Deine Lakaien White Lies Testbericht

Deine-lakaien-white-lies
ab 5,40
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 12/2006
5 Sterne
(3)
4 Sterne
(0)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)
Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von rider-of-apocalypse

Genie & Stimme

5
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Pro:

s. Text

Kontra:

s. Text

Empfehlung:

Ja

Müßte ich meine Lieblingslieder aufzählen, so wäre der Titel LOVE ME TO THE END sicher einer der ersten, die mir einfielen und ohne lange überlegen zu müssen, würde ich unter anderem mit Sicherheit auch RETURN und REINCARNATION nennen.
Diese drei genannten Titel stammen alle vom selben Interpreten, bei dem es sich um eine Band handelt, die beispielsweise auch Klassiker wie DARKSTAR geschaffen hat und die ich seit Jahren zu meinen bevorzugten Musikern zähle - DEINE LAKAIEN.
Im Jahre 2002 besuchte ich das Konzert von DEINE LAKAIEN im Kölner E-Werk und da ich mich immer wieder gerne an dieses Konzert erinnere, mache ich nun das aus dieser Zeit stammende Album (es war die White Lies Tour) WHITE LIES zum Thema meines heutigen Beitrags.




°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
ALLGEMEINES
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°


Ernst Horn und Alexander Veljanov alias DEINE LAKAIEN veröffentlichten ihr Album WHITE LIES im Jahre 2002 Chrom Records / Columbia und da DEINE LAKAIEN wohl zu den bekanntesten Vertretern des Elektrowave zählen, ist das Album auch heute noch im gut sortierten Fachhandel erhältlich, wo der Preis um etwa 16,00 € liegen dürfte.
Die CD ist in einem DigiPack verpackt, dessen Cover ein weißes Kaninchen mit Strichcode in den eckigen Augen ziert und erfreulicherweise fehlt auch ein sehr schön gestaltetes Booklet (aus Hochglanzpapier) mit den Texten aller auf dem Album vertretenen Titel nicht.
Im Internet sind DEINE LAKAIEN übrigens unter www.deine-lakaien.de, www.chrom.de und www.colour-ize.de vertreten.




°°°°°°°°°°°°°
PLAYLIST
°°°°°°°°°°°°°


Das Album WHITE LIES von DEINE LAKAIEN enthält folgende Titel:

- WUNDERBAR (4:15)
- GENERATORS (4:45)
- WHERE YOU ARE (4:10)
- PRAYER (4:57)
- STUPID (3:46)
- KISS (4:00)
- SILENCE IN YOUR EYES (4:37)
- HANDS WHITE (5:52)
- LOST (5:59)
- FLEETING (4:05)
- LIFE IS A SEXUAL TRANSMITTED DISEASE (5:05)
- ONE MINUS ONE (4:44)




°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
ANMERKUNGEN
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°


DEINE LAKAIEN verbinden das musikalische Genie Ernst Horns, der von wunderschönen Balladen über mittelalterliche Klänge bis hin zu schwungvollen und tanzbaren Elektro-Stücken alles komponieren (und unter anderem auf dem Synthie auch spielen) kann mit der tiefen, aber auch sanften Stimme Alexander Veljanovs, die ich für die wohl überzeugendste Gesangsstimme hierzulande halte.
Getragen von Synthies und unterstützt von klassischen Instrumenten wie Cello, Violine und anderen ergibt sich so ein völlig eigener Stil des Duos, der, zwar dem Elektrowave zugehörig, immer unverkennbar bleibt und in der Musiklandschaft wohl einmalig ist.



°° WUNDERBAR °°
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Streicher und Synthies leiten den Titel ein und spielen eine sehr ruhige Melodie, innerhalb der die Streicher leicht zu dominieren scheinen. Zu dieser ruhigen, langsamen und ebenso schönen, wie eingängigen Melodie singt Alexander Veljanov seinen Text in ebenso ruhiger wie melodischer Form singt, wobei seine Stimme, der er einen leicht traurigen Klang verleiht, gegenüber den Instrumenten ein wenig im Vordergrund steht.
Gekrönt wird der Titel von einem zwar ebenfalls sehr ruhigen, aber auch eingängigen Refrain (... my wonder wonder wonder wonder shinig star, wunderbar, wonder shining star ...)
Wertung: 9 von 10


°° GENERATORS °°
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Die Synthies spielen eine langsame und ruhige Melodie aus recht kurzen, metallischen Synthieklängen. Nach einigen Sekunden werden sie dann erstmals durch den Einsatz von Streichern unterstützt und nach etwa 30 Sekunden hat sich eine klare, eingängige Melodie von eher langsamem Tempo gebildet, zu der Alexander Veljanov mit ruhiger Stimme, aber immer sehr melodisch den Text des Titels (... and your heart knows too well, what is right and what is wrong, where ideals are returned ...). Highlight des Titels ist für mich aber der hoch eingängige Refrain (... I am your arc, I am your barque, floating in slow motion, on a shaded green river, into a timeless ocean, dream world - dream time, it is yours it is mine, exchange off-line, generators will shine ...).
GENERATORS ist auch als Single-/Maxi-CD erhältlich und zählt zu meinen Lieblingsstücken auf diesem Album und des Duos insgesamt.
Wertung: 10 von 10


°° WHERE YOU ARE °°
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Der Titel startet mit einem, von den Synthies gespielten, rhythmischen und leicht monotonen Spiel von eher niedrigem Tempo. Hieraus entwickelt sich schnell eine nach wie vor etwas monotone, aber sehr eingängige und ruhige Melodie. nach etwa 30 Sekunden setzt auch Alexander Veljanovs Gesang, der in ruhiger und sehr harmonischer Form seinen Text (... and I walk up the hill, and I can´t stand still, till the day of our last rendezvous ...). Im weiteren Verlauf des Titels wird die Instrumentierung in Instrumentalpassagen von dezenten Streicherklängen unterstützt und so ergibt sich ein ruhiger und wunderschöner Titel, den ich zu den Highlights des Albums zähle und der auch als Maxi-CD erhältlich ist.
Wertung: 10 von 10


°° PRAYER °°
°°°°°°°°°°°°°°°°

Etwas experimenteller wirkende Klänge leiten den Titel ein, über die sich nach wenigen Sekunden eine recht dezente und ruhige Synthiemelodie legt und auch Alexander Veljanov mit seinem ruhigen Gesang einsetzt. Jeweils zum Refrain (... lord gave us mother nature, that gave us the right to hate you, we found out what we were made from, we set out create a better one ...) hebt der Sänger seine Stimme und verleiht dieser mehr Intensität. Auch hier werden die Synthieklänge von dezenten Klängen der Streicher unterstützt und machen auch PRAYER zu einem hervorragenden, ruhigen Titel.
Wertung: 10 von 10


°° STUPID °°
°°°°°°°°°°°°°°°

Der Titel startet sofort mit kurzen, sehr synthetischen Klängen der Synthies, die einen etwa mittelschnellen Rhythmus vorgeben und aus denen sich eine recht klare Melodie ergibt, die aber auch weiterhin aus kurzen, metallischen Synthieklängen besteht.
Dazu singt Alexander Veljanov seinen Text (... I know this song is rather stupid, I know I am writing like a schoolkid ...) hier in einer Form, in der seine Stimme leicht verfremdet wirkt und die sonst gewohnte Ruhe, Tiefe und Harmonie etwas vermissen läßt.
Dennoch ist auch dieser Titel durchaus sehr gelungen, auf diesem Album zähle ich ihn aber eher zu den schwächeren.
Wertung: 8 von 10


°° KISS °°
°°°°°°°°°°°°

Hier spielen Synthies und Streicher von Beginn an eine Melodie, die einige orientalische Elemente zu beinhalten scheint und die ein etwa mittelschnelles Tempo aufweist. Nach einigen Sekunden wird die Instrumentierung dann deutlich dezenter, ohne dabei die orientalisch anmutenden Synthieklänge vermissen zu lassen, und Alexander Veljanov beginnt hier recht rhythmisch seinen Text (... we stayed in this room, near the waterfalls, where we met the young couple ...) zu singen. In mehreren Instrumentalpassagen und im Refrain (... kiss me kiss me like I kiss you, miss me miss me like I miss you, while your dream your dream of somebody else, I play for you the whole night through ...) wird die Instrumentierung dann wieder deutlich dominanter und intensiver.
Wertung: 9,5 von 10



°° SILENCE IN YOUR EYES °°
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Nach zwei etwas schnelleren Titeln folgt mit SILENCE IN YOUR EYES nun wieder ein Titel, der mit sehr ruhigen und auch sehr dezenten Synthieklängen beginnt, die den Gesang Alexander Veljanovs klar in den Vordergrund treten lassen. Dieser singt mit ruhige, leicht trauriger Stimme seinen tieftraurigen Text (...fires burn but then they slowly die, in our room in our room, where I can see, the silence in your eyes ...). Die Instrumentierung steigert sich zwar leicht, bleibt aber über den ganzen Titel hinweg sehr ruhig und im Hintergrund.
Wertung: 9 von 10


°° HANDS WHITE °°
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Von Beginn an geben die Synthies hier einen mittelschnellen, fast schon etwas zügigeren Rhythmus vor und zunächst sind choralähnliche Passagen zu hören. Schnell bildet sich eine leicht monotone, mittelschnelle und stark rhythmusbetonte Melodie aus kurzen, schnellen Synthieklängen, zu der Alexander Veljanov hier wechselweise mit einer Frau(Sabine Lutzenberger) den zweisprachigen Text (... dark night - notte scura, unite - insieme, hands white - mani bianche, we fight - lotta dura, ...) singt.
Wertung: 9,5 von 10


°° LOST °°
°°°°°°°°°°°°°

Ernst Horn läßt die Synthies hier fast ein wenig nach Pianos klingen und spielt, dezent unterstützt von Streichern, eine sehr ruhige und langsame Melodie und über weite Teile bleibt die Stimme Alexander Veljanovs, der hier ebenfalls sehr ruhig singt, auch klar im Vordergrund. Lediglich jeweils zum sehr eingängigen Refrain (... what we did had to be done, all your faith lost and gone, what we did we never won ...) steigern sich Intensität von Stimme und Instrumentierung (letztere recht deutlich) und auch das Tempo wird ein wenig erhöht.
Im Schlußdrittel des Titels fügt Ernst Horn dann in sein nun intensiveres Spiel deutlich synthetischere Elemente ein und macht auch diesen Titel zu einem Highlight des Albums.
Wertung: 10 von 10


°° FLEETING °°
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Den Auftakt bestimmen hier Streicher, die sofort eine wunderschöne, ruhige Melodie spielen. Nach einigen Sekunden weichen die Streicher dann fast völlig dem ebenfalls sehr ruhigen und melodischen Spiel der Synthies, ohne jedoch ganz zu verschwinden. Dazu singt Alexander Veljanov seinen Text (.. her eyes half open please don´t go, there´s something more to do you know, and I fell back into her arms ...) sehr sanft, aber auch sehr intensiv vorträgt. Im letzten Drittel des Titels steigern sich dann auch noch einmal die Streicher, die den Ausklang klar dominieren. Highlight ist jedoch der ebenso ruhige wie eingängige Refrain (... I knew the day will come, I knew the day will come, fleeting isolation deadend road ...).
Wertung: 9,5 von 10


°° LIFE IS A SEXUAL TRANSMITTED DISEASE °°
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Von Beginn an geben die Synthies hier einen recht zügigen, leicht metallisch wirkenden Rhythmus vor, der dann nach einigen Sekunden in eine mittelschnelle Melodie übergeht, zu der Alexander Veljanov ebenfalls etwas zügiger seinen Text (... there is no god who hear your prayers, there is only New Age and you pay, there is no love in your whole world, just rubberboys and rubbergirls ...) vorträgt, wobei sein Gesang leicht abgehackt klingt. Jeweils zum Refrain steigert sich die Intensität des Synthiespiels, dass nun sehr rhythmisch wirkt und auch der Sänger hebt seine Stimme recht deutlich. Insbesondere der Gesang macht meines Erachtens den Reiz dieses Titels aus, denn Alexander Veljanov wechselt hier passagenweise zwischen ruhig und harmonisch, abgehackt und zügig und eben den schnellen, eingängigen (und ebenfalls etwas abgehackt gesungenen) Refrain.
Wertung: 9,5 von 10


°° ONE MINUS ONE °°
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Den Ausklang des Albums bildet mit ONE MINUS ONE ein Titel, der von Synthieklängen eingeleitet wird, die irgendwie an Windgeräusche erinnern und auch nachdem Alexander Veljanov nach etwa 15 Sekunden mit dem sehr ruhigen Gesang seines Textes (... one plus one like steel, one plus one wounded heel, one plus one like steel, two minus on I am alone, one minus one I am gone ...) beginnt. Im weiteren Verlauf steigern die Synthies ihre Intensität recht deutlich, behalten aber die sphärischen Klänge bei und werden dezent von Streichern unterstützt.
Wertung: 9,5 von 10


Wie bereits das Konzert, so konnte mich auch das Album WHITE LIES begeistern. Kein einziger der 12 Titel kann meines Erachtens auch nur annähernd als etwas schwächer oder auch nur als mittelmäßig bezeichnet werden und bei jedem Titel scheinen mir Komposition und Gesang absolut perfekt. Zwar fehlt ein schwungvoller und dynamischer Titel im Stile des Band-Klassikers DARK STAR, aber auch so ist die Zusammensetzung aus (etwas mehr) ruhigen, teilweise traurigen) und (etwas weniger) etwas schnelleren Titeln durchaus geglückt, so dass auch für ein ausreichendes Maß an Abwechslung gesorgt ist.
Meines Wissens sind von diesem Album nur die Titel GENERATORS und WHERE YOU ARE auch als Single ausgekoppelt worden, aber auch einige/viele der übrigen Titel hätten genug Potential für eine erfolgreiche Single.



°°°°°°°°
FAZIT
°°°°°°°°

Ich kenne keine einzige Veröffentlichung von DEINE LAKAIEN, die mir nicht hervorragend gefallen hätte und auch das Album WHITE LIES stellt keine Ausnahme dar. Über den gesamten Umfang von 12 Titeln bietet WHITE LIES hervorragende Musik, die aus Komposition und Spiel eines perfekten Synthievirtuosen und der wohl schönsten männlichen Gesangsstimme besteht.
Ich spreche hier also eine uneingeschränkte Empfehlung aus und der einzige Grund für mein Urteil EXZELLENT ist der, dass mir ein besseres Urteil nicht zur Verfügung steht !

35 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Sanny002

    08.07.2005, 11:33 Uhr von Sanny002
    Bewertung: sehr hilfreich

    gefällt mir richtig gut!!!

  • mami_online

    24.06.2005, 01:24 Uhr von mami_online
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich könnte vielleicht einmal dort hineinhören...

  • BaBy1987

    23.06.2005, 23:58 Uhr von BaBy1987
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr schöner bericht! LG