Westminster Abbey Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von BjoernS
London, Part XI: skurril, gekrönt, begraben
Pro:
ein wenig Monarchie, die Akkustik, ein skurriler Besichtigungsort
Kontra:
PREIS, nicht wirklich spannend
Empfehlung:
Nein
„Herzlich willkommen zu unserem elften Teil der Tour durch London“ So oder ähnlich würde ich mich wohl anhören, wenn ich den Vorschlag einiger Mitglieder annehmen würde und in London den Reiseführer mache. „Heute besuchen wir einen Ort der ein wenig skurril anmuten mag, obwohl es eigentlich doch eine ganz normale Kirche ist – Westminster Abbey“ ...
Fakten
Westminster Abbey, die Kirche im gotischen Stil, wurde über Jahrhunderte hinweg immer wieder erweitert und umgebaut. Der Bau im heute noch zu sehenden Stil begannt in der Mitte des 13. Jahrhunderts. Von der U-Bahn-Station Westminster kommend, ist dieses imposante Gebäude eigentlich überhaupt nicht zu verfehlen und liegt direkt gegenüber von Big-Ben und dem House of Parliament. Früher war in die Kirche ein Kloster integriert – ob das heute immer noch so ist, kann ich gar nicht mal wirklich sagen. Westminster Abbey ist die wohl bekannteste Kirche in London, nicht zuletzt, weil hier die Krönungen statt finden. Und diese Bekanntheit lassen sich die Londoner mit einem Eintrittsgeld von 5,50 Pfund pro Person auch reichlich gut bezahlen.
Impressionen
Besichtigt man Westminster Abbey, so macht man auch gleich einen Streifzug durch die britische Monarchie, denn in dieser Kirche sind viele Könige und Königinnen beerdigt. Die Seitenschiffe sind voll gestopft mit Sarkophagen unterschiedlichster Art und Ausprägung. Manchmal kommt sich wie in einem Laufgitter vor, wenn man einen der vielen Nebenräume betritt und um die Gräber pilgert. Aber wer will sich schon das Grab von Maria Stuart entgehen lassen?
Auf der anderen Seite ist dort der vordere Altarbereich mit seinen speziellen Sitzplätzen für königliche Hoheiten und die Ritter des zugeordneten Ordens. Hier hängen scheinbar unzählige Fahnen mit den Wappen und Insignien der Adeligen – ja auch die Fahne von Prinz Charles ist hier zu finden. Dieser Bereich wirkt farbenfroh, lebendig und ein wenig nostalgisch – und steht damit im Gegensatz zu den Gräbern und Sarkophagen. Dieser Gegensatz bewegt mich übrigens auch dazu, Westminster Abbey als skurril zu bezeichnen. Direkt hinter dem Altar hat die Royal Airforce übrigens eine kleine eigene Kapelle ...
Ebenfalls zu sehen ist der seit Jahrhunderten gleiche Stuhl, der bei der Krönung des Monarchen verwendet wird. Dazu gehört noch ein Stein aus Schottland, der jetzt aber wieder „daheim“ ist und erst bei der nächsten Krönung wieder eingeflogen wird. Der Stuhl ist alt – und sieht alles andere als bequem aus. Ich persönliche möchte da eigentlich nicht lange drauf sitzen müssen – allerdings, was tut man nicht alles, wenn man gekrönt wird und außerdem ist es ja auch so wunderbar traditionell – und damit wieder typisch britisch :-)
Natürlich findet man hier neben den königlichen Gräbern auch noch diverse andere Gräber von mehr oder weniger bekannten Persönlichkeiten. Interessiert hat mich der Bereich eigentlich weniger. Umso interessanter fand ich den Gang in den Innenhof – den ehemaligen Klostergarten. Ein nettes Örtchen eigentlich – nur irgendwie völlig unkirchlich, denn hier wird eine Cafeteria betrieben und man könnte, wenn man denn wollte, sich mit Kaffee, Tee und Kuchen stärken – selbstverständlich zu horrenden Preisen. Komisch, ein Cafe direkt in der Kirche .. und wieder ein Punkt in Punkto Skurrilität ...
Wieder zurück im Kirchenschiff kommt man zum Teil für die Allgemeinheit – und hier setze ich mich. Einerseits möchte ich das imposante Gebäude auf mich wirken lassen, aber vielmehr noch möchte ich dem Chor lauschen, der gerade für in abendliches Konzert übt. Dabei fällt sofort auf, wie gut die Akustik in diesem Gebäude ist – es klingt eigentlich wundervoll, obwohl ich kirchliche Musik doch eigentlich nicht wirklich mag. Hier kann man aber wirklich hervorragend zu hören – und ich könnte mir sogar vorstellen, hier mal ein Konzert zu besuchen. Nein, kein Grönemeyer oder BonJovi-Konzert, denn das würde hier nicht her passen (obwohl ich es den Briten durchaus zutrauen würde), aber sanfte Kirchenlieder von einem stimmgewaltigen Chor gesungen, dass macht wirklich Eindruck ...
Fazit
Auch wenn Westminster Abbey ein sehr imposantes Gebäude ist, man ein wenig über die britische Monarchie lernen kann und Dutzende von königlichen Gräbern zu sehen bekommt, ist der Eintrittspreis einfach unverschämt hoch. Da hatte St.Pauls mit einem vergleichbaren Preis erheblich mehr zu bieten. Einzig die gute Akustik würde mich dazu verleiten, Westminster Abbey noch einmal zu besuchen – dann aber nur für ein Konzert ....
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
Cu easywk
Fakten
Westminster Abbey, die Kirche im gotischen Stil, wurde über Jahrhunderte hinweg immer wieder erweitert und umgebaut. Der Bau im heute noch zu sehenden Stil begannt in der Mitte des 13. Jahrhunderts. Von der U-Bahn-Station Westminster kommend, ist dieses imposante Gebäude eigentlich überhaupt nicht zu verfehlen und liegt direkt gegenüber von Big-Ben und dem House of Parliament. Früher war in die Kirche ein Kloster integriert – ob das heute immer noch so ist, kann ich gar nicht mal wirklich sagen. Westminster Abbey ist die wohl bekannteste Kirche in London, nicht zuletzt, weil hier die Krönungen statt finden. Und diese Bekanntheit lassen sich die Londoner mit einem Eintrittsgeld von 5,50 Pfund pro Person auch reichlich gut bezahlen.
Impressionen
Besichtigt man Westminster Abbey, so macht man auch gleich einen Streifzug durch die britische Monarchie, denn in dieser Kirche sind viele Könige und Königinnen beerdigt. Die Seitenschiffe sind voll gestopft mit Sarkophagen unterschiedlichster Art und Ausprägung. Manchmal kommt sich wie in einem Laufgitter vor, wenn man einen der vielen Nebenräume betritt und um die Gräber pilgert. Aber wer will sich schon das Grab von Maria Stuart entgehen lassen?
Auf der anderen Seite ist dort der vordere Altarbereich mit seinen speziellen Sitzplätzen für königliche Hoheiten und die Ritter des zugeordneten Ordens. Hier hängen scheinbar unzählige Fahnen mit den Wappen und Insignien der Adeligen – ja auch die Fahne von Prinz Charles ist hier zu finden. Dieser Bereich wirkt farbenfroh, lebendig und ein wenig nostalgisch – und steht damit im Gegensatz zu den Gräbern und Sarkophagen. Dieser Gegensatz bewegt mich übrigens auch dazu, Westminster Abbey als skurril zu bezeichnen. Direkt hinter dem Altar hat die Royal Airforce übrigens eine kleine eigene Kapelle ...
Ebenfalls zu sehen ist der seit Jahrhunderten gleiche Stuhl, der bei der Krönung des Monarchen verwendet wird. Dazu gehört noch ein Stein aus Schottland, der jetzt aber wieder „daheim“ ist und erst bei der nächsten Krönung wieder eingeflogen wird. Der Stuhl ist alt – und sieht alles andere als bequem aus. Ich persönliche möchte da eigentlich nicht lange drauf sitzen müssen – allerdings, was tut man nicht alles, wenn man gekrönt wird und außerdem ist es ja auch so wunderbar traditionell – und damit wieder typisch britisch :-)
Natürlich findet man hier neben den königlichen Gräbern auch noch diverse andere Gräber von mehr oder weniger bekannten Persönlichkeiten. Interessiert hat mich der Bereich eigentlich weniger. Umso interessanter fand ich den Gang in den Innenhof – den ehemaligen Klostergarten. Ein nettes Örtchen eigentlich – nur irgendwie völlig unkirchlich, denn hier wird eine Cafeteria betrieben und man könnte, wenn man denn wollte, sich mit Kaffee, Tee und Kuchen stärken – selbstverständlich zu horrenden Preisen. Komisch, ein Cafe direkt in der Kirche .. und wieder ein Punkt in Punkto Skurrilität ...
Wieder zurück im Kirchenschiff kommt man zum Teil für die Allgemeinheit – und hier setze ich mich. Einerseits möchte ich das imposante Gebäude auf mich wirken lassen, aber vielmehr noch möchte ich dem Chor lauschen, der gerade für in abendliches Konzert übt. Dabei fällt sofort auf, wie gut die Akustik in diesem Gebäude ist – es klingt eigentlich wundervoll, obwohl ich kirchliche Musik doch eigentlich nicht wirklich mag. Hier kann man aber wirklich hervorragend zu hören – und ich könnte mir sogar vorstellen, hier mal ein Konzert zu besuchen. Nein, kein Grönemeyer oder BonJovi-Konzert, denn das würde hier nicht her passen (obwohl ich es den Briten durchaus zutrauen würde), aber sanfte Kirchenlieder von einem stimmgewaltigen Chor gesungen, dass macht wirklich Eindruck ...
Fazit
Auch wenn Westminster Abbey ein sehr imposantes Gebäude ist, man ein wenig über die britische Monarchie lernen kann und Dutzende von königlichen Gräbern zu sehen bekommt, ist der Eintrittspreis einfach unverschämt hoch. Da hatte St.Pauls mit einem vergleichbaren Preis erheblich mehr zu bieten. Einzig die gute Akustik würde mich dazu verleiten, Westminster Abbey noch einmal zu besuchen – dann aber nur für ein Konzert ....
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