Westhighland White Terrier Testbericht

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ab 12,17
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Summe aller Bewertungen
  • Familientauglichkeit:  sehr gering
  • Pflegeaufwand:  sehr hoch
  • Futterkosten:  gering
  • Platzbedarf:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von MissyG

Kleiner Mann ganz gross

Pro:

handlicher, lustiger Hund

Kontra:

Haustyrann (oft)

Empfehlung:

Ja

In den letzten Jahren ist der West Highland White Terrier zum Modehund \"verkommen\", was vor allem an der allzu niedlichen Hundefutterwerbung liegt. Der Westie meiner Eltern ist jetzt 9 Jahre als und als wir ihn uns angeschafft haben, rechneten wir nicht mit einem solchen Temperamentsbündel. Sicherlich hatten wir uns vorher in einschlägiger Fachliteratur kundig gemacht. Wir haben einen Hund gesucht, den man in einer 4-Zimmer-Wohnung halten kann, der möglichst wenig haart und sich in die Familie einfügt. Zu unserem \"Unglück\" sind wir an einen Alpha-Rüden geraten, der zwar eben diese Voraussetzungen erfüllt, sich aber im Laufe der zeit gerdae durch sein niedliches Wesen, zum Haustyrann entwickelt hat. Im Rückblick würde ich sagen, haben wir es herausgefordert. Den kleinen Westie hätten wir viel mehr mit Konsequenz erziehen müssen. Hören, wenn man gerufen wird, nicht betteln und vor allem ein wenig Respekt vor Herrchen und Frauchen.

Wir haben den kleinen Kerl von einer Dame bekommen, die sich das Tierchen als Welpen vom Züchter gekauft hatten (1.800 DM) und der dann mit ihrer Familie einfiel, dass sie dem Tier gar nicht gerecht werden kann. Der Westie ist nämlich kein Schoßhündchen sondern braucht regelmäßigen und üppigen Auslauf. Er ist eben ein Jagdhund oder auch wie sein Name schon sagt: TERRIER! Wir haben ihn dann mit 18 Wochen für 1.400 DM von der Familie gekauft...

Der kleine Westie ist ein lustiger Gesell, der alle zum Lachen bringt und bei meinen Eltern auch einen absoluten Freibrief besitzt. Er ist lieb und kann hören, wenn er es möchte. Doch im Gegensatz zu der anschmiegsamen, liebevollen Dogge, ist er ein TYRANN!

Doch hier erst einmal wieder ein paar Grunsatzinformationen über den kleinen Kerl:

URSPRUNGSLAND:
Großbritannien. Der Westie war eigentlich ein \"Zuchtfehler\". Er stammt vom Scottish Terrier ab, der ja schwarz war. Dieser Terrier wurde hauptsächlich zur Jagd benutzt. Immer wieder erschossen die Jäger jedoch ihre eigenen Hunde, weil sie sie im Dunkeln schlecht sehen konnten. Irgendwann war in einem Wurf mal ein weißer Terrier zu finden. Diese Anomalie hat man dann \"ausgezüchtet\" und fertig war der kleine Westie.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
Kräftig gebaut, tiefe Brust und weit nach hinten reichende Rippen; ebener Rücken

CHARAKTER:
Klein, aktiv, unerschrocken, robust, mit beträchtlichem Selbstvertrauen ausgestattet (er ist eindeutig der Herr im Haus) und einem Auftreten, das Raubzeugschärfe erkennen läßt.

WESEN:
Wachsam, fröhlich, mutig, selbstbewußt aber freundlich.

HAARKLEID:
Doppeltes Haarkleid. Das Deckhaar besteht aus ca. 5 cm langem, harschem Haar ohne jegliches Zeichen von Locken. Unterwolle pelzartig, kurz, weich und dicht. Offenes Haar äußerst unerwünscht.

FARBE:
Weiß

GRÖSSE:
Schulterhöhe ca. 28 cm

GEWICHT:
bis 7-10 kg

ALTER:
Bis 14 Jahre

MÖGLICHE PROBLEME:
Die Rasse leidet allerdings gehäuft unter allergischen Hauterkrankungen und hat ein reizbares Temperament. Sie braucht viel Zuwendung und regelmäßige körperliche Betätigung.

PREIS:
Beim Züchter 750-1000 €


FAZIT:
Wie schon in meinem Beitrag über Doggen beschrieben, ziehe ich die Deutsche Dogge dem Westie vor. Einfach weil sie mir vom Wesen her eher liegt. Ich möchte keinen Tyrannen als MItbewohner haben. Sicherlich ist es richtig, dass Westies grundsätzlich liebenswerte und verträgliche Tierchen sind. Doch sie sind auch immer ein wenig schwierig... Ganz ehrlich liegen mir besonders Mischlinge, aber das ist eine andere Geschichte.

Klarer Pluspunkt beim Westie: die Familienfreundlichkeit. Ein kleiner drolliger Gesell eben, der sich gut mit Kindern versteht!

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