Willkomm Höft - Begrüßungshafen Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Asmodina
Willkommhöft: ´´Steuermann! Lass die Wacht!´´
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Am Ufer der Unterelbe liegt am westlichen Ende Hamburgs bei Wedel, genauer Schulau welches schon zu Schleswig-Holstein gehört, die Schiffsbegrüßungsanlage „Willkommhöft“.
Die Anlage befindet sich an dem beliebten Ausflugslokal „Schulauer Fährhaus“.
Seit 1952 werden hier vor den Toren Hamburgs alle ankommenden bzw. ausfahrenden Schiffe begrüßt und verabschiedet die mehr als 500 BRT (Brutto Register Tonnen) haben.
Und zwar den ganzen Tag zwischen 9 Uhr morgens bis Sonnenuntergang.
Die kleine Geschichte dieser Einrichtung ist folgende:
Der ehemalige Besitzer des *Fährhauses Schulau, Otto Friedrich Behnke, fand nichts schöner als am Elbufer zu stehen und den ein- und ausfahrenden Schiffen zu winken.
Leider bekam er selten einen Gruß zurück und so beschloss er, um dem „Übel“ Abhilfe zu schaffen, eine Schiffsbegrüßungsanlage direkt an sein Lokal zu bauen.
Gutes hat er damit getan denn sie ist heute für Hamburg genau so berühmt wie etwa die Reeperbahn, obwohl Schulau – wie schon erwähnt – eigentlich schon zu Schleswig-Holstein gehört.
Ein 40 Meter hoher Fahnenmast – 1962 gesponsert (und getauft mit einer Buddel Rum) von Felix Graf Luckner – steht vor der Anlage und ist einer der höchsten in Norddeutschland.
Allgemein ist „Willkommhöft“ weltweit einzigartig, obwohl einige Häfen versucht haben auf technischem Terrain ähnliches zu bauen.
Die Begrüßungsprozedur
Über 44 Lautsprecher ertönt zu der Melodie von Richard Wagners Oper „Der fliegende Holländer“ der Spruch:
„Steuermann! Lass die Wacht! Steuermann! Her zu uns! Ho! He! Je! Ha! Hisst die Segel auf! Anker fest! Steuermann, her!“
Danach ein kurzer Willkommens-, oder Abschiedsgruß in der jeweiligen Landessprache des vorbeifahrenden Schiffes und die passende Nationalhymne.
Außerdem werden die Hamburger Flagge, die Landesfahne des Schiffes und das in der Seefahrt internationale Flaggensignal für „Gute Fahrt“ gewunken.
Eigentlich heißt es nicht „winken“ sondern wie in der Schifffahrt gebräuchlich
„dippen“. Das ist das „winken“ mit unzähligen kleinen bunten Fähnchen zum
optischen signalisieren von Nachrichten verschiedenster Art.
In der Regel „dippt“ das Schiff einen Gruß zurück.
Kleine Schiffe (kleiner als 500 BRT) werden auch, aber ausschließlich mit dippen der Fahne, gegrüßt.
Wenn diese Prozedur abgeschlossen ist erfahren die Besucher der Anlage Einzelheiten über das eben vorbeigefahrene Schiff.
Unter anderem wie viele BRT das Schiff fasst, Namen, Größe und Baujahr des Schiffes, unter welcher Flagge es reist, für welche Reederei es fährt und wo diese sich befindet als auch die komplette Reiseroute.
Diese komplette Aufgabe erledigen ehemalige Kapitäne.
Diese sind:
- Eckart Bolte
- Hans-Günter Bjick
- Rolf Jensen
- Gerhard Kruse und
- Otto Volkhardt
Man kann sie bei der Arbeit beobachten, denn sie arbeiten hinter einer riesigen Glasscheibe direkt im Anschluss an das Lokal, neben der überdachten Terrasse.
Ein ständig aktualisiertes Archiv mit an die 16.000 Karteikarten umfasst alle Daten und Information zu dem herankommenden Schiff aus welchem sich die Kapitäne bedienen wenn sie Meldung von diesem bekommen.
Für die Meldung des ankommenden Schiffes zuständig ist der Hamburger SCHIFFSMELDEDIENST \"SMD\". Dieser befindet sich in Hamburg Finkenwerder was etwas weiter östlich auf der anderen Seite der Elbe liegt. Daher kann es passieren dass ein angekündigtes Schiff bis zum Erreichen der Begrüßungsanlage noch mal von einem schnelleren überholt wird. Es muss daher, wie man es in der Seefahrt nennt, zusätzlich „auf Sicht“ gearbeitet werden – was bedeutet sich noch mal selbst von der Richtigkeit (per Fernglas) zu überzeugen und nicht auf die Ansage blind zu vertrauen. Wäre es doch peinlich einem Schiff die falsche Hymne zu spielen oder gar es mit dem falschen Namen zu begrüßen!
Etwa 150 aktuelle Nationalhymnen stehen hier zur Auswahl.
Seit ein paar Jahren läuft das Ganze erst über PC, vorher wurde geblättert was das Zeug hält denn im Schnitt passieren täglich um die 90 Schiffe mit ausreichender Größe „Willkommhöft“.
Die Begrüßungsanlage steht seit jeher unter der Patenschaft Der Nautischen Kameradschaft HANSEA.
Erreichbarkeit:
„Willkommhöft“
Am Fähranleger
Tel.: 0 41 03 – 9 20 00
Mit dem PKW ca. 30 Minuten von der Hamburger City.
Oder mit der S-Bahn (S1) bis Wedel, dann Bus Linie 189.
Im Sommer stehen regelmäßige Schiffsverbindungen von den St. Pauli Landungsbrücken zum Anleger Schulau zur Verfügung.
Öffnungszeiten:
Täglich 9 Uhr bis Sonnenuntergang
Mehr Informationen:
www.wilkommhoeft.de
(Hier kann man auch Bilder der am Fahnenmast installierten Webcam sehen.
Elbab-, sowie auch aufwärts).
Auch die Seite: www.schulauer-faehrhaus.de bietet interessante Informationen.
Buddelschiffmuseum / Muschelmuseum
Zwei weitere Attraktionen, die direkt an das Fährhaus und die Begrüßungsanlage angeschlossen sind, sind das Buddelschiffmuseum und das Muschelmuseum.
Sie liegen im Untergeschoss, in weitläufigen Gewölben, des Fährhauses.
Im Buddelschiffmuseum finden sich rund 250 Buddelschiffe aus aller Welt welche ein bekannter Hamburger Kunsthandwerker Jochen Binikowski (Spitzname: Buddel-Bini) zusammengetragen hat.
Das größte hier zu bestaunende Buddelschiff ist in einer 45 Liter großen Flasche (plattdeutsch = Buddel) untergebracht. Das kleinste muss man sich unter einer Lupe anschauen, denn es befindet sich in einer winzigen Leuchtdiode!
Man findet Buddelschiffe aus dem frühen 19. Jh. bis hin in die heutige Zeit aus Holz, Glas, Kork, Elfenbein und diversen anderen Materialien. Dazu zahlreiche Informationen wie ein Buddelschiff gebaut wird und die dazugehörigen Werkzeuge.
Räumlich an das Buddelschiffmuseum angeschlossen befindet sich das Muschelmuseum.
Hier gibt es etwa 1.000 verschiedene Muscheln, Schnecken und Korallen aus allen Ozeanen der Welt zu sehen.
Und zu wirklich jedem Exponat ist eine kleine Erklärung vorhanden.
Öffnungszeiten beider Museen:
Täglich 10 bis 18 Uhr, Von November bis Februar zur gleichen Zeit nur Mi., Sa. und So.)
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*Das „Fährhaus Schulau“ besteht bereits seit 1875 in Form eines Lokals.
1887 wurde noch ein Tanzsaal dazu gebaut.
Von 1940 bis nach dem Krieg blieb es als Lokal geschlossen und wurde als Hilfslazarett und als Sanitätsanlage der in Hamburg stationierten britischen Streitkräfte genutzt.
1949 wurde es als Lokal wieder eröffnet und wird seit dem von der Familie Behnke geführt.
1952 baute Otto Friedrich Behnke (wie oben erwähnt) die Schiffsbegrüßungsanlage an das Lokal.
Etwa 500 Personen können im Fährhaus untergebracht und beköstigt werden.
Das Angebot reicht von der Kaffeerunde, Banketten und Familienfeiern, Betriebsausflügen, Bällen, bis hin zum einfachen Mittagstisch.
Es gibt neben den Innenräumen auch noch eine überdachte Terrasse und einen Kaffeegarten.
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Ich hoffe mit meinem Geschreibsel einen Anreiz für kommende Ausflüge gegeben zu haben und danke fürs lesen, kommentieren und bewerten.
Gruß
Asmodina
Die Anlage befindet sich an dem beliebten Ausflugslokal „Schulauer Fährhaus“.
Seit 1952 werden hier vor den Toren Hamburgs alle ankommenden bzw. ausfahrenden Schiffe begrüßt und verabschiedet die mehr als 500 BRT (Brutto Register Tonnen) haben.
Und zwar den ganzen Tag zwischen 9 Uhr morgens bis Sonnenuntergang.
Die kleine Geschichte dieser Einrichtung ist folgende:
Der ehemalige Besitzer des *Fährhauses Schulau, Otto Friedrich Behnke, fand nichts schöner als am Elbufer zu stehen und den ein- und ausfahrenden Schiffen zu winken.
Leider bekam er selten einen Gruß zurück und so beschloss er, um dem „Übel“ Abhilfe zu schaffen, eine Schiffsbegrüßungsanlage direkt an sein Lokal zu bauen.
Gutes hat er damit getan denn sie ist heute für Hamburg genau so berühmt wie etwa die Reeperbahn, obwohl Schulau – wie schon erwähnt – eigentlich schon zu Schleswig-Holstein gehört.
Ein 40 Meter hoher Fahnenmast – 1962 gesponsert (und getauft mit einer Buddel Rum) von Felix Graf Luckner – steht vor der Anlage und ist einer der höchsten in Norddeutschland.
Allgemein ist „Willkommhöft“ weltweit einzigartig, obwohl einige Häfen versucht haben auf technischem Terrain ähnliches zu bauen.
Die Begrüßungsprozedur
Über 44 Lautsprecher ertönt zu der Melodie von Richard Wagners Oper „Der fliegende Holländer“ der Spruch:
„Steuermann! Lass die Wacht! Steuermann! Her zu uns! Ho! He! Je! Ha! Hisst die Segel auf! Anker fest! Steuermann, her!“
Danach ein kurzer Willkommens-, oder Abschiedsgruß in der jeweiligen Landessprache des vorbeifahrenden Schiffes und die passende Nationalhymne.
Außerdem werden die Hamburger Flagge, die Landesfahne des Schiffes und das in der Seefahrt internationale Flaggensignal für „Gute Fahrt“ gewunken.
Eigentlich heißt es nicht „winken“ sondern wie in der Schifffahrt gebräuchlich
„dippen“. Das ist das „winken“ mit unzähligen kleinen bunten Fähnchen zum
optischen signalisieren von Nachrichten verschiedenster Art.
In der Regel „dippt“ das Schiff einen Gruß zurück.
Kleine Schiffe (kleiner als 500 BRT) werden auch, aber ausschließlich mit dippen der Fahne, gegrüßt.
Wenn diese Prozedur abgeschlossen ist erfahren die Besucher der Anlage Einzelheiten über das eben vorbeigefahrene Schiff.
Unter anderem wie viele BRT das Schiff fasst, Namen, Größe und Baujahr des Schiffes, unter welcher Flagge es reist, für welche Reederei es fährt und wo diese sich befindet als auch die komplette Reiseroute.
Diese komplette Aufgabe erledigen ehemalige Kapitäne.
Diese sind:
- Eckart Bolte
- Hans-Günter Bjick
- Rolf Jensen
- Gerhard Kruse und
- Otto Volkhardt
Man kann sie bei der Arbeit beobachten, denn sie arbeiten hinter einer riesigen Glasscheibe direkt im Anschluss an das Lokal, neben der überdachten Terrasse.
Ein ständig aktualisiertes Archiv mit an die 16.000 Karteikarten umfasst alle Daten und Information zu dem herankommenden Schiff aus welchem sich die Kapitäne bedienen wenn sie Meldung von diesem bekommen.
Für die Meldung des ankommenden Schiffes zuständig ist der Hamburger SCHIFFSMELDEDIENST \"SMD\". Dieser befindet sich in Hamburg Finkenwerder was etwas weiter östlich auf der anderen Seite der Elbe liegt. Daher kann es passieren dass ein angekündigtes Schiff bis zum Erreichen der Begrüßungsanlage noch mal von einem schnelleren überholt wird. Es muss daher, wie man es in der Seefahrt nennt, zusätzlich „auf Sicht“ gearbeitet werden – was bedeutet sich noch mal selbst von der Richtigkeit (per Fernglas) zu überzeugen und nicht auf die Ansage blind zu vertrauen. Wäre es doch peinlich einem Schiff die falsche Hymne zu spielen oder gar es mit dem falschen Namen zu begrüßen!
Etwa 150 aktuelle Nationalhymnen stehen hier zur Auswahl.
Seit ein paar Jahren läuft das Ganze erst über PC, vorher wurde geblättert was das Zeug hält denn im Schnitt passieren täglich um die 90 Schiffe mit ausreichender Größe „Willkommhöft“.
Die Begrüßungsanlage steht seit jeher unter der Patenschaft Der Nautischen Kameradschaft HANSEA.
Erreichbarkeit:
„Willkommhöft“
Am Fähranleger
Tel.: 0 41 03 – 9 20 00
Mit dem PKW ca. 30 Minuten von der Hamburger City.
Oder mit der S-Bahn (S1) bis Wedel, dann Bus Linie 189.
Im Sommer stehen regelmäßige Schiffsverbindungen von den St. Pauli Landungsbrücken zum Anleger Schulau zur Verfügung.
Öffnungszeiten:
Täglich 9 Uhr bis Sonnenuntergang
Mehr Informationen:
www.wilkommhoeft.de
(Hier kann man auch Bilder der am Fahnenmast installierten Webcam sehen.
Elbab-, sowie auch aufwärts).
Auch die Seite: www.schulauer-faehrhaus.de bietet interessante Informationen.
Buddelschiffmuseum / Muschelmuseum
Zwei weitere Attraktionen, die direkt an das Fährhaus und die Begrüßungsanlage angeschlossen sind, sind das Buddelschiffmuseum und das Muschelmuseum.
Sie liegen im Untergeschoss, in weitläufigen Gewölben, des Fährhauses.
Im Buddelschiffmuseum finden sich rund 250 Buddelschiffe aus aller Welt welche ein bekannter Hamburger Kunsthandwerker Jochen Binikowski (Spitzname: Buddel-Bini) zusammengetragen hat.
Das größte hier zu bestaunende Buddelschiff ist in einer 45 Liter großen Flasche (plattdeutsch = Buddel) untergebracht. Das kleinste muss man sich unter einer Lupe anschauen, denn es befindet sich in einer winzigen Leuchtdiode!
Man findet Buddelschiffe aus dem frühen 19. Jh. bis hin in die heutige Zeit aus Holz, Glas, Kork, Elfenbein und diversen anderen Materialien. Dazu zahlreiche Informationen wie ein Buddelschiff gebaut wird und die dazugehörigen Werkzeuge.
Räumlich an das Buddelschiffmuseum angeschlossen befindet sich das Muschelmuseum.
Hier gibt es etwa 1.000 verschiedene Muscheln, Schnecken und Korallen aus allen Ozeanen der Welt zu sehen.
Und zu wirklich jedem Exponat ist eine kleine Erklärung vorhanden.
Öffnungszeiten beider Museen:
Täglich 10 bis 18 Uhr, Von November bis Februar zur gleichen Zeit nur Mi., Sa. und So.)
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*Das „Fährhaus Schulau“ besteht bereits seit 1875 in Form eines Lokals.
1887 wurde noch ein Tanzsaal dazu gebaut.
Von 1940 bis nach dem Krieg blieb es als Lokal geschlossen und wurde als Hilfslazarett und als Sanitätsanlage der in Hamburg stationierten britischen Streitkräfte genutzt.
1949 wurde es als Lokal wieder eröffnet und wird seit dem von der Familie Behnke geführt.
1952 baute Otto Friedrich Behnke (wie oben erwähnt) die Schiffsbegrüßungsanlage an das Lokal.
Etwa 500 Personen können im Fährhaus untergebracht und beköstigt werden.
Das Angebot reicht von der Kaffeerunde, Banketten und Familienfeiern, Betriebsausflügen, Bällen, bis hin zum einfachen Mittagstisch.
Es gibt neben den Innenräumen auch noch eine überdachte Terrasse und einen Kaffeegarten.
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Ich hoffe mit meinem Geschreibsel einen Anreiz für kommende Ausflüge gegeben zu haben und danke fürs lesen, kommentieren und bewerten.
Gruß
Asmodina
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