Zombie - Dawn Of The Dead (DVD) (Horrorfilm) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von Realjackass
Einer der besten Filme des Genres
Pro:
Hier stimmt alles
Kontra:
Die gekürzten Versionen und die Tatsache, dass ein derart guter Film beschlagnahmt wird
Empfehlung:
Ja
Nachdem ich gestern schon über einen Klassiker des Horrorfilms geschrieben habe, möchte ich nun in dieser Linie fortfahren und euch "Dawn of the Dead" vorstellen, das Original von George A. Romero, aus dem Jahre 1978 versteht sich. Zum ersten Mal gesehen habe ich diesen Film im Alter von 13 Jahren, damals allerdings noch die stark verstümmelte 16er Fassung, die schlicht und ergreifend Müll ist. Zwei Jahre später kam ich dann in den Genuß des "Ultimate Final Cut", der eine stolze Laufzeit von 156 Minuten hat und dadurch stellenweise schon arg langweilt, so dass ich dann auch nicht verstanden habe, was eigentlich alle so toll an "Dawn of the Dead" finden. Vor einiger Zeit hörte ich dann vom sogenannten "Euro Cut", der die wichtigsten Szenen beeinhaltet und zudem eine Lauflänge von nur 114 Minuten hat. Vor etwa einer Woche habe ich mir diese Fassung dann für 10 € bestellt und wieso der Film nun einen bedeutend besseren Eindruck bei mir hinterlassen hat, das erfahrt ihr im folgenden Bericht. Viel Spaß.
Story
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Das unmögliche, das unaussprechliche ist geschehen: Die Menschheit steht am Rande des Untergangs. Die kürzlich Verstorbenen erheben sich aus ihren Gräbern, um Jagd auf die Lebenden zu machen. Sie haben keinerlei Intelligenz und das einzige was sie vorantreibt ist der Trieb nach Nahrung. Die einzige Möglichkeit, einen Zombie auszuschalten, ist sein Gehirn zu zerstören. Leider wurde dieses Problem von der Menschheit vollkommen unterschätzt, denn wer von einem Untoten gebissen wird, stirbt nach kurzer Zeit und wird dann ebenfalls zu einem von ihnen. So haben sich die Zombies innerhalb kürzester Zeit auf der ganzen Welt wie eine Epidemie ausgebreitet.
Der Hubschrauberpilot Stephen (David Emge) hat die Schnauze voll von dem Chaos, das überall herrscht und möchte einfach nur weit weg von den Untoten. Deshalb verabredet er sich mit seiner Freundin Francine (Gaylen Ross) und seinem Kumpel Roger (Scott H. Reiniger), der bei einer Spezialeinheit tätig ist. Zu dritt wollen sie mit Stephen´s Hubschrauber fliehen. Am verabredeten Tag bringt Roger noch Peter (Ken Foree) zum Treffpunkt mit, ebenfalls aus der Spezialeinheit und zu viert geht der Flug los. Das Ziel ist eigentlich unbekannt, doch der beinahe leere Tank zwingt die Gruppe, an einer Hubschraubertankstelle halt zu machen, was nicht ohne Zombieangriffe vonstatten geht. Als nächstes wird ein großer Kaufhauskomplex angeflogen, wo man sich mit Lebensmitteln und Waffen eindecken möchte. Roger und Peter sichern das Gebiet, müssen dabei aber feststellen, dass ziemlich viele Zombies im und außerhalb des Kaufhauses sind.
Nichtsdestotrotz richtet sich die kleine Gruppe so etwas wie ein Quartier ein, innerhalb gibt es in dem Kaufhaus alles, was man zum Leben braucht. Jedoch ist die Gefahr noch lange nicht gebannt - Roger wird von einem Zombie gebissen, außerdem taucht eine Rockerbande auf, die das Kaufhaus plündern möchte...
Schauspieler
------------------------------
Bei Horrorfilmen, insbesondere den älteren, ist es eigentlich keine Seltenheit, dass die Schauspieler eher schlecht als recht agieren und im großen und ganzen einfach unglaubwürdig sind. Wer jetzt aber vermutet, dass dies hier auch der Fall ist, der irrt, denn die Schauspieler in "Dawn of the Dead" konnten mich allesamt voll überzeugen!
Allen voran möchte ich hierbei den schwarzen Akteur Ken Foree nennen, der in Dawn als Peter zu bestaunen ist. Er war in der selben Spezialeinheit wie Roger und hat sich auch schnell mit ihm angefreundet, weshalb er auch in Stephen´s Hubschrauber mitfliegt. Dadurch, dass Peter sehr gut mit Waffen umgehen kann, stellt er sowas wie ein Schutz für die Gruppe dar. Ken Foree, der durch diesen Film bekannt wurde, konnte dadurch noch viele weitere weitere Rollen ergattern, zum Beispiel in "From Beyond", "Texas Chainsaw Massacre 3" oder "The Dentist". Foree ist ein sehr begnadeter Schauspieler, dem man Peter sofort abkauft und der auch immer sehr symphatisch daherkommt.
Derjenige, der mir von allen am wenigsten gefallen hat, ist Scott H. Reiniger als Roger. Ich kann nicht genau sagen wieso, aber irgendwie hat mir seine teilweise überdrehte Art zu spielen einfach nicht zugesagt, was aber von den anderen Darstellern wieder wettgemacht wird. Achja, wie Ken Foree ist auch Scott H. Reiniger kurz in dem "Dawn of the Dead" Remake zu sehen.
Schon besser gefallen haben mir da David Emge als Hubschrauberpilot Stephen, sowie Gaylen Ross als dessen Freundin Francine. Beide spielen sehr emotional und man nimmt ihnen die Rolle als verliebtes Paar, das in einer gefährlichen Situation steckt, gut ab. Während Francine unbedingt an den Entscheidungen der Männer beteiligt sein möchte, will Stephen dass ihr nichts geschieht und behandelt sie deshalb wie ein kleines Kind. Wie dem auch sei, mit David Emge und Gaylen Ross wurden zwei ziemlich talentierte Schauspieler für diese Rolle gefunden, die sehr zu überzeugen wissen.
Daten zum Film
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Originaltitel: Dawn of the Dead
Alternativtitel: Zombie - Das Original, Zombies im Kaufhaus, Zombi, Dawn of the Living Dead
Land: USA, Italien (1978)
Regie: George A. Romero
Buch: George A. Romero
Länge: ca. 114:25 Min.
Freigabe: ungeprüft
Indiziert: Ja
@ Realjackass
Die beste Version
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ACHTUNG:
Dieser Bericht bezieht sich auf die Red Edition von Laser Paradise, welche den europäischen Argento Cut beeinhaltet. Dieser fällt deutlich tempolastiger und actionreicher als der langatmige Final Cut von Astro aus und wurde zudem musikalisch von der Gruppe Goblin unterlegt. Es darf also ohne Zweifel gesagt werden, dass dies die beste Version des Films ist, auch wenn es viele gibt, die anderer Meinung sind. Leider ist diese Fassung beschlagnahmt, weshalb man sie sicherlich nicht im nächsten Laden um die Ecke bekommen wird.
Die vermutlich umstrittenste Veröffentlichung des Films ist die Special Edition von ASTRO. Hierfür wurde die Argento Fassung und der Director´s Cut von Romero zusammengeschnitten, womit die Special Edition auf eine stolze Länge von 155:30 Minuten kommt. Dadurch wird der Film stellenweise sehr langatmig und hinterlässt keinen derart guten Eindruck wie der Argento Cut. Kompletisten und Leute, die "Dawn of the Dead" aber mal in der längsten Fassung sehen wollen, kann ich diese Special Edition nur empfehlen, zumal sie ja auch sehr viel Bonusmaterial mit sich bringt.
Abraten kann ich euch von sämtlichen FSK 16 Fassungen des Films. Nicht nur, dass sämtliche Gewaltszenen fehlen, diese Versionen dauern auch noch 140 Minuten, bestehen also NUR aus Handlung. Stinklangweilig und das onehin schon wenige Geld nicht wert, also Finger weg!
Es existieren noch ein paar weitere, Deutsche DVDs, zu denen man auch greifen kann. Wirklich schlecht ist eigentlich keine, nur sollte man eben darauf achten, keine 16er Fassung zu erwischen.
Machen wir noch einen kurzen Abstecher nach Österreich, wo vor kurzem eine unglaublich gutes Digipack von XT-Video veröffentlicht wurde. Dieses Digipack kommt mit 3 DVDs daher, beeinhaltet den Argento-Cut sowie den Romero-Cut und hat zudem noch massig informative Extras zu bieten. Wer "Dawn of the Dead" noch nicht sein eigen nennt, sollte hier UNBEDINGT zugreifen!
Kritik
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Im Jahre 1968 erschuf ein bis dato Unbekannter Regisseur namens George A. Romero einen Film, der heute ohne Frage als der Mutterfilm aller Zombiestreifen bezeichnet werden darf: "Night of the Living Dead". Dieser Film wurde sogar ins New Yorker Museum of Modern Art aufgenommen und steht da heute noch neben anderen Klassikern wie dem "Blutgericht in Texas". In seinem Erstlingswerk verstand es Romero gekonnt, Grauen und Schrecken mit einer sozialkritischen Aussage zu verknüpfen, auch heute noch hat "Night of the Living Dead" nichts von seiner Faszination verloren.
Allerdings wurde Romero erst mit seiner Fortsetzung zu "Die Nacht der lebenden Toten" richtig bekannt: "Dawn of the Dead". Hiermit legte er noch einen drauf, denn die Gewalt, die in diesem Film zu sehen ist, ist schon ziemlich hart, so dass die Presse den Film damals sogar als härtesten Film aller Zeit einstufte. (Damals traf dies vermutlich noch zu, aber heute erscheint "Dawn of the Dead" natürlich lange nichtmehr so brutal, da man als Zuschauer auch einfach mehr gewohnt ist.) 7 Jahre später folgte dann noch Romeros dritter Streich, nämlich "Day of the Dead", 2005 kam nach langem Warten endlich "Land of the Dead" in die Kinos, der es aber logischerweise nicht mit seinen genialen Vorgängern aufnehmen kann.
Ich habe schon so manchen Zombiefilm gesehen, viele waren gut, andere aber nur Müll. Eines steht aber fest, an "Dawn of the Dead" kommt keiner ran, er ist DER Zombiefilm überhaupt und wird dies vermutlich auch immer bleiben. Der Zuschauer wird am Anfang sofort mitten ins Geschehen geworfen, es gibt keine Erklärung, wieso die Zombies da sind, was auch gut so ist, denn wie sollte man das auch logisch erklären können? So haben wir eine absolute Außahmesituation, die von den Menschen falsch angefasst wird und so ziemlich schnell in einem absoluten Chaos endet. Die Untoten sind überall, es sind zig-tausende, für eine Bekämpfung ist es fast schon zu spät. So ersteht eine sehr bedrückende Atmosphäre, die ihresgleichen sucht und fast schon als einmalig bezeichnet werden darf. "Dawn of the Dead" erzeugt eine perfekte Endzeitstimmung und zeigt eine Welt, die kurz vor ihrem Ende steht und erzählt die Geschichte von vier Menschen, die versuchen in diesem Chaos zurechtzukommen. Dabei wird diese Stimmung perfekt mit einer sich stetig aufbauenden Spannung verbunden, die sich zum Ende hin immer mehr steigert und uns letztendlich ein Ende präsentiert, wie es atmosphärischer nicht sein könnte.
Ein sehr, sehr wichtiger Punkt dabei sind die Darsteller. Glücklicherweise wurde darauf verzichtet, auf bekannte Akteure zurückzugreifen, so dass eigentlich stets unklar ist, wer den Film überleben wird und wer nicht. Bis auf eine kleine Außnahme spielt jeder in "Dawn of the Dead" fantastisch, was ihn auch nochmal von vielen anderen Zombiefilmen abhebt.
Der nächste Punkt auf den ich kommen möchte, die Gewalt, ist vermutlich der Hauptgrund ist, wieso der Film seinerzeit so heiß diskutiert und berühmt wurde und wieso sich auch heute noch so viele den Film zulegen. Dabei muss ich allerdings erwähnen, dass ich mir den Streifen nicht nur der Splattereffekte wegen zulegegt habe, man würde dem Film nämlich nie und nimmer gerecht werden, würde man ihn nur auf seinen enormen Verbrauch an roter Flüßigkeit reduzieren. Allerdings, und das stimmt schon, ist "Dawn of the Dead" alles andere als ein familienfreundlicher Film, hier wird geschossen, gehackt und gemordet, dass das Kunstblut nur so spritzt. Dies ist auch gleichzeitig einer der Negativpunkte, den viele Kritiker immer wieder aufführen: Angeblich ist die Story nur nötiges Beiwerk, um möglichst viel Blut und Eingeweide zu zeigen, aber das ist Blödsinn. Ja, "Dawn of the Dead" IST brutal, aber niemals so sehr, dass dies eine Beschlagnahmung rechtfertigen würde. Außerdem war es sicherlich nicht George A. Romero´s Anliegen, möglichst viel Blut zu zeigen, vielmehr verbindet er dies mit einer perfekten Atmosphäre, sowie sogar etwas Gesellschaftskritik. Wenn ein Film mit Recht von sich behaupten darf, ein wichtiger Klassiker des Genres zu sein, dann dieser.
Fazit
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"Dawn of the Dead" schrieb Filmgeschichte und das zurecht. Leider wird der Streifen des öfteren nur auf seine Gewalt reduziert, was aber garnicht nötig ist, da hier eine unglaublich stimmige Atmosphäre erzeugt wird, die ihresgleichen sucht. Sehr wichtig für den perfekten Filmgenuß ist auch die Auswahl der richtigen Version, wobei ich euch hier ganz klar den Euro-Cut empfehlen möchte, der sehr temporeich und actionlastig daherkommt, zudem wurde er mit der düsteren Filmmusik von Goblin unterlegt. Im Vergleich dazu ist der 156 Minuten Cut von Astro sehr zäh und langatmig, George A. Romero wusste schon, wieso er einiges an Handlung kurzen ließ.
Letztendlich: Ein Klassiker, dessen Verbot ich als absolute Frechheit empfinde. MUSS man gesehen haben.
10 von 10 Punkten und eine uneingeschränkte Empfehlung.
Mfg
Realjackass
Story
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Das unmögliche, das unaussprechliche ist geschehen: Die Menschheit steht am Rande des Untergangs. Die kürzlich Verstorbenen erheben sich aus ihren Gräbern, um Jagd auf die Lebenden zu machen. Sie haben keinerlei Intelligenz und das einzige was sie vorantreibt ist der Trieb nach Nahrung. Die einzige Möglichkeit, einen Zombie auszuschalten, ist sein Gehirn zu zerstören. Leider wurde dieses Problem von der Menschheit vollkommen unterschätzt, denn wer von einem Untoten gebissen wird, stirbt nach kurzer Zeit und wird dann ebenfalls zu einem von ihnen. So haben sich die Zombies innerhalb kürzester Zeit auf der ganzen Welt wie eine Epidemie ausgebreitet.
Der Hubschrauberpilot Stephen (David Emge) hat die Schnauze voll von dem Chaos, das überall herrscht und möchte einfach nur weit weg von den Untoten. Deshalb verabredet er sich mit seiner Freundin Francine (Gaylen Ross) und seinem Kumpel Roger (Scott H. Reiniger), der bei einer Spezialeinheit tätig ist. Zu dritt wollen sie mit Stephen´s Hubschrauber fliehen. Am verabredeten Tag bringt Roger noch Peter (Ken Foree) zum Treffpunkt mit, ebenfalls aus der Spezialeinheit und zu viert geht der Flug los. Das Ziel ist eigentlich unbekannt, doch der beinahe leere Tank zwingt die Gruppe, an einer Hubschraubertankstelle halt zu machen, was nicht ohne Zombieangriffe vonstatten geht. Als nächstes wird ein großer Kaufhauskomplex angeflogen, wo man sich mit Lebensmitteln und Waffen eindecken möchte. Roger und Peter sichern das Gebiet, müssen dabei aber feststellen, dass ziemlich viele Zombies im und außerhalb des Kaufhauses sind.
Nichtsdestotrotz richtet sich die kleine Gruppe so etwas wie ein Quartier ein, innerhalb gibt es in dem Kaufhaus alles, was man zum Leben braucht. Jedoch ist die Gefahr noch lange nicht gebannt - Roger wird von einem Zombie gebissen, außerdem taucht eine Rockerbande auf, die das Kaufhaus plündern möchte...
Schauspieler
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Bei Horrorfilmen, insbesondere den älteren, ist es eigentlich keine Seltenheit, dass die Schauspieler eher schlecht als recht agieren und im großen und ganzen einfach unglaubwürdig sind. Wer jetzt aber vermutet, dass dies hier auch der Fall ist, der irrt, denn die Schauspieler in "Dawn of the Dead" konnten mich allesamt voll überzeugen!
Allen voran möchte ich hierbei den schwarzen Akteur Ken Foree nennen, der in Dawn als Peter zu bestaunen ist. Er war in der selben Spezialeinheit wie Roger und hat sich auch schnell mit ihm angefreundet, weshalb er auch in Stephen´s Hubschrauber mitfliegt. Dadurch, dass Peter sehr gut mit Waffen umgehen kann, stellt er sowas wie ein Schutz für die Gruppe dar. Ken Foree, der durch diesen Film bekannt wurde, konnte dadurch noch viele weitere weitere Rollen ergattern, zum Beispiel in "From Beyond", "Texas Chainsaw Massacre 3" oder "The Dentist". Foree ist ein sehr begnadeter Schauspieler, dem man Peter sofort abkauft und der auch immer sehr symphatisch daherkommt.
Derjenige, der mir von allen am wenigsten gefallen hat, ist Scott H. Reiniger als Roger. Ich kann nicht genau sagen wieso, aber irgendwie hat mir seine teilweise überdrehte Art zu spielen einfach nicht zugesagt, was aber von den anderen Darstellern wieder wettgemacht wird. Achja, wie Ken Foree ist auch Scott H. Reiniger kurz in dem "Dawn of the Dead" Remake zu sehen.
Schon besser gefallen haben mir da David Emge als Hubschrauberpilot Stephen, sowie Gaylen Ross als dessen Freundin Francine. Beide spielen sehr emotional und man nimmt ihnen die Rolle als verliebtes Paar, das in einer gefährlichen Situation steckt, gut ab. Während Francine unbedingt an den Entscheidungen der Männer beteiligt sein möchte, will Stephen dass ihr nichts geschieht und behandelt sie deshalb wie ein kleines Kind. Wie dem auch sei, mit David Emge und Gaylen Ross wurden zwei ziemlich talentierte Schauspieler für diese Rolle gefunden, die sehr zu überzeugen wissen.
Daten zum Film
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Originaltitel: Dawn of the Dead
Alternativtitel: Zombie - Das Original, Zombies im Kaufhaus, Zombi, Dawn of the Living Dead
Land: USA, Italien (1978)
Regie: George A. Romero
Buch: George A. Romero
Länge: ca. 114:25 Min.
Freigabe: ungeprüft
Indiziert: Ja
@ Realjackass
Die beste Version
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ACHTUNG:
Dieser Bericht bezieht sich auf die Red Edition von Laser Paradise, welche den europäischen Argento Cut beeinhaltet. Dieser fällt deutlich tempolastiger und actionreicher als der langatmige Final Cut von Astro aus und wurde zudem musikalisch von der Gruppe Goblin unterlegt. Es darf also ohne Zweifel gesagt werden, dass dies die beste Version des Films ist, auch wenn es viele gibt, die anderer Meinung sind. Leider ist diese Fassung beschlagnahmt, weshalb man sie sicherlich nicht im nächsten Laden um die Ecke bekommen wird.
Die vermutlich umstrittenste Veröffentlichung des Films ist die Special Edition von ASTRO. Hierfür wurde die Argento Fassung und der Director´s Cut von Romero zusammengeschnitten, womit die Special Edition auf eine stolze Länge von 155:30 Minuten kommt. Dadurch wird der Film stellenweise sehr langatmig und hinterlässt keinen derart guten Eindruck wie der Argento Cut. Kompletisten und Leute, die "Dawn of the Dead" aber mal in der längsten Fassung sehen wollen, kann ich diese Special Edition nur empfehlen, zumal sie ja auch sehr viel Bonusmaterial mit sich bringt.
Abraten kann ich euch von sämtlichen FSK 16 Fassungen des Films. Nicht nur, dass sämtliche Gewaltszenen fehlen, diese Versionen dauern auch noch 140 Minuten, bestehen also NUR aus Handlung. Stinklangweilig und das onehin schon wenige Geld nicht wert, also Finger weg!
Es existieren noch ein paar weitere, Deutsche DVDs, zu denen man auch greifen kann. Wirklich schlecht ist eigentlich keine, nur sollte man eben darauf achten, keine 16er Fassung zu erwischen.
Machen wir noch einen kurzen Abstecher nach Österreich, wo vor kurzem eine unglaublich gutes Digipack von XT-Video veröffentlicht wurde. Dieses Digipack kommt mit 3 DVDs daher, beeinhaltet den Argento-Cut sowie den Romero-Cut und hat zudem noch massig informative Extras zu bieten. Wer "Dawn of the Dead" noch nicht sein eigen nennt, sollte hier UNBEDINGT zugreifen!
Kritik
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Im Jahre 1968 erschuf ein bis dato Unbekannter Regisseur namens George A. Romero einen Film, der heute ohne Frage als der Mutterfilm aller Zombiestreifen bezeichnet werden darf: "Night of the Living Dead". Dieser Film wurde sogar ins New Yorker Museum of Modern Art aufgenommen und steht da heute noch neben anderen Klassikern wie dem "Blutgericht in Texas". In seinem Erstlingswerk verstand es Romero gekonnt, Grauen und Schrecken mit einer sozialkritischen Aussage zu verknüpfen, auch heute noch hat "Night of the Living Dead" nichts von seiner Faszination verloren.
Allerdings wurde Romero erst mit seiner Fortsetzung zu "Die Nacht der lebenden Toten" richtig bekannt: "Dawn of the Dead". Hiermit legte er noch einen drauf, denn die Gewalt, die in diesem Film zu sehen ist, ist schon ziemlich hart, so dass die Presse den Film damals sogar als härtesten Film aller Zeit einstufte. (Damals traf dies vermutlich noch zu, aber heute erscheint "Dawn of the Dead" natürlich lange nichtmehr so brutal, da man als Zuschauer auch einfach mehr gewohnt ist.) 7 Jahre später folgte dann noch Romeros dritter Streich, nämlich "Day of the Dead", 2005 kam nach langem Warten endlich "Land of the Dead" in die Kinos, der es aber logischerweise nicht mit seinen genialen Vorgängern aufnehmen kann.
Ich habe schon so manchen Zombiefilm gesehen, viele waren gut, andere aber nur Müll. Eines steht aber fest, an "Dawn of the Dead" kommt keiner ran, er ist DER Zombiefilm überhaupt und wird dies vermutlich auch immer bleiben. Der Zuschauer wird am Anfang sofort mitten ins Geschehen geworfen, es gibt keine Erklärung, wieso die Zombies da sind, was auch gut so ist, denn wie sollte man das auch logisch erklären können? So haben wir eine absolute Außahmesituation, die von den Menschen falsch angefasst wird und so ziemlich schnell in einem absoluten Chaos endet. Die Untoten sind überall, es sind zig-tausende, für eine Bekämpfung ist es fast schon zu spät. So ersteht eine sehr bedrückende Atmosphäre, die ihresgleichen sucht und fast schon als einmalig bezeichnet werden darf. "Dawn of the Dead" erzeugt eine perfekte Endzeitstimmung und zeigt eine Welt, die kurz vor ihrem Ende steht und erzählt die Geschichte von vier Menschen, die versuchen in diesem Chaos zurechtzukommen. Dabei wird diese Stimmung perfekt mit einer sich stetig aufbauenden Spannung verbunden, die sich zum Ende hin immer mehr steigert und uns letztendlich ein Ende präsentiert, wie es atmosphärischer nicht sein könnte.
Ein sehr, sehr wichtiger Punkt dabei sind die Darsteller. Glücklicherweise wurde darauf verzichtet, auf bekannte Akteure zurückzugreifen, so dass eigentlich stets unklar ist, wer den Film überleben wird und wer nicht. Bis auf eine kleine Außnahme spielt jeder in "Dawn of the Dead" fantastisch, was ihn auch nochmal von vielen anderen Zombiefilmen abhebt.
Der nächste Punkt auf den ich kommen möchte, die Gewalt, ist vermutlich der Hauptgrund ist, wieso der Film seinerzeit so heiß diskutiert und berühmt wurde und wieso sich auch heute noch so viele den Film zulegen. Dabei muss ich allerdings erwähnen, dass ich mir den Streifen nicht nur der Splattereffekte wegen zulegegt habe, man würde dem Film nämlich nie und nimmer gerecht werden, würde man ihn nur auf seinen enormen Verbrauch an roter Flüßigkeit reduzieren. Allerdings, und das stimmt schon, ist "Dawn of the Dead" alles andere als ein familienfreundlicher Film, hier wird geschossen, gehackt und gemordet, dass das Kunstblut nur so spritzt. Dies ist auch gleichzeitig einer der Negativpunkte, den viele Kritiker immer wieder aufführen: Angeblich ist die Story nur nötiges Beiwerk, um möglichst viel Blut und Eingeweide zu zeigen, aber das ist Blödsinn. Ja, "Dawn of the Dead" IST brutal, aber niemals so sehr, dass dies eine Beschlagnahmung rechtfertigen würde. Außerdem war es sicherlich nicht George A. Romero´s Anliegen, möglichst viel Blut zu zeigen, vielmehr verbindet er dies mit einer perfekten Atmosphäre, sowie sogar etwas Gesellschaftskritik. Wenn ein Film mit Recht von sich behaupten darf, ein wichtiger Klassiker des Genres zu sein, dann dieser.
Fazit
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"Dawn of the Dead" schrieb Filmgeschichte und das zurecht. Leider wird der Streifen des öfteren nur auf seine Gewalt reduziert, was aber garnicht nötig ist, da hier eine unglaublich stimmige Atmosphäre erzeugt wird, die ihresgleichen sucht. Sehr wichtig für den perfekten Filmgenuß ist auch die Auswahl der richtigen Version, wobei ich euch hier ganz klar den Euro-Cut empfehlen möchte, der sehr temporeich und actionlastig daherkommt, zudem wurde er mit der düsteren Filmmusik von Goblin unterlegt. Im Vergleich dazu ist der 156 Minuten Cut von Astro sehr zäh und langatmig, George A. Romero wusste schon, wieso er einiges an Handlung kurzen ließ.
Letztendlich: Ein Klassiker, dessen Verbot ich als absolute Frechheit empfinde. MUSS man gesehen haben.
10 von 10 Punkten und eine uneingeschränkte Empfehlung.
Mfg
Realjackass
22 Bewertungen, 1 Kommentar
-
12.11.2005, 17:38 Uhr von Chrillemaus
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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