Yucca-Palme Testbericht

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Erfahrungsbericht von darkunit

Willkommen in meinem Regenwald

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Aus dem tropischen Südamerika haben sich die Palmlilien bei uns eingeschlichen. Dort in Amerika wachsen sie im Freien und ältere Pflanzen so ab 10 Jahren bringen wunderschöne glockenförmige Blüten. Diese sieht aus wie ein riesiges Maiglöckchen, einfach wunderschön! Doch leider duftet sie kaum, aber egal dafür sieht sie um so besser aus ;-)
Leider kann man sie in unseren Breiten nicht einfach im Garten wachsen lassen. Sie ist zwar den ganzen Sommer mit uns draußen, doch noch vor dem Frost muss sie wieder in die gute Stube. Unsere Älteste, eine Yucca elephantipes, wird auch bald 10 Jahre, ich bin mal gespannt, ob sie mir den Gefallen tut und auch blüht, das wäre jedenfalls zu schön.

Es gibt ja an die 30 Arten von Yuccas, doch nur drei wurden als Zimmerpflanze kultiviert.
Da hätten wir zum einen die Yucca elephantipes. Sie ist die bekannteste Art und hat einen am Grund knollenförmig verdickten Stamm und mattgrüne Blätter.
Die Yucca aloifolia wird am größten von den Dreien. Ihr Stamm ist beschuppt und ihre Blätter sind steif und spitz.
Dann gibt es da noch die Yucca gloriosa. Auch sie erkennt man leicht an den viel breiteren Blättern als bei den anderen beiden und einem kurzen Stamm.

Meine älteste Yucca hat schon einen Stamm von knapp einem Meter. Vor Jahren noch dachte ich der Stamm würde gar nicht mitwachsen und habe mich geärgert, weil ich annahm dadurch wird sie nie so richtig schön groß und wuchtig. Doch mittlerweile hauptsächlich auch durch ihre riesigen Palmkronen muss man schon überlegen wie stellt man sie hin, dass sie nicht so sehr stört und man sich nicht an den spitzen der Blätter sticht.
Ich denke Palmlilien wachsen jedes Jahr zwischen 10 bis 20 cm. Das ist zwar trotzdem langsam und man merkt es kaum, doch wenn man sich mal erinnert wie groß sie vor Jahren war, bin ich jedes Mal erschüttert, dass sie doch so schnell gewachsen ist.

Yuccas sind absolut unproblematisch. Sie verträgt sich wunderbar mit anderen Pflanzen, sie wirkt aber auch alleine sehr dekorativ. Ich kombiniere immer gerne ein bisschen in den Kübeln hängende, kriechende oder kletternde Pflanzen. Ich finde dann sieht es nicht so nackig aus.
Im Sommer möchten sie gern draußen in der Sonne stehen. Ich nehme viele meiner Pflanzen ja im Frühjahr mit raus in den Garten, dort gieße ich sie aber auch nur alle zwei bis drei Wochen, allerdings in feuchten Sommern achte ich drauf, bei Palmen sollte keine stehende Feuchtigkeit sein, d.h. ich nehme ihnen die Untersetzer weg. Wenn es sehr wenig regnet, sprühe ich sie auch mal selber ab. Jedenfalls ist das Rein- und Rausschleppen im Frühjahr und Herbst immer eine schöne Schlepperei, sie werden ja auch nicht kleiner... Hin und wieder mal düngen schadet auch nichts.

Im Winter allerdings mögen sie es lieber nicht so warm aber trotzdem hell. Trockene warme Luft macht sie für Krankheiten empfänglich. Am bekanntesten sind wohl die Schildläuse, sie können aber leicht mit einem spiritusgetränktem Wattebausch entfernt werden.

Junge Yuccas solltet ihr jährlich umtopfen, ältere nur noch alle drei Jahre soviel ich weiß. Wichtig sind tiefe Kübel, denn sie haben mächtig große Wurzeln und das Wasser sollte gut abfliesen können. Normale Blumenerde ist völlig ausreichend. Sind sie erst ausgewachsen müssen sie gar nicht mehr umgetopft werden, ich erneuere bei unserer „Großen“ nur noch die obere Erdschicht.

Kommen wir zum Vermehren, das geht ganz leicht. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, einmal über Kopfstecklinge oder über Stengelstücke. Diese kahlen Stengelstücke, oder Stammstecklinge wie der Fachmann sagt, gibt es in jeder Gärtnerei und sie sind vorher aus Amerika eingeschifft worden. In einem Topf, der am besten mit Folie abgedeckt wird, aber so das sie den Stengel nicht berührt, treiben sie in kürzester Zeit unten Wurzeln und oben kleine Blattrosetten. Oder aber ihr teilt den Stamm einer alten Pflanze, dabei sollte jedes Stück mind. 10 cm lang sein. Die untere Schnittfläche muss in ein Hormonpulver getaucht werden, bevor es in die Erde kommt. Schön warm stellen und täglich einmal kurz unter der Folie lüften damit es nicht fault... Kann gar nichts schief gehen.
Wer nicht seine Palmlilie zerschneiden will, kann es auch mit einem Trieb probieren. Vorsichtig abbrechen, ein paar Tage trocknen lassen, dann in einen Topf pflanzen mit einem Sand/Torfmullgemisch. Schon nach kürzester Zeit, etwa 3 Wochen, gibt’s hier die ersten Wurzeln und sie kann umgepflanzt werden. Der Clou dabei ist, da wo ich was abgebrochen habe kommt ein paar Wochen später wieder ein neuer Trieb.

Wie gesagt die Yuccas oder Palmlilien sind ziemlich anspruchslos und pflegeleicht. Wenn ihr noch keine habt, dann achtet beim Kauf auf schöne Blätter. Blattflecken weisen auf Transportschäden hin. Ich wünsche euch einen „grünen Daumen“, sie kann euch viele Jahre erfreuen, wenn ihr auf die trockene Zimmerluft im Winter achtet und sie so nicht krank wird.

44 Bewertungen, 2 Kommentare

  • mus21

    04.04.2003, 11:24 Uhr von mus21
    Bewertung: sehr hilfreich

    supi... ich habe auch eine ... ein echt sehr wiederstandsfähiges Teil!!

  • IvoryB

    25.03.2002, 17:45 Uhr von IvoryB
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hab auch zwei davon ... UND SIE LEBEN schon ganz schön lange, für meine Verhältnisse!! Kann mich noch genau an die GEschichte erinnern, das man am Stamm lauschen soll ob die neue Palme quiescht, denn dann haben Vogelspinnen ihre Eier hineing