Zwergkaninchen Testbericht

Zwergkaninchen
ab 19,73
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Summe aller Bewertungen
  • Futterkosten:  gering
  • Pflegeaufwand:  gering
  • Spielbereitschaft:  hoch

Erfahrungsbericht von Kathie28

Spockie mit den langen Ohren...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Meine Kinder bettelten schon lange, sie wollten zusätzlich zu unserem Hund ein Tier, das ihnen ganz alleine gehört, ein Tier, um das nur sie sich kümmern müssen...

So fing es also an. Nach langer Überlegung fuhren wir in die Zoohandlung unseres Vertrauens. Hier hatten wir schon oft Zubehör für unseren Hund gekauft und waren immer mit der Beratung mehr als zufrieden gewesen. Da Vertrauen und eben die Beratung bei der Neuanschaffung eines Tieres sehr wichtig sind, fuhren wir eben in genau diese Zoohandlung.

Meine Kinder und auch mein Freund und ich drückten uns dann erst mal die Nasen platt an den gläsernen Käfigwänden der kleinen Nager. Da gab es Hamster in verschiedenen Größen und Rassen, Meerschweinchen in gefleckt oder uni, wuschelig oder glatt, Hasen mit langen spitzen Ohren und mit Schlappohren und und und. Natürlich konnten wir uns nicht entscheiden und warteten auf die Angestellte. Diese erklärte uns dann in aller Ausführlichkeit welches Tier für uns geeignet wäre.

Uns wurde zum Kauf eines Widderkopfzwergkaninchens geraten. Diese Rasse hat Schlappohren und ist sehr zutraulich und kinderlieb. Man kann diese Rasse alleine halten, wenn man sich täglich die Zeit nimmt mit dem Tier zu spielen.

Wir sahen uns also die Kaninchen an und alle zeigten wir fast gleichzeitig auf einen kleinen weissen Hasen mit grauen Schlappohren, der sehr süß war. Wir liessen uns dann noch das benötigte Zubehör mitgeben und nahmen noch einige Tipps mit auf den Weg.

Dann fuhren wir nach Hause. Angekommen fingen wir an, es unserem Hasen gemütlich zu machen. Uns war klar, dass das Tier im Haus stehen würde, da es draussen zu kalt war. Also suchten wir eine Ecke im Wohnzimmer, da der Hase hier zentral steht und nicht so abgeschottet ist. Wir stellten den gekauften Käfig auf, der relativ groß ist, damit der Hase sich auch bewegen kann. An dem Käfig wurde die Heuraufe befestigt. Das ist ein kleiner Kasten, in den Heu oder auch mal Salat gelegt wird. Das Tier muss sich hier etwas anstrengen um an das Futter zu gelangen. Es muss sich also wie in der Natur das Futter erarbeiten. Ebenfalls am Käfig befestigt wurde die Trinkflasche. Sie hat ein Fassungsvermögen von 0,5l, an der Unterseite ist eine Art Sauger angebracht. So kann das Wasser nicht unkontrolliert auslaufen und den Käfig überschwemmen. Der Käfig selbst wird bei uns immer mit Katzenstreu und obendrauf Heu ausgelegt. Katzenstreu deshalb, weil der Urin des Hasen doch sehr streng riecht. Aus dem Heu kann sich das Tier ein richtiges Nest bauen und es hat gleichzeitig noch Grünfutter.
Als Nahrung dient dem Hasen eben Heu, aber selbstverständlich auch handelsübliches Hasenfutter. Hierbei gibt es natürlich Unterschiede, die sich aber eigentlich nur im Geldbeutel auswirken.
Zwischendurch darf man das Tier mit kleinen Leckerlies verwöhnen. Das können Industriell hergestellte Spezialleckerlies sein, das Tier freut sich aber immer wieder auch mal über eine Möhre, ein Stück Apfel oder Salat. Wichtig ist es, dem Tier etwas hartes zum Nagen zu geben. Dafür kann man spezielle Nagesteine kaufen, es eignet sich aber auch eine harte Brotkruste. Hasen benötigen dieses, um sich die Zähne zu schleifen. Würde das Tier nur weiches Futter bekommen, würden die Nagezähne zu lang werden und das Tier könnte sich daran verletzen.

Wird das Wetter schöner, ist es wichtig, dem Hasen ein Aussengehege anzulegen. Wir haben dafür ein Stück Garten mit feinem Maschendrahtzaun abgeteilt. Hier kann das Tier hüpfen, springen und Haken schlagen wie in der freien Wildbahn auch. Soll das Tier ganzjährig im Freien gehalten werden gewöhnt man es bei einer Lufttemperatur von ca. 20°C an die frische Luft. Das Fell entwickelt sich dann anders, es wird fester und dicker. Natürlich braucht ein Tier, das im Freien gehalten wird ein Häuschen mit Flachdach, welches Wind- und Wettergeschützt aufgestellt sein sollte.
Ich erkläre mal wie ich das meine. Wir haben so einen Lamellenzaun im Garten, der unser Grundstück von dem der Nachbarn abteilt. Wir haben also diesen Freilauf aus Drahtzaun direkt an den Lamellenzaun gebaut. In dem Freilauf steht an dem Lamellenzaun etwas erhöht das Häuschen, welches über ein Brett zu erreichen ist. Hinter dem Häuschen und auch auf der Seite, an der kein Zaun ist, haben wir kleine Wände gebaut. Der Freilauf kann oben ebnfalls mit Drahtzaun abgedeckt werden,so können keine anderen Tiere in den Käfig gelangen. So sieht die Frühlings- und Sommerresidenz unseres Hasen aus.

Wie heisst eigentlich unser Tier ??? SPOCKIE, nachdem wir nur auf die Ohren geachtet hatten und mein Freund absoluter Startreck -Fan ist, tauften wir unseren Hasen eben Spockie.

Kosten eines solchen Tieres:

Wir haben für Spockie 50 DM bezahlt. Dazu kamen noch einmal etwa 100 DM für den Stall, die Ausstattung und die Kosten für den Freilauf. Futter und Streu kosten im Monat so um die 15 €. So ein Tier ist also ersteinmal gar nicht so günstig. Selbstverständlich kann man auch gebrauchte Ställe kaufen, auch Tiere werden regelmässig in der Zeitung angeboten. Mir ist es aber eben lieber gewesen, Alles in der Zoohandlung zu kaufen, da die Tiere gesund sind und auch die Ausstattung neu und unbenutzt ist, ich bin in solchen Dingen immer eher etwas eigen.

Man sollte nicht auf die Idee kommen, dass sich kleine Kinder selbständig um solch ein Tier kümmern können. Alleine das Reinigen des Käfigs geht nicht ohne meine Hilfe.
Auch sollte man nicht die Zeit vergessden, die man täglich für einen Hasen einplanen muss. Gerade i mWinter, wenn er in dem Stall in der Wohnung steht, muss man ihn täglich aus dem Stall nehmen und sich mit ihm beschäftigen. Das Können aber auch jüngere Kinder schon alleine machen. Widderkopfkaninchen sind sehr kinderlieb und zutraulich. Noch nie habe ich es erlebt, dass unser Spockie gebissen oder gekratzt hat. Er lässt sich gerne streicheln und kraulen und aus der Hand füttern. Wirklich ein tolles Tier, um Kindern den Umgang mit Haustieren beizubringen und zu zeigen, dass man für ein Tier Verantwortung übernehmen muss.

Ich würde mich auf jeden Fall wieder für ein solches Kaninchen entscheiden - und meine Kinder auch, trotz der Arbeit und der Zeitaufwendung, vielleicht auch gerade deshalb.

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