Wish You Were Here - Pink Floyd Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2004
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Summe aller Bewertungen
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von helden_gesucht
Ich wünschte, du wärst hier
Pro:
super Songs, Länge der Tracks, musikalische Qualität, Emotionen, Abwechslung
Kontra:
anfangs starrt man auf die magere Tracklist
Empfehlung:
Ja
Vorwort
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„The Wall“ – bei diesem Stichwort kommt den meisten sofort der Name Roger Waters in den Sinn und damit auch die Band „Pink Floyd“. Ich mag die Musik von Pink Floyd, weil es sehr unkonventionelle Musik ist, die auf auditiven Soundobjekten und stimmungsgeladenen Gitarrenklängen aufbaut. „The Wall“ ist sicherlich das bekannteste Meisterwerk, dennoch bleibt „The Darkside Of The Moon“ unumstritten das erfolgreichste Album.
Doch für mich persönlich ist „Wish You Were Here“, das ´94er-Album der Combo, eines der Besten, wenn nicht das Beste.
Die Band
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Die Gründungsväter der Band sind die Herren Syd Barrett, Bob Close, Rick Wright, Nick Mason und Roger Waters, welche im Jahre 1965 eine Band namens „Sigma 6“ ins Leben rufen. Bob Close stieg allerdings schon bald wieder aus. Nachdem die Band jede menge Namen durchprobiert hatte, unter anderem „The Screaming Abdabs“, „T-Set“, „The Meggadeaths“, und „The Architectural Abdabs“ bis eines Tages Syd mit dem Vorschlag „The Pink Floyd Sound“ ankam, der auf den Vornamen der beiden Jazzer Pink Anderson und Floyd Council beruhte. Ihr Erstlingswerk „Piper At The Gates Of Down“ führte zu jeder Menge Auftritte im Londoner UFO-Klub und der ersten Tournee als Vorgruppe von Jimi Hendrix – alles im Jahr ´67. Syds reichhaltigen LSD-Erfahrungen halfen der Band beim Experimentieren mit farbigen Scheinwerfern, Diaprojektoren und Filmen. Syd griff allerdings auch bald zu härteren Sachen, was seinen Rauswurf nach dem Album „A Saucerful Of Secrets“ bedeutete. An seine Stelle trat Dave Gilmour. Pink Floyd profilierte sich schnell als eine der innovativsten Rockbands: Sie entwickeln bereits 1967 das erste quadrofonische Sound System, noch bevor Stereogeräte in Serie produziert werden, sie vereinen die Musik mit dem Film, ihre reichlich mit visuellen Reiz ausgestatteten Konzerte näherten sich der Wagnerschen Idee vom Gesamtkunstwerk und sie experimentierten mit Verfremdungseffekten und Realitätszitaten. Das reicht von einer im Zimmer umherschwirrenden Fliege auf \"Ummagumma\" bis zum Braten von Schinken und Eiern auf \"Atom Heart Mother\". \"The Dark Side Of The Moon\" markiert den Höhepunkt des Ruhmes, die Platte wurde bis heute über 35 Millionen mal verkauft. Und Roger Waters Aufführung von \"The Wall\" auf dem Potsdamer Platz aus Anlass des Mauerfalls geht ebenfalls in die Rockgeschichte ein: Nie wurde für ein Konzert eine größere Bühne errichtet. Rick Wright hatte Pink Floyd bereits 1981 verlassen, 1986 geben die Anwälte von Roger Waters die endgültige Auflösung der Band bekannt. Dennoch touren Gilmour, Mason und Wright ab 1987 noch einmal unter dem alten Namen. Nach einer längeren Unterbrechung geht das verbliebene Trio mit der Unterstützung von fünf Gastmusikern 1994 noch einmal auf eine umjubelte Welttournee.
Das Album
=========
Das Titelbild ist typisch Pink Floyd. Unverkennbar – unverwechselbar. Zwei Männer, die sich gerade die Hände schütteln und einer von ihnen steht in Flammen! Schon hier merkt der Laie, dass Pink Floyd etwas ganz anderes, etwas unkonventionelles ist.
Auf der Rückseite trifft einen der Schlag – nur 5 magere Tracks? Das kann es doch nicht sein. Aber keine Angst, Pink Floyd besticht weniger mit Quantität als mit Qualität.
Tracklist
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#1 Shine On You Crazy Diamond (Part One)
#2 Welcome To The Machine
#3 Have A Cigar
#4 Wish You Were Here
#5 Shine On You Crazy Diamond (Part Two)
…und die Tracks im Einzelnen
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> Shine On You Crazy Diamond (Part One) < - Diesen Song müsste man eigentlich schon einmal gehört haben, aber das ist eben relativ zu sehen. Der Opener der Platte beginnt sehr ruhig. Mystische, langgezogene Elektroklänge, dazu etwas Geklimper und eine langanhaltende Bassline. Und dann setzen die ersten Gitarrenklänge des unverwechselbaren Solointros ein. Die Gitarrenläufe – das ist es, was Pink Floyd ausmachte und ausmacht. Dann beginnt der zweite, kleine Teil, welcher durch Gitarrenklänge und Schlagzeugbeats eingeleitet wird. Das ist der ruhige Gang für den Rest des Stückes. Und wieder nur Gitarrenklänge in Soloform. Nach gut 8:42 Minuten setzt das erste mal der Gesang ein „Remember when you were young...“ Geniales Intro... nicht mit irgendwelchen anderen Songs zu messen.
(5/5) -> (13:32)
> Welcome To The Machine < - Der zweite Song ist da von einem total anderem Kaliber. Maschinengebrumme und Tuten charakterisiert die ersten akustischen Effekt. Dann der erste Gitarrenakkord. Die Begleitung ist ansonsten sehr basslastig. Immer wieder Effekte. Anstatt von Schlagzeug, elektronisches Zischen. Diese Effekte malen den Charakter und Inhalt des Songs perfekt zu Ende und das Video ist einen Blick wert. Schöner Zeichentrickfilm. Bis auf Gitarre ist kein „normales“ Instrument mit von der Partie.
(5/5) -> (7:28)
> Have A Cigar < - Nachdem wir nun schon 20 Minuten der Platte mit 2 Songs abgearbeitet haben, kommt nun ein „kurzer“ Track. Sehr groovige Gitarrenklänge und ein gediegener Drumbeat geben hier den Ton an. Doch auch hier sind die akustischen Verstärkungen von Equalizer und Synthesizer nicht zu überhören. Der Song wirkt im Grunde wie als wäre er in benebeltem Zustand entstanden. Aber einfach nur grandios. Es gibt auch wieder viele Gitarrenparts und auch das Klavier hat seinen Part.
(5/5) -> (5:09)
> Wish You Were Here < - Der eigentliche Titelsong der Platte. Anfangs hört man ein Gespräch zwischen einem Mann und einer Frau. Es scheint aus einem Fernseher oder Radio zu kommen, denn es ist etwas leiser und klingt entfernt. Dann erklingt die so typische und bekannte „Wish You Were Here“ – Melodie. Zunächst noch leise und dann immer lauter. Dann die Improvisation über dieses ohnehin schon geniale Stückchen Musik. Ich könnte jedes Mal abgehen, wenn ich diesen Song höre. Eine Zeit lang hatte ich den Track zum Aufwachen in meinem Radio – nicht machen, man bleibt ja doch nur liegen. Einfach zu schön. Und kaum akustische Effekte, nur die Instrumente (2 Gitarren, Drums und Klavier). Genialer Track.
(5/5) -> (5:42)
> Shine On You Crazy Diamond (Part Two) < - Und dieser Song ist letztendlich eine Reprise des Intro und stellt sozusagen das Outro der Platte dar. Mit diesem Track ist der musikalische Rahmen um die anderen Songs perfekt. Im Grunde ist es die Melodie vom ersten Track, doch auch wieder nicht... paradox ist, es heißt gleich, doch es ist komplett anders. Einfach nur träumen und zurücklehnen...
(5/5) –> (12:22)
Fazit
====
„Wish You Were Here“, finde ich, ist das genialste Album der Combo, auch wenn andere Fans anscheinend anders denken: „Mit \"Wish You Where here\" stoßen Pink Floyd bereits viele ihrer Anhänger vor den Kopf. Zu monströs ist ihnen mittlerweile der Sound geworden, zu flächig die Songs.“
Ich kann es einfach nicht nachvollziehen. Ich bin gitarrengeil – ich gebe es zu und bei mir kann ein Solo einfach nicht lang genug sein und deswegen ist die Platte auch einfach nur schön anzuhören. Lange Tracks, die zum Träumen einladen. Man muss einfach nur die Musik auf sich wirken lassen. Mehr nicht.
Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen, da es sich einfach durch diese überlangen Tracks und die Klasse Songs von den anderen Alben absetzt.
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„The Wall“ – bei diesem Stichwort kommt den meisten sofort der Name Roger Waters in den Sinn und damit auch die Band „Pink Floyd“. Ich mag die Musik von Pink Floyd, weil es sehr unkonventionelle Musik ist, die auf auditiven Soundobjekten und stimmungsgeladenen Gitarrenklängen aufbaut. „The Wall“ ist sicherlich das bekannteste Meisterwerk, dennoch bleibt „The Darkside Of The Moon“ unumstritten das erfolgreichste Album.
Doch für mich persönlich ist „Wish You Were Here“, das ´94er-Album der Combo, eines der Besten, wenn nicht das Beste.
Die Band
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Die Gründungsväter der Band sind die Herren Syd Barrett, Bob Close, Rick Wright, Nick Mason und Roger Waters, welche im Jahre 1965 eine Band namens „Sigma 6“ ins Leben rufen. Bob Close stieg allerdings schon bald wieder aus. Nachdem die Band jede menge Namen durchprobiert hatte, unter anderem „The Screaming Abdabs“, „T-Set“, „The Meggadeaths“, und „The Architectural Abdabs“ bis eines Tages Syd mit dem Vorschlag „The Pink Floyd Sound“ ankam, der auf den Vornamen der beiden Jazzer Pink Anderson und Floyd Council beruhte. Ihr Erstlingswerk „Piper At The Gates Of Down“ führte zu jeder Menge Auftritte im Londoner UFO-Klub und der ersten Tournee als Vorgruppe von Jimi Hendrix – alles im Jahr ´67. Syds reichhaltigen LSD-Erfahrungen halfen der Band beim Experimentieren mit farbigen Scheinwerfern, Diaprojektoren und Filmen. Syd griff allerdings auch bald zu härteren Sachen, was seinen Rauswurf nach dem Album „A Saucerful Of Secrets“ bedeutete. An seine Stelle trat Dave Gilmour. Pink Floyd profilierte sich schnell als eine der innovativsten Rockbands: Sie entwickeln bereits 1967 das erste quadrofonische Sound System, noch bevor Stereogeräte in Serie produziert werden, sie vereinen die Musik mit dem Film, ihre reichlich mit visuellen Reiz ausgestatteten Konzerte näherten sich der Wagnerschen Idee vom Gesamtkunstwerk und sie experimentierten mit Verfremdungseffekten und Realitätszitaten. Das reicht von einer im Zimmer umherschwirrenden Fliege auf \"Ummagumma\" bis zum Braten von Schinken und Eiern auf \"Atom Heart Mother\". \"The Dark Side Of The Moon\" markiert den Höhepunkt des Ruhmes, die Platte wurde bis heute über 35 Millionen mal verkauft. Und Roger Waters Aufführung von \"The Wall\" auf dem Potsdamer Platz aus Anlass des Mauerfalls geht ebenfalls in die Rockgeschichte ein: Nie wurde für ein Konzert eine größere Bühne errichtet. Rick Wright hatte Pink Floyd bereits 1981 verlassen, 1986 geben die Anwälte von Roger Waters die endgültige Auflösung der Band bekannt. Dennoch touren Gilmour, Mason und Wright ab 1987 noch einmal unter dem alten Namen. Nach einer längeren Unterbrechung geht das verbliebene Trio mit der Unterstützung von fünf Gastmusikern 1994 noch einmal auf eine umjubelte Welttournee.
Das Album
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Das Titelbild ist typisch Pink Floyd. Unverkennbar – unverwechselbar. Zwei Männer, die sich gerade die Hände schütteln und einer von ihnen steht in Flammen! Schon hier merkt der Laie, dass Pink Floyd etwas ganz anderes, etwas unkonventionelles ist.
Auf der Rückseite trifft einen der Schlag – nur 5 magere Tracks? Das kann es doch nicht sein. Aber keine Angst, Pink Floyd besticht weniger mit Quantität als mit Qualität.
Tracklist
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#1 Shine On You Crazy Diamond (Part One)
#2 Welcome To The Machine
#3 Have A Cigar
#4 Wish You Were Here
#5 Shine On You Crazy Diamond (Part Two)
…und die Tracks im Einzelnen
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> Shine On You Crazy Diamond (Part One) < - Diesen Song müsste man eigentlich schon einmal gehört haben, aber das ist eben relativ zu sehen. Der Opener der Platte beginnt sehr ruhig. Mystische, langgezogene Elektroklänge, dazu etwas Geklimper und eine langanhaltende Bassline. Und dann setzen die ersten Gitarrenklänge des unverwechselbaren Solointros ein. Die Gitarrenläufe – das ist es, was Pink Floyd ausmachte und ausmacht. Dann beginnt der zweite, kleine Teil, welcher durch Gitarrenklänge und Schlagzeugbeats eingeleitet wird. Das ist der ruhige Gang für den Rest des Stückes. Und wieder nur Gitarrenklänge in Soloform. Nach gut 8:42 Minuten setzt das erste mal der Gesang ein „Remember when you were young...“ Geniales Intro... nicht mit irgendwelchen anderen Songs zu messen.
(5/5) -> (13:32)
> Welcome To The Machine < - Der zweite Song ist da von einem total anderem Kaliber. Maschinengebrumme und Tuten charakterisiert die ersten akustischen Effekt. Dann der erste Gitarrenakkord. Die Begleitung ist ansonsten sehr basslastig. Immer wieder Effekte. Anstatt von Schlagzeug, elektronisches Zischen. Diese Effekte malen den Charakter und Inhalt des Songs perfekt zu Ende und das Video ist einen Blick wert. Schöner Zeichentrickfilm. Bis auf Gitarre ist kein „normales“ Instrument mit von der Partie.
(5/5) -> (7:28)
> Have A Cigar < - Nachdem wir nun schon 20 Minuten der Platte mit 2 Songs abgearbeitet haben, kommt nun ein „kurzer“ Track. Sehr groovige Gitarrenklänge und ein gediegener Drumbeat geben hier den Ton an. Doch auch hier sind die akustischen Verstärkungen von Equalizer und Synthesizer nicht zu überhören. Der Song wirkt im Grunde wie als wäre er in benebeltem Zustand entstanden. Aber einfach nur grandios. Es gibt auch wieder viele Gitarrenparts und auch das Klavier hat seinen Part.
(5/5) -> (5:09)
> Wish You Were Here < - Der eigentliche Titelsong der Platte. Anfangs hört man ein Gespräch zwischen einem Mann und einer Frau. Es scheint aus einem Fernseher oder Radio zu kommen, denn es ist etwas leiser und klingt entfernt. Dann erklingt die so typische und bekannte „Wish You Were Here“ – Melodie. Zunächst noch leise und dann immer lauter. Dann die Improvisation über dieses ohnehin schon geniale Stückchen Musik. Ich könnte jedes Mal abgehen, wenn ich diesen Song höre. Eine Zeit lang hatte ich den Track zum Aufwachen in meinem Radio – nicht machen, man bleibt ja doch nur liegen. Einfach zu schön. Und kaum akustische Effekte, nur die Instrumente (2 Gitarren, Drums und Klavier). Genialer Track.
(5/5) -> (5:42)
> Shine On You Crazy Diamond (Part Two) < - Und dieser Song ist letztendlich eine Reprise des Intro und stellt sozusagen das Outro der Platte dar. Mit diesem Track ist der musikalische Rahmen um die anderen Songs perfekt. Im Grunde ist es die Melodie vom ersten Track, doch auch wieder nicht... paradox ist, es heißt gleich, doch es ist komplett anders. Einfach nur träumen und zurücklehnen...
(5/5) –> (12:22)
Fazit
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„Wish You Were Here“, finde ich, ist das genialste Album der Combo, auch wenn andere Fans anscheinend anders denken: „Mit \"Wish You Where here\" stoßen Pink Floyd bereits viele ihrer Anhänger vor den Kopf. Zu monströs ist ihnen mittlerweile der Sound geworden, zu flächig die Songs.“
Ich kann es einfach nicht nachvollziehen. Ich bin gitarrengeil – ich gebe es zu und bei mir kann ein Solo einfach nicht lang genug sein und deswegen ist die Platte auch einfach nur schön anzuhören. Lange Tracks, die zum Träumen einladen. Man muss einfach nur die Musik auf sich wirken lassen. Mehr nicht.
Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen, da es sich einfach durch diese überlangen Tracks und die Klasse Songs von den anderen Alben absetzt.
16 Bewertungen, 1 Kommentar
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20.11.2008, 13:16 Uhr von frankensteins
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße aus dem Taunus
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