Zwergkaninchen Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Futterkosten:
- Pflegeaufwand:
- Spielbereitschaft:
Erfahrungsbericht von Maron
Die Verschiedenen Rassen und was man sonst noch wissen sollte :o)
Pro:
Lieb, nett und verspielt
Kontra:
machen dreck und kann teuer werden
Empfehlung:
Ja
Hier möchte ich die verschiedenen Rassen der Zwergkaninchen aufzählen und dazu was passendes schreiben.
Das Kurzhaarzwergkaninchen
Als Kurzhaarzwergkaninchen werden die \"normalen\" Zwergkaninchen oder Farbenzwerge bezeichnet.
Sie sind sozusagen die \"Grundform\" der Zwergkaninchen, vom Körperbau her sehen sie aus wie das Wildkaninchen. Ihr Gewicht beträgt zwischen einem und eineinhalb Kilogramm und die Ohren sollten eine Länge von 5.5 cm nicht überschreiten. Sie sind in allen Farben vertreten. Auf Grund ihres kurzen Felles sind sie sehr pflegeleicht.
Das Angorazwergkaninchen
Angorazwergkaninchen haben am Kopf kurzes Fell und am übrigen Körper langes Angorafell, wobei hier zwischen zwei Arten von Fell unterschieden werden kann: Es gibt Angorazwergkaninchen mit \"richtigem\" Angorafell, diese sehen von der Fellbeschaffenheit aus wie die richtigen Angorakaninchen, sie fühlen sich weich und flauschig wie Watte an und sehen aus wie Fellknäule.
Wenn man sich für solch ein Angorakaninchen entscheidet, muss man bedenken, dass sie nur so niedlich und kuschelig aussehen, wenn sie auch richtig gepflegt, d.h. regelmäßig gebürstet und die Fellknoten heraus geschnitten werden. Die zweite Art von Angorazwergkaninchen hat ein eher glattes, glänzendes Fell, welches eine Länge von 3-5cm erreicht und nicht so leicht verklettet. Diese Angorazwergkaninchen müssen nicht so oft gebürstet werden und sehen auch sehr niedlich und puschelig aus.
Das Löwenkopfzwergkaninchen
Wie der Name schon sagt sehen sie aus wie kleine Löwen, sie haben am Kopf eine Mähne, wodurch ihr Kopf größer wirkt und ihnen ein noch niedlicheres Aussehen verleiht. Der übrige Körper ist meist kurzhaarig, an den Flanken sind sie manchmal ebenfalls langhaarig. Sie gehören auch zu den pflegeleichten Zwergkaninchen, da die \"Mähne\" so gut wie nicht verklettet.
Das Löwenkopfangorazwergkaninchen
Wie der Name schon sagt ist dies eine Rasse aus Angorazwergkaninchen und Löwenkopfzwergkaninchen. Sie sehen aus wie ein Plüschknäul, sie haben überall langes Fell, manchmal auch an den Ohren. Im Gesicht ist das Fell etwas kürzer, es sieht aus, als ob sie eine Maske auf hätten. Sind die Augen auch zugewachsen, so müssen diese vorsichtig frei geschnitten werden, damit die Kaninchen etwas sehen können.
Man sollte auch bei dieser Rasse bedenken, dass sie nur so niedlich aussehen, wenn sie gepflegt werden, d.h. regelmäßig gebürstet und eventuell geschoren werden müssen.
Das Widderzwergkaninchen
Sie sind die sanften, gemütlichen unter den Zwergkaninchen. Sie sind fast gar nicht schreckhaft und deshalb kann man fast behaupten sie seinen von Natur aus zahm. Es könnte auch daran liegen, dass sie aufgrund ihrer Schlappohren schlechter hören können als die anderen Zwergkaninchen,
Die Widder sind etwas größer als die anderen Zwergkaninchen. Sie wiegen zwischen 1,5 und 3 Kilo. Von der Pflege her sind sie genauso pflegeleicht wie die Kurzhaarzwergkaninchen und wegen ihres ruhigen Temperaments sehr gut für Kinder geeignet.
Das Widderlöwenkopfzwergkaninchen
Diese Rasse ist noch sehr \"jung\", aber absolut niedlich, man könnte sie mit einem Hund verwechseln, wenn man nicht genau hinschaut - und sie benehmen sich auch so, lieb, verschmust sie ein \"normaler\" Widder.
Wie der Name schon sagt sehen sie aus wie Widder, haben also Schlappohren und eine Löwenmähne, manchmal sind sie auch am Körper noch langhaariger als die \"normalen\" Widder. Je nach Länge des Fells müssen sie ab und zu gebürstet werden.
Das Widderlöwenkopfzwergkaninchen
Diese Rasse ist noch sehr \"jung\", aber absolut niedlich, man könnte sie mit einem Hund verwechseln, wenn man nicht genau hinschaut - und sie benehmen sich auch so, lieb, verschmust sie ein \"normaler\" Widder.
Wie der Name schon sagt sehen sie aus wie Widder, haben also Schlappohren und eine Löwenmähne, manchmal sind sie auch am Körper noch langhaariger als die \"normalen\" Widder. Je nach Länge des Fells müssen sie ab und zu gebürstet werden.
Das Loh Kaninchen
Es gibt es in den Farben: braun- loh, schwarz- loh und blau- loh. Die Deckfarbe ist schwarz, braun oder blau. Die Loh-Zeichnung zeichnet sich auf den Nasenlöchern, Kinnbacken, Augenringe, Ohrumrandung, Innenseiten der Läufe, Genickkeil, Brust- und Bauchlohe deutlich ab. Die Augenfarbe ist immer braun und die Krallen dunkel. Das loh-schwarze Kaninchen kann eine weiße Pfote haben, sollte es aber nicht.
Ich hoffe das Ihr euch jetzt noch für ein Zwergkaninchen entscheiden könnt ?
Aufjedenfall sind die Zwergkaninchen liebevolle Tiere, wenn man sie nicht quält ( ich hoffe das es niemand tut, Tiere haben das Recht genauso liebevoll behandelt zu werden wie ein Mensch), und haben keinen grossen Zeitaufwand.
Jetzt nochmal zu den Kaninchen:
Wie viele Kaninchen?
Am glücklichsten sind Kaninchen, wenn man sie mindestens zu zweit hält, denn wer ist schon gerne alleine? Auch wenn man sich noch so viel Zeit für sein Kaninchen nimmt, hat man nicht IMMER Zeit für sein Kaninchen, außerdem wenn man sich vorstellt, dass man ganz alleine unter Tieren leben sollte würde man es auch besser finden noch einen anderen Menschen zu haben, mit dem man \"reden\" kann. Wenn man einmal gesehen hat wie sich zwei Kaninchen gegenseitig putzen oder Seite an Seite an einer Möhre knabbern, weiß man warum Kaninchen lieber zu zweit leben...
Um die häufigsten Argumente aus dem Weg zu räumen:
1. Zwei Kaninchen machen mehr Arbeit...
Stimmt nicht! Egal ob nun ein oder zwei Kaninchen in dem Käfig leben, er muss genauso oft gereinigt werden...
2.Wir wollen erst mal sehen, ob unser Kind sich darum kümmert...
Und wenn nicht? Muss das Kaninchen die ganze Zeit alleine sein, hätte es noch einen Kameraden, würde es gar nicht schlimm sein, wenn das Kind sich nicht so intensiv um sein Kaninchen kümmert...
Kann man erst mal ein Kaninchen nehmen und später ein zweites dazu tun?
Dagegen ist eigentlich nichts einzuwenden, nur sollte man daran denken, dass sich zwei Männchen oder zwei Weibchen nur verstehen, wenn sie zusammen aufwachsen. Möchte man zu einem bereits vorhandenen Weibchen ein Männchen setzen oder umgekehrt ist das kein Problem.
Aber am besten man entscheidet sich gleich für zwei Kaninchen, denn so ist die Eingewöhnung im neuen Zuhause für das Kaninchen wesentlich leichter.
Männchen oder Weibchen?
Am aller besten verstehen sich ein Männchen und ein Weibchen. Natürlich sollte man bei dieser Kombination das Männchen kastrieren lassen, damit man nicht andauernd Nachwuchs bekommt. Meiner Meinung nach ist das die beste und unproblematischste Kombination.
Man kann auch zwei oder mehrere Weibchen zusammen halten, nur habe ich die Erfahrung gemacht, das die Weibchen dann teilweise dazu neigen zickig und aggressiv zu werden. Sie werden scheinschwanger, bauen Nester und reißen sich ihr Bauchfell aus. Wenn man sich trotzdem dazu entscheidet zwei Weibchen zusammen zu halten sollte man darauf achten, dass man Wurfgeschwister nimmt, diese vertragen sich im allgemeinen besser.
Oft wird gesagt, dass sich zwei Männchen nicht verstehen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich zwei Männchen die zusammen aufgewachsen sind vertragen, wenn sie keinen Kontakt zu Weibchen haben und kastriert sind.
Männchen haben oft einen \"besseren\" Charakter und sind nicht so zickig, aber wenn sie geschlechtsreif sind markieren sie ihr Revier, das heißt sie spritzen mit ihrem Urin. Dies tun sie allerdings nicht, wenn man sie kastrieren lässt.
Weibchen haben den Vorteil, dass man sie nicht kastrieren lassen muss, da sie ihr Revier nicht mit Urin markieren (und somit auch nicht so doll stinken). Zwei Weibchen die zusammen aufgewachsen sind vertragen sich meistens, können aber manchmal \"zickig\" werden. Bei Weibchen, die mit einem kastrierten Männchen zusammenleben kommt dies nicht sehr häufig vor.
Kastration
Man kann ein Kaninchen ab der 8. Lebenswoche kastrieren lassen, ich persönlich würde es aber frühestens mit 4 Monaten kastrieren lassen, da die Tiere dann schon kräftiger sind und die Narkose besser überstehen. Man sollte sich für einen Tierarzt entscheiden, der auf Kleintiere spezialisiert ist und schon öfter Kaninchen kastriert hat. Der Preis für die Kastration ist von Tierarzt zu Tierarzt unterschiedlich er beträgt ca. € 30 – 50
Natürlich muss man auch zum Tierarzt...
Langhaarige Kaninchen
Angorakaninchen sollte man ein bis zwei mal wöchentlich mit einer Perserkatzenbürste vorsichtig bürsten. Verfilzte Stellen müssen vorsichtig herausgeschnitten werden. Außerdem sollte man falls nötig die Haare vor den Augen wegschneiden, dabei muss man unbedingt darauf achten, dass keine Schnurbarthaare abgeschnitten werden.
Verklebtes Fell (z.B. bei Durchfall)
Am besten eignet sich zur Reinigung ein Baumwolllappen, der in warmen Wasser getränkt wird.
Impfen
Vor allem Kaninchen die draußen gehalten werden sollten mindestens einmal im Jahr im Frühling geimpft werden.
Wenn das Kaninchen krank ist
Wer sein Kaninchen gut kennt merkt schnell, wenn etwas nicht stimmt, denn wenn das Kaninchen krank ist sitzt es oft \"aufgeplustert\" und teilnahmslos in der Ecke, es trinkt und frist nur wenig. Wenn dieser Zustand länger als einen Tag anhält sollte man einen Tierarzt aufsuchen. Auch bei eitrigen Bisswunden oder Augenentzündungen sollte man das Kaninchen dem Tierarzt vorstellen um die richtigen Medikamente zu bekommen.
Natürlich ist Vorbeugung immer noch das beste, deshalb sollte man auf gutes Futter und genügend Bewegung achten. Auch Gefahren wie herunterfallen, eingequetscht werden u.s.w. sollte vorgebeugt werden, da Knochenbrüche bei Kaninchen nur schwer behandelbar sind.
Durchfall
Durchfall kann viele Ursachen haben, vor allem bei der Umstellung von Trockenfutter auf Grünfutter tritt er häufig auf. In diesem Fall sollte man erst mal nur noch Trockenfutter und Heu füttern, bis der Durchfall verschwunden ist und dann mit ganz wenig Grünfutter anfangen und diese Menge langsam steigern. Es kann auch lauwarmer Kamillentee zum trinken angeboten werden. Von meinem Tierarzt habe ich das Geheimrezept gegen Durchfall bekommen, bei meinen Kaninchen hat es bisher immer geholfen, es ist eine Art natürliches „Antibiotika“ und hilft bei so ziemlich jeder Art von Durchfall: 500 Gramm geschälte (!) Möhren in einem Liter Wasser mit einem gestrichenem Teelöffel Salz eine ganze Stunde lang kochen lassen (das ist ganz wichtig), dann das ganze dann pürieren und auf einen vollen Liter mit Wasser auffüllen (beim Kochen geht einiges an Flüssigkeit verloren). Das Möhren Püree muss dann in einem geschlossenen Gefäß im Kühlschrank aufbewahrt werden und dies nicht länger als vier Tage. Die meisten Kaninchen fressen das Püree total gerne, wenn man es ihnen in einer Schale anbietet. Sollte dies nicht der Fall sein: 3-4 mal Täglich Jungtieren 10 ml, Erwachsenen Kaninchen 20-30 ml mit einer Spritze ohne Kanüle vorsichtig Tropfenweise direkt ins Maul geben. Nach 1-2 Tagen ist der Durchfall weg, zur Sicherheit sollte die Möhrenkur aber noch zwei Tage fortgeführt werden. Sollte der Durchfall nicht besser werden, sofort den Tierarzt aufsuchen!
Räude und Milben
Bei solch einem Befall hat das Kaninchen kahle Stellen auf denen eine kalkige Schicht zusehen ist, die Tiere kratzen sich häufig. Milben können sowohl am Körper als auch in den Ohren auftreten. Wenn der Verdacht auf Milben oder Räude besteht sollte man zum Tierarzt gehen und sich ein geeignetes Medikament verschreiben lassen.
Augenentzündung
Eine Augenentzündung erkennt man daran, dass das Kaninchen sein Auge zukneift, es tränt oder vereitert ist. In jedem Fall sollte man das Auge reinigen, dazu nimmt man einen fusselfreien Lappen und tränkt ihn in Kamillentee. Jetzt muss man damit vorsichtig den Schleim oder Eiter entfernen. Bei leichteren Entzündungen hilft Bepanthen Augensalbe, sollte die Entzündung innerhalb von drei Tagen nicht besser werden sollte man unbedingt zum Tierarzt gehen.
Schnupfen
Schnupfen ist bei Kaninchen quasie unheilbar, die Erreger können zwar mit Antibiotika bekämpft werden, aber trotzdem überleben in den allermeisten Fällen einige in den Nasennebenhöhlen. Auch wenn die Kaninchen zeitweise nicht niesen bzw. keinen eitrigen Schnupfen haben, treten die Krankheitssymptome immer wieder auf. Ansonsten stört diese Art von Schnupfen das Kaninchen recht wenig, es frist und verhält sich normal, aber der Schnupfen ist ansteckend.
Kaninchen die Schnupfen haben sollten auf keinen Fall zur Zucht verwendet werden und bei einem größeren Bestand in jedem Fall von den anderen Kaninchen isoliert werden.
Myxomatose oder Kaninchenpest
Diese Krankheit wurde vom Menschen als Bekämpfung der Wildkaninchen in Australien genutzt und dort absichtlich verbreitet. Die Krankheitserreger (Viren) werden durch Mücken, Fliegen, von Tier zu Tier oder durch verseuchte Gegenstände übertragen. Auch eine indirekte Übertragung durch z.B. versuchtes Grünfutter ist möglich.
Da diese Krankheit vor allem durch Insekten verbreitet wird ist die Ansteckungsgefahr in den Sommermonaten besonders hoch.
Die Krankheitssymptome, die nach etwas einer Woche Inkubationszeit auftreten, sehen folgendermaßen aus, eine zugeschwollene, eiterige Nase und auch Augen und Maul schwellen zu. Die Eiterbeulen brechen nach einiger Zeit auf und der allgemein Zustand verschlechtert sich, durch die zugeschwollene Nase bekommen sie schwer Luft und auch das Fressen verursacht Schmerzen. Es können auch Hautknoten am gesamten Körper auftreten. Nach zwei bis drei Wochen endet die Krankheit in den meisten Fällen tödlich.
Die Krankheit ist hochansteckend, deshalb sollte man ein erkranktes Kaninchen sofort von den anderen trennen und sich nach jeder Berührung die Hände desinfizieren.
Ein Medikament oder Gegenmittel gibt es nicht, in den meisten Fällen endet die Krankheit tödlich. Das einzige, was man vorbeugend machen kann ist sein Kaninchen jährlich impfen zu lassen, aber auch dies bietet keinen 100%tigen Schutz. Obwohl ich aus Erfahrung sagen kann, dass bei uns kein Kaninchen mehr an Myxomatose erkrankt ist, seit wir unsere Kaninchen impfen lassen.
Vor drei Jahren erkrankten bei uns fünf Kaninchen an der Seuche, zwei davon überlebten sie. Kaninchen, die diese Seuche überleben sind ihr Leben lang immun gegen Myxomatose und bei Häsinnen ist auch ihr Nachwuchs immun dagegen. Wenn man ein erkranktes Kaninchen pflegt sollte man die Einstreu täglich wechseln, leicht verdauliches Futter geben wie z.B. Möhren, Haferflocken, gutes Heu u.s.w., außerdem sollte man Augen und Nase mit einem weichen, angefeuchteten Lappen reinigen.
RHD (Rabbit Haemorrhagic Disease) oder \"China-Seuche\"
Diese Seuche wurde 1984 erstmals in China entdeckt und nach drei Jahren war sie in Deutschland angekommen. Auch diese Seuche wird durch Viren übertragen, die Ansteckung erfolgt genauso wie bei der Myxomatose. In Kot oder infiziertem Grünfutter u.s.w. können die Erreger wochenlang ansteckungsfähig bleiben.
An RHD erkranken nur Tiere die älter als zwei Monate sind, die Symptome reichen von plötzlich tot im Käfig liegen bis blutigem Schaum aus der Nase.
Die Inkubationszeit beträgt zwei bis drei Tage und nach Ausbruch der Krankheit führt diese nach ein bis drei Tagen zum Tod.
Impfungen
Man kann sein Kaninchen gehen Myxomatose und RHD impfen lassen. Kaninchen die Draußen gehalten werden sind wesentlich gefährdeter (da sie mehr Kontakt zu Mücken und Fliegen haben) als Kaninchen, die in der Wohnung leben.
Man kann sein Kaninchen ab der 8. Lebenswoche impfen lassen. Der Impfschutz der Myxomatose Impfung hält sechs Monate, ich lasse meine Kaninchen immer im Frühjahr impfen, so dass die Kaninchen in der Zeit der größten Ansteckungsgefahr geschützt sind.
Der RHD Impfschutz hält ein Jahr lang an. Beide Impfungen können auf einmal vorgenommen werden. Da der Impfstoff immer für 10 Tiere reicht und nach Anbruch nur noch wenige Stunden verwendbar ist muss man immer den ganzen Impfstoff bezahlen, deshalb ist es ratsam, wenn sich mehrere Kaninchen Besitzer zusammentun, so wird die Impfung um einiges billiger.
Jetzt kommt nur noch das Sozialverhalten und dei Verständigung der Tiere.
Sozialverhalten
Kaninchen sind sehr soziale Tiere, sie lecken sich gegenseitig die Augen und das Fell und schmusen miteinander. Nach dem ersten Beriechen wird entscheiden ob der eine den anderen riechen kann oder nicht.
Männchen und Weibchen verstehen sich eigentlich immer, bei zwei ausgewachsenen Weibchen kommt das nicht so Häufig vor und es kommt mitunter zu schweren Rangkämpfen. Jungtiere habe eine Art Sonderstatus, sie untergeben sich indem sie ihren Kopf unter den des älteren Tiers schieben und werden dann im allgemeinen in Ruhe gelassen.
Verständigung
Kaninchen sind sehr leise Tiere, die sich durch Gerüche und Gesten verständigen, aber sie sind keineswegs Stumm, ein Kaninchen in Todesangst kann durch aus sehr laut schreien. Außerdem verfügen Kaninchen über eine ganze Reihe von Knurrlauten mit denen sie sich anderen Kaninchen (und auch dem Menschen) verständlich manchen können. Meist sind dies Laute mit Gebärden verbunden, die eigentlich unmissverständlich sind.
Lautsprache
Brummen: Hört man meistens, wenn das Männchen um das Weibchen wirbt oder es deckt.
Fiepen: Junge die aus dem Nestgerollt sind versuchen so ihre Mutter aus sich aufmerksam zu machen.
Murksen bei Jungen: Wenn sie Jungen im Nest hungrig sing und man eine Nestkontrolle durchführt, hüpfen die Jungen hoch und geben murksende Laute von sich.
Kreischen: Wenn das Kaninchen sich zu Tode erschreckt oder sehr starke (plötzlich auftretende) Schmerzen hat (z.B. von einem anderen Kaninchen gebissen wird) fängt es an zu kreischen bzw. schreit kurz auf. Vor allem nicht zahme Jungtiere die plötzlich aus dem Käfig gefangen werden kreischen aus Angst um ihr Leben.
Zähne knirschen: Das Kaninchen hat starke Schmerzen, meist sitzt es teilnahmslos in einer Ecke und seine Augen sind trüb.
Alarm schlagen: Das Kaninchen trommelt mit den Hinterläufen auf den Boden und warnt so andere Artgenossen. Auch wenn es selbst sich erschreckt schlägt es Alarm.
Leise brummelnde Geräusche beim Streicheln: Das Kaninchen fühlt sich wohl und geniest die Streicheleinheiten.
Meckern: Wenn das Kaninchen beispielsweise gefangen wird und dazu eigentlich keine Lust hat stößt es kurze schnell hintereinander kommende Schimpflaute aus.
Knurren und Fauchen: Dazu kommen angelegte Ohren und das Kaninchen springt meist angriffslustig nach vorne, wird diese Warnung des Kaninchens missachtet, kann es angreifen und eventuell beißen.
Körpersprache
Männchen machen: Das Kaninchen ist neugierig und richtet sich auf um eine bessere Übersicht zu haben.
Wälzen: Das Kaninchen fühlt sich wohl.
Scharren: Das Kaninchen ist unruhig und möchte aus seinem Käfig, oder wenn es in einen Käfig gesetzt wurde, indem vorher ein anderes Kaninchen gesessen hat, versucht es die Duftmarken seines Vorgängers auszugraben um sie mit seinen eigenen zu überdecken.
Leichtes anstupsen mit der Schnauze: Dies ist eine auffordernde Geste, das Kaninchen möchte gestreichelt werden.
Starkes wegstupsen: Jetzt will ich meine Ruhe haben oder lass das!
Ablecken: Dies ist ein Liebesbeweis, leckt das Kaninchen seinem Menschen die Hand heißt das soviel wie ich mag dich.
Ducken: Dabei sind die Ohren angelegt und die Augen angstvoll geweitet, das Kaninchen hat Angst.
Entspannte Seitenlage: Das Kaninchen fühlt sich wohl und möchte ein wenig dösen oder sich sonnen.
Entspanntes Sitzen: Die Ohren sind leicht angelegt. Auch dies ist eine Ausruhposition.
Verständigung durch Düfte
Kaninchen verfügen über drei verschiedene Arten von Duftdrüsen. Einmal die Kinndrüsen, mit denen das Kaninchen durch reiben des Kinns an Gegenständen sein Revier markiert, dieser Duft ist für den Menschen nicht wahrnehmbar, zeigt den andern Kaninchen aber deutlich wer in diesem Gebiet der Boss ist.
Außerdem verfügen die Kaninchen noch über Analdrüsen mit denen sie ihrem Kot eine unverwechselbare Note verleihen, auch diese Duftabsonderungen dienen zur Markierung des Reviers.
Quasi als Personalausweis dienen die Leistendrüsen, durch beriechen können die Kaninchen sofort feststellen, ob es sich um ein Männchen oder Weibchen handelt und ob es zur Familie gehört oder nicht. Zum Beispiel Weibchen erkennen daran sofort ob ein Jungtier ihr eigenes ist oder nicht. Männchen können so feststellen ob ein Weibchen paarungsbereit ist oder nicht.
Die fünf Sinne
Riechen
Wie man anhand der Tatsache, dass sich Kaninchen anhand von Gerüchen verständigen schließen kann haben Kaninchen einen sehr guten Geruchssinn. Die Nasenflügel bewegen sich ständig auf und ab um Witterung aufnehmen zu können. Man sollte darauf achten, das Kaninchen keinen, für es unangenehmen Gerüchen wie z.B. Reinigungsmitteln, Parfüm u.s.w. auszusetzen. Auch Zigarettenrauch ist für Kaninchen nicht gerade angenehm.
Hören
Kaninchen gehören zu den Fluchttieren und können von Natur aus sehr gut hören, ihre Ohren können sie getrennt nach vorne oder nach hinten stellen, das ermöglicht ihnen alles wahrzunehmen was vor und hinter ihnen passiert. Kaninchen sind jederzeit fluchtbereit, das kleinste Geräusch kann eine sofortige Flucht auslösen. Da Kaninchen wesentlich besser hören können als der Mensch, hören sie auch wesentlich mehr Lärm, was für uns \"normal\" ist, kann für das Kaninchen ohrenbetäubend sein, deshalb sollten Kaninchenkäfige auch nicht im Fernsehzimmer oder sonstigen lauten Plätzen stehen.
Sehen
Da sich die Augen des Kaninchens, für ein Fluchttier typisch, seitlich am Kopf befinden, hat es wie z.B. das Pferd fast eine Rundumsicht, außerdem kann es noch den Luftraum über sich beobachten (Schutz vor Greifvögeln). Ein Kaninchen ist \"weitsichtig\" es kann in der Ferne besser sehen, als in seiner unmittelbaren Nähe und es nimmt seine Welt flach war. Auch in der Dämmerung kann es ausgezeichnet sehen. Im grellen Sonnenlicht dagegen wird es geblendet, da sich eine Pupillen nicht zusammenziehen können. Die kleinste hektische Bewegung kann beim Kaninchen eine reflexartige Flucht auslösen, deshalb sollte man sich seinem Kaninchen immer langsam nähern und es nicht blitzartig von oben packen, da dies einem Angriff durch einen Greifvogel gleich kommt.
Tasten
Kaninchen besitzen im Gesicht eine ganze Reihe von Tastharren, mit denen sie sich im Dunklen zurechtfinden können. Die Schnurbarthaare sind genauso beit wie das Kaninchen selbst, deshalb kann es anhand von ihnen bestimmen, ob es durch eine Öffnung passt oder nicht. Die Tasthaare spielen eine wichtige Rolle bei der Orientierung de Kaninchens, deshalb dürfen sie nie abgeschnitten werden.
Schmecken
Kaninchen können zwischen süß, sauer, bitter und salzig unterscheiden. Ihr \"Geschmack\" allerdings ist anders als der des Menschen z.B. stört es sie nicht, wenn etwas bitter schmeckt und Salzlecksteine finden sie auch toll. Süß allerdings scheinen sie genauso zu lieben wie die Menschen, trotzdem sollte man dem Kaninchen auf gar keinen Fall Schokolade oder sonstige Süßigkeiten geben, denn sie rufen Verdauungsstörungen hervor und schaden dem Kaninchen. Man sollte ihnen lieber ein Stück Apfel oder Birne geben, das mögen sie genauso gerne und es ist wesentlich gesünder.
Ist viel mehr geworden als es sollte, aber ich hoffe das es euch gefällt und Euch weiter hilft !
Und ich hoffe mal das es Euch nicht sehr viel aussmacht.
Das Kurzhaarzwergkaninchen
Als Kurzhaarzwergkaninchen werden die \"normalen\" Zwergkaninchen oder Farbenzwerge bezeichnet.
Sie sind sozusagen die \"Grundform\" der Zwergkaninchen, vom Körperbau her sehen sie aus wie das Wildkaninchen. Ihr Gewicht beträgt zwischen einem und eineinhalb Kilogramm und die Ohren sollten eine Länge von 5.5 cm nicht überschreiten. Sie sind in allen Farben vertreten. Auf Grund ihres kurzen Felles sind sie sehr pflegeleicht.
Das Angorazwergkaninchen
Angorazwergkaninchen haben am Kopf kurzes Fell und am übrigen Körper langes Angorafell, wobei hier zwischen zwei Arten von Fell unterschieden werden kann: Es gibt Angorazwergkaninchen mit \"richtigem\" Angorafell, diese sehen von der Fellbeschaffenheit aus wie die richtigen Angorakaninchen, sie fühlen sich weich und flauschig wie Watte an und sehen aus wie Fellknäule.
Wenn man sich für solch ein Angorakaninchen entscheidet, muss man bedenken, dass sie nur so niedlich und kuschelig aussehen, wenn sie auch richtig gepflegt, d.h. regelmäßig gebürstet und die Fellknoten heraus geschnitten werden. Die zweite Art von Angorazwergkaninchen hat ein eher glattes, glänzendes Fell, welches eine Länge von 3-5cm erreicht und nicht so leicht verklettet. Diese Angorazwergkaninchen müssen nicht so oft gebürstet werden und sehen auch sehr niedlich und puschelig aus.
Das Löwenkopfzwergkaninchen
Wie der Name schon sagt sehen sie aus wie kleine Löwen, sie haben am Kopf eine Mähne, wodurch ihr Kopf größer wirkt und ihnen ein noch niedlicheres Aussehen verleiht. Der übrige Körper ist meist kurzhaarig, an den Flanken sind sie manchmal ebenfalls langhaarig. Sie gehören auch zu den pflegeleichten Zwergkaninchen, da die \"Mähne\" so gut wie nicht verklettet.
Das Löwenkopfangorazwergkaninchen
Wie der Name schon sagt ist dies eine Rasse aus Angorazwergkaninchen und Löwenkopfzwergkaninchen. Sie sehen aus wie ein Plüschknäul, sie haben überall langes Fell, manchmal auch an den Ohren. Im Gesicht ist das Fell etwas kürzer, es sieht aus, als ob sie eine Maske auf hätten. Sind die Augen auch zugewachsen, so müssen diese vorsichtig frei geschnitten werden, damit die Kaninchen etwas sehen können.
Man sollte auch bei dieser Rasse bedenken, dass sie nur so niedlich aussehen, wenn sie gepflegt werden, d.h. regelmäßig gebürstet und eventuell geschoren werden müssen.
Das Widderzwergkaninchen
Sie sind die sanften, gemütlichen unter den Zwergkaninchen. Sie sind fast gar nicht schreckhaft und deshalb kann man fast behaupten sie seinen von Natur aus zahm. Es könnte auch daran liegen, dass sie aufgrund ihrer Schlappohren schlechter hören können als die anderen Zwergkaninchen,
Die Widder sind etwas größer als die anderen Zwergkaninchen. Sie wiegen zwischen 1,5 und 3 Kilo. Von der Pflege her sind sie genauso pflegeleicht wie die Kurzhaarzwergkaninchen und wegen ihres ruhigen Temperaments sehr gut für Kinder geeignet.
Das Widderlöwenkopfzwergkaninchen
Diese Rasse ist noch sehr \"jung\", aber absolut niedlich, man könnte sie mit einem Hund verwechseln, wenn man nicht genau hinschaut - und sie benehmen sich auch so, lieb, verschmust sie ein \"normaler\" Widder.
Wie der Name schon sagt sehen sie aus wie Widder, haben also Schlappohren und eine Löwenmähne, manchmal sind sie auch am Körper noch langhaariger als die \"normalen\" Widder. Je nach Länge des Fells müssen sie ab und zu gebürstet werden.
Das Widderlöwenkopfzwergkaninchen
Diese Rasse ist noch sehr \"jung\", aber absolut niedlich, man könnte sie mit einem Hund verwechseln, wenn man nicht genau hinschaut - und sie benehmen sich auch so, lieb, verschmust sie ein \"normaler\" Widder.
Wie der Name schon sagt sehen sie aus wie Widder, haben also Schlappohren und eine Löwenmähne, manchmal sind sie auch am Körper noch langhaariger als die \"normalen\" Widder. Je nach Länge des Fells müssen sie ab und zu gebürstet werden.
Das Loh Kaninchen
Es gibt es in den Farben: braun- loh, schwarz- loh und blau- loh. Die Deckfarbe ist schwarz, braun oder blau. Die Loh-Zeichnung zeichnet sich auf den Nasenlöchern, Kinnbacken, Augenringe, Ohrumrandung, Innenseiten der Läufe, Genickkeil, Brust- und Bauchlohe deutlich ab. Die Augenfarbe ist immer braun und die Krallen dunkel. Das loh-schwarze Kaninchen kann eine weiße Pfote haben, sollte es aber nicht.
Ich hoffe das Ihr euch jetzt noch für ein Zwergkaninchen entscheiden könnt ?
Aufjedenfall sind die Zwergkaninchen liebevolle Tiere, wenn man sie nicht quält ( ich hoffe das es niemand tut, Tiere haben das Recht genauso liebevoll behandelt zu werden wie ein Mensch), und haben keinen grossen Zeitaufwand.
Jetzt nochmal zu den Kaninchen:
Wie viele Kaninchen?
Am glücklichsten sind Kaninchen, wenn man sie mindestens zu zweit hält, denn wer ist schon gerne alleine? Auch wenn man sich noch so viel Zeit für sein Kaninchen nimmt, hat man nicht IMMER Zeit für sein Kaninchen, außerdem wenn man sich vorstellt, dass man ganz alleine unter Tieren leben sollte würde man es auch besser finden noch einen anderen Menschen zu haben, mit dem man \"reden\" kann. Wenn man einmal gesehen hat wie sich zwei Kaninchen gegenseitig putzen oder Seite an Seite an einer Möhre knabbern, weiß man warum Kaninchen lieber zu zweit leben...
Um die häufigsten Argumente aus dem Weg zu räumen:
1. Zwei Kaninchen machen mehr Arbeit...
Stimmt nicht! Egal ob nun ein oder zwei Kaninchen in dem Käfig leben, er muss genauso oft gereinigt werden...
2.Wir wollen erst mal sehen, ob unser Kind sich darum kümmert...
Und wenn nicht? Muss das Kaninchen die ganze Zeit alleine sein, hätte es noch einen Kameraden, würde es gar nicht schlimm sein, wenn das Kind sich nicht so intensiv um sein Kaninchen kümmert...
Kann man erst mal ein Kaninchen nehmen und später ein zweites dazu tun?
Dagegen ist eigentlich nichts einzuwenden, nur sollte man daran denken, dass sich zwei Männchen oder zwei Weibchen nur verstehen, wenn sie zusammen aufwachsen. Möchte man zu einem bereits vorhandenen Weibchen ein Männchen setzen oder umgekehrt ist das kein Problem.
Aber am besten man entscheidet sich gleich für zwei Kaninchen, denn so ist die Eingewöhnung im neuen Zuhause für das Kaninchen wesentlich leichter.
Männchen oder Weibchen?
Am aller besten verstehen sich ein Männchen und ein Weibchen. Natürlich sollte man bei dieser Kombination das Männchen kastrieren lassen, damit man nicht andauernd Nachwuchs bekommt. Meiner Meinung nach ist das die beste und unproblematischste Kombination.
Man kann auch zwei oder mehrere Weibchen zusammen halten, nur habe ich die Erfahrung gemacht, das die Weibchen dann teilweise dazu neigen zickig und aggressiv zu werden. Sie werden scheinschwanger, bauen Nester und reißen sich ihr Bauchfell aus. Wenn man sich trotzdem dazu entscheidet zwei Weibchen zusammen zu halten sollte man darauf achten, dass man Wurfgeschwister nimmt, diese vertragen sich im allgemeinen besser.
Oft wird gesagt, dass sich zwei Männchen nicht verstehen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich zwei Männchen die zusammen aufgewachsen sind vertragen, wenn sie keinen Kontakt zu Weibchen haben und kastriert sind.
Männchen haben oft einen \"besseren\" Charakter und sind nicht so zickig, aber wenn sie geschlechtsreif sind markieren sie ihr Revier, das heißt sie spritzen mit ihrem Urin. Dies tun sie allerdings nicht, wenn man sie kastrieren lässt.
Weibchen haben den Vorteil, dass man sie nicht kastrieren lassen muss, da sie ihr Revier nicht mit Urin markieren (und somit auch nicht so doll stinken). Zwei Weibchen die zusammen aufgewachsen sind vertragen sich meistens, können aber manchmal \"zickig\" werden. Bei Weibchen, die mit einem kastrierten Männchen zusammenleben kommt dies nicht sehr häufig vor.
Kastration
Man kann ein Kaninchen ab der 8. Lebenswoche kastrieren lassen, ich persönlich würde es aber frühestens mit 4 Monaten kastrieren lassen, da die Tiere dann schon kräftiger sind und die Narkose besser überstehen. Man sollte sich für einen Tierarzt entscheiden, der auf Kleintiere spezialisiert ist und schon öfter Kaninchen kastriert hat. Der Preis für die Kastration ist von Tierarzt zu Tierarzt unterschiedlich er beträgt ca. € 30 – 50
Natürlich muss man auch zum Tierarzt...
Langhaarige Kaninchen
Angorakaninchen sollte man ein bis zwei mal wöchentlich mit einer Perserkatzenbürste vorsichtig bürsten. Verfilzte Stellen müssen vorsichtig herausgeschnitten werden. Außerdem sollte man falls nötig die Haare vor den Augen wegschneiden, dabei muss man unbedingt darauf achten, dass keine Schnurbarthaare abgeschnitten werden.
Verklebtes Fell (z.B. bei Durchfall)
Am besten eignet sich zur Reinigung ein Baumwolllappen, der in warmen Wasser getränkt wird.
Impfen
Vor allem Kaninchen die draußen gehalten werden sollten mindestens einmal im Jahr im Frühling geimpft werden.
Wenn das Kaninchen krank ist
Wer sein Kaninchen gut kennt merkt schnell, wenn etwas nicht stimmt, denn wenn das Kaninchen krank ist sitzt es oft \"aufgeplustert\" und teilnahmslos in der Ecke, es trinkt und frist nur wenig. Wenn dieser Zustand länger als einen Tag anhält sollte man einen Tierarzt aufsuchen. Auch bei eitrigen Bisswunden oder Augenentzündungen sollte man das Kaninchen dem Tierarzt vorstellen um die richtigen Medikamente zu bekommen.
Natürlich ist Vorbeugung immer noch das beste, deshalb sollte man auf gutes Futter und genügend Bewegung achten. Auch Gefahren wie herunterfallen, eingequetscht werden u.s.w. sollte vorgebeugt werden, da Knochenbrüche bei Kaninchen nur schwer behandelbar sind.
Durchfall
Durchfall kann viele Ursachen haben, vor allem bei der Umstellung von Trockenfutter auf Grünfutter tritt er häufig auf. In diesem Fall sollte man erst mal nur noch Trockenfutter und Heu füttern, bis der Durchfall verschwunden ist und dann mit ganz wenig Grünfutter anfangen und diese Menge langsam steigern. Es kann auch lauwarmer Kamillentee zum trinken angeboten werden. Von meinem Tierarzt habe ich das Geheimrezept gegen Durchfall bekommen, bei meinen Kaninchen hat es bisher immer geholfen, es ist eine Art natürliches „Antibiotika“ und hilft bei so ziemlich jeder Art von Durchfall: 500 Gramm geschälte (!) Möhren in einem Liter Wasser mit einem gestrichenem Teelöffel Salz eine ganze Stunde lang kochen lassen (das ist ganz wichtig), dann das ganze dann pürieren und auf einen vollen Liter mit Wasser auffüllen (beim Kochen geht einiges an Flüssigkeit verloren). Das Möhren Püree muss dann in einem geschlossenen Gefäß im Kühlschrank aufbewahrt werden und dies nicht länger als vier Tage. Die meisten Kaninchen fressen das Püree total gerne, wenn man es ihnen in einer Schale anbietet. Sollte dies nicht der Fall sein: 3-4 mal Täglich Jungtieren 10 ml, Erwachsenen Kaninchen 20-30 ml mit einer Spritze ohne Kanüle vorsichtig Tropfenweise direkt ins Maul geben. Nach 1-2 Tagen ist der Durchfall weg, zur Sicherheit sollte die Möhrenkur aber noch zwei Tage fortgeführt werden. Sollte der Durchfall nicht besser werden, sofort den Tierarzt aufsuchen!
Räude und Milben
Bei solch einem Befall hat das Kaninchen kahle Stellen auf denen eine kalkige Schicht zusehen ist, die Tiere kratzen sich häufig. Milben können sowohl am Körper als auch in den Ohren auftreten. Wenn der Verdacht auf Milben oder Räude besteht sollte man zum Tierarzt gehen und sich ein geeignetes Medikament verschreiben lassen.
Augenentzündung
Eine Augenentzündung erkennt man daran, dass das Kaninchen sein Auge zukneift, es tränt oder vereitert ist. In jedem Fall sollte man das Auge reinigen, dazu nimmt man einen fusselfreien Lappen und tränkt ihn in Kamillentee. Jetzt muss man damit vorsichtig den Schleim oder Eiter entfernen. Bei leichteren Entzündungen hilft Bepanthen Augensalbe, sollte die Entzündung innerhalb von drei Tagen nicht besser werden sollte man unbedingt zum Tierarzt gehen.
Schnupfen
Schnupfen ist bei Kaninchen quasie unheilbar, die Erreger können zwar mit Antibiotika bekämpft werden, aber trotzdem überleben in den allermeisten Fällen einige in den Nasennebenhöhlen. Auch wenn die Kaninchen zeitweise nicht niesen bzw. keinen eitrigen Schnupfen haben, treten die Krankheitssymptome immer wieder auf. Ansonsten stört diese Art von Schnupfen das Kaninchen recht wenig, es frist und verhält sich normal, aber der Schnupfen ist ansteckend.
Kaninchen die Schnupfen haben sollten auf keinen Fall zur Zucht verwendet werden und bei einem größeren Bestand in jedem Fall von den anderen Kaninchen isoliert werden.
Myxomatose oder Kaninchenpest
Diese Krankheit wurde vom Menschen als Bekämpfung der Wildkaninchen in Australien genutzt und dort absichtlich verbreitet. Die Krankheitserreger (Viren) werden durch Mücken, Fliegen, von Tier zu Tier oder durch verseuchte Gegenstände übertragen. Auch eine indirekte Übertragung durch z.B. versuchtes Grünfutter ist möglich.
Da diese Krankheit vor allem durch Insekten verbreitet wird ist die Ansteckungsgefahr in den Sommermonaten besonders hoch.
Die Krankheitssymptome, die nach etwas einer Woche Inkubationszeit auftreten, sehen folgendermaßen aus, eine zugeschwollene, eiterige Nase und auch Augen und Maul schwellen zu. Die Eiterbeulen brechen nach einiger Zeit auf und der allgemein Zustand verschlechtert sich, durch die zugeschwollene Nase bekommen sie schwer Luft und auch das Fressen verursacht Schmerzen. Es können auch Hautknoten am gesamten Körper auftreten. Nach zwei bis drei Wochen endet die Krankheit in den meisten Fällen tödlich.
Die Krankheit ist hochansteckend, deshalb sollte man ein erkranktes Kaninchen sofort von den anderen trennen und sich nach jeder Berührung die Hände desinfizieren.
Ein Medikament oder Gegenmittel gibt es nicht, in den meisten Fällen endet die Krankheit tödlich. Das einzige, was man vorbeugend machen kann ist sein Kaninchen jährlich impfen zu lassen, aber auch dies bietet keinen 100%tigen Schutz. Obwohl ich aus Erfahrung sagen kann, dass bei uns kein Kaninchen mehr an Myxomatose erkrankt ist, seit wir unsere Kaninchen impfen lassen.
Vor drei Jahren erkrankten bei uns fünf Kaninchen an der Seuche, zwei davon überlebten sie. Kaninchen, die diese Seuche überleben sind ihr Leben lang immun gegen Myxomatose und bei Häsinnen ist auch ihr Nachwuchs immun dagegen. Wenn man ein erkranktes Kaninchen pflegt sollte man die Einstreu täglich wechseln, leicht verdauliches Futter geben wie z.B. Möhren, Haferflocken, gutes Heu u.s.w., außerdem sollte man Augen und Nase mit einem weichen, angefeuchteten Lappen reinigen.
RHD (Rabbit Haemorrhagic Disease) oder \"China-Seuche\"
Diese Seuche wurde 1984 erstmals in China entdeckt und nach drei Jahren war sie in Deutschland angekommen. Auch diese Seuche wird durch Viren übertragen, die Ansteckung erfolgt genauso wie bei der Myxomatose. In Kot oder infiziertem Grünfutter u.s.w. können die Erreger wochenlang ansteckungsfähig bleiben.
An RHD erkranken nur Tiere die älter als zwei Monate sind, die Symptome reichen von plötzlich tot im Käfig liegen bis blutigem Schaum aus der Nase.
Die Inkubationszeit beträgt zwei bis drei Tage und nach Ausbruch der Krankheit führt diese nach ein bis drei Tagen zum Tod.
Impfungen
Man kann sein Kaninchen gehen Myxomatose und RHD impfen lassen. Kaninchen die Draußen gehalten werden sind wesentlich gefährdeter (da sie mehr Kontakt zu Mücken und Fliegen haben) als Kaninchen, die in der Wohnung leben.
Man kann sein Kaninchen ab der 8. Lebenswoche impfen lassen. Der Impfschutz der Myxomatose Impfung hält sechs Monate, ich lasse meine Kaninchen immer im Frühjahr impfen, so dass die Kaninchen in der Zeit der größten Ansteckungsgefahr geschützt sind.
Der RHD Impfschutz hält ein Jahr lang an. Beide Impfungen können auf einmal vorgenommen werden. Da der Impfstoff immer für 10 Tiere reicht und nach Anbruch nur noch wenige Stunden verwendbar ist muss man immer den ganzen Impfstoff bezahlen, deshalb ist es ratsam, wenn sich mehrere Kaninchen Besitzer zusammentun, so wird die Impfung um einiges billiger.
Jetzt kommt nur noch das Sozialverhalten und dei Verständigung der Tiere.
Sozialverhalten
Kaninchen sind sehr soziale Tiere, sie lecken sich gegenseitig die Augen und das Fell und schmusen miteinander. Nach dem ersten Beriechen wird entscheiden ob der eine den anderen riechen kann oder nicht.
Männchen und Weibchen verstehen sich eigentlich immer, bei zwei ausgewachsenen Weibchen kommt das nicht so Häufig vor und es kommt mitunter zu schweren Rangkämpfen. Jungtiere habe eine Art Sonderstatus, sie untergeben sich indem sie ihren Kopf unter den des älteren Tiers schieben und werden dann im allgemeinen in Ruhe gelassen.
Verständigung
Kaninchen sind sehr leise Tiere, die sich durch Gerüche und Gesten verständigen, aber sie sind keineswegs Stumm, ein Kaninchen in Todesangst kann durch aus sehr laut schreien. Außerdem verfügen Kaninchen über eine ganze Reihe von Knurrlauten mit denen sie sich anderen Kaninchen (und auch dem Menschen) verständlich manchen können. Meist sind dies Laute mit Gebärden verbunden, die eigentlich unmissverständlich sind.
Lautsprache
Brummen: Hört man meistens, wenn das Männchen um das Weibchen wirbt oder es deckt.
Fiepen: Junge die aus dem Nestgerollt sind versuchen so ihre Mutter aus sich aufmerksam zu machen.
Murksen bei Jungen: Wenn sie Jungen im Nest hungrig sing und man eine Nestkontrolle durchführt, hüpfen die Jungen hoch und geben murksende Laute von sich.
Kreischen: Wenn das Kaninchen sich zu Tode erschreckt oder sehr starke (plötzlich auftretende) Schmerzen hat (z.B. von einem anderen Kaninchen gebissen wird) fängt es an zu kreischen bzw. schreit kurz auf. Vor allem nicht zahme Jungtiere die plötzlich aus dem Käfig gefangen werden kreischen aus Angst um ihr Leben.
Zähne knirschen: Das Kaninchen hat starke Schmerzen, meist sitzt es teilnahmslos in einer Ecke und seine Augen sind trüb.
Alarm schlagen: Das Kaninchen trommelt mit den Hinterläufen auf den Boden und warnt so andere Artgenossen. Auch wenn es selbst sich erschreckt schlägt es Alarm.
Leise brummelnde Geräusche beim Streicheln: Das Kaninchen fühlt sich wohl und geniest die Streicheleinheiten.
Meckern: Wenn das Kaninchen beispielsweise gefangen wird und dazu eigentlich keine Lust hat stößt es kurze schnell hintereinander kommende Schimpflaute aus.
Knurren und Fauchen: Dazu kommen angelegte Ohren und das Kaninchen springt meist angriffslustig nach vorne, wird diese Warnung des Kaninchens missachtet, kann es angreifen und eventuell beißen.
Körpersprache
Männchen machen: Das Kaninchen ist neugierig und richtet sich auf um eine bessere Übersicht zu haben.
Wälzen: Das Kaninchen fühlt sich wohl.
Scharren: Das Kaninchen ist unruhig und möchte aus seinem Käfig, oder wenn es in einen Käfig gesetzt wurde, indem vorher ein anderes Kaninchen gesessen hat, versucht es die Duftmarken seines Vorgängers auszugraben um sie mit seinen eigenen zu überdecken.
Leichtes anstupsen mit der Schnauze: Dies ist eine auffordernde Geste, das Kaninchen möchte gestreichelt werden.
Starkes wegstupsen: Jetzt will ich meine Ruhe haben oder lass das!
Ablecken: Dies ist ein Liebesbeweis, leckt das Kaninchen seinem Menschen die Hand heißt das soviel wie ich mag dich.
Ducken: Dabei sind die Ohren angelegt und die Augen angstvoll geweitet, das Kaninchen hat Angst.
Entspannte Seitenlage: Das Kaninchen fühlt sich wohl und möchte ein wenig dösen oder sich sonnen.
Entspanntes Sitzen: Die Ohren sind leicht angelegt. Auch dies ist eine Ausruhposition.
Verständigung durch Düfte
Kaninchen verfügen über drei verschiedene Arten von Duftdrüsen. Einmal die Kinndrüsen, mit denen das Kaninchen durch reiben des Kinns an Gegenständen sein Revier markiert, dieser Duft ist für den Menschen nicht wahrnehmbar, zeigt den andern Kaninchen aber deutlich wer in diesem Gebiet der Boss ist.
Außerdem verfügen die Kaninchen noch über Analdrüsen mit denen sie ihrem Kot eine unverwechselbare Note verleihen, auch diese Duftabsonderungen dienen zur Markierung des Reviers.
Quasi als Personalausweis dienen die Leistendrüsen, durch beriechen können die Kaninchen sofort feststellen, ob es sich um ein Männchen oder Weibchen handelt und ob es zur Familie gehört oder nicht. Zum Beispiel Weibchen erkennen daran sofort ob ein Jungtier ihr eigenes ist oder nicht. Männchen können so feststellen ob ein Weibchen paarungsbereit ist oder nicht.
Die fünf Sinne
Riechen
Wie man anhand der Tatsache, dass sich Kaninchen anhand von Gerüchen verständigen schließen kann haben Kaninchen einen sehr guten Geruchssinn. Die Nasenflügel bewegen sich ständig auf und ab um Witterung aufnehmen zu können. Man sollte darauf achten, das Kaninchen keinen, für es unangenehmen Gerüchen wie z.B. Reinigungsmitteln, Parfüm u.s.w. auszusetzen. Auch Zigarettenrauch ist für Kaninchen nicht gerade angenehm.
Hören
Kaninchen gehören zu den Fluchttieren und können von Natur aus sehr gut hören, ihre Ohren können sie getrennt nach vorne oder nach hinten stellen, das ermöglicht ihnen alles wahrzunehmen was vor und hinter ihnen passiert. Kaninchen sind jederzeit fluchtbereit, das kleinste Geräusch kann eine sofortige Flucht auslösen. Da Kaninchen wesentlich besser hören können als der Mensch, hören sie auch wesentlich mehr Lärm, was für uns \"normal\" ist, kann für das Kaninchen ohrenbetäubend sein, deshalb sollten Kaninchenkäfige auch nicht im Fernsehzimmer oder sonstigen lauten Plätzen stehen.
Sehen
Da sich die Augen des Kaninchens, für ein Fluchttier typisch, seitlich am Kopf befinden, hat es wie z.B. das Pferd fast eine Rundumsicht, außerdem kann es noch den Luftraum über sich beobachten (Schutz vor Greifvögeln). Ein Kaninchen ist \"weitsichtig\" es kann in der Ferne besser sehen, als in seiner unmittelbaren Nähe und es nimmt seine Welt flach war. Auch in der Dämmerung kann es ausgezeichnet sehen. Im grellen Sonnenlicht dagegen wird es geblendet, da sich eine Pupillen nicht zusammenziehen können. Die kleinste hektische Bewegung kann beim Kaninchen eine reflexartige Flucht auslösen, deshalb sollte man sich seinem Kaninchen immer langsam nähern und es nicht blitzartig von oben packen, da dies einem Angriff durch einen Greifvogel gleich kommt.
Tasten
Kaninchen besitzen im Gesicht eine ganze Reihe von Tastharren, mit denen sie sich im Dunklen zurechtfinden können. Die Schnurbarthaare sind genauso beit wie das Kaninchen selbst, deshalb kann es anhand von ihnen bestimmen, ob es durch eine Öffnung passt oder nicht. Die Tasthaare spielen eine wichtige Rolle bei der Orientierung de Kaninchens, deshalb dürfen sie nie abgeschnitten werden.
Schmecken
Kaninchen können zwischen süß, sauer, bitter und salzig unterscheiden. Ihr \"Geschmack\" allerdings ist anders als der des Menschen z.B. stört es sie nicht, wenn etwas bitter schmeckt und Salzlecksteine finden sie auch toll. Süß allerdings scheinen sie genauso zu lieben wie die Menschen, trotzdem sollte man dem Kaninchen auf gar keinen Fall Schokolade oder sonstige Süßigkeiten geben, denn sie rufen Verdauungsstörungen hervor und schaden dem Kaninchen. Man sollte ihnen lieber ein Stück Apfel oder Birne geben, das mögen sie genauso gerne und es ist wesentlich gesünder.
Ist viel mehr geworden als es sollte, aber ich hoffe das es euch gefällt und Euch weiter hilft !
Und ich hoffe mal das es Euch nicht sehr viel aussmacht.
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