Wrigley's Spearmint Testbericht



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Erfahrungsbericht von modschegibbchen
MAN KAUT SICH DURCH ...
Pro:
Geschmack, Preis
Kontra:
Minzegeschmack hält nicht mehr so lange wie früher
Empfehlung:
Ja
hatte ich doch letztens wieder einmal einen Kaugummibericht zu lesen bekommen und der brachte mich auf die Idee, mal einen Kaugummibericht der besonderen Art zu schreiben. Nicht einen in der Form, wie kaue ich meinen Kaugummi richtig – lieber links-, statt rechtsrum, wie kann ich mit Kauen Kalorien verbrennen, etc., sondern über die Entstehung des Kaugummis und nebenbei schreibe ich dann noch etwas über meine Lieblingssorte.
Aber fangen wir zum Aufwärmen doch erst einmal an. Welche von den vielen verschiedenen Sorten, die es ja heute gibt, ist meine Lieblingssorte nach wie vor der gute, klassische
WRIGLEY´S
SPEARMINT CHEWING GUM,
der in der weißen Verpackung, die ihr ja oben bestens sehen könnt. Daher spare mich mir an dieser Stelle genauer auf die Verpackung einzugehen. Nur so viel, ich kaufe mir lieber immer die „kleine“ Packung mit jeweils 10 Streifen, weil ich sie mir lieber immer wieder „frisch“ kaufe, als wenn irgendwo eine Familienpackung in dunklen Schubladen ihr Dasein fristet – sie wird davon nicht besser.
Das Beschaffen des Kaugummis ist denkbar leicht, denn überall – ob an Supermarktkassen, im Tante-Emma-Laden oder an der Tankstelle – gibt es sie problemlos zu kaufen. So unterschiedlich die Bezugsquellen sind, so einheitlich dürfte eigentlich m. W. nach der Preis sein. Ich glaube ich bezahle immer 55 Cent für die 10 Streifen.
DAS PRODUKT
Wenn der Kaugummistreifen erst einmal hüllenlos vor einem liegt, sieht er eigentlich nicht wirklich appetitlich aus – ein hellbrau- bis beigefarbener Streifen, leicht gepudert wie mir scheint und an der Oberfläche Kerben. Er wirkt knochenhart, ist es aber dennoch nicht (es sei denn, er ist schon hornalt – dann würde er auch nicht mehr schmecken). Der hauchdünne, unansehnliche kleine flache Kerl lässt sich verbiegen und weist eine gewisse Elastizität auf, denn beim Biegen bricht er nicht.
Im Gegensatz zu seinem unscheinbaren Äußeren scheinen ja nun die inneren Werte zu sein, denn nicht nur der geöffneten Packung entkräucht ein intensiver Minzegeruch. Wenn ich die Silberfolie entferne wird der Geruch noch intensiver. Geruchstechnisch vielleicht mit dem Geruch vergleichbar, der einen entgegen kommt, wenn man sein zartes Näschen in eine Packung guten und frischen Pfefferminztee steckt, vielleicht sogar noch etwas intensiver.
Nachdem ich den Kaugummistreifen in den Mund gesteckt habe, bemerke ich zunächst eine angenehme Süße, muss wohl so ein, denn Zucker steht bei den Zutaten auch an erster Stelle. Aber widerlich süß ist es nicht und die Süße ist auch schnell vorbei, wenn man nur ein bißchen auf der Kaumasse herumgekaut hat. Nun kommt jedoch ein sehr intensiver Minzegeschmack zum Vorschein, den ich schon neben der Süße leicht hervorgeschmeckt hatte. Der Minzegeschmack ist auf Minzeöl zurückzuführen, das Wrigley´s bei der Erzeugung des Kaugummis verwendet.
Wie macht Wrigley´s das, dass die Minze nun in den Kaugummi kommt? Hab ich mich auch schon oft gefragt und bei der Vorbereitung auf diesen Bericht – gerade wieder einen Kaugummi zwischen den Kauleisten maltretierend – habe ich doch mal ein wenig im Internet geschaut und folgendes rausbekommen:
Minze als eine Pflanze, die sehr große Flüssigkeitsmnengen zum Wachsen und Gedeihen benötigt, wächst in den feuchten Gebieten der USA (Indiana, Michigan, Wisconsin), der Anbau ist aber auch in anderen Regionen durchaus möglich, wenn diese nördlich des 41. Breitengrades wachsen, denn dort bekommen die Pflanzen die richtige Menge Tageslicht um das beste Minzöl zu produzieren. Die Ernte der Minze findet je nach Lage zwischen Mitte Juni und Ende September statt.
Während der Ernst wird die frisch gepflückte Minze sofort zur Weiterverarbeitung in die Destillerien gefahren, wo man in aufwendigen Verfahren durch Pressluft das Minzöl herausfiltert. Das bedeutet aber nicht, dass jedes Minzöl gleich den Weg in den Kaugummi findet. Nur wer den strengen Qualitätsrichtlinien entspricht, findet den Weg in die Lager und später dann zu Wrigley´s.
Und noch etwas ist uns gemeinen Kaugummikauern sicherlich noch nie aufgefallen, die Öle können aufgrund ihres Aromas eindeutig der Herkunftsregion zugeordnet werden. Wrigley kauft immer Öle aus verschiedenen Regionen und deren proportionale Mischung ergibt die einzigartigen Geschmäcker.
Wrigley´s verrät auf seiner Homepage noch, dass die meisten Minzöle vor der Verarbeitung noch veredelt werden. Dass heisst, es werden bestimmte Inhaltsstoffe herausgenommen oder reduziert und somit das Aroma nochmals leicht verändert oder angepasst. Stichprobenweise werden auch hier immer wieder die hohen Qualitätsstandards von Wrigley und die Geschmäcker auf saure Noten und eventuelle andere störende Einflüsse überprüft. Der spezielle Geschmack der einzelnen Wrigley-Produkte wird erst im letzten Schritt definiert, indem entweder verschiedene Minz-Öl-Varianten zusammengemischt oder dem Minz-Öl noch andere Geschmacksstoffe beigemischt werden. Das Endprodukt wird nun an die Wrigley Fabriken geschickt, wo das Öl mit der Kaumasse und weiteren Inhaltsstoffen verbunden wird.
Und hier sind sie, die konkreten Inhaltsstoffe des Wrigley´s Spearmint:
- Zucker
- Kaumasse
- Dextrose
- Glukosesirup
- Aromen
- Feuchthaltemittel E422
- Geschmacksverstärker Aspartam
- Acesulfam K
- Antioxydationsmittel E 320
Der anfänglich so leckere Minzgeschmack lässt je länger man auf der Kaugummimasse herumkaut nach und irgendwann ist es nur noch eine kaubare, graue Masse. Noch ist sie kaubar, aber wenn man sie z.B. – was man niemals machen sollte – irgendwo unter den Stuhl oder Tisch klebt, dann wird sie knochenhart und besonders ärgerlich ist es, wenn man die Masse irgendwo an Textilien hat, weil man sich in einen ausgenuggelten Kaugummi gesetzt hat. Das lässt sich dann relativ schwer entfernen. Schwer heißt allerdings nicht, dass es unmöglich ist. Textilie mit dem Kaugummi ins Eisfach und wenn er festgenug ist, soll er sich sehr gut entfernen lassen. Danach das gute Stück (Kleidungsrtück) waschen und nichts soll mehr zu sehen sein.
Aber dennoch habe ich etwas an meinem Lieblingskaugummi auszusetzen und das veranlasst mich, ein Sternchen abzuziehen: Er schmeckt nicht mehr so lange wie früher nach der guten alten Minze!
Ach und noch was habe ich auf der Homepage des Herstellers gefunden, die Nährwerte. Nun kann jeder selbst sehen, wie viele Kalorien oder sonstige Energiewerte so ein simpler Kaugummi in sich hat. Hier sind sie für 100 g:
Brennwerte 1210 kJ/285 kcal;
Eiweiß 0g;
Kohlenhydrate 70g (OF WHICH SUGARS 70g, POLYOLS 0g, STARCH 0g);
Fett 0g (OF WHICH SATURATED FATTY ACIDS 0g);
DER HERSTELLER
Hersteller der zähen Streifen ist in Deutschland die
Wrigley`s GmbH
82004 Unterhaching
In Deutschland befindet sich die Europa-Zentrale von Wrigley´s. 1955 wurde die Wrigley GmbH in Düsseldorf gegründet und siedelte 16 Jahre später nach München um. Seit 1991 ist das Unternehmen in Unterhaching ansässig. Von dort aus wird seit dem Jahr 1996 auch der europäische Markt sowie die Märkte im Nahen und Mittleren Osten, Afrika und Indien.
Was jedoch kaum jemand weiß ist, dass Wrigley´s mit Seife begann, Gott sei Dank hat der Kaugummi nie nach Seife geschmeckt. Hier ein kurzer Auszug aus der Firmengeschichte:
Wrigley ist ein Weltkonzern mit einer langen Geschichte, die nicht mit Kaugummi, sondern mit Seife begann. Im April 1891 gründete William Wrigley Jr. die Wm. Wrigley Jr. Company in Chicago. Wie schon sein Vater verkaufte er zunächst Scheuerseife, bot den Kunden jedoch als Kaufanreiz eine Warenzugabe in Form von Backpulver an. Nach einiger Zeit wechselte er ganz ins profitablere Backpulvergeschäft über. Seine Idee der Warenzugabe setzte er fort. Fortan legte er jeder Dose Backpulver zwei Päckchen Kaugummi bei. Als er merkte, dass die Warenzugabe bei den Kunden abermals besser ankam als das eigentliche Produkt, ging William Wrigley Jr. endgültig zum Kaugummigeschäft über.
Schon im Jahr 1910 gründete das Unternehmen die ersten Produktionsstätten außerhalb der USA in Kanada, 1915 folgten Australien, 1927 Großbritannien, 1939 Neuseeland. Bereits seit 1919 firmiert die Wm. Wrigley Jr. Company als Aktiengesellschaft, deren Anteile erstmals 1923 an der Börse gehandelt wurden.
Abschließend meine Meinung:
Ich bin mit Wrigley´s Spearmint aus den so genannten Westpaketen und aus dem damaligen intershop groß geworden; war er doch um so vieles besser als der Fensterkitt, den es in der DDR manchmal gab.
Gab es damals nur den gelben, den grünen und den weißen, so gibt es inzwischen viele verschiedene Sorten und die eine oder andere habe ich schon ausprobiert. Aber immer wieder komme ich zum Spearmint wegen seines immer noch tollen Geschmacks zurück.
Für 55 Cent gibt es die Packung mit 10 Streifen. Der Preis ist in Ordnung; da kann man nicht meckern.
Auch wenn es sich hierbei um ein Produkt handelt, das nicht neu am Markt ist und jeder von uns kennt es sicherlich, so gebe ich doch die volle Kaufempfehlung. Wegen des nicht mehr ganz so lang anhaltenden Geschmack, wie er früher einmal war, ziehe ich einen Stern ab.
Für die, die jetzt meinen, dass hier vieles drinsteht, was eigentlich mit dem Produkt nichts zu tun hat, stelle ich die Frage: Wirklich? Alles hat mit dem Produkt zu tun und bei Ciao wollen wir ja nicht nur wissen wie was aussieht oder schmeckt, sondern auch was lernen, oder?
Meine Informationen habe ich u.a. von der Hersteller-Homepage www.wrigley.de. Dort kann man viel über das Unternehmen und über die vielfältige Produktpalette von Wrigley´s erfahren. Ein Reinschauen lohnt sich sicherlich.
Euer Modschegibbchen
Wer alte Werbefotos sehen will, muss zu Ciao gucken gehen...
45 Bewertungen, 4 Kommentare
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02.12.2005, 23:58 Uhr von redwomen
Bewertung: sehr hilfreich*ggg* für mich reine "Blombenzieher", bzw. "Prothesenzieher",
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06.04.2005, 02:05 Uhr von peter-stephan
Bewertung: sehr hilfreichNe, ich find die echt ganz schlimm, denn die verlieren ihren Geschmack einfach zu schnell. ich kaue die auch immer bei der Arbeit und da kann ich mir nicht alle 10 Minuten ein neues Kaugummi reinstecken. Ich nehm immer Airwaves. Klasse Bericht! peter-steph
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05.04.2005, 02:23 Uhr von pumba
Bewertung: sehr hilfreich...ich eß die Dinger auch nur, sogar auf der Arbeit, wegen dem Atem....wenn man geraucht hat....*gg*
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04.04.2005, 19:09 Uhr von kruemel02
Bewertung: sehr hilfreichDie Dinger habe ich mal gegessen aber sind net so mein Ding. LG Oli
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