Traumzeit (Taschenbuch) / Barbara Wood Testbericht

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Erfahrungsbericht von Coppedia

Barbara Wood - Traumzeit: Buchbesprechung mit leichten Filmeinflüssen

Pro:

Wirklich schönes Buch mit einer tollen Geschichte

Kontra:

Der Film hält zumindest die Leser für dämlich!

Empfehlung:

Nein

Story:

Joanna Drury reist am Ende des 19. Jahrhunderts von Indien nach Australien um das Erbe ihrer Mutter zu finden. Einen Ort namens Karra Karra, der nicht auf Karten zu finden noch irgendjemandem bekannt ist! Ihre Mutter litt unter schweren Alpträumen die auch Joanna nach ihrem Tod anfangen heimzusuchen. Sie trifft sofort bei ihrer Ankunft auf den smarten Hugh Westbrook, er bietet ihr ein Geschäft an, sie soll sich um seinen Neffen kümmern, dieser ist mit Joanna auf dem Schiff nach Australien angekommen und macht einen verwirrten Eindruck; zu dem kommt, dass Adam nicht redet!
Joanna nimmt an und begleitet Hugh auf seine Schaffarm Miranda, die im Aufbau steht und außer einem kleinen Rindenhaus keine andere Unterkunft bietet!

Von Anfang an steht Joannas Leben dort unter einen schlechten Stern. Hughs Schafe leiden unter Krankheiten und der alte Aborigine Ezekial lehnt Joanna ab und weist darauf hin das sie Unglück bringt! Trotz allem bleibt Joanna, sie sucht aber mit Hughs Hilfe nach einem Code um das Tagebuch ihres Großvaters zu entschlüsseln, von dem sie sich erhofft, nähere Informationen über die Lage von Karra Karra zu bekommen! Ein wirklich interessierter, reicher Zeitungsbesitzer Frank Downs hilft wo er kann, seine Schwester Pauline Downs ist seit frühster Jungend in Hugh verliebt und hat ihn mit einer List zu ihrem Verlobten gemacht! Sie macht sich zunächst keine Sorgen um das neue Kindermädchen, denn ihre Stellung in der Gesellschaft und ihre natürliche Arroganz lassen solche Gefühle vorerst nicht zu! Als sie merkt, wie Joanna ihrer Umgebung mit Heilmitteln hilft, von ihrer Schönheit, Eleganz und dem guten Ruf erfährt versucht sie Joanna loszuwerden!

Wie nicht anders zu erwarten heiraten Joanna und Hugh und bekommen ein Kind! Pauline die sich zurückgesetzt fühlt, heiratet aus Verlegenheit den Grundbesitzer Colin McGregor, der durch eine erneute List Paulines der Meinung ist, Joanna sei Schuld am Tod seiner Frau und seines noch ungeboren Kindes!

Jahre vergehen, Joannas träume stellen sich am 6. Geburtstag ihrer Tochter erneut ein. Sie will sich erneut auf die Suche nach dem verborgenen Karra Karra machen, wobei Hugh sie voll unterstützt! Durch Zufall erfährt ein alter Seemann von der Suche und kann ihnen Informationen geben die ihnen sehr weiterhelfen. Auch der Code im Tagebuch wird geknackt und Joanna erfährt von der abenteuerlichen Reise ihrer Großeltern!

Seit Jahren ist ihr bekannt, dass ein Giftgesang über ihrer Familie liegen könnte. Ein Fluch der Aborigines der Menschen töten kann, es ist die schlimmste Strafe die zu vergeben ist, zudem ist der Giftgesang sehr selten. Ein Gegenmittel ist nicht bekannt!

Durch viele Umstände schafft es Joanna, sich auf den Weg ihrer Großeltern zu begeben. Sie nimmt ihre Tochter auf die Expedition mit. Nach einer Sturmwelle in der Wüste, muß sie jedoch feststellen, dass alle ihre Begleiter, Vorräte und auch ihre Tochter verschwunden sind. Sie scheint ganz allein. Zeichen hinterlassend macht sie sich auf den Weg, Nahrung und Wasser benötigt sie zum Überleben und Karra Karra scheint nicht mehr fern. Sie erinnert sich von Sarah, dem Eingeborenen Mädchen von Mirinda erfahren zu haben, das Känguru Totem sei das ihre. Sie sucht danach und kann so überleben. Aborigines die sie beobachten nehmen sie auf und wandern mit ihr weiter. Bei ihnen ist auch Lisa, Joannas Tochter. So machen sie sich auf den Weg durch die Wüste und lernen den Weg der Eingeborenen zu verstehen. Sie erkennen das der Traumpfad oder Traumstraße der Weg ist, der das eigene Leben bestimmt. Die Bestimmung ist der man folgen muß! Der Begriff Traumzeit ist die Ewigkeit des eigenen Lebens, aber auch die Erinnerungen der Ahnen, der vergangenen Generationen.

Sie finden Karra Karra und erkennen, aus welchen Grund der Giftgesang über sie gelegt wurde. Sie bringen den Verrat wieder in Ordnung und kehren heim.

Einige ganz wichtige Dinge, die das Buch auch ausmachen habe ich natürlich nicht erwähnt, es sprengt den Rahmen sonst zu sehr.

Film:
Der Film gefällt mir eigentlich ganz gut, es gibt schöne Landschaftsaufnahmen und die Fantasie wird durch die Bilder sehr schön unterstützt.
Schade finde ich, wie wenig Fernsehsender dem Publikum zu trauen, denn selbst die Namen wurden verändert so heißt Joanna Drury im Film mit Nachnamen Williams, Hugh mit Vornamen Erik. Nach dem Motto, sonst kann es keiner Aussprechen! Hugh ist im Buch Besitzer einer Schaffarm, nicht einer Zuckerrohrplantage.
Auch steht Hugh hinter Joanna nicht wie im Movie, dort ist er z. T. gegen sie! Colin McGregor bekommt ebenso wenig Merinda, wie Hugh stirbt.

Die Art wie viele Dinge total verändert wurden, hat mich doch verwundert, denn es ist nichts wirklich wichtiges, anscheinend, aber wichtig genug um die Charaktere der Darsteller falsch darzustellen!

Fazit:
Insgesamt ist es ein tolles Buch, das man verschlingen kann und nicht mehr aus der Hand legt! Barbara Wood hat wieder einmal gezeigt was in ihr steckt und ihrem Ruf sehr gut zu recherchieren alle Ehre gemacht.

Der Film ist nicht im Detail zu betrachten, glänzt aber mit wunderschönen Landschaftsaufnahmen und einer im großen und ganzen buchnahen Wiedergabe!

Viel Spaß beim Lesen,

Eure Cop

21 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Baby1

    24.01.2006, 21:29 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    eines der besten Bücher überhaupt LG Anita

  • Venusshine

    09.08.2005, 17:18 Uhr von Venusshine
    Bewertung: sehr hilfreich

    gelesen und finds einfach spitzenklasse. Bei dem Film kann ich dir beipflichten, der ist nicht besonders toll. Naja, so ist das leider bei Buchverfilmungen. vlg, Micha