Zombie - Dawn Of The Dead (DVD) (Horrorfilm) Testbericht

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ab 30,92
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von das-christian

Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist...!

5
  • Action:  viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Spannung:  sehr spannend
  • Altersgruppe:  keine Angabe
  • Meinung bezieht sich auf:  DVD-Version

Pro:

Spannung, Story, Bonusmaterial auf den DVD\'s, längste Fassung des Films

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Einleitung

Auf George A. Romeros Dawn of the Dead bin ich damals aufgrund eines alten C64 Spiels aufmerksam geworden. Mich haben Zombiefilme schon immer interessiert. So kam es dann auch, dass ich im zarten Alter von 15 zum ersten Mal in den Genuss des Filmes kam. Mein damals bester Kumpel war im Besitz der Videokassette, so kam es letztendlich dazu, dass wir den Film bei mir daheim angeschaut haben. In der Folgezeit kam ich noch sehr oft in den Genuss des Filmes, immer sah ich ihn mit Spannung an, so beschloss ich vor etwa einem Jahr, mir die DVD von Dawn of The Dead zuzulegen. Da meine DVD-Sammlung Uncut sein muss, besorgte ich mir den Ultimate Final Cut von Astro in der Special Edition, die längste Version die es gibt von Dawn of the Dead. In der Box sind 2 DVD’s vorhanden, eine mit dem Film und eine weitere, die das Bonusmaterial beinhaltet. Der Film ist mittlerweile schwer zu kriegen, ich habe damals für diese Doppel DVD 25 Euro bei www.xjuggler.de hingelegt, mittlerweile dürfte dieser Preis aber als zu niedrig angerechnet sein.

Story

Man sieht Francine Parker (Gaylen Ross), wie sie an einer Wand angelehnt dasitzt. Sie arbeitet in einer TV-Station in der Ausnahmezustand herrscht. Am Fernsehen sieht man zwei Fachmänner diskutieren, sie unterhalten sich über die Thematik der Zombies, wie man sie tötet, was diese Wesen vor haben und wie man sich am besten vor ihnen verstecken kann. Es wird berichtet dass viele Städte bereits von den Zombies überrannt wurden und der Fortbestand der Menschheit auf dem Spiel steht. Francines Freund Stephen Andrews (David Emge) kommt in das Studio, dort sagt er ihr, dass sie sich um 9 auf dem Dach treffen um mit einem Helikopter aus der Stadt zu flüchten.

Das Bild macht einen Schnitt und zeigt eine andere Szene, nun sieht man eine Belagerung eines Gebäudes. Polizisten umstellen es und versuchen die Belagerung aufzulösen. Bei der Stürmung werden einige Menschen getötet, im Haus gibt es dann den ersten Kontakt mit den Zombies. Der Cop Roger DeMarco (Scott H. Reiniger) muss mit ansehen wie sich seine eigenen Kollegen gegenseitig erschießen, da sie nicht mehr Herr der Lage werden. Roger flüchtet in einen Kellerraum, dort trifft er einen weiteren Cop, Peter Washington (Ken Foree). Roger teilt ihm mit, dass er einen Freund hat, mit dem er heute noch flüchten kann und fragt Peter ob er mit möchte. Im Keller treffen die beiden auf einen alten geistlichen, dieser berichtet von vielen Toten, welche es in den letzten Tage gab und dass diese in einem Käfig im Keller versteckt wurden, Roger und Peter gehen dort hin und töten die mittlerweile zu Zombies mutierten Wesen.

Stephen und Francine sind mit dem Helikopter von der Fernsehstation geflüchtet, sie treffen sich an einem geheimen Ort mit Roger und Peter. Alle 4 fliegen nun los, auf der Suche nach einem sicheren Ort. In der Luft merken sie erst das ganze Übel, alles ist überfüllt mit Zombies. Kleine Grüppchen von Menschen die sich zusammengerauft haben, machen Jagd auf diese Wesen. Da der Helikopter jedoch Sprit braucht, beschließen die 4 an einer Tankstelle zu landen, aber auch in diesem Gebäude befinden sich Zombies, so dass sie schnell wieder fort fliegen. Auf ihrer Flugreise beschließen die 4 auf dem Dach eines Einkaufszentrums zu landen. Dort setzen sie sich im oberen Stockwerk fest. Bei einer Außenaktion, wird jedoch Roger verletzt, er wird von Zombies gebissen. Die 4 beschließen das Einkaufszentrum als vorläufigen Wohnort festzulegen, somit töten sie die restlichen, sich in dem Gebäude befindlichen Zombies und verriegeln es sicher. Roger hat sich mittlerweile in einen Zombie verwandelt und wird von Peter getötet. Die drei überlebenden verbringen nun ihre Zeit im Einkaufszentrum, dort herrscht Ruhe und Frieden. Bis eine Gruppe von Bikern vor hat das Einkaufszentrum zu stürmen.

Schauspieler

Im Grunde gibt es nur die 4 Darsteller, die eine größere Rolle spielen. Um diese 4 dreht sich der ganze Film. Ken Foree ist der schwarze Cop, er zeigt ein gutes Verhaltensmuster und schauspielerisch kann er voll überzeugen. Gaylen Ross, ist die einzige Frau im Bunde, auch sie kann überzeugen, ebenso wie Scott H. Reiniger und David Emge, die die beiden letzteren haben jeweils auch als Zombie einen kurzen Auftritt. Jeder verkörpert einen eigenen Charakter, Gaylen Ross ist eine starke Frau, die trotz ihrer Schwangerschaft gleich behandelt werden möchte. Scott H. Reiniger ist der Cop und eine Frohnatur, David Emge spielt wiederum einen ernsteren Menschen, der durch Unwissen oft Fehler macht und eher negativ auffällt. Alle 4 verkörpern sehr gut ihre Charaktere, obwohl sie keine weltbekannten Darsteller sind, aber für einen solchen Zombiefilm sind diese Schauspieler genau richtig. Es gibt auch zwei Gastschauspieler, zum einen ist es George A. Romero, der Regisseur, zum anderen Tom Savini, welcher den Biker Blades spielt, in einer kurzen Szene taucht er auch als Zombie auf. Die Darsteller, die die Zombies verkörpern kommen sehr gut rüber, als fleischfressende, seelenlose Ungeheuer.

Splatter

Für die 70er Jahre beinhaltet dieser Film unglaublich viel Splatter, er ist nicht ohne Grund heutzutage noch indiziert. Auf die heutige Zeit ist der Splatter zwar immer noch sehr hart, aber verglichen mit weiteren neueren Filmen eher ertragbar. Man bekommt einige Kopfschüsse zu sehen, ein paar Ausweidungen sind dabei und zu guter letzt sieht man noch wie hier und da ein Stückchen Fleisch vom Arm oder Bein eines Menschen abgebissen wird. Es ist zwar bei den meisten Szenen klar zu erkennen, dass es sich hierbei um Tricks handelt, jedoch kommen einige andere Szenen wiederum sehr hart und realistisch rüber, so dass noch heutzutage manch einem ein Schauer über den Rücken fährt. Der Splatteranteil ist schon sehr hoch, es wird aber nicht übertrieben wie bei Braindead. Kinder und Jugendliche sollten diesen Film nicht sehen, die FSK 18 ist somit berechtigt.

Eigene Meinung zum Film

Die Story war für die damalige Zeit und die in Amerika herrschende Situation sehr ausgetüftelt. Der Film übermittelt eine grauenhafte Endzeitvorstellung, von der alle Menschen betroffen sind. Wird der Zuschauer am Anfang noch ohne Vorwarnung in das Geschehnis hineingeworfen, erkennt er spätestens nach dem Erscheinen des ersten Zombies was Phase ist. Die Idee den Hauptplatz der Handlung in ein Einkaufszentrum zu versetzen war optimal, so kann der Zuschauer die Eigenschaften der Zombies besser wahrnehmen, dass sie trotz ihres seelenlosen Daseins immer noch Erinnerungen an alltägliche Dinge haben und es diese Wesen automatisch in das Kaufhaus zieht, weil sie etwas aus alten Tagen vermissen. Untermalt wird dies zum einen von der Kaufhausmusik, die hier aufgrund der Thematik sehr furchteinflößend klingt, zum anderen von dem Goblin Soundtrack, der durch seine futuristische Rock-Art das Blut in den Adern gefrieren lässt.

Der Ultimate Final Cut besitzt sehr viele Längen, so sieht man öfters unsinnige Handlungen, die nichts mit dem weiteren Geschehen im Film zu tun haben. Durch viele solcher Szenen geht auch ein Teil der Spannung verloren, die jedoch kompakt gesehen unglaublich häufig eintritt, da sich die 4 ständig der Gefahr der Zombies aussetzen. Trotzdem, 155:30 Minuten sind ziemlich viel für einen solchen Film. Wer den Film ohne Leerlaufszenen aber trotzdem mit viel Blut sehen möchte, dem empfehle ich den „Argento Cut“, dieser hat richtige Spielfilmlänge und die Handlung kann man trotzdem noch sehr gut mitverfolgen. An Action fehlt es bei Dawn of the Dead natürlich auch nicht, werden doch ständig Zombies erschossen und gehen diese, speziell am Anfang und gegen Ende wenn die Biker kommen, auf die Menschen los. Die Romantik leidet bei solch einem Film immer, jedoch ist trotzdem genügen Platz die Beziehung zwischen Stephen und Francine im Film unterzubringen. Man könnte sagen der Film ist komplett Humorfrei, bis auf einige kurze Stelle, wegen dieser Tatsache wird unglaublich viel Ernsthaftigkeit übermittelt, die nichts ins lächerliche zieht.

Als ich den Film mit 15 zum ersten mal sah, konnte ich die darauf folgenden Nächte nur erschwert einschlafen. Die Zombies wirken zum Teil zwar sehr billig, da viele nur eine Blaufärbung im Gesicht haben, trotzdem finde ich die seelenlose, undurchdachte und alles andere als menschliche Art dieser Wesen sehr gruselig. Es gab aber auch wirklich grauenvoll aussehende Zombies, unter anderem war Roger einer von denen als er zum Zombie wurde. Sein Gesicht hatte viele Falten und sein Blick war alles andere als freundlich, mit dem heutigem Make Up zwar nicht mehr vergleichbar, aber trotzdem eine gelungene Szene. Die Sachlage warum die Zombies auf die Erde kommen ist hier besser erklärt als im Remake von 2004, der Satz „Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde zurück!“ trifft hier zu. Daher werden alle kürzlich verstorbenen Personen, ob es durch einen Zombiebiss oder eines natürlichen Todes ist, letztendlich wiederauferstehen und zu Zombies.

DVD 1

Die erste DVD beinhaltet den Film und ein „Making of“ vom Ultimate Final Cut von Dawn of the Dead, dieses „Making of“ ist in Deutsch und zeigt wie man durch verschiedene Schnitte zu diesem Final Cut kam. Zudem befindet sich eine Kapitelanwahl mit ganzen 35 Kapiteln auf dieser DVD. Ist als Einleitung für das Menü noch die Szene zu sehen, in der Roger zum Zombie wird, ist im eigentlichen Menü nur das feststehende Bild vom Zombie im Sonnenuntergang zu sehen. Der Film geht ganze 156 Minuten, da es ja der Ultimate Final Cut ist und somit die längste Version. Die Sprache ist nur deutsch mit dem Tonformat Dolby Digital 5.1 (splitted) oder 2.0 (mono), wählbar nachdem man die Option Film starten betätigt hat. Untertitel gibt es leider keine. Der Ton ist nur teilweise gut, aufgrund der vielen neuen Szenen fehlt es hier auch an guter Synchronisation, außerdem ist oft ein Rauschen im Hintergrund zu hören, dieses wird man aber mit Sicherheit nie so richtig weg bekommen. Das Bildformat ist Widescreen 1:1.75, was einem 16:9-Format entsprechen tut. Die Bildqualität ist sehr gut, wenn man bedenkt dass der Film von 1978 ist und er somit schon einige Jahre auf dem Buckel hat, muss ich sagen dass es doch ein recht sauberes Bild ist. Den Bildvergleich mit der Videoversion gewinnt jedenfalls die DVD.

DVD 2

Auf der zweiten DVD befindet sich das ganze Bonusmaterial, es ist unterteilt in 38 Menüpunkte. Es ist ein animiertes Menü, wobei die Animation nicht gerade professionell wirkt, musikalisch untermalt wird dieses Menü von der Goblinmusik. Die Menüpunkte enthalten Bonusmaterial, welches in Form von Videos, Bildern oder Texten wiedergegeben wird. Das Bonusmaterial ist alles andere als mager, man bekommt viele nützliche Infos geboten.

Unter den Videos findet man 6 verschiedene Trailer, zwei englische, einen italienischen und drei deutsche. Dazu gibt es TV Spots und einen Radio Spot zum Film. Man kann sich den originalen italienischen Vorspann anschauen, genauso wie den Vorspann der beschlagnahmten Marketing Video Kassette, beides ist aber nichts besonderes, der Vorspann ist ja immer der Gleiche. Unter behind the Scenes erhält man einen Einblick in den Dreh, zudem wurden hier auch Interviews mit den Schauspielern und Mitarbeitern geführt. Zu guter letzt gibt es noch ein Interview von George A. Romero, welches von 1994 stammt. Das Behind the Scenes und das Romero-Interview sind ins deutsche übersetzt wurden.

Im Bonusmaterial sind auch zahlreiche Bilder zu finden. Unter Slideshow kann man sich einige hochwertige Bilder vom Film anschauen. Zudem gibt es noch eine zusätzliche Photogalerie zum Film, diese Bilder sind meist aber nur von mittelmäßiger Qualität. Es ist aber auch ein Photoset, speziell zu Romero auf der Bonus Disc drauf. Und man bekommt Einblick in die Aushangfotos. Zusätzlich kann man sich noch viele der bisher veröffentlichten DVD’s und Videos anschauen, und man bekommt noch einen Einblick in die Formate Super 8, Laserdisc und die Soundtrack CD. Unter Merchandising ist es möglich sich viele der bisher veröffentlichten Merchandising Produkte zu Dawn of the Dead anzuschauen, unter anderem T-Shirts und ein Brettspiel. Ganz nett die Funktion Goofs, hier bietet sich die Möglichkeit Filmfehler anzuschauen, wenn zum Beispiel ein Kameramann im Bild zu sehen ist, oder rechts mit links verwechselt wird.

Auf textlicher Ebene bekommt man die Biografien von Romero und Tom Savini geboten. Außerdem kann man sich das ursprüngliche Original Drehbuch, sowie das Alternative Drehbuch komplett anschauen, hier ist zu erkennen, dass Romero ursprünglich ein komplett anderes Ende geplant hatte, in dem alle beteiligten ihren Tod finden. Laut Savini soll es dieses Ende auch auf Band geben, jedoch streitet es Romero ab, gefunden wurde es jedenfalls noch nicht. Hier gibt es ein weiteres Romero Interview, diesmal aber als Text. Zusätzlich kann man etwas zum Einkaufszentrum, Zombietum und den Film nachlesen und man wird über die verschiedenen Fassungen des Films aufgeklärt.

Fazit

Der Film ist eine Wucht! Er beinhaltet alles was ein richtig guter Horrorfilm beinhalten muss, Splatter, Grusel und viele Spannungs- und Schockmomente. Diese DVD Version hat zwar einige unnötige Längen, sie fallen aber bei der Klasse des Filmes nicht sonderlich ins Gewicht. Zudem enthält die Bonus DVD zahlreich verwertbares Material. Nicht ohne Grund ist Dawn of the Dead einer der besten Horrorfilme die ich je gesehen habe und laut vielen Meinungen auch der beste Zombiefilm überhaupt. Somit kann ich den Film und diese Special Edition DVD ohne weiteres empfehlen.

18 Bewertungen