Zoo Osnabrück Testbericht

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Erfahrungsbericht von *Weserhexe*

Langsam werden wir dort Stammgäste :-)

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Leserschaft!


Wir sind seit Weihnachten die stolzen Besitzer einer Familienjahreskarte vom Zoo Osnabrück. Auch waren wir schon einige Male dort seither. Nun ergab es sich Ende vorletzter Woche, das sich die Klasse meines Sohnes der Klassenfahrt der 1.Klasse nach Osnabrück in den Zoo anschließen wollte. Also sprach ich mit dem Lehrer. Ob sie eventuell noch Platz im Bus hätten und eine weitere erwachsene Begleitperson gebrauchen könnten. Ich erzählte, das ich eine Familienjahreskarte habe, und ich somit keinen Eintritt zahlen müsste. Erfreut nahen der Lehrer und auch die Lehrerin der 1. Klasse das Angebot an.

Letzten Mittwoch morgen war es dann soweit. Meine beiden Söhne im Schlepptau (den Kleinen nahm ich auch mit) ging es kurz vor 8.00 Uhr zur Schule, denn wir wollten mit dem Bus kurz nach 8:00 Uhr abfahren. Da meine Große zu dem Zeitpunkt eh auf Klassenfahrt bis Freitag war, brauchte ich mich ja nicht darum kümmern, was aus ihr wird, wenn wir unterwegs sind. 10 Minuten nach 8:00 Uhr fuhren wir mit dem Bus los. 9:05 Uhr waren wir in Osnabrück am Zooeingang. Unsere Fahrt ging erst auf die A2, dann runter durch Bad Oeynhausen auf die A30 Richtung Osnabrück.

Nachdem wir alle im Zoo waren, wurden die Kinder in Gruppen eingeteilt und einer erwachsenen Begleiperson anvertraut. Ich bekam zwei weitere Jungen zugewiesen, und hatte dann 4 Kinder zu beaufsichtigen. Frohen Mutes machten wir uns auf Kurs durch den Zoo. Da ich mich dort mittlerweile schon etwas auskenne, konnten wir gezielt zu bestimmten Tieren hingehen. Wir hatten Zeit bis 12:00 Uhr, dann sollten wir wieder am Ausgang sein, um mit dem Bus zurück zu fahren. Waren zwar nur 3 Stunden, aber die reichten aus, um einen schönen Vormittag zu verleben.

Gleich hinter dem Eingang befindet sich das Flamingogehege, an welchem wir uns aber nicht allzu lange aufhielten. Danach folgte ein Affengehege, welches die Aufmerksamkeit der Kinder auf sich zog. Sie amüsierten sich sichtlich über das wilde Herumgehüpfe der schwarzen Klammeraffen. Nun ging es bergauf ins innere des Zoos. Wir waren im Tropenhaus, welches erst im vorderen Teil verschiedene Tiere in Gehegen und Terrarien beherbergte, und wenn man dann durch eine spezielle Schleuse ging, kam man in die wirklich tropische Abteilung rein. Hier beschlug gleich meine Brille, aber an der Wand hing so ein Lüfter, unter welchem man seine Brille halten konnte, damit die nicht mehr beschlägt. Hier im inneren sind verschiedene Vogelarten freifliegend untergebracht, die diese feuchtwarme tropische Hitze brauchen.. Sehr viele tropische Pflanzen zaubern eine wunderbare kleine Welt. Inmitten dieser Zone fließt ein kleines Bächlein lang, in welchem Schildkröten und Goldfische sich tummeln. Auch Geckos laufen hier frei herum, aber man bekommt sie nur selten zu Gesicht, weil sie ja einen Haufen Möglichkeiten haben, sie zu verstecken. Ich sag euch, darin ist es tierisch heiß und feucht, boah ging mein Kreislauf in den Keller.

Aber auch im Menschenaffenhaus und im normalen Affenhaus waren wir gewesen. Ist schon erstaunlich wie viele Affenarten der Zoo hat. So um die 12-15 Affenarten waren im gesamten Zoo zu bestaunen. Die Gehege sind schön groß und mit vielen Klettermöglichkeiten. An dem Vormittag waren sie richtig aktiv und haben rumgetobt. Es war herrlich anzusehen, wie sie getobt und gebalgt haben. Mittlerweile sind auch schon viele Jungtiere im Zoo zu bestaunen, welche in diesem Jahr erst geboren sind.

Als wir vor 3,5 Wochen dort waren, hatten die Ziegen im Streichelzoo noch dicke Bäuche, von den Jungtieren, die in ihnen wuchsen, doch einige Ziegen haben mittlerweile ihre Babys zur Welt gebracht, und es war niedlich anzusehen, wie die kleinen Zicklein mit wackeligen Beinchen schon rumtobten mit anderen Jungziegen. Doch einige sind noch nicht geboren, und ich denke bei unserem nächsten Besuch wird man wieder ein paar kleine Zicklein mehr zu sehen bekommen.

Die beiden anderen Jungen, die ich mit unter meine Fittiche hatte, kannten den Zoo nicht, und fragten mich über manche Tiere aus. Solange ich Antworten wusste, gab ich sie bereitwillig, doch manchmal musste ich mir auch die Infotafeln vor den Gehegen durchlesen, um eine befriedigende Antwort zu geben.

Da es heute nicht so heiß war, war dieser Ausflug wirklich eine gelungene Abwechslung. Zwischendurch hielten wir uns öfter mal ein paar Minuten länger an den Tiergehegen auf, und die Kinder tranken etwas. In der Nähe vom Giraffengehege ist ein Spielzoo. Das ist ein Spielplatz, wo die Kinder teilweise an den Spielgeräten nachklettern können, wie die Tiere es tun. So gibt es z.B. eine Strickleiterlandschaft, wo die Kinder sich hochangeln können und an Seilen hangeln können, wie es die Affen tun. Aber euch eine Kletterwand in Form einer Giraffe, die auch so groß war, wie eine der Zoogiraffen, so dass die Kinder mal so von oben runterschauen konnten, wie eine Giraffe alles aus der Höhe betrachten kann. Außerdem waren verschiedene Rutschen und weitere Klettergelegenheiten vorhanden. Hier machten wir eine 10minütige Pause. Die Kinder spielten und ich gönnte mir am Kiosk einen Cappuccino :-).

Das Gehege der Elefanten zog auch die Aufmerksamkeit der Kinder auf sich. Die beiden Giganten waren gerade dabei, Gras zu fressen, welches sie bekommen hatten, und sie waren ziemlich Nahe der Absperrung, so das man sie mal aus nächsten Nähe betrachten konnte.

Und die Nashörner, die auch nicht weit entfernt waren, zogen auch die Bewunderung der Kinder auf sich. Ich habe sie nun auch beide das erste mal stehen sehen, denn bei unseren letzten Besuchen lagen sie nur träge im Schatten und bewegten sich kaum. Doch heute sah man sie im voller Montur und Fülle, wie sie fraßen und sich langsam und träge fortbewegten.

Den archäologischen Pfad haben wir ausgelassen, weil es die Kinder in dem Alter wohl noch nicht so interessiert, und sie eher nur die Tiere sehen wollten und auf den Spielplätzen spielen wollten. Aber die Eierbrutstation fanden die Kinder wieder sehr interessant. Hier wurden verschiedene Vogeleier von verschiedenen Vögeln gezeigt und die Kinder waren am Staunen, wie groß ein Straußenei doch in Wirklichkeit ist.

Ja und die Bienenstation war auch sehr interessant für die Kinder. Hier waren Schaukästen in denen man das innere eines Bienenstockes einsehen konnte, und wie die sich im Bienestock tummeln. Sehr viele Jungbienen waren zu sehen, aber die Bienenkönigin konnten wir nicht entdecken :-(.

Über die Pinguine und Seehunde waren die Kinder am Lachen, weil die so witzig sich benahmen. Und gestaunt haben die Kids über die Riesenlandschildkröten. Der eine Junge dachte erst es waren eine Statue, der glaubte erst nicht das die echt sind, bis sie sich dann doch noch bewegten :-).

Gegen 11:00 Uhr machten wir am Restaurant eine Rast, und die Kinder spielten auf dem dortigen Spielplatz. Sie drehten ein paar Runden auf dem Karussell, sie bestiegen die alte Lok und rutschten und kletterten. Für mich wieder eine Gelegenheit, einen Cappuccino zu trinken ;o). Hier am Restaurant kauften sich die Kinder dann auch ein Eis. Danach gingen wir noch ins Aquarium. Hier waren verschiedene Aquarien aufgebaut, mit ganz vielen verschiedenen Fischarten. Wir sahen Seeigel und Phirhanias. Seepferdchen und so viele Arten, das ich die Namen nicht mehr nennen kann. Auch gibt es hier ein Karpfenbecken, wo man Karpfen streicheln kann. Ist ein komisches Gefühl, so einen Karpfen über den Rücken zu streicheln. Sie fühlen sich weich und glibberig an.

Auch einige Terrarien waren hier aufgebaut, und man sah eben auch Terrarientiere, wie z.B. einen großen Waran, Leguane, Schlangen und Spinnen.

Von den Vogelvolieren haben wir uns etwas fern gehalten, wir haben zwar angehalten, aber nur unser Mittlerster und die beiden anderen Jungen gingen an die Käfige ran. Ich blieb mit dem Kleinen etwas auf Entfernung, weil er allergisch auf Vogelfedern und Vogelkot reagiert, und schon mal schnell unter Atemnot leiden könnte.

Im Streichelzoo waren wir auch gewesen, aber es waren nur 5 Ziegen drin, und dann kam noch eine weitere Schulklasse und wir zogen weiter. Es waren etliche Schulklassen und Kindergartengruppen heute im Zoo.

Am Ende mussten wir uns dann aber doch spurten, denn wir sollten ja pünktlich um 12:00 Uhr wieder am Ausgang sein. Aber wir schafften es. Leider haben wir es nicht mehr zum Bärengehege geschafft, aber ich kenne das ja schon, und weiß, dass mehrere Bärensorten dort in einem ziemlich engen Gehege untergebracht sind.

Ich habe hier jetzt nicht alle Tierarten des Zoos mit erwähnt, denn dann würde der Bericht zu lang werden. Im allgemeinen kann ich einen Besuch in diesem Zoo empfehlen. Die meisten Gehege sind großzügig gestaltet (mittlerweile) und die Tiere sehen auch gesund aus. Möglichkeiten zum pausieren sind viele vorhanden, einige Kioske verkaufen Erfrischungen, Eis und auch warme Speisen, doch ein richtiges Mittagessen bekommt man meist nur im Restaurant. Dort sind die Preise auch nicht zu teuer, und man kann ruhig eine Kleinigkeit essen dort.

Toilettenanlagen sind insgesamt 5 im kompletten Zoo vorhanden. Davon 2 die auch Behindertengerecht sind. Auch 3 Wickelmöglichkeiten sind vorhanden.

Gleich am Eingang gibt es eine Tafel, die anzeigt welche Tiere wann gefüttert werden, so dass man Nachmittags der Fütterung beiwohnen kann, was sehr interessant ist.

Man kann Führungen und die Zooschule telefonisch buchen, dann stehen einem kompetente Fachkräfte zur Verfügung, die den (meist) Kindergruppen vieles gut erklären und zeigen können.

Die Eintrittspreise sind noch recht normal . Man bezahlt für einen Erwachsenen 8,50 € Eintritt, ermäßigt dann nur 5,50 € und Kinder zahlen 4,50 € Eintritt. Eine Familienjahreskarte kostet 51 €, und man kann dann immer wenn man es möchte in den Zoo (natürlich zu den normalen Öffnungszeiten). Gruppenpreise bekommt man auf Anfrage.

Die Öffnungszeiten sind im Sommer von 8.00 Uhr bis 17:30 Uhr (Kassenzeiten), und im Winter von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Die Tierhäuser schließen 1 Stunde nach Kassenschluss.

Für weitere Infos bekommt man unter der Telefonnummer: 0541/95105-0 alle möglichen Auskünfte. Wer mehr über den Zoo wissen möchte, kann auch im Internet unter: www.zoo-osnabrueck.de nachschauen. Hier hat man sogar eine Livewebcam, die den Seelöwen Robbie manchmal live zeigen ;-).

Ich jedenfalls hatte einen schönen Vormittag, und konnte dank meiner Jahreskarte ja auch umsonst in den Zoo. Wir werden wohl in diesem Jahr desöfteren noch dorthin fahren, denn schließlich muss man seine Jahreskarte auch ausnutzen ;o)

Allen, die in der Nähe wohnen kann ich ruhig empfehlen mal dorthin zu fahren. Gerade in der Woche ist es recht ruhig hier, es sind zwar einige Kindergartengruppen oder Schulklassen am Vormittag dort, aber ansonsten ist es sehr schön ruhig dort, denn diese Gruppen sind ja nur immer eine begrenzte Zeit da. Allerdings sind am Vormittag noch viele Reinigungsarbeiten, und auch werden die Tiere oftmals schon das erste Mal gefüttert, so dass einem schon mal ein kleines Gefährt mit Futter gefüllt entgegen kommen kann. Dafür sind die Tiere am Vormittag noch sehr lebhaft und es ist eine Wohltat, sie zu beobachten.

Ich bedanke mich, dass ihr euch die Zeit genommen habt, meinen Beitrag zu Lesen, zu Bewerten und zu Kommentieren.

Einen angenehmen Dienstag wünscht euch allen die

Weserhexe

Porta Westfalica, den 25.06.2002 14:00 Uhr

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