Wilkinson Sword Quattro Titanium Testbericht
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Summe aller Bewertungen
- Handhabung & Komfort:
- Haltbarkeit:
Erfahrungsbericht von Ghostface
Jetzt arbeiten 4 teure Klingen gegen meinen Bart!
Pro:
-
Kontra:
Preis
Empfehlung:
Ja
Design/Funktionen
Wilkinson und Gillette überbieten sich ja bereits seit über 100 Jahren mit immer wieder besseren Rasierern, zuletzt lag Gillette mit dem Mach 3 Turbo vorn, nun schlägt Wilkinson mit dem Quattro zurück. Einen Rasierer neu zu designen, oder ein Konkurrenzprodukt in diesem Bereich zu überbieten, ist dabei nicht so einfach, der Mach 3 Turbo ist zum Beispiel mit jeder Menge Patenten geschützt, so das Wilkinson nicht einfach vorhandene Techniken übernehmen kann, sondern eigene Ideen verwirklichen muss. Trotzdem prangerte Gillette bereits vor der Veröffentlichung des neuen Wilkinson-Rasierers den Quattro an, da man denkt, dass dieser wirklich ähnlich zum Mach 3 Turbo ist, man wollte sogar den Marktstart verhindern, dies ist aber nicht geglückt. Trotzdem streiten die beiden Firmen weiterhin vor Gericht und man wird sehen, was bei den Verhandlungen herauskommt.
Nun aber mal direkt zum Design des Wilkinson Quattro. Den Rasierer neu erfinden kann natürlich keine Firma, deshalb unterscheidet sich auch der Quattro nicht wesentlich von anderen Nassrasierern. Trotzdem hat der Wilkinson-Rasierer seinen ganz eigenen Charme. Zu allererst einmal besteht er natürlich aus einem leichten Metall, es könnte Aluminium sein, dies ist aber auch nicht weiter wichtig. Der Stil ist abgerundet, es befindet sich aber an allen Seiten rutschfester, genoppter Gummi, der verhindern soll, dass der Quattro bei der Rasur aus der Hand rutscht. Und dies tut er natürlich nicht, weder im trockenen noch im nassen Zustand. Oberhalb des Griffes sitz eine Art Kopf, an dem die Rasierklinge befestigt wird. Dies geschieht wie auch beim Gillette Mach 3 über eine Art Klickmechanismus. Man schiebt den auf dem Kopf gelegenen Riegel nach vorn, setzt die Klinge ein und lässt sie durch Zurückfahren des Riegels einrasten. Funktioniert sehr einfach und auch sehr sicher, selbst mit nassen Händen.
Auffällig am Quattro ist natürlich auch die liebevolle Verarbeitung. Am Ende des Griffes und am Kopf sind Nieten eingelassen, die den Rasierer zusammenhalten sollen, natürlich hält der Rasierer auch so, aber die Nieten lassen ihn noch ein bisschen männlicher oder auch kantiger erscheinen. Edel wirkt auch das auf der Oberseite des Griffes angebrachte Wilkinson-Logo, was in der gleichen Farbe wie das verarbeitete Metall erscheint.
Nun zu den Klingen des Wilkinson Quattro. Hier liegen nun die wirklichen Neuerungen im Vergleich zu anderen Rasierern. Hauptargument ist sicher, dass eine Klingen-Paket aus vier Klingen besteht, beim Mach 3 sind es zum Beispiel nur drei. Aber Wilkinson hat beim Quattro nicht nur eine Klinge nachgelegt, nein, es gibt noch weitere Neuerungen. Zum einen sollen die Klingen durch die neuartige Alpha Diamond-Beschichtung noch schärfer sein, zusätzlich werden sie auch noch im Vergleich zu Konkurrenzprodukten anders geschliffen, was ebenfalls zusätzliche Schärfe bringen soll. Oberhalb und unter dem Klingenpaket befinden sich die so genannten Funktionsstreifen, welche zuerst die Haut straffen und dabei schon pflegen (mit Vitamin E und Aloe Vera) und nach einem Zug durch den Gelstreifen zusätzlich noch mehr Pflege und Schutz bieten. Typisch für Wilkinson Rasierer ist auch, dass die Klingen hinter Gittern gelagert sind, beim Quattro sind es acht, diese sorgen natürlich für mehr Sicherheit, schneiden möchte sich schließlich niemand gerne.
Neuartig am Quattro sind die so genannten Durchspülkanäle, welche für eine noch bessere Reinigung der Klingen sorgen sollen. Schaut man von oben auf das Klingenpaket drauf, kann man tatsächlich durch die Klingen bis auf die Unterseite sehen, für Wasser ist es natürlich noch einfacher, durch die Bündelung angesammelten Schmutz direkt wegzuspülen.
Ein Vorteil, denn der Gillette Mach 3 Turbo mit dem Schutzstreifen hat, der anzeigt, ob die Klingen gewechselt werden müssen besitzt, verspielt der Wilkinson Quattro leider, denn er bietet dieses Feature trotz ebenfalls zweier Funktionsstreifen nicht. Hier müsst ihr euch also ganz auf eurer Gefühl verlassen, wann eine Klinge gewechselt werden sollte.
Der Wilkinson Quattro wird zusammen mit einem so genannten Multifunktionshalter verkauft, im Prinzip ist dies nichts weiter als ein Stück Plastik, was sowohl euren Rasierer wie ein paar Klingen festhält. Passend zum Rasierer schaut es aber wirklich schick aus und auf Reisen transportiert man so den Rasierer samt Klingen auf kleinstem Raum.
Zusammenfassend zum Design des Quattros sein gesagt, dass der Rasierer weder zu leicht noch zu schwer ist, er liegt weiterhin gut in der Hand, durch die Gummierung auch oder gerade bei der Rasur.
Der Wilkinson Quattro im Praxistest
Nun kommen wir natürlich zur Rasur. Ich habe den Wilkinson Quattro seit Anfang September im Gebrauch, und hab mich seitdem also knapp 50 Mal damit rasiert, kann also keiner sagen, bring mir mal lieber einen Langzeittest. Weiterhin bleibt bei meinen Rasurerlebnissen natürlich noch zu sagen, dass ich eine sehr empfindliche Haut habe, was natürlich besondere Anforderungen an den Quattro stellt...
Ich hatte also den Wilkinson Quattro bei eBay ersteigert und als er dann endlich in meinen Händen war, wollte ich ihn natürlich auch gleich ausprobieren. Also, schnell eine Klinge aufgesetzt, ein bisschen das Gesicht angefeuchtet, Rasierschaum aufgelegt und los geht\'s. Wie schon bereits beim Design erwähnt, liegt der Wilkinson Quattro unheimlich gut in der Hand, selbst wenn der Griff feucht ist, durch die genoppte Gummierung hält man ihn fest in den Griffeln. Weiterhin ist der Rasierer auch nicht übermäßig schwer, man hat also nicht den Eindruck sich mit einem „Fremdkörper“ zu rasieren. Nun aber direkt zur Rasur. Ehrlich gesagt war ich beim ersten Rasieren mit dem Quattro leicht enttäuscht. Ich hatte mir ja schon ein Plus durch die vierte Klinge erwartet, aber der Quattro verhielt sich genau wie der Gillette Mach 3 Turbo bei der ersten Rasur, also leichtes Kratzen und Ziepen, ansonsten gleitet der Rasierer gut über die Haut und nimmt dabei alle Haare mit. Beim ersten Gebrauch einer Quattro-Klinge kam ich hier also zum gleichen Ergebnis, wie beim Konkurrenz-Gerät, die Klingen funktionieren erst bei der zweiten Rasier „richtig“. Und so war es dann auch. Um die Klingen auf die Rasur vorzubereiten, lege ich sie vor dem Akt ja immer in heißes Wasser und beim zweiten Mal funktionierte dann alles wie erwartet. Der Quattro nahm hier in ein bis zwei Zügen alle Haare mit, auch an meiner Problemzone (Hals) gab es keine Probleme. Gegen den Strich habe ich es dann natürlich auch mal probiert, aber das kann ich wohl bei meiner Haut einfach vergessen. Zwar bilde ich mir ein, dass der Quattro mein Gesicht weniger strapaziert als der Gillette Mach 3 Turbo, aber auch hier war die Haut beim gegen den Strich rasieren wieder gerötet. Ich kann also darauf verzichten, zu mal der Quattro ja schon beim normalen Rasieren ein perfektes Ergebnis bietet. Die Frage ist nun natürlich, ob man die vierte Klinge des Quattro spürt, oder nicht. Und ehrlich gesagt kann ich hier nur feststellen, es macht keinen Unterschied, ob man sich mit dem Wilkinson Quattro oder dem Gillette Mach 3 Turbo rasiert, beide liefern absolut das gleiche Ergebnis bei mir, also eine glatte Haut, im Idealfall auch noch ohne Hautirritationen.
Einem Test dem sich der Wilkinson Quattro bei mir auch schon unterziehen musste, ist der Dreitagebart. Hier verhält sich der Rasierer dann nicht ganz so perfekt, wie bei der normalen Rasur, bei längeren Stoppeln benötigt der Quattro schon ein paar Züge mehr und ab und an ziept es auch mal. Aber ich glaube es gibt keinen Rasierer, der einen Dreitagebart perfekt meistert und wer halt zu faul ist, sich zu rasieren, der muss auch ein bisschen bestraft werden (Scherz).
Eher enttäuscht war ich von den Schutzbügeln des Wilkinson Quattro, trotz dieser hab ich mich geschnitten. Wobei „geschnitten“ sicher übertrieben ist, ich hab halt irgendwo auf der Haut mal rote Farbe gesehen und muss wohl eine Hautunreinheit „mitgenommen“ haben. Das ist mir mit dem Mach 3 Turbo noch nie passiert. Die Schutzbügel bringen also meiner Meinung nach nichts und ich würde auch keinem raten, trotz der Bügel über die Klingen zu fahren, dies könnte blutig enden...
Zusammenfassend sei also gesagt, der Wilkinson Quattro schafft in meinem Gesicht ein nahezu perfektes, glattes Rasurergebnis, ohne Hautirritationen und meist auch ohne Blutvergießen. Wie schaut es nun aber aus, wenn andere Körperstellen dran glauben müssen, genau ich spreche natürlich von der Intimrasur, wobei ich das Rasieren der Achseln hier mal dazu zähle. Und auch bei längeren Haaren stellt sich der Wilkinson Quattro sehr gut an, hier benötigt man zwar ein paar Züge mehr, bis alle Haare abgeschnitten sind, aber meiner Meinung nach rasiert der Quattro längere Haare besser als der Gillette Mach 3 Turbo. Auch kam es bei mir an diesen Stellen zu weniger Hautirritationen, ich würde bei der Intimrasur also dem Wilkinson Quattro leichte Vorteile gegenüber dem Gillette Mach 3 Turbo aussprechen.
Etwas außer der Reihe sind mit beim Rasieren mit dem Wilkinson Quattro noch zwei negative Sachen aufgefallen. Die Durchspülkanäle saugen anscheinend beim Spülen des Rasierers einiges an Wasser auf, schüttelt man den Rasierer nicht ordentlich aus, hat man beim nächsten Zug einiges an Wasser auf dem Gesicht, was natürlich prima den Rasieschaum wegspült. Außerdem ist mir beim Abtrockenen des Rasierers aufgefallen, dass das Klingenpaket nicht wirklich fest eingerastet ist, schon öfter hatte ich beim Trockenreiben des Rasierers die Klingem vom Griff entfernt.
Reinigung
Seit dem Gillette Mach 3 Turbo war ich es ja nicht mehr gewohnt, mich mit der Reinigung der Klingen zu beschäftigen, der Wilkinson Quattro liefert hier aber ebenfalls noch bessere Ergebnisse. Sicher hängt dies mit den Durchspülkanälen zusammen, von denen ich euch schon beim Abschnitt „Design“ erzählt habe. Beim Rasieren schaut es dann folgendermaßen aus mit der Reinigung, man macht drei, vier Züge auf der Haut (oder auch mehr), taucht den Rasierer ins Wasser ein und alle Haare oder Rasierschaumreste sind weg, der Rasierer schaut wirklich aus, als würde man gerade mit der Rasur beginnen. Also nichts mehr mit im Wasser herumrühren, damit alle Haare verschwinden.
Genau andersherum schaut es dann aber bei der Rasur von längeren Haaren aus, hier ist der Quattro eine echte Auffangstation für eure Borsten und man hat schon bei Haaren die nicht mal einen Zentimeter lang sind, echte Probleme, diese aus den Klingen herauszubekommen. Natürlich sind hier auch die Schutzbügel ein bisschen mit Schuld und versucht mir bitte ja nicht, mit dem Finger die Haare herauszuziehen, dies könnte schmerzhaft enden.
Haltbarkeit
Dieser Abschnitt soll sich natürlich damit befassen, wie lange man sich mit einer Klinge rasieren kann. Wie ich das schon erwähnt habe, zeigt der Wilkinson Quattro bei der ersten Rasur mit einer frischen Klinge nicht wirklich das beste Ergebnis. Beim zweiten Versuch habt ihr aber dann schon die volle Power und bis zur zehnten Rasur hält der Wilkinson Quattro dann auch dieses Ergebnis. Aber diesem Zeitpunkt liegt es dann nur noch an eurem Schmerzemfinden, wie lange ihr die Klingen noch benutzen könnt, ich denke aber mal, nach der 15. Rasur dürfte langsam Schluss sein, ab dem zehnten Mal bauen die Klingen jedenfalls merklich ab.
Übrigens macht es keinen Unterschied, welche Haare ihr mit dem Wilkinson Quattro rasiert, die Haltbarkeit der Klingen dürfte sowohl garantiert sein, wenn ihr den Rasierer nur für das Gesicht oder auch nur für andere Stelle benutzt. Die Klingen „altern“ also nicht schlagartig, wenn man damit einmal die Intimzone rasiert hat.
Preis
Nun kommen wir mal zum Punkt wo sich wieder die Geister scheiden werden. Ich habe den Wilkinson Quattro mit zwei Klingen bei eBay für zwei Euro ersteigert, in der Drogerie ist der Rasierer dagegen nicht so günstig. Mit ebenfalls zwei Klingen kostet der Quattro dort um die zehn Euro. Bei den Ersatzklingen wird es dann erfahrungsgemäß richtig teuer, vier Extraklingen kosten um die zehn Euro, acht Klingen um die 18 Euro. Bei manchem ist natürlich angesichts dieser Preise die Schmerzgrenze überschritten, aber das war auch fast voraussehbar. Wilkinson stellt den Quattro an die Spitze der Rasurgeräte, noch über den Gillette Mach 3 Turbo und dafür muss man natürlich auch mehr zahlen.
Fazit
Wilkinson wollte mit dem Quattro ja den Gillette Mach 3 Turbo übertreffen, bei meinem Bericht stelle ich die beiden Nassrasierer aber gleich, was das Ergebnis betrifft. Der Wilkinson Quattro ist ein ausgezeichneter Nassrasierer, er ist schön anzuschauen, besitzt eine super Verarbeitung, weiterhin liegt er gut in der Hand. Bei der Rasur besticht er durch ein perfektes Ergebnis, selbst bei meiner empfindlichen Haut. Beim Rasieren gegen den Strich oder beim Drei-Tagebart zeigt er dagegen erste Schwächen. Auftrumpfen kann er wieder bei der Reinigung, ich habe noch keinen Nassrasierer erlebt, der sich leichter und unkomplizierter säubern lässt. Brauchbar ist der Quattro natürlich auch bei der Intimrasur, wobei es bei längeren Haaren Probleme mit der Reinigung gibt. Zuletzt trumpft der Rasierer dann auch noch beim Preis auf, hier aber in absolut negativer Form. 10 Euro für den Rasierer mit zwei Klingen und durchschnittlich 2 - 2,50 Euro für eine Ersatzklinge ist schon ziemlich teuer.
Im Vergleich zum Gillette Mach 3 Turbo spreche ich dem Wilkinson Quattro leichte Vorteile beim Design, bei der Reinigung und bei der Intimrasur aus, bei der normalen Rasur gibt es für mich keinen Unterschied und beim Preis ist der Quattro sowieso einsame Spitze, wenn ihr versteht was ich meine. Im Endeffekt würde ich also den Wilkinson Quattro mit dem Gillette Mach 3 Turbo gleichstellen.
Bewerten möchte ich den Quattro mit vier Sternen, zur Höchstpunktzahl reicht es wegen den Mängeln bei der Rasur gegen den Strich, dem Problem mit längeren Haaren und nicht zuletzt wegen des fast schon unverschämten Preises nicht.
Wilkinson und Gillette überbieten sich ja bereits seit über 100 Jahren mit immer wieder besseren Rasierern, zuletzt lag Gillette mit dem Mach 3 Turbo vorn, nun schlägt Wilkinson mit dem Quattro zurück. Einen Rasierer neu zu designen, oder ein Konkurrenzprodukt in diesem Bereich zu überbieten, ist dabei nicht so einfach, der Mach 3 Turbo ist zum Beispiel mit jeder Menge Patenten geschützt, so das Wilkinson nicht einfach vorhandene Techniken übernehmen kann, sondern eigene Ideen verwirklichen muss. Trotzdem prangerte Gillette bereits vor der Veröffentlichung des neuen Wilkinson-Rasierers den Quattro an, da man denkt, dass dieser wirklich ähnlich zum Mach 3 Turbo ist, man wollte sogar den Marktstart verhindern, dies ist aber nicht geglückt. Trotzdem streiten die beiden Firmen weiterhin vor Gericht und man wird sehen, was bei den Verhandlungen herauskommt.
Nun aber mal direkt zum Design des Wilkinson Quattro. Den Rasierer neu erfinden kann natürlich keine Firma, deshalb unterscheidet sich auch der Quattro nicht wesentlich von anderen Nassrasierern. Trotzdem hat der Wilkinson-Rasierer seinen ganz eigenen Charme. Zu allererst einmal besteht er natürlich aus einem leichten Metall, es könnte Aluminium sein, dies ist aber auch nicht weiter wichtig. Der Stil ist abgerundet, es befindet sich aber an allen Seiten rutschfester, genoppter Gummi, der verhindern soll, dass der Quattro bei der Rasur aus der Hand rutscht. Und dies tut er natürlich nicht, weder im trockenen noch im nassen Zustand. Oberhalb des Griffes sitz eine Art Kopf, an dem die Rasierklinge befestigt wird. Dies geschieht wie auch beim Gillette Mach 3 über eine Art Klickmechanismus. Man schiebt den auf dem Kopf gelegenen Riegel nach vorn, setzt die Klinge ein und lässt sie durch Zurückfahren des Riegels einrasten. Funktioniert sehr einfach und auch sehr sicher, selbst mit nassen Händen.
Auffällig am Quattro ist natürlich auch die liebevolle Verarbeitung. Am Ende des Griffes und am Kopf sind Nieten eingelassen, die den Rasierer zusammenhalten sollen, natürlich hält der Rasierer auch so, aber die Nieten lassen ihn noch ein bisschen männlicher oder auch kantiger erscheinen. Edel wirkt auch das auf der Oberseite des Griffes angebrachte Wilkinson-Logo, was in der gleichen Farbe wie das verarbeitete Metall erscheint.
Nun zu den Klingen des Wilkinson Quattro. Hier liegen nun die wirklichen Neuerungen im Vergleich zu anderen Rasierern. Hauptargument ist sicher, dass eine Klingen-Paket aus vier Klingen besteht, beim Mach 3 sind es zum Beispiel nur drei. Aber Wilkinson hat beim Quattro nicht nur eine Klinge nachgelegt, nein, es gibt noch weitere Neuerungen. Zum einen sollen die Klingen durch die neuartige Alpha Diamond-Beschichtung noch schärfer sein, zusätzlich werden sie auch noch im Vergleich zu Konkurrenzprodukten anders geschliffen, was ebenfalls zusätzliche Schärfe bringen soll. Oberhalb und unter dem Klingenpaket befinden sich die so genannten Funktionsstreifen, welche zuerst die Haut straffen und dabei schon pflegen (mit Vitamin E und Aloe Vera) und nach einem Zug durch den Gelstreifen zusätzlich noch mehr Pflege und Schutz bieten. Typisch für Wilkinson Rasierer ist auch, dass die Klingen hinter Gittern gelagert sind, beim Quattro sind es acht, diese sorgen natürlich für mehr Sicherheit, schneiden möchte sich schließlich niemand gerne.
Neuartig am Quattro sind die so genannten Durchspülkanäle, welche für eine noch bessere Reinigung der Klingen sorgen sollen. Schaut man von oben auf das Klingenpaket drauf, kann man tatsächlich durch die Klingen bis auf die Unterseite sehen, für Wasser ist es natürlich noch einfacher, durch die Bündelung angesammelten Schmutz direkt wegzuspülen.
Ein Vorteil, denn der Gillette Mach 3 Turbo mit dem Schutzstreifen hat, der anzeigt, ob die Klingen gewechselt werden müssen besitzt, verspielt der Wilkinson Quattro leider, denn er bietet dieses Feature trotz ebenfalls zweier Funktionsstreifen nicht. Hier müsst ihr euch also ganz auf eurer Gefühl verlassen, wann eine Klinge gewechselt werden sollte.
Der Wilkinson Quattro wird zusammen mit einem so genannten Multifunktionshalter verkauft, im Prinzip ist dies nichts weiter als ein Stück Plastik, was sowohl euren Rasierer wie ein paar Klingen festhält. Passend zum Rasierer schaut es aber wirklich schick aus und auf Reisen transportiert man so den Rasierer samt Klingen auf kleinstem Raum.
Zusammenfassend zum Design des Quattros sein gesagt, dass der Rasierer weder zu leicht noch zu schwer ist, er liegt weiterhin gut in der Hand, durch die Gummierung auch oder gerade bei der Rasur.
Der Wilkinson Quattro im Praxistest
Nun kommen wir natürlich zur Rasur. Ich habe den Wilkinson Quattro seit Anfang September im Gebrauch, und hab mich seitdem also knapp 50 Mal damit rasiert, kann also keiner sagen, bring mir mal lieber einen Langzeittest. Weiterhin bleibt bei meinen Rasurerlebnissen natürlich noch zu sagen, dass ich eine sehr empfindliche Haut habe, was natürlich besondere Anforderungen an den Quattro stellt...
Ich hatte also den Wilkinson Quattro bei eBay ersteigert und als er dann endlich in meinen Händen war, wollte ich ihn natürlich auch gleich ausprobieren. Also, schnell eine Klinge aufgesetzt, ein bisschen das Gesicht angefeuchtet, Rasierschaum aufgelegt und los geht\'s. Wie schon bereits beim Design erwähnt, liegt der Wilkinson Quattro unheimlich gut in der Hand, selbst wenn der Griff feucht ist, durch die genoppte Gummierung hält man ihn fest in den Griffeln. Weiterhin ist der Rasierer auch nicht übermäßig schwer, man hat also nicht den Eindruck sich mit einem „Fremdkörper“ zu rasieren. Nun aber direkt zur Rasur. Ehrlich gesagt war ich beim ersten Rasieren mit dem Quattro leicht enttäuscht. Ich hatte mir ja schon ein Plus durch die vierte Klinge erwartet, aber der Quattro verhielt sich genau wie der Gillette Mach 3 Turbo bei der ersten Rasur, also leichtes Kratzen und Ziepen, ansonsten gleitet der Rasierer gut über die Haut und nimmt dabei alle Haare mit. Beim ersten Gebrauch einer Quattro-Klinge kam ich hier also zum gleichen Ergebnis, wie beim Konkurrenz-Gerät, die Klingen funktionieren erst bei der zweiten Rasier „richtig“. Und so war es dann auch. Um die Klingen auf die Rasur vorzubereiten, lege ich sie vor dem Akt ja immer in heißes Wasser und beim zweiten Mal funktionierte dann alles wie erwartet. Der Quattro nahm hier in ein bis zwei Zügen alle Haare mit, auch an meiner Problemzone (Hals) gab es keine Probleme. Gegen den Strich habe ich es dann natürlich auch mal probiert, aber das kann ich wohl bei meiner Haut einfach vergessen. Zwar bilde ich mir ein, dass der Quattro mein Gesicht weniger strapaziert als der Gillette Mach 3 Turbo, aber auch hier war die Haut beim gegen den Strich rasieren wieder gerötet. Ich kann also darauf verzichten, zu mal der Quattro ja schon beim normalen Rasieren ein perfektes Ergebnis bietet. Die Frage ist nun natürlich, ob man die vierte Klinge des Quattro spürt, oder nicht. Und ehrlich gesagt kann ich hier nur feststellen, es macht keinen Unterschied, ob man sich mit dem Wilkinson Quattro oder dem Gillette Mach 3 Turbo rasiert, beide liefern absolut das gleiche Ergebnis bei mir, also eine glatte Haut, im Idealfall auch noch ohne Hautirritationen.
Einem Test dem sich der Wilkinson Quattro bei mir auch schon unterziehen musste, ist der Dreitagebart. Hier verhält sich der Rasierer dann nicht ganz so perfekt, wie bei der normalen Rasur, bei längeren Stoppeln benötigt der Quattro schon ein paar Züge mehr und ab und an ziept es auch mal. Aber ich glaube es gibt keinen Rasierer, der einen Dreitagebart perfekt meistert und wer halt zu faul ist, sich zu rasieren, der muss auch ein bisschen bestraft werden (Scherz).
Eher enttäuscht war ich von den Schutzbügeln des Wilkinson Quattro, trotz dieser hab ich mich geschnitten. Wobei „geschnitten“ sicher übertrieben ist, ich hab halt irgendwo auf der Haut mal rote Farbe gesehen und muss wohl eine Hautunreinheit „mitgenommen“ haben. Das ist mir mit dem Mach 3 Turbo noch nie passiert. Die Schutzbügel bringen also meiner Meinung nach nichts und ich würde auch keinem raten, trotz der Bügel über die Klingen zu fahren, dies könnte blutig enden...
Zusammenfassend sei also gesagt, der Wilkinson Quattro schafft in meinem Gesicht ein nahezu perfektes, glattes Rasurergebnis, ohne Hautirritationen und meist auch ohne Blutvergießen. Wie schaut es nun aber aus, wenn andere Körperstellen dran glauben müssen, genau ich spreche natürlich von der Intimrasur, wobei ich das Rasieren der Achseln hier mal dazu zähle. Und auch bei längeren Haaren stellt sich der Wilkinson Quattro sehr gut an, hier benötigt man zwar ein paar Züge mehr, bis alle Haare abgeschnitten sind, aber meiner Meinung nach rasiert der Quattro längere Haare besser als der Gillette Mach 3 Turbo. Auch kam es bei mir an diesen Stellen zu weniger Hautirritationen, ich würde bei der Intimrasur also dem Wilkinson Quattro leichte Vorteile gegenüber dem Gillette Mach 3 Turbo aussprechen.
Etwas außer der Reihe sind mit beim Rasieren mit dem Wilkinson Quattro noch zwei negative Sachen aufgefallen. Die Durchspülkanäle saugen anscheinend beim Spülen des Rasierers einiges an Wasser auf, schüttelt man den Rasierer nicht ordentlich aus, hat man beim nächsten Zug einiges an Wasser auf dem Gesicht, was natürlich prima den Rasieschaum wegspült. Außerdem ist mir beim Abtrockenen des Rasierers aufgefallen, dass das Klingenpaket nicht wirklich fest eingerastet ist, schon öfter hatte ich beim Trockenreiben des Rasierers die Klingem vom Griff entfernt.
Reinigung
Seit dem Gillette Mach 3 Turbo war ich es ja nicht mehr gewohnt, mich mit der Reinigung der Klingen zu beschäftigen, der Wilkinson Quattro liefert hier aber ebenfalls noch bessere Ergebnisse. Sicher hängt dies mit den Durchspülkanälen zusammen, von denen ich euch schon beim Abschnitt „Design“ erzählt habe. Beim Rasieren schaut es dann folgendermaßen aus mit der Reinigung, man macht drei, vier Züge auf der Haut (oder auch mehr), taucht den Rasierer ins Wasser ein und alle Haare oder Rasierschaumreste sind weg, der Rasierer schaut wirklich aus, als würde man gerade mit der Rasur beginnen. Also nichts mehr mit im Wasser herumrühren, damit alle Haare verschwinden.
Genau andersherum schaut es dann aber bei der Rasur von längeren Haaren aus, hier ist der Quattro eine echte Auffangstation für eure Borsten und man hat schon bei Haaren die nicht mal einen Zentimeter lang sind, echte Probleme, diese aus den Klingen herauszubekommen. Natürlich sind hier auch die Schutzbügel ein bisschen mit Schuld und versucht mir bitte ja nicht, mit dem Finger die Haare herauszuziehen, dies könnte schmerzhaft enden.
Haltbarkeit
Dieser Abschnitt soll sich natürlich damit befassen, wie lange man sich mit einer Klinge rasieren kann. Wie ich das schon erwähnt habe, zeigt der Wilkinson Quattro bei der ersten Rasur mit einer frischen Klinge nicht wirklich das beste Ergebnis. Beim zweiten Versuch habt ihr aber dann schon die volle Power und bis zur zehnten Rasur hält der Wilkinson Quattro dann auch dieses Ergebnis. Aber diesem Zeitpunkt liegt es dann nur noch an eurem Schmerzemfinden, wie lange ihr die Klingen noch benutzen könnt, ich denke aber mal, nach der 15. Rasur dürfte langsam Schluss sein, ab dem zehnten Mal bauen die Klingen jedenfalls merklich ab.
Übrigens macht es keinen Unterschied, welche Haare ihr mit dem Wilkinson Quattro rasiert, die Haltbarkeit der Klingen dürfte sowohl garantiert sein, wenn ihr den Rasierer nur für das Gesicht oder auch nur für andere Stelle benutzt. Die Klingen „altern“ also nicht schlagartig, wenn man damit einmal die Intimzone rasiert hat.
Preis
Nun kommen wir mal zum Punkt wo sich wieder die Geister scheiden werden. Ich habe den Wilkinson Quattro mit zwei Klingen bei eBay für zwei Euro ersteigert, in der Drogerie ist der Rasierer dagegen nicht so günstig. Mit ebenfalls zwei Klingen kostet der Quattro dort um die zehn Euro. Bei den Ersatzklingen wird es dann erfahrungsgemäß richtig teuer, vier Extraklingen kosten um die zehn Euro, acht Klingen um die 18 Euro. Bei manchem ist natürlich angesichts dieser Preise die Schmerzgrenze überschritten, aber das war auch fast voraussehbar. Wilkinson stellt den Quattro an die Spitze der Rasurgeräte, noch über den Gillette Mach 3 Turbo und dafür muss man natürlich auch mehr zahlen.
Fazit
Wilkinson wollte mit dem Quattro ja den Gillette Mach 3 Turbo übertreffen, bei meinem Bericht stelle ich die beiden Nassrasierer aber gleich, was das Ergebnis betrifft. Der Wilkinson Quattro ist ein ausgezeichneter Nassrasierer, er ist schön anzuschauen, besitzt eine super Verarbeitung, weiterhin liegt er gut in der Hand. Bei der Rasur besticht er durch ein perfektes Ergebnis, selbst bei meiner empfindlichen Haut. Beim Rasieren gegen den Strich oder beim Drei-Tagebart zeigt er dagegen erste Schwächen. Auftrumpfen kann er wieder bei der Reinigung, ich habe noch keinen Nassrasierer erlebt, der sich leichter und unkomplizierter säubern lässt. Brauchbar ist der Quattro natürlich auch bei der Intimrasur, wobei es bei längeren Haaren Probleme mit der Reinigung gibt. Zuletzt trumpft der Rasierer dann auch noch beim Preis auf, hier aber in absolut negativer Form. 10 Euro für den Rasierer mit zwei Klingen und durchschnittlich 2 - 2,50 Euro für eine Ersatzklinge ist schon ziemlich teuer.
Im Vergleich zum Gillette Mach 3 Turbo spreche ich dem Wilkinson Quattro leichte Vorteile beim Design, bei der Reinigung und bei der Intimrasur aus, bei der normalen Rasur gibt es für mich keinen Unterschied und beim Preis ist der Quattro sowieso einsame Spitze, wenn ihr versteht was ich meine. Im Endeffekt würde ich also den Wilkinson Quattro mit dem Gillette Mach 3 Turbo gleichstellen.
Bewerten möchte ich den Quattro mit vier Sternen, zur Höchstpunktzahl reicht es wegen den Mängeln bei der Rasur gegen den Strich, dem Problem mit längeren Haaren und nicht zuletzt wegen des fast schon unverschämten Preises nicht.
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