Which Backstreet Boy is gay? - Wierd Al Yankovic Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  gut

Erfahrungsbericht von Southgirl

Von den Pekinesen, Obstkuchen und Village People!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo ihr Lieben!

Bei Boygroups scheiden sich die Geister – die einen lieben sie, die anderen hassen sie regelrecht. Ich gehöre ehr zu letzteren, was wohl auch daran liegt, dass ich das Durchschnittsalter der Boygroupfans von - meiner Schätzung - nach 14 Jahren bereits ein Stück hinter mir gelassen habe.
Was mich besonders an Boygroups stört, sind die durchweg oberflächlichen Songs, zu denen meiner Meinung nach auch „I Want It That Way“ von den Backstreet Boys gehört. Da ist mir die Parodie auf dieses Lied und die Band doch um einiges lieber...

* * * Zum Interpreten * * *

„Which Backstreet Boy Is Gay“ ist der Titel der benannten Parodie. Während dieser Song hier bei Ciao unter Bob Rivers geführt wird, ist er im Internet nur unter Weird Al Yankovic auffindbar und das mehrmals, daher ist davon auszugehen, dass dieser Name dem wirklichen Interpreten gehört. Häufig als der Guru der Parodie bezeichnet, ist er dafür bekannt, schonungslos, aber wirklich gut, aus „seriösen“ Songs geniale Gags zu machen. „Opfer“ seiner Parodien wurden somit nicht nur die Backstreet Boys, sondern auch Interpreten wie R.E.M., Alanis Morissette, die Smashing Pumpkins, die Red Hot Chili Peppers, Green Day und noch viele weitere.
Weird Al Yankovic hat den bürgerlichen Namen Alfred Matthew Yankovic und wurde am 23. Oktober 1959 in Kalifornien geboren. Bereits in seiner Kindheit von Parodien beeindruckt, veröffentlicht er 1979 „My Bologna“, eine Parodie auf „My Sharona“ von The Knack. The Knack´s Plattenfirma wird auf den studierten Architekten Aufmerksam und drängt auf die Veröffentlichung der Spaßversion und Yankovic gelingt es mit folgenden Parodien bekannt zu werden.

* * * Erwerb des Songs * * *

Es ist lange her, dass mir dieses Lied zum ersten Mal in die Hände fiel. Via ICQ schickte ein Chatfreund es mir zu. Wie ich später erfuhr, ist es auch nicht im Handel erhältlich, sondern wirklich nur im Internet downloadbar. Wer also noch nicht im Besitz dieses Liedes ist, es aber gerne einmal hören möchte, sollte es bei diversen Anbietern, wie beispielsweise KaZaA, runterladen.
Eine andere Möglichkeit, dass Lied zu hören, gibt die Website http://emachomepage.tripod.com/bsbgay.htm . Ruft man selbige auf, wird das Lied gespielt und der Songtext dabei eingeblendet.

* * * Der Songtext * * *

Klar, das wichtigste an einer Parodie ist der Text, denn schließlich ist es selbiger, der verfremdet wird. Daher möchte ich an dieser Stelle den Songtext zitieren...

„We are on fire
We have desires
But one is that a way
One Backstreet Boy is gay

\'Cos we don\'t want to be mean
Since now he\'s a queen
Don\'t ask please
Which Backstreet boy is gay?

Tell me who
Ain\'t saying that it\'s A.J.
Tell me who
Ain\'t saying that it\'s Howie
Tell me who
I never want to hear you say
Which Backstreet Boy is Gay?

Now I can see him
He\'s in women\'s clothes
But he don\'t need a I.U.D

He likes Village People
He\'s playing crochet
His dog is a pekinese

He is on fire
His back perspires
Won\'t say (won\'t say…)
Who\'s gay?

He\'s always saying
Ain\'t nothing but a butt ache
Ain\'t nothing but a fruit cake
I never want to hear you say
Which one of us is gay?

Tell me who
Ain\'t saying that it\'s Brian
Tell me who
Ain\'t saying that it got Kevin
Tell me who
He\'s making up a soup play
Which Backstreet Boy is gay?

Okay, we all are Gay!“

Wie man sieht, bezieht sich die Parodie auf ein Vorurteil, das allen Boygroups und wohl auch ihren Anhängern bekannt ist: Die Jungs werden für homosexuell gehalten. Besser gesagt, das lyrische Ich geht davon aus, dass einer der Jungs schwul ist, und versucht an Hand von Belegen rauszufinden, welcher der fünf Backstreet Boys dies ist. Das Ende des Liedes zeigt dann, dass alle fünf Männer schwul sind.

Neben dem Songtext spielt natürlich auch noch die Melodie eine große Rolle. Diese möchte ich an dieser Stelle jedoch nicht weiter beachten, da sie keine Eigenleistung des Künstlers darstellt. Sie wurde eins zu eins von den Backstreet Boys übernommen und wie in einer Collage an den Songtext gereiht. Möchte man diese also genauer Betrachten, so sollte man sich dem Orginalsong widmen.

* * * Fazit * * *

Meiner Meinung nach ist die Umformung des Liedes in eine solche Parodie eine gute Idee. Boygroups an sich haben häufig mit dem Vorurteil zu kämpfen und daher hören es Gegner der Boygroups um so lieber. Grund dafür ist sicher nicht eine Intoleranz gegen Homosexualität an sich, sondern viel mehr das Benehmen der Fans. Nicht wenige von ihnen sind Mädchen, die frisch in die Pubertät gekommen sind und nun ihre Idole in Form von Boygroups regelrecht vergöttern und indirekt davon träumen, einen „ihrer“ Männer zu ergattern.
Möglich ist es allerdings sicher, dass ein solcher Songtext fehlverstanden wird. Ich denke aber, dass für die meisten Hörer schon die eigentliche Aussage deutlich wird.
Die Sprache an sich dürfte für niemanden, der ein paar Jahre Englisch gelernt hat – wie dann ja doch die meisten in der Schule – ein Problem darstellen. Lyrische Verrenkungen, welche die Verständlichkeit senken könnten, gibt es an sich nicht. Es ist also nur ein geringer Wortschatz von Nöten. Des weiteren singt der Interpret so deutlich, dass man auch schon beim ersten Hören des Liedes alles verstehen kann.

Mir persönlich gefällt der Song recht gut, so dass ich auf jeden Fall eine Empfehlung aussprechen kann. Es ist allerdings sicherlich kein Lied, das ich immer wieder hören würde. Das wirklich gute an dem Song ist nun mal der Text und auch der ist nicht so überwältigend, dass dieses Lied zu meinem Lieblingslied werden könne. Bei einer solchen Parodie ist das aber auch sicherlich nicht das Ziel des Interpreten.

Ich hoffe mein Bericht hat euch gefallen!
Gruß, Karin :o)

(c) by Southgirl, 9. November 2002

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