Jumbo Spiele Wer wird Millionär - Klassik Testbericht

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ab 27,41
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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  sehr gering
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Wird langweilig:  nie

Erfahrungsbericht von Anuschka

Gute Sendung = gutes Spiel?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Was im Fernsehen ein Millionenpublikum begeistert, muß als stinknormales Gesellschaftsspiel doch auch Spaß machen. Dachten wir. Und waren erfreut, als wir es geschenkt bekamen. Im Wal Mart hatten wir es beim Einkaufen für schlappe 79,- DM gesehen, normal kostet \"Wer wird Millionär\" um die 99 Mark. So griff meine Mutter zu, und entledigte sich damit vorzeitig des Weihnachtsgeschenkproblems.

Zu Hause packten wir \"das offizielle Spiel zur RTL Mega-Quiz-Show\" gespannt aus. Zum Vorschein kamen diverse Stapel mit Fragen zu den verschieden hohen Gewinnbeträgen, Spielgeld in entsprechender Höhe, 4 sog. Frage- und Antwort-Spielmodule (auf deutsch: darein steckt man die Karten mit den Fragen), Stimmkarten zu den Jokern und die diversen Joker selbst in Form von Pappovalen. Das alles mußte natürlich noch sortiert und getrennt werden.

Die Vorbereitungen sind somit vor dem ersten Spiel ein wenig nervig. Natürlich gibt es wesentlich weniger Fragen für 1 Million als für 100 DM. Mit dem Geld ist es genauso. Das zu trennen ist also mit genauem Hingucken verbunden und beansprucht wirklich einige Zeit. Positiv ist allerdings daß Jumbo, der Hersteller des Spiels, hier sinnvollerweise im Karton einen Plastikeinsatz spendiert hat, in dem man sowohl das Geld als auch die Fragen getrennt ablegen und für die Zukunft lagern kann.

Dann ist da noch ein simples beidseitiges beschriebenes DIN A4 Pappblatt mit den Spielregeln. Das Grundprinzip stammt natürlich von der Fernsehshow. Ein Kandidat muß der Reihe nach verschiedene Fragen beantworten für die er immer mehr Geld bekommt. Angefangen bei 100 Mark bis hinauf zu einer Million. Ungefähr werden die Beträge von Frage zu Frage verdoppelt (Um das mal abzukürzen, die meisten werden die Show kennen). Wer eine Frage falsch beantwortet fällt auf den letzten Fixbetrag zurück. Diese sind bei 1000,- und bei 32.000,- DM. Man kann jederzeit aussteigen und das bis dahin gewonne Geld mitnehmen. Als Joker kann man das Publikum befragen, zwei falsche Antworten streichen lassen und jemanden \"anrufen\". Soweit das Grundlegende.

Nun ist \"Wer wird Millionär\" ja als Gesellschaftsspiel für mehrere Spieler gedacht. Es gibt somit mehrere Varianten. Einer spielt Kandidat, einer Quizmaster (logischerweise auch die Art des Spiels zu zweit), der Rest das Publikum. Oder einer ist Quizmaster, die anderen alle Kandidaten. Jeder Kandidat bekommt ein Frage- und Antwortmodul und drei Joker. Soweit die Theorie, zum Einsatz der Joker mehr in der Praxis.

Das Spielen selbst beginnt mit der Frage: Wie soll man diese komischen Frage- Antwortmodule benutzen? Wie ist das mit der richtigen Antwort? Also eine Fragekarte reingesteckt. Auf der Vorderseite des Moduls kann man nun noch den Betrag, die Frage und die vier möglichen Antworten lesen. Und siehe da - auf der Rückseite ist ein Kreis für die richtige Anwort ausgespart. Da die Karten doppelseitig bedruckt sind ist das nicht von vornherein zu erahnen. Der Kandidat kann dann die falschen Antworten zuschieben. Nicht, daß man das nicht auch einfach so sagen könnte, aber das soll ja dem Original aus dem Fernsehen gleichen. Wirkt hier allerdings eher ein wenig lächerlich. Und kann man dem Kandidaten das Teil überhaupt in die Hand geben? Auf der Rückseite steht ja schon die Antwort. Nicht wirklich geschickt gelöst...
Ist die Frage richtig beantwortet, bekommt der Spieler den entsprechen Geldschein ausgehändigt. Die kann man dann stapeln und gegebenenfalls zurückgeben. Oder so.

Wirklich haarig wird das Spiel jedoch beim Thema der Joker. Gerade wenn man nur zu zweit ist. Da ist nunmal kein Publikum und keiner da, den man anrufen kann. Der einzige auch beim Gesellschaftsspiel sinnvolle und realistische Joker ist der 50:50 Joker. Da kann der Quizmaster, der ja die Antwort kennt, einfach 2 flasche Antworten zuschieben. Hier macht dann auch das Spielmodul wirklich Sinn. Die anderen beiden Joker sind für zwei Spieler nicht wirklich einsetzbar. Das Publikum kann bei mehreren Spielern noch realisiert werden, bei 2 allerdings gibt es nur einen der die Antwort auch noch kennt. Was die Regel soll, daß der Quizmaster noch die Karte mit der richtigen Antwort dazulegt, ist mir ein Rätsel. Wenn man schon mehrere Spieler hat, die ihre Vermutung mit Stimmkarten darlegen können, ist das doch Fersehlike. Tja, und dann ist da noch der Telefonjoker. Okay, man kann sich bei größerer Spielrunde einen Mitspieler als Telefonhilfe auswählen, aber zu zweit hat man wieder das gleiche Problem. Da bleibt dann nur noch wirklich jemanden anzurufen... Auch hier sieht die Spielregel unverständlicherweise vor, daß der Quizmaster noch die Karte mit der richtigen Antwort dazulegt.

Grundsätzlich sollte man das Spiel nur mit mehreren spielen, sonst wird es eher langweilig. Wir haben es ausprobiert. Das stellt einer Fragen, der andere antwortet entweder richtig oder falsch. Klar, kann der Quizmaster Günter Jauch spielen und den Kandidaten irritieren, aber so richtig toll ist das nicht. Geht ja auch nicht um echtes Geld. Nein, da gibt es wirklich bessere Spiele. Und wie gesagt: Die Joker sind hier einfach nicht vernünftig (und dem Original entsprechen) nutzbar.
Spielt man in größerer Runde kann man richtig Spaß beim Spielen haben und der \"Mitfiebereffekt\" den man von der Fernsehshow kennt, erwacht wieder zum Leben. Wer mit dem Gedanken spielt, sich \"Wer wird Millionär\" für Zuhause zu holen, sollte sich sicher sein daß er mehrere Mitspieler haben kann.

Fast hundert Mark sind für dieses Spiel eindeutig zu teuer. Gut, die Fragen sind vielfältig und teilweise extrem schwierig und damit durchaus ein gewisses Geld wert. Aber das reicht nicht. Der Rest ist simple Pappe. Und manchmal ist das Mitraten vorm Fernseher eindeutig spaßiger als das Gesellschaftsspiel. Die Joker sind schwierig umzusetzen, hier hakt es eindeutig. Irgendwie ist Trivual Pursuit dann doch die bessere Wahl. So richtig hat die Strategie eine erfoglreiche Quizshow ins tägliche Gesellschaftsspieleleben zu transportieren nicht funktioniert.

22 Bewertungen, 5 Kommentare

  • LeaofRafiki

    10.06.2002, 01:49 Uhr von LeaofRafiki
    Bewertung: sehr hilfreich

    sorry, nix für mich... LiebeNgruß, Lea

  • Volker111

    06.06.2002, 21:53 Uhr von Volker111
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wird wohl eher nicht mein Spiel

  • merkriVKator

    06.06.2002, 18:30 Uhr von merkriVKator
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich find das Spiel langweilig! You don't know Jack am Pc ist sehr viel besser!

  • Sephiroth

    06.06.2002, 17:49 Uhr von Sephiroth
    Bewertung: sehr hilfreich

    das spiel ist seeehr langweilig, nur gelaber!!!

  • soulfly1972

    06.06.2002, 17:44 Uhr von soulfly1972
    Bewertung: sehr hilfreich

    Fand das Spiel langweilig......