Zott Jogolé Molkedrink Testbericht
Erfahrungsbericht von rofis
Cappuccino im Joghurt?
Pro:
nichts
Kontra:
Geschmack, Konsistenz
Empfehlung:
Nein
Es ist mal wieder Frühjahr und die Waage offenbart leider allzu deutlich, dass die winterlichen Schlemmereien entgegen jeder Hoffnung doch nicht folgenlos geblieben sind. Kurz und knapp: ein paar Pfunde müssen weg.
Nun also ade, ihr kleinen Leckereien, die ihr euch schleichend um die Hüften legt. Die Zeit des Darbens beginnt...
Aber muss das wirklich sein ? Muss man wirklich darben, wenn man nur ein paar Gramm *grins* abnehmen möchte ?
Das Milchregal im Supermarkt verheißt etwas anderes. Dutzende unterschiedlicher Sorten von Joghurt lachen einen an und locken zum Kauf. Leider haben viele einen hohen Fettgehalt und scheiden daher aus dem Rennen um die Gunst des Autors dieses Beitrags aus.
Aber da: ein Joghurt mit nur 0,1% Fett sticht mir ins Auge, auch in verschiedenen Geschmacksrichtungen zu haben. Zott Jogolé nennt er sich. Nach meinen leidvollen Erfahrungen mit Kirsch-Joghurt, der wie ein ganzes Chemielabor schmeckte, wende ich mich anderen Aromen zu.
„Cappuccino nach italienischer Art“ lese ich da, verlockend verziert mit einzelnen Kaffeebohnen und einer Tasse Cappuccino, wie man sie malerischer in italienischen Cafés auch nicht zu sehen bekommt. Lecker sieht das aus. Kurzfristige Bedenken wegen der Komposition von Joghurt mit Kaffe und geschäumter Milch werden radikal zur Seite geschoben, ein Becher landet im Einkaufskorb.
Die Dame an der Kasse möchte 39 Cent für den Becher, sie bekommt sie auch.
Zuhause angekommen, wird das gute Stück erstmal untersucht. An der Verpackung ist weiter nichts außergewöhnliches, es ist einer der handelsüblichen Plastikbecher, die einem Kegelstumpf nachempfunden sind. Auf der Mantelfläche des guten Stücks sind - wie auch auf der Alu-Folie, die als Deckfläche den Becher abschließt - Kaffeebohnen und Tassen mit Cappuccino abgebildet. Leider passt die zweite Tasse nicht mehr ganz auf den Becher, sie wird von sich nach oben erweiternden Streifen radikal halbiert. Zwei kaffeebraune begleiten einen weißen, den nochmals der Schriftzug „Cappuccino“ ziert. Insgesamt zweimal finden wir dieses Motiv auf der Packung.
Und da ist dann auch noch die Abteilung mit den Angaben zum Inhalt. Gleich die erste Zeile lässt schon wieder das Wasser im Munde zusammenlaufen: 100% Genuss bei nur 0,1% Fett!
Weiter geht´s mit „Joghurt mild aus entrahmter Milch und Kaffee-Extrakt.
Die Zutatenliste wiederholt dieses und ergänzt: 18% Cappuccino-Zubereitung (mit Zucker, Kaffee-Extrakt, Aroma, Farbstoff Zuckerkulör E 150c) und Fruchtzucker.
Hoppla. Wozu braucht man hier Aromastoffe ? Kaffee hat doch selbst genügend davon, wie jeder Liebhaber einer Tasse guten Kaffees ohne Einschränkung bestätigen wird.
Aber weiter im Text: in einer Tabelle sind der Brennwert (337kJ ≈ 79 Kcal), der Gehalt an Eiweiß (4 g), Kohlehydraten (15,6 g) und Fett (0,1g) je 100g des Joghurts angegeben. Darunter lesen wir, dass die Cappuccino-Zubereitung frei von Süß- und Konservierungsstoffen ist. Nur die Cappuccino-Zubereitung? Und der Rest des Inhalts?
Haltbarkeitshinweis („siehe Deckel“) , Mengenangabe (150 g), die Adresse des Herstellers, einige Symbole und der übliche Barcode runden die Angaben ab. Ach ja, damit es auch wirklich nicht übersieht: auf gelbem Hintergrund prangt noch groß der Hinweis: „nur 1 kcal“, etwas kleiner „aus Fett“ und noch kleiner unter der gelben Fläche „pro 100g“. Macht bei 150 g also schon mal 1,5 kcal. Aber was soll´s?
Öffnen wir also das gute Stück. Die Folie lässt sich vorsichtig abziehen, ohne zu zerreißen und gibt dann den Blick auf den Inhalt frei.
Die ersten Assoziationen, die sich bei mir einstellen, sind nicht druckreif. Eine hellbräunliche, glänzende Masse schaut mir entgegen, ein säuerlicher Duft - wie von anderen Joghurts her bekannt - steigt in meine Nase. Aber wo ist der Kaffeeduft? Insgesamt erinnert mich der Geruch eher an saure Milch, die in großen Mengen in viel zu dünnen Kaffee gegossen worden ist, als an Cappuccino.
Zaghaft stoße ich mit dem Löffel zu der Masse vor. Sie scheint eine weniger cremige, eher schleimige Konsistenz zu haben. Jedenfalls ist der zuvor durchaus vorhandene Appetit ganz plötzlich verschwunden. Auch der Löffel scheint eher zurückzuzucken als sich in die Masse hinein waagen zu wollen.
Aber mein Arm ist stärker. Er zwingt den Löffel, eine Portion (nicht zu groß) aufzunehmen und führt diese dann direkt in meinen Mund, auf meine Zunge, wo die Geschmackspapillen schon auf ein wie auch immer geartetes Erlebnis warten.
Sie übermitteln mir eine geschmackliche Empfindung, die dem ersten Geruchseindruck in nichts nachsteht: dünner Kaffee mit viel zu viel saurer Milch versetzt.
Es kostet schon einige Überwindung, den Löffel nicht wegzulegen und den restlichen Inhalt des Bechers zu entsorgen. Aber da es sonst nichts zu essen gibt, wird die innere Stimme, die sagt, nein schreit: „Aufhören!“ radikal abgewürgt, ein weiterer Löffel findet seinen Weg in den Mund. Aber der erste Eindruck bestätigt sich, scheint sich eher noch zu verstärken.
Das reicht, weg mit dem Zeug. Lieber verhungern, als jetzt noch weiter essen.
Mit dieser „Geschmacks“richtung ist der Firma Zott wohl nicht der große Wurf gelungen. Aber es gibt ja noch andere, die vielleicht schon vom Ansatz her eher Besseres erwarten lassen. Schaun wir mal.
Ach ja. am nächsten Morgen zeigt die Waage tatsächlich einige Gramm weniger an. Ein kleiner Erfolg. Aber um welchen Preis ?
Nun also ade, ihr kleinen Leckereien, die ihr euch schleichend um die Hüften legt. Die Zeit des Darbens beginnt...
Aber muss das wirklich sein ? Muss man wirklich darben, wenn man nur ein paar Gramm *grins* abnehmen möchte ?
Das Milchregal im Supermarkt verheißt etwas anderes. Dutzende unterschiedlicher Sorten von Joghurt lachen einen an und locken zum Kauf. Leider haben viele einen hohen Fettgehalt und scheiden daher aus dem Rennen um die Gunst des Autors dieses Beitrags aus.
Aber da: ein Joghurt mit nur 0,1% Fett sticht mir ins Auge, auch in verschiedenen Geschmacksrichtungen zu haben. Zott Jogolé nennt er sich. Nach meinen leidvollen Erfahrungen mit Kirsch-Joghurt, der wie ein ganzes Chemielabor schmeckte, wende ich mich anderen Aromen zu.
„Cappuccino nach italienischer Art“ lese ich da, verlockend verziert mit einzelnen Kaffeebohnen und einer Tasse Cappuccino, wie man sie malerischer in italienischen Cafés auch nicht zu sehen bekommt. Lecker sieht das aus. Kurzfristige Bedenken wegen der Komposition von Joghurt mit Kaffe und geschäumter Milch werden radikal zur Seite geschoben, ein Becher landet im Einkaufskorb.
Die Dame an der Kasse möchte 39 Cent für den Becher, sie bekommt sie auch.
Zuhause angekommen, wird das gute Stück erstmal untersucht. An der Verpackung ist weiter nichts außergewöhnliches, es ist einer der handelsüblichen Plastikbecher, die einem Kegelstumpf nachempfunden sind. Auf der Mantelfläche des guten Stücks sind - wie auch auf der Alu-Folie, die als Deckfläche den Becher abschließt - Kaffeebohnen und Tassen mit Cappuccino abgebildet. Leider passt die zweite Tasse nicht mehr ganz auf den Becher, sie wird von sich nach oben erweiternden Streifen radikal halbiert. Zwei kaffeebraune begleiten einen weißen, den nochmals der Schriftzug „Cappuccino“ ziert. Insgesamt zweimal finden wir dieses Motiv auf der Packung.
Und da ist dann auch noch die Abteilung mit den Angaben zum Inhalt. Gleich die erste Zeile lässt schon wieder das Wasser im Munde zusammenlaufen: 100% Genuss bei nur 0,1% Fett!
Weiter geht´s mit „Joghurt mild aus entrahmter Milch und Kaffee-Extrakt.
Die Zutatenliste wiederholt dieses und ergänzt: 18% Cappuccino-Zubereitung (mit Zucker, Kaffee-Extrakt, Aroma, Farbstoff Zuckerkulör E 150c) und Fruchtzucker.
Hoppla. Wozu braucht man hier Aromastoffe ? Kaffee hat doch selbst genügend davon, wie jeder Liebhaber einer Tasse guten Kaffees ohne Einschränkung bestätigen wird.
Aber weiter im Text: in einer Tabelle sind der Brennwert (337kJ ≈ 79 Kcal), der Gehalt an Eiweiß (4 g), Kohlehydraten (15,6 g) und Fett (0,1g) je 100g des Joghurts angegeben. Darunter lesen wir, dass die Cappuccino-Zubereitung frei von Süß- und Konservierungsstoffen ist. Nur die Cappuccino-Zubereitung? Und der Rest des Inhalts?
Haltbarkeitshinweis („siehe Deckel“) , Mengenangabe (150 g), die Adresse des Herstellers, einige Symbole und der übliche Barcode runden die Angaben ab. Ach ja, damit es auch wirklich nicht übersieht: auf gelbem Hintergrund prangt noch groß der Hinweis: „nur 1 kcal“, etwas kleiner „aus Fett“ und noch kleiner unter der gelben Fläche „pro 100g“. Macht bei 150 g also schon mal 1,5 kcal. Aber was soll´s?
Öffnen wir also das gute Stück. Die Folie lässt sich vorsichtig abziehen, ohne zu zerreißen und gibt dann den Blick auf den Inhalt frei.
Die ersten Assoziationen, die sich bei mir einstellen, sind nicht druckreif. Eine hellbräunliche, glänzende Masse schaut mir entgegen, ein säuerlicher Duft - wie von anderen Joghurts her bekannt - steigt in meine Nase. Aber wo ist der Kaffeeduft? Insgesamt erinnert mich der Geruch eher an saure Milch, die in großen Mengen in viel zu dünnen Kaffee gegossen worden ist, als an Cappuccino.
Zaghaft stoße ich mit dem Löffel zu der Masse vor. Sie scheint eine weniger cremige, eher schleimige Konsistenz zu haben. Jedenfalls ist der zuvor durchaus vorhandene Appetit ganz plötzlich verschwunden. Auch der Löffel scheint eher zurückzuzucken als sich in die Masse hinein waagen zu wollen.
Aber mein Arm ist stärker. Er zwingt den Löffel, eine Portion (nicht zu groß) aufzunehmen und führt diese dann direkt in meinen Mund, auf meine Zunge, wo die Geschmackspapillen schon auf ein wie auch immer geartetes Erlebnis warten.
Sie übermitteln mir eine geschmackliche Empfindung, die dem ersten Geruchseindruck in nichts nachsteht: dünner Kaffee mit viel zu viel saurer Milch versetzt.
Es kostet schon einige Überwindung, den Löffel nicht wegzulegen und den restlichen Inhalt des Bechers zu entsorgen. Aber da es sonst nichts zu essen gibt, wird die innere Stimme, die sagt, nein schreit: „Aufhören!“ radikal abgewürgt, ein weiterer Löffel findet seinen Weg in den Mund. Aber der erste Eindruck bestätigt sich, scheint sich eher noch zu verstärken.
Das reicht, weg mit dem Zeug. Lieber verhungern, als jetzt noch weiter essen.
Mit dieser „Geschmacks“richtung ist der Firma Zott wohl nicht der große Wurf gelungen. Aber es gibt ja noch andere, die vielleicht schon vom Ansatz her eher Besseres erwarten lassen. Schaun wir mal.
Ach ja. am nächsten Morgen zeigt die Waage tatsächlich einige Gramm weniger an. Ein kleiner Erfolg. Aber um welchen Preis ?
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