Die sieben Dämonen (Taschenbuch) / Barbara Wood Testbericht

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ab 10,24
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Erfahrungsbericht von Prisca

Spannender Geschichtsuntericht

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Bevor ich diesen Bericht schreibe, möchte ich erst mal meinen Dank loswerden an all die User, die mich mit ihren tollen Berichten auf die Schriftstellerin Barbara Wood gestoßen haben. Vom Namen her war sie mir natürlich schon länger ein Begriff – allerdings gebe ich zu, ihre Bücher haben mich nie angesprochen. Erst durch Berichte auf verschiedenen Meinungsplattformen musste ich erfahren, das sie durchaus unterschiedliche Bücher schreibt und sich mit den verschiedensten Themen auseinandersetzt.

So habe ich mich also daran gemacht und zwei Bücher im Doppelpack ersteigert. Das erste, „Bitteres Geheimnis“ fand ich recht interessant, aber doch nicht sooo toll.

Also blieb das andere Buch erst mal im Regal stehen, es gab ja noch so viele andere Bücher zu lesen. Jetzt hatte ich aber Urlaub und damit etwas mehr Zeit zum Lesen. Dabei ist mir auch das zweite Buch wieder in die Hände gefallen.

Na gut, da es nun schon mal da war, warum also nicht lesen?

Es handelt sich dabei um das Buch

DIE SIEBEN DÄMONEN von Barbara Wood

erschienen im Fischer Verlag als Taschenbuch – 8,90 Euro, wenn man es im Buchhandel erstehen möchte - bei Ebay bekommt es aber schon merklich günstiger!

Zunächst zum Inhalt:
Der junge Archäologe Mark Davison muss mit einer großen Enttäuschung fertig werden. Hat er doch fest damit gerechnet, ein Lehramt zu bekommen – und dann die Absage! Da erscheint ihm Sanford Halstedt wie ein Retter in Not, als der ihm ein verlockendes Angebot macht.

Mark soll die Leitung einer Ausgrabung in Ägypten übernehmen. Bereits vor ca. 100 Jahren gab es eine Expedition in diese Gegend – unter mysteriösen Umständen war diese dann allerdings gescheitert. Durch einen Zufall ist Sandfort an ein Tagebuch dieser Expedition geraten und hat beschlossen: ICH werde das Grab Echnatons ( wer Echnaton war, dazu für den interessierten Leser nachher mehr!) entdecken!

Mark ist interessiert, denn die Entdeckung dieses Grabes wäre eine Sensation. Er stellt sich ein Team zusammen und macht sich vier Monate später zusammen mit Sandford und dessen Frau Alexis auf den Weg.

Von Beginn an geschehen kleine „Merkwürdigkeiten“, die sich im Laufe der Zeit immer mehr häufen. Die Ärztin wird von Insekten überfallen, Fotos von den Expeditionsteilnehmern wirken wie verschleiert, einer der Hilfsarbeiter stirbt völlig unerwartet und scheinbar unter großen Schmerzen, Träume quälen alle Teilnehmer der Expedition.

Mark macht unbeirrt weiter und schließlich entdeckt er die Stelle, an der die frühere Expedition gelagert hat - in der Nähe findet er den Eingang zu einem unbekannten Grab.
Ist er am Ziel? Wird er die Leiche Echnatons unversehrt vorfinden und in ein Museum überstellen können? Und was hat es mit diesen unheimlichen Vorkommnissen auf sich, die sich häufen und die immer grausamer enden?


Nein, mehr werde ich euch nicht über den Inhalt dieses tollen Buches verraten! Ich gebe es ehrlich zu: Es hat mich gefesselt! Die ägyptische Kultur ist eine sehr interessante, deshalb habe ich mich bereits sehr mit ihr auseinandergesetzt. Allerdings haben mich Romane über Ägypten immer weniger gereizt, weil sie mir so unrealistisch erschienen.

Dieser Roman ist anders! Er ist sehr spannend geschrieben, obwohl er stellenweise durchaus vorhersehbar ist! Er bleibt aber dabei sehr realistisch. Der historische Hintergrund der Geschichte ist sehr gut recherchiert. Man kann sich auch als Laie vorstellen, das Ausgrabungen so ablaufen! Und selbst das Unheimliche, das sich nach und nach leise in das Camp der Expeditionsteilnehmer schleicht, scheint irgendwo noch glaubhaft. Es ist niemals übertrieben dargestellt, so das man sich als Leser fragt: Kann so was wirklich passieren? Hat es das vielleicht schon gegeben?

Wir haben alle schon mal vom Fluch der Pharaonen gehört – und ihn als Unsinn abgetan! Sicher, es hat bei Ausgrabungen seltsame Todesfälle gegeben – aber im nachhinein sind die doch immer wissenschaftlich erklärbar gewesen. Einfach durch Unglücksfälle, die nun einmal passieren – durch Gase, die sich im Laufe von Jahrhunderten in alten Gräbern bilden konnten.

Dieses Buch lässt einem plötzlich an die Möglichkeit glauben, das es doch so etwas wie eine höhere Macht gibt, die Gräber bewacht – die die Menschen verflucht und verfolgt, wenn sie versuchen, dort einzudringen.

Ich habe dieses Buch (346 Seiten) in zwei Tagen durchgelesen – die letzten 50 Seiten haben mich derart gefesselt, ich glaube, nicht mal Erdbeben, Überschwemmungen oder sonstige Widrigkeiten hätten mich von diesem Buch wegbringen können.

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Jetzt wie oben versprochen noch ein paar Hinweise zu Echnaton, dem wohl interessantesten Pharao Ägyptens. Er regierte 1350 – 1334 v. Chr. und war verheiratet mit Nofretete ( die in dem Buch übrigens auch eine wichtige Rolle spielt!). Er betete den Sonnengott Aton an und verlangte von seinem Volk und der Priesterschaft, zukünftig nur noch diesem einen Gott zu dienen. Für die damalige Zeit war das sehr revolutionär, da es in Ägypten immer viele Götter gegeben hatte.
Echnaton verließ die bisherige Hauptstadt Theben und gründete Achet-Aton. Leider machte er sich durch diese Maßnahmen beim Volk und der Priesterschaft sehr unbeliebt. Nach seinem Tod ließen die Priester alles, was er für seinen Gott geschaffen hatte, vernichten – sie zerstörten die Kunstwerke, löschten die Namen aus – und kehrten zu den alten Göttern zurück. Echnaton wurde auch nicht in dem für ihn bestimmten Grab beigesetzt, sondern anderswo begraben.


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Ich denke, das diese kurze Zusammenfassung von Echnatons Leben euch vielleicht nützlich sein kann, wenn ihr euch an dieses Buch heranwagt ( es lohnt sich wirklich!) und sonst nichts von der Kultur Ägyptens kennt. Obwohl es wirklich leicht verständlich geschrieben ist!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Verschlingen dieses Buches!

17 Bewertungen, 1 Kommentar

  • sigrid9979

    25.02.2010, 20:31 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Grüße von Sigrid.....