Nachtzug (Taschenbuch) / Barbara Wood, Gareth Wootton Testbericht

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Erfahrungsbericht von Dialya

Wie rettet man sich vor den Nazis?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

(Nachtzug (Wood, Barbara ; Wootton, Gareth))


Hans Keppler ist ein SS-Rottenführer und arbeitet im KZ Auschwitz. Er hält die Grausamkeiten dort jedoch nicht aus, weshalb er nicht mehr von seinem 14-tägigen Weihnachtsurlaub zurückkehren will. Als letzte Möglichkeit sieht er Selbstmord.

Zurück in seiner Heimatstadt Sofia geht er dann allerdings als erstes in die Kirche, wo er dem Pfarrer alles, was er in Auschwitz erlebt hatte beichtet. Ja, und dieser verspricht ihm zu helfen, damit er nach seinem Urlaub nicht mehr zurückkommen kann.

Pfarrer Wajda bietet nun seinen besten Freund Jan, der leitende Arzt des Krankenhauses von Sofia, um Hilfe. Dieser ist allerdings zuerst ein wenig skeptisch, da er nicht begreifen soll, warum er einem SS-Soldaten helfen soll. Als er Keppler jedoch kennenlernt, ist er davon überzeugt, dass er ihm entweder helfen muss, oder dass Keppler Selbstmord macht. Ja, und da ist es nun eindeutig weniger schlimm, einem SS-Soldaten zu helfen, als einer, der in der Heimatstadt Selbstmord macht, da dieser Selbstmord garantiert den Bürgern der Stadt angehängt wird.

Zusammen mit seiner Assistentin Maria täuscht er an Keppler nun eine Fleckfieberkrankheit vor. Es gelingt ihnen, die Blutproben zu fälschen und damit die Deutschen übers Ohr zu hauen. Und nun entwickelt sich auch ein grossartiger Plan: Sie wollen in Sofia und Umgebung eine Fleckfieber-Epidemie vortäuschen...


Mehr will ich jetzt zur Geschichte nicht mehr verraten, da sonst jede Spannung genommen wird.

Das Buch selber jedoch beginnt mit einem Prolog, in dem ein ehemaliger SS-Mann ermordet wird (wer es ist, erfährt man im Buch genauer) und in dem die Maria Jan widerfindet (in Amerika). Am Ende kommt dann noch ein Epilog, oder besser gesagt, die Vortsetzung der Prologs, in dem man erfährt, was mit den Hauptpersonen inzwischen geschehen ist.


Die Autorin, Barbara Wood, wurde 1947 geboren. Sie arbeitete nach ihrem Studium zehn Jahre als OP-Schwester in einer neurochirurgischen Klinik, bevor sie ihr Hobby zum Beruf machte. Inzwischen hat sie ein Dutzend in viele Sprache übersetzte Romane geschrieben wie z.B. Traumzeit (der Film lief mal auf dem ZDF). Barbara Wood lebt in Kalifornien und bereist alle Länder, in denen ihre Romane spielen, um die geschichtlichen und atmosphärischen Details zu recherchieren.


Das Buch selber ist sehr spannend geschrieben. Ich hatte jedenfalls Mühe, es wegzulegen und rechtzeitig schlafen zu gehen.

Die Autorin baut die Spannund während des ganzen Buches, bis zum Ende hin, immer mehr auf. Auch wird zwischendurch immer wieder deutlich, wie grausam die Nazis waren. Dabei wird auch gezeigt, dass nicht nur die Juden unter den Nazis zu leiden hatten, sonder z.B. auch die Polen (diese waren sogenannte Untermenschen, welche nur als Sklaven zu gebrauchen waren. Dies war jedenfalls so in der Endlösung vorgesehen).

Am spannendsten war es, als ein SS-Mann Verdacht schöpfte, und dadurch die ganze Epedemie aufgedeckt zu werden drohte. Mehr will ich jetzt dazu aber auch nicht sagen, da ich Euch sonst die ganze Spannung nehme.

Ja, auf jeden Fall kann ich jedem dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Vor allem auch diejenigen, welche sich für den 2. Weltkrieg interessieren. Es werden zwar nicht viel geschichtliche Hintergründe genannt, aber dafür wird aufgezeigt, wie das Leben von normalen Zivilisten unter den Nazis verlief.



Also, viel Spass beim Lesen
Dialya



Da ich das Buch aus der Bibliothek habe, kann ich Euch keine genaueren Angaben dazu machen.

Bei BOL.de habe ich es allerdings als Taschenbuch zum Preis von 16,90 DM gefunden. Allerdings ist es dort vergriffen und es gibt scheinbar keine Neufauflage. Die ISBN davon wäre übrigens 3596121485.

26 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Anuminas

    14.04.2002, 16:02 Uhr von Anuminas
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hab vorher noch nie was von dem Buch gehört, werd mal schuan, ob ich das nicht irgendwo hier in der Bibliothek finden kann.

  • unauffaellig007

    13.04.2002, 16:24 Uhr von unauffaellig007
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ob Rechts oder Links biedes ist ein Gedankengang