Zimmer frei Testbericht
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- Unterhaltungswert:
- Informationsgehalt:
- Präsentation:
- Spaß:
- Spannung:
- Romantik:
Erfahrungsbericht von Gemeinwesen
“Big Brother“-Variante für Eierköpfe
Pro:
Die Moderatoren. Die Gäste. Die orginellen Einfälle der Redaktion.
Kontra:
nichts - nicht einmal der für meine Begriffe etwas stiefmüterliche Ausstrahlungstermin sonntags um 23.00.
Empfehlung:
Ja
Denn ein Klassiker ist die von Christine Westermann und Götz Alsmann moderierte, einstündige Sendung ganz sicher. Das Konzept der Sendung ist denkbar einfach: Man lade einen prominenten Gast zum Essen und zum Smalltalk vor laufender Kamera ein, füge ein paar wechselnde, möglichst absurde Spielchen hinzu, in denen sich zum Gaudium des Studiopublikums Moderatorenteam und prominenter Gast messen. Zwischendurch sorge man dann durch Filmeinspieler und Wortbeiträge für zusätzliche Kurzweil – et voilà: fertig ist die Mischung.
Was das soll schon alles sein? Das ist es, und es ist es wiederum doch nicht. Entscheidenden Anteil am Vergnügen, das die Sendung bereitet, haben die Moderatoren Christine Westermann und Götz Alsmann, deren gegenseitige Frotzeleien das Salz in der „Zimmer frei“-Suppe sind. Alsmann spielt dabei den welt- und wortgewandten Dandy, Westermann mimt die brave Stichwortgeberin. Aus dieser Rollenverteilung bezieht „Zimmer frei“ mindestens ebenso viel Unterhaltungswert wie aus den Beiträgen des jeweiligen Gastes der Sendung. Der wird, wie bereits angedeutet, auf seine WG-Tauglichkeit hin geprüft, denn der Name der Sendung ist Programm: Bei Christine und Götz ist stets ein Zimmer frei – ob der Gast Untermieterqualitäten hat, darf das Studiopublikum dann hinterher per Votum mit grüner bzw. roter Karte entscheiden.
In der Sendung vom 18. Juni 2006 war Simone Thomalla bekannt. Wer die, wie ich, nicht in erster Linie als Schauspielerin kennt, dem ist sie vielleicht als Lebensgefährtin von (Ex-)Schalke-Trainer Rudi Assauer ein Begriff. Mit dem zusammen ist sie derzeit in einer Reihe von TV-Spots zu sehen, die behaupten, irgendwann erfrische es jeden; gemeint ist mit „es“ ein Pilsbier aus Sauerländer Brauerei.
Die gemeinsamen Auftritte als Bierwerber sind insofern von Bedeutung, als sich daraus auch eine der Geschicklichkeitsprüfungen ableitete, die Frau Thomalla zu meistern hatte: „Bier Curling“ hatten Wester- und Alsmann die (noch nicht olympische) Disziplin getauft, bei der es galt, Krüge mit hellem Bier einen Tresen entlang gleiten zu lassen – tunlichst so, dass dabei der eigene Krug vor dem Tresenende zum Stehen kommt, den Krug des Gegners aber anrempelt und zu Fall bringt. Das Ergebnis: eine Riesensauerei, die den Beteiligten offensichtlich so viel Spaß gemacht hat, dass ich spontan das Gelübde abgelegt habe, an einem bestimmten Abend meines Lebens ebenfalls ein „Bier Curling“ zu veranstalten.
Neben solchen Spielen, die mehr oder minder auf die Person des Gastes zugeschnitten sind (Simona Thomalla musste außerdem aus Alufolie eine Fußball-Meisterschale formen; unvergessen ist mir der Auftritt eines Guildo Horn, der “Smoke on the Water“ auf Kuhglocken spielt), gibt’s einige feste, stets wiederkehrende Elemente. Dazu gehört der Publikumsfavorit „Zimmer frei“-Bilderrätsel (gestern galt es den Begriff „Nacktszene“ zu erraten – dargestellt mit vollem Körpereinsatz eines Pärchens im Adams- bzw. Evakostüm, das splitterfasernackt keifte und giftete, bis der Begriff endlich erraten war) ebenso wie der Besuch der Kunstfigur Annemie Hülchrath (im Wechsel mit Hundehandpuppe „Vivaldi“), dargestellt von Cordula Stratmann, und Filmeinspielern mit Kabarettist Hermann „Manes“ Meckenstock, der die „ultimative Lobhudelei“ moderiert (eine Art Charakterzeugnis per Einspieler, für das Bekannte des Abendgastes befragt werden) und auch schon mal in Abwesenheit der jeweiligen Eingeladenen kleine, launig kommentierte Rundgänge durch deren eigene vier Wände veranstaltet.
Die Gastauftritte von Stratmann und Meckenstock stellen übrigens einen Brückenschlag der besonderen Art dar: schließlich sind die beiden Düsseldorfer, und wer die um oft reichlich bemüht wirkenden domstädtischen Anstrengungen weiß, mit denen man den
ungeliebten Nachbarn Düsseldorf seit der Schlacht von Worringen im Jahr 1288 zu desavouieren versucht, dürfte ahnen, dass der Humor der „Zimmer frei“-Redaktion sich in Gefilden jenseits von Provinzpossenbühne und verbaler Fingerhakelei am TV-Stammtisch abspielt. „Zimmer frei“ ist gewissermaßen „Big Brother“-TV für Intellektuelle, in dem das „Voting“ praktischerweise vom Studiopublikum vor Ort und am Ende jeder Sendung besorgt wird, was zum einen den Vorteil hat, dass das TV-Publikum teure Telefongebühren spart und zum anderen gewährleistet, dass die Abstimmung ziemlich eindeutig ausfällt, da das höfliche und durch eine Stunde geistreicher Unterhaltung mild gestimmte Studiopublikum den Gast der Sendung meist quasi-unisono für wg-tauglich befindet (Ausnahmen gibt es, aber die fallen in der Regel nicht ins Gewicht).
R e s ü m e e
Eine wunderbare Unterhaltungssendung mit tollen Moderatoren, denen ich noch ganz viele Ausgaben von „Zimmer frei“ mit ganz vielen interessanten Gästen wünsche. Wer das TV-Programm des WDR empfängt, dem kann ich den Termin sonntags um 23.00 jedenfalls nur empfehlen.
42 Bewertungen, 16 Kommentare
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03.01.2007, 20:21 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichsh & lg Sarah
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10.07.2006, 23:06 Uhr von Zzaldo
Bewertung: sehr hilfreichDa hast du mal wieder einen sehr informativen und interessanten Bericht geschrieben. Daher ein klares sh von mir für dich. Was anderes wäre echt nicht angebracht. LG Stephan
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21.06.2006, 03:43 Uhr von schokofan
Bewertung: sehr hilfreichsh und glg Dagmar
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21.06.2006, 01:25 Uhr von doeter
Bewertung: sehr hilfreichAllerdings war die Sendung mit Simone Thomalla eine Wiederholung vom 12. Dezember 2004...
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20.06.2006, 21:21 Uhr von swissflyer
Bewertung: sehr hilfreichSaludos asoleados de Suiza :)
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20.06.2006, 17:56 Uhr von Gemini_
Bewertung: sehr hilfreichWünsche dir einen schönen Tag - Inka -
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20.06.2006, 09:41 Uhr von Django006
Bewertung: sehr hilfreichsh & *lg* Alan :>))))
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19.06.2006, 22:48 Uhr von waltraud.d
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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19.06.2006, 22:37 Uhr von MatthiasHuehr
Bewertung: sehr hilfreichmfg Matthias
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19.06.2006, 22:06 Uhr von DOMMEL
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich Guter Bericht
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19.06.2006, 21:46 Uhr von leomanleo
Bewertung: sehr hilfreichschöner bericht. lg LEO
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19.06.2006, 21:44 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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19.06.2006, 21:17 Uhr von TauBaiBai
Bewertung: sehr hilfreichsh, klasse Bericht von dir, weiter so! Man liest sich! LG Andi
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19.06.2006, 21:10 Uhr von HiRD1
Bewertung: sehr hilfreichSH. Gruß, Ralf
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19.06.2006, 21:02 Uhr von tanja2003
Bewertung: sehr hilfreichWenn es nur nicht immer so spät abends gesendet würde, dann würde ich es mir öfters anschauen. LG Tanja
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19.06.2006, 20:51 Uhr von SuicideToday
Bewertung: sehr hilfreich~*~sehr hilfreich~*~man liest sich~*~
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