht einmal mehr ankreuzen muss - So oft und generell würde ich beharrlich dieses Motto in jedes mir in die Hände kommende Poesiealbum eintragen!

Mottos (*) wie \"Allzeit bereit\" oder \"Komm´ ich heut´ nicht, komm´ ich morgen\" sind dagegen nicht nur welche, die einen äußerst zweifelhaften Eindruck im nicht uneingeschränkt positiven Sinn hinterlassen, sondern bedürfen auch keines Beweises zur Glaubhaftmachung. Man wird ganz einfach als entweder vorbildlich hilfsbereit oder gnadenlos unzuverlässig einkategorisiert. Dem zufolge könnte man dann nur noch die zweite vorgedruckte Motto-Möglichkeit ankreuzen, \"Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich gänzlich ungeniert\".

(*) - Wegen Unsicherheit, ob es einen Plural von Motto gibt, der nicht Mottos heißt: ohne Gewähr!

Wer für den Fall einer Einführung der beschriebenen Poesiealben vorbereitet sein will, muss sich im klaren sein, dass man stets und ununterbrochen von Poesiealbenbesitzern auf reinste Oberbekleidung kontrolliert wird. Hemden, Hosen, Pullover und Kopfbedeckungen sollten daher stets in einwandfreiem Zustand sein. Auch wenn sich das Motto ausdrücklich nur auf T-Shirts bezieht, muss man miteinkalkulieren, dass erwartet werden wird, beim Reinigen der T-Shirts auch den anderen Kleidungsstücken uneingeschränkte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Schnell ist man in die \"Klementine\" (so heißt doch die Ariel Werbedame, oder?) oder \"Spee-Fuchs\" bzw. \"Megaperl\" Kaste eingeschubladet für das geflissentliche Ankreuzen eines so verantwortungsvollen Mottos.

Grundsätzlich gibt es drei Grundmethoden beim Vorgehen der Kleidungssäuberung:
1. Selber Waschen. Macht die meiste Arbeit und kann aufgrund einer Vielzahl möglicher Fehlerquellen leicht ins Auge gehen. Saubere Wäschestücke, die unkreativ schattiert oder nun einfach viel weniger Platz im Kleiderschrank einnehmen, gelten nicht als Erfolg!
2. Waschen lassen. Macht viel weniger Arbeit, führt aber zu massiven gesellschaftlichen Konfrontationen. Hier zitiere ich gerne einige O-Töne aus in U-Bahnen und anderswo Gelauschtem.
Zum Beispiel kann ich mich da an ein Paar erinnern.
-Ich unterstellte zumindest für die Strecke des Kurzstreckentarifs, dass es sich bei den Führenden des, an die lauten Geräusche der in einen Tunnel einfahrenden Bahn angepassten, Gesprächs um ein Paar handelte-.
Sie war ziemlich aufgebracht und konfrontierte den hilflos wirkenden Herren mit der Tatsache, dass \"er andauernd die Klamotten wechsle und sich zu Hause dadurch Unmengen an Wäsche auftürmen\" würden. Die Beteiligung an der Reinigung der Kleidung sei in keinster Weise konform mit der Frequenz des Wäschewechsels.

Die Akzeptanz des Fremdwaschenlassens ist also alarmierend niedrig. Auch wenn nun einige schon für sich Antworten auf ähnliche Vorwürfe vorformulieren, die dahingehend argumentieren, dass der Anteil an der Gesamtwäsche ja nur ein eher geringer Prozentsatz sei, wird sich vor Augen führen müssen, dass man, sofern man in der Öffentlichkeit in eine solche Situation geraten sollte, von dieser schnell diskriminiert wird. Ähnlich vorschnell, wie ich vielleicht die Beiden als Paar identifiziert habe, wird manch Anderer den Vergleich mit RTL2 Dokumentationspersonen wagen. Und zwar solchen, die genommen werden, wenn man bei RTL2 über einen absolut eingebildeten Megamacho berichten will, der, möglichst mit Goldketten behangen, auf seine Frau einschlägt. Diese plagt sich dabei gerade hart mit der Reinigung, der entsprechend des verruchten Lebensstils verschmutzten, Klamotten. Gesellschaftlicher Ausschluss (zumindest für den Bereich des Kurzstreckentarifs) ist die Folge, jedweder Sitzplatzanspruch geht verloren.

Die dritte Methode beim Vorgehen der Kleidungssäuberung ist die \"alternative\" Methode. Sie bietet sich an, wenn man gerade kein Geld für eine eigene Waschmaschine, den Waschsalon oder einen Blumenstruß zur Versöhnung mit der brüskierten Freundin hat. Sie kennzeichnet sich vor allem dadurch, dass sie praktisch überall angewendet werden kann und völlig kostenlos ist.
Die nach Zitrone riechenden Reinigungstücher, die man bei McDonalds beim McRib immer dabeibekommt, bilden dabei das tragende Element. Ähnlich wie beim, vom herkömmlichen Waschen bekannten, Skip-Baukastenprinzip besteht das \"Waschmittel der 3.Methode\" nämlich aus verschiedenen Komponenten. Dem McRib Zitronentuch, Regenwasser und frischer Luft.

Ein idealer Waschtag beginnt daher für den Typ3-Wascher mit einem zünftigen Frühstück bei McDonalds mit anschließendem Platzregen und 15 Minuten Unterstehen unter dem Eingangstürgebläse vom Kaufhof.

Erfolgreiches Waschen jedoch, zeichnet sich als Mischform aller drei Typen aus. Dabei ist es auch egal, ob jemand Single ist oder Partnerschaft lebt; auch die Mami freut sich nämlich immer über einen mitgebrachten Blumenstrauß beim wochenendlichen Wäschetausch des Junggesellen.

Wichtig ist, dass man in regelmäßigen Abständen durch eigene Waschversuche Kooperationswillen zeigt. Gute Ergebnisse lassen sich jedoch nur mit einfachen Textilien erreichen. Daher sollte man Jeanshosen und Handtücher bevorzugt wählen.
Wie bei den Jahreszeiten auch, wechseln die angewandten Methoden. Will man nun in den Blumenstraußmodus wechseln, nimmt man empfindlichere Kleidungsstücke. Diese stellt man in etwas so zusammen, dass anschließend ein bunter Mix aus blauen Frotteehandtüchern, rosa Seidenblusen und weißen Wollpullis entsteht, den man vor den Augen der sonst waschenden Person in die Waschmaschine legt, 90 Grad einstellt und auf Start drückt. Nun sollte man sich mit den Worten \"Oder werden die Hosen nur bei 60 Grad gewaschen?\" an die zukünftige Waschperson wenden.

Ein erneuter Wechsel in den Lasswaschrhytmus erfolgt über den besagten Blumenstrauß und eventull mehrwöchiger Überbrückungszeit zwischen McDonalds und Kaufhof.

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