ZDF Löwenzahn Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Unterhaltungswert:  sehr gut
  • Informationsgehalt:  sehr gut
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaß:  viel
  • Spannung:  viel
  • Romantik:  sehr wenig

Erfahrungsbericht von Hopsten

Ich finde ihn schön

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Das Aussehen eines Gartens ist Geschmackssache. Es gibt Leute, die lieben einen Wild- und Naturgarten, in dem so ziemlich alles wachsen darf und dann gibt es eine Gruppe, die ist mehr für den ordentlich angelegten Ziergarten. Nun ja, ich zähle mehr zu der zweiten Gruppe. Unser Garten ist recht groß und die Gestaltung haben wir sehr gut geplant. Ein großer Teich wurde angelegt, mit Brücke und vielen Teichpflanzen. Bekieste Wege und verschiedene Sitzplätze gibt es, so dass man den Garten immer aus einer anderen Sicht betrachten kann. Ein großes Stück Rasen haben wir natürlich auch, wo sich Bonnie, unser Hund, austoben ann. Aber auch in solch einem Garten ist man vor Wildblumen nicht sicher, zum Glück möchte ich sagen. So entdecke ich auf dem Rasen immer wieder Gänseblümchen, Klee und auch Löwenzahn.

Der Löwenzahn ist eine sehr robuste und widerstandsfähige Pflanze. Das sieht man schon daran, dass er seine Wurzel senkrecht in der Erde versenkt und es einem Gärtner schwer macht, sie zu entfernen. Pfahlwurzel nennt man das Teil und wenn man den Löwenzahn wirklich mal in seine Grenzen weisen muss, sollte man auf eine völlige Entfernung der Wurzel achten. Dazu muss man ganz tief an der Pflanze vorbei in die Erde stechen und versuchen, die Wurzel ganz heraus zu ziehen. Reste treiben im nächsten Jahr wieder aus.

Doch eigentlich sieht der Löwenzahn wirklich schön aus. Das Blattwerk ist lang und kräftig. An den Rändern sind die Blätter gezackt. Sie liegen wie eine Rosette liegen fest auf dem Rasen und dort wächst natürlich nix anderes mehr. Aus der Mitte der Blätter steigt ein langer Stiel empor, der oben eine leuchtend orange Blüte trägt. Die besteht aus unzähligen kleinen Blütenblättchen, die dicht beieinander stehen.

Der Stängel des Löwenzahns ist etwas besonderes. Er ist von innen hohl und beinhaltet nur eine milchig weiße Flüssigkeit. Die sieht man erst, wenn man die Blume abbricht. Der weiße Saft klebt etwas und soll giftig sein. So hat es mir meine Mutter immer erklärt, als ich noch klein war. Ich sollte bloß aufpassen und mit diesem giftigen Zeug nicht in Berührung kommen. So hatte ich als Kind immer einen Mordsrespekt vor dem Löwenzahn. Dem Saft sagt man allerdings nach, dass er nicht gut bekömmlich ist und man ihn besser nicht zu sich nehmen sollte.

Wenn die orange-gelbe Blüte verblüht ist, kommt für die Kinder das Beste. Dann bildet sich die allen bekannte Pusteblume. Sie besteht aus ganz vielen kleinen Samen, die wie Schirmchen aussehen. Die Pusteblume ist grau-weiß und wenn man gegen sie pustet verliert sie ihre vielen Samen und die fliegen dann weit und hoch durch die Luft. Der Nachteil ist nur, dass die Vermehrung des Löwenzahns auf diese Weise geschieht und sich die Blume noch besser ausbreiten kann. Wer also seinen Löwenzahn im Garten etwas eindämmen möchte, sollte den Rasen mähen, bevor die Pusteblumen entstanden sind.

Aber ehrlich gesagt finde ich sie wunderschön. Und mein Mann erhält immer den Auftrag, nicht zu schnell den Rasen zu mähen, damit ich mich an dem Löwenzahn noch erfreuen kann. Leider muss man etwas gegen die Verbreitung tun. Die Pflanze ist so kräftig, dass sie den Rasenwuchs immer weiter zurück drängt und wenn man nicht acht gibt, besteht die ganze Rasenfläche nur noch aus Löwenzahn. *g*

Die grünen Blätter des Löwenzahn kann man sogar essen. Das habe ich natürlich auch versucht. Dazu nahm ich aber nur die ersten und noch kleinen, jungen Blättchen. Die sind noch zart und nicht so herb und bitter wie die Großen. In einem gemischten Salat schmecken die Löwenzahnblätter richtig gut. Ich schneide sie schön klein und menge sie einfach unter. Das gibt dem Salat einen interessanten Beigeschmack. Geröstete Sonnenblumenkerne passen super dazu. Wer es nicht kennt, sollte es mal probieren. Auch ist Löwenzahn gesund. Man sagt ihm nach, dass er für den Darm- und die Verdauung gut sei und blutreinigend wirke. Man kann ihn also getrost zu den gesunden Kräutern zählen. Auch Tee gibt es von ihm, doch den habe ich noch nicht getrunken.

Wenn sich der Löwenzahn friedlich verhält und nicht von meinen ganzen Rasen Besitz ergreift, finde ich ihn wirklich schön und dann stört er mich keineswegs und sollte er doch Überhand nehmen wollen, werde ich das schon zu verhindern wissen. * g *


Hopsten

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