Wilkinson Sword Quattro Titanium Testbericht

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ab 8,08
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Summe aller Bewertungen
  • Handhabung & Komfort:  sehr gut
  • Haltbarkeit:  gut

Erfahrungsbericht von Michael-at-Home

Bestehst du den Wattetest?

3
  • Haltbarkeit:  durchschnittlich

Pro:

liegt gut in der Hand, einfaches wechseln der Klingen

Kontra:

Preis, im Ergebnis nicht anders als manch anderer Rasierer auch

Empfehlung:

Nein

• Vorwort

Zunächst könnte ich mir vorstellen, dass ich mich jetzt bei dem einen oder anderen outen werde, denn ich gebe es unumwunden zu. Ja, ich bin ein hoffnungsloser Rasiermuffel. Nur hat diese „Faulheit“ nicht den Ursprung, weil ich dafür zu faul sei. Vielmehr liegt es an den Nachwirkungen, deren ich so oft wie möglich versuche, aus dem Weg zu gehen.

Normaler Weise rasiere ich mich elektrisch, so rein fürs grobe. Soll es aber ganz besonders ordentlich werden, aus welchen Gründen auch immer, dann muss man halt zum Nassrasierer greifen. Da mein Hals aber alles andere als normal ist, gehe ich nach jeder Nassrasur unweigerlich durch die Hölle, da mein Hals feuerrot wird und dermaßen brennt, als würde jeden Moment die Haut abfallen. Dass ich auf solche Wirkungen verzichten kann, brauche ich wohl nicht extra erwähnen und so kommt es, dass sich Micha nun wirklich sehr selten Nass rasiert. Ich spar mir das wo ich kann…

Bevor ich jetzt von Tonnen mit Ratschlägen überhäuft werde. Ja, ich habe schon sehr viel ausprobiert. Rasierschäume gewechselt, ebenso Klingen der unterschiedlichsten Marken probiert. Von diversen Aftershaves ganz zu schweigen, obwohl ich hier immer sehr gute Linderung durch die Niveamilch erziele…

Vor Ewigkeiten warb mal wieder einer dieser Namhaften Hersteller für seinen damals neuen, ganz besonders gründlichen Rasierer. Also einer, der diese Extrastreifen oberhalb sowie unterhalb der eigentlichen Klingen besitzt. Genau, und so kam es eines Tages, dass meine Frau mir ganz vorsichtig genau diesen Rasierer nach einem Einkauf ihrerseits unter die Hände legte, als ich am Küchentisch saß und einen Kaffee trank. Ich sah es Zweideutig, sollte das eine Anspielung sein, mal wieder meine Visage vom Gestrüpp zu befreien? Ich nahm´s gelassen, freute mich natürlich über dieses Geschenk und probierte es noch am selben Tage aus.


• Der Quattro

So will ich nun versuchen, euch eine „Fahrt“ mit dieser Höllenachterbahn mit Namen Nassrasur etwas näher zu bringen. Wie oder was man braucht, um die Haare im Gesicht los zu werden, brauche ich wohl keinem Kerl erklären, und jeder Frau kann es egal sein, Hauptsache das Ergebnis stimmt.

Der Quattro aus dem Hause Wilkinson ist bewaffnet mit insgesamt 4 Klingen, die ein harmonisches „arbeiten“ auf der Haut bewirken sollen. Somit erreicht man laut Hersteller eine besonders gründliche Rasur. Allein dieser Aspekt ist sicherlich Ansichtssache, was „Man(n)“ als Gründlich bezeichnet. Meine Wangenpartie ist nach der Rasur glatt und sauber. Allerdings fahre ich mit dem Rasierer dafür auch mehrfach in verschiedenen Richtungen über mein Gesicht, bis ich wirklich merke, da ist nix mehr.

Damit diese extra Präzisen Klingen nicht zuviel „arbeit“ verrichten, sind kleine Drahtbügel quer über diese Klingen gearbeitet und somit eine Art Schutz für die Haut bilden sollen. Na ich sag es mal so, kleinste Pickelchen werden trotzdem gekillt und fangen unweigerlich an zu bluten…

Der männliche Hals bildet wohl das größte Problem einer jeden Rasur. So krumme und unebene Stellen gibt es sonst am ganzen Körper nicht als am Hals. Und genau hier tut sich auch der Quattro besonders schwer. Da bringt ihm auch der zweiseitige Schwenkkopf nicht mehr Vorteile. Was im praktischen heißt, dass man automatisch mehr druck beim rasieren ausübt, was unweigerlich bei mir zu kleinsten Schnitten führt. Spätestens wenn ich sehe, wie sich noch vorhandener Rasierschaum am Hals leicht blutrot färbt, vergeht mir alle Lust am rasieren und bereits nach wenigen Augenblicken merke ich, wie eben mein Hals anfängt, ganz fürchterlich zu brennen.


• Der Rest vom Quattro

Anfangs erwähnte ich diese Pflegestreifen oberhalb sowie unterhalb der Klingen. Im einen soll sich eine Lotion aus Aloe Vera und in der anderen ein Mix aus Vitamin E befinden. Hilft´s mir? Keine Ahnung… Ich merke einfach keinen Unterschied.

Nennenswert wäre sicherlich noch der Griff des Rasierers, der gut in der Hand liegt, da er futuristisch geformt ist. Also das Dingen ergonomisch zu nennen wäre mir jetzt zu übertrieben.

Die Ersatzklingen befinden sich in einer Kunststoffplatte. Will ich eine Klinge wechseln, klicke ich den Griff einfach in die Aufnahme der Klinge ein und kann so die frische Klinge heraus nehmen, ohne mit meinen Wurstfingern daran herum hantieren zu müssen.


• Und?

So möchte ich zum Titel dieses Berichtes kommen. Man nehme einen Wattebausch und führe ihn mit leichtem Druck über die Partien, die sich zusammen gesetzt mein Gesicht nennen und welche ich also rasiert habe. Plötzlich sehe ich aus wie ein Weihnachtsmann, weil ich nun einen weißen Bart zu haben scheine. Überall blieb die Watte an meinem Gesicht hängen. Ganz krass war dieses am Hals, was für mich auch zu erwarten war, da ich schon beim rasieren ein ungutes Gefühl hatte.


• Somit ein Fazit

Viel Geld um nichts. Für meine ab und zu rasier ich mich mal Momente ist dieser Rasierer schlichtweg Geldverschwendung. Würde ich jetzt beim Rasieren sowie hinterher nicht diese Qualen erleiden, wäre es das Geld ja noch wert. Vielleicht würde ich mich dann sogar öfters rasieren. Aber so ist bei mir dieser Quattro ein nettes Spielzeug, der seinen Preis von unverschämten 8 Euro und mehr, je nach Geschäft, einfach nicht Wert ist.

Der Hersteller Wilkinson hatte vielleicht eine pfiffige Idee, doch macht der Verkaufspreis diesen Nassrasierer zur Luxusware.



Ich bedanke mich bei euch fürs lesen und kommentieren.
Euer Micha

Remscheid, 21.06.2004
© Michael-at-Home für Yopi, Ciao & wie sie sonst noch alle heißen…

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