Wickeln Testbericht

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Erfahrungsbericht von Jakini

Was kann man da eigentlich falsch machen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Warum ich über dieses Thema schreibe:
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Als Mutter von insgesamt 4 Kindern habe ich schon oft Windeln wechseln müssen, ich denke so kann ich mir auch erlauben, über dieses Thema einen Erfahrungsbericht zu schreiben.

Wer zum ersten Mal ein Kind erwartet, der glaubt sicherlich, daß Wickeln schwer sein könnte, doch dem ist eigentlich nicht so. Manche werdenden Eltern belegen einen Säuglingspflegekurs, was in meinen Augen jedoch Geldschneiderei ist, wer sich allerdings nicht von alleine zutraut, sein Kind richtig zu pflegen, dem würde ich so einen Kurs empfehlen. Ich habe so einen Kurs nicht belegt, sondern mir lediglich im Krankenhaus und dann von meiner Hebamme, die mich zu Hause betreut hat, die wichtigsten Dinge erklären lassen. Bei meinen weiteren drei Kindern mußte ich mir das Lachen verkneifen, als mir die Schwestern erklären wollten, wie ich mein Kind wickeln soll.

Ein paar Punkte gibt es auf jeden Fall zu bachten, und auf die werde ich hier nun eingehen:


Worauf sollte man achten:
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Besonders wichtig ist bei Neugeboren auf viele Dinge zu achten, so muß man mit dem Nabel noch etwas vorsichtig sein, eine Windel, die auf der Stelle scheuert, kann zu Entzündungen führen, deswegen habe ich meine Kinder immer so gewickelt, daß der Nabel frei war. Auf diese Weise konnte dieser gut abheilen.
Allerdings ist hier noch eine Nabelpflege erforderlich, die von der Hebamme kontrolliert wird, hier muß sich eine junge Mutter also keine Sorge machen, man wird nicht alleine gelassen.

Bei allen Mädchen ist es besonders wichtig, darauf zu achten, daß man immer von der Scheide zum Po reinigt, den Kot darf nicht in die Scheide gelangen.

Jungs neigen dazu, schnell mal zu pischern, also immer ein Tuch in der Nähe haben, was notfalls drübergelegt werden kann, denn sonst kann es sein, daß man getroffen wird. Mein Sohn hat bei mir und meinem Mann mehrere Volltreffer gelandet, auch wenn er nur vier Monate alt wurde.

In den ersten Wochen nach der Geburt haben die meisten Mädchen ihre erste Blutung, wenn man also bei seiner Neugeborenen Blut in der Windeln findet, so ist dies kein Grund zur Beunruhigung, jedoch sollte man der Hebamme diese Windel schon zeigen, um sicher zu gehen, daß die Blutung nicht zu stark ausfällt. Meine Töchter hatten alle drei in der zweiten Woche nach der Geburt ihre erste Blutung, die eine knappe Woche andauerte und nur sehr leicht war. Bei der ersten hatte ich allerdings ein bisschen Angst.

Bei allen Babys muß der Po richtig gesäubert werden, am besten nimmt man dazu Wasser, denn Fechttücher enthalten doch Stoffe, die reizen könnten. Auf diese Weise können Wunde Stellen auch vermieden werden.

Sind Neugeborene Wund, so ist es die beste Hilfe, sie in Muttermilch zu baden, von Wundcremes sollte man so lange wie möglich die Hände lassen, denn sie können dazu führen, daß die Kinder ständig wund werden und sich an diese Creme gewöhnen. Da ich meine Kinder nach der Geburt grundsätzlich in Muttermilch gebadet habe, waren sie die ersten Wochen nie wund.
Puder sollte man vermeiden, vorallem bei Mädchen, denn es kann dazu führen, daß die Gebärmutter sich entzündet.

Nun kann es doch noch mal vorkommen, daß Kinder sehr wund werden, oder gar einen Pilz bekommen.

Sind die Kinder wund, dann hilft meistens ein Bad, nach dem die Kinder gut trocknen sollten, denn trockene Haut ist wichtig. Dann kann man die betroffenen Stellen eincremen, ich habe hier die besten Erfahrungen mit Penaten Creme gemacht, danach waren die wunden Stellen bei meinen Kindern immer wieder verschwunden. Wund werden die Kinder, wenn sie zu lange in einer vollen Windel liegen müssen, somit sollte man regelmäßig dem Kind die Windel wechseln. Jedoch kann man bei Durchfall nicht verhindern, daß die Kinder wund werden.
Pilz kann entstehen, wenn Kinder zu lange nicht gewickelt werden, besonders bei sehr warmen Wetter. Aber auch die Gabe von Antibiotika kann zu Pilz im Windelbereich führen. Bei Pilz hilft nur der Gang zum Arzt, der dann eine entsprechende Salbe verschreibt. Wir haben in einem solchen Fall meistens Candio Salbe bekommen, die schnell gewirkt hat. Bei jedem Wickeln habe ich meine Töchter dann mit Wasser gewaschen und den Po entsprechend eingecremt.

Besonders wichtig ist es, daß man die Kleinen niemals unbeaufsichtigt auf dem Wickeltisch liegen läßt, auch wenn die Kleinen sich noch nicht drehen können, irgendwann können sie es doch, und das meist in unpassenden Momenten. Das könnte zu einem Sturz führen, der gefährlich ist.
So sollte man immer alles notwendige in der Nähe des Wickeltisches liegen haben:

Windeln,
Lappen,
Wasser in einer Schüssel, oder am besten das Waschbecken, ich habe in der Nähe des Waschbeckens gewickelt und hat so immer laufenden Wasser in der Nähe,
kleines Handtuch und
für den Notfall Kleidung zum Wechseln.

Man muß also erst überlegen, was man braucht und dann erst wickeln, oder zusehen, daß immer alles griffbereit liegt. Ich hatte eine Wickelauflage auf der Badewanne, links neben mir das Waschbecken und rechts daneben ein Regal mit den Klamotten der Kleinen. Die Windeln lagen auch in dem Regal, so hatte ich immer als in der Nähe und konnte nicht böse überrascht werden.
Und wenn meine Kinder überrasched gebadet werden mußten, war das auch kein Problem, denn sie landeten im Waschbecken, was für ganz kleine vollkommen ausreichend ist, dafür weniger Arbeit macht und natürlich auch weniger Wasser verbraucht.

Das Wickeln selber ist nicht wirklich schwer, die meisten Eltern benutzen in der heutigen Zeit Einwegwindeln, diese Nutzung ist besonders einfach.

Zunächst wird das Kind ausgezogen und von der alten Windel befreit, wobei man dann den Po gründlich reinigt. Zu Hause am besten mit Wasser und Lappen, unterwegs kann man gut auf Feuchttücher zurück greifen.
Ist der Po sauber, so legt man die Windel zur Hälfte unter das Kind, das hintere Teil bei Einwegwindeln ist immer der Teil mit den Klettstreifen. Auf den Bauch kommen bei den meisten Einwegwindeln kindgerechte Motive, auf denen die Klettverschlüsse angebracht werden.
Aber auch das Wickeln mit Stoffwindeln, was ich bei meinen ersten beiden Töchtern oft genutzt habe, ist nicht sinderlich schwer. Hier gibt es inzwischen viele Systeme, die einfach anzuwenden sind, so habe ich Strickwindeln, die ähnlich funktionieren, wie die Einwegwindeln, kein großes Problem.

Eher ein Problem ist oft das Kind, denn mit einem gewissen Alter haben die Kinder keine Lust, sich wickeln zu lassen, denn sie möchten lieber spielen. Dieses Alter hat meine jüngste Tochter gerade erreicht und nur mit Tricks klappt es, sie auf den Wickeltisch zu bekommen. Hier ist dann Beschäftigung gefragt. Zwar habe ich mich beim Wickeln immer mit den Kindern beschäftigt und ihnen erzählt, was ich gerade mache, weil dies die Sprache der Kinder fördert, doch das reicht irgendwann nicht mehr aus.

Ein Spielzeug in der Hand tut da oft Wunder, manchmal reicht auch die frische Windel zum Ansehen, da ist es dann besonders praktisch, daß die Einwegwindeln mit hübschen Motiven ausgestattet sind. Am liebsten spielt meine Tochter derzeit beim Wickeln aber Verstecken. So muß ich dann im Moment immer den Body hocheben und durchschauen, dann wieder verschwinden. Oder der Bauch muß gepustet werden, auch das macht meiner Tochter Spaß.
Mal eben schnell wickeln, die Zeiten sind im Moment vorbei, denn spielen ist viel schöner und so muß man, um überhaupt in Ruhe wickeln zu können, beim Wickeln mit dem Kind spielen.

Ich hoffe, ich konnte ein bisschen weiterhelfen, dennoch denke ich, daß Wickeln einfach bei den Eltern im Instinkt liegt, ich hatte damit von Anfang an keine Probleme, vielleicht weil ich als Kind viel mit Puppen gespielt habe und die auch gewickelt wurden. Und so erklärt es sich auch, warum junge Mütter früher keine Einführung ins Wickeln brauchten, früher gab es Großfamilien, wo die großen Schwestern bei denen kleinen Geschwistern zugesehen haben und die kleinen Schwester dann bei den Neffen und Nichten und auf diese Weise wickeln gelernt haben, wenn man überhaupt dabei etwas lernen muß.

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