7 Zwerge. Männer allein im Wald (gebundene Ausgabe) Testbericht

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ab 10,05
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Erfahrungsbericht von koala

ich wär so gern ein Zwerg

Pro:

spaßig, unterhaltsam, für jede Altersgruppe, kurzweilig, gute Schauspieler

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Ottos Zwergenfilm „7 Zwerge – Männer allein im Wald“ hat mir super gut gefallen. Was ich besonders nett fand, es ist eine Produktion des „Zipfelmützen-Films“.


Inhalt
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Es geht um das Märchen „Schneewittchen und die sieben Zwerge“, aber in einer etwas anderen Fassung als allgemein bekannt und durch die Besetzung auch viel spaßiger.

Daher die Kurzversion des etwas anderen Märchens:
Schneewittchen muss vor der bösen Königin fliehen und kommt so über eine kleine Brücke auf die \"dunkle\" Seite der Welt. Dies ist ein Wald, in dem die sieben Zwerge schon seit langer Zeit leben. Die Zwerge hatten alle mal Probleme oder Enttäuschungen mit Frauen erlebt und taten sich zu dieser sieben Zwerge „Männer-WG“ zusammen.
Trotzdem darf Schneewittchen bei den Zwergen wohnen bleiben, das Zwergenhaus wird umgeräumt und Schneewittchens Seite wird rosa gestrichen. Die Zwerge freuen sich über die Frau im Haus und sind glücklich.

Da die böse Königin von ihrem \"sprechenden\" Spiegel erfährt, dass Schneewittchen immer noch die Schönste im Land ist und der beauftragte Jäger Schneewittchen nicht getötet hat, kümmert sie sich selbst um diese Aufgabe. Sie sucht Schneewittchen bei den Zwergen auf, entführt sie in einem Sarg und bringt sie in den Kerker des Schlosses.
Die Zwerge entdecken die Entführung und machen sich auf den Weg zum Schloss, das Mädchen zu befreien.

Das Ende der Geschichte ist wie im Märchen auch: Schneewittchen bekommt ihren Traumprinzen, allerdings auf anderem Wege.


Schauspieler
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Die Schauspieler passen alle wunderbar zusammen. Mir sind nicht alle namentlich bekannt, aber „den kenne ich auch“ habe ich oft gedacht. Manche waren so gut zurecht gemacht, dass ich länger brauchte, die Person hinter der Maske zu erkennen, aber da half mir ja auch noch die Stimme.

Alle Schauspieler spielen ihre Rolle einfach super, total überzeugend, mal mehr spaßig oder ernst, so wie es sein soll. Eine tolle Abstimmung der unterschiedlichen Charaktere, keiner profiliert sich oder hebt sich hervor, was man bei der Besetzung ja nur schwer verstehen kann.


Die 7 Zwerge
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1. Otto Waalkes als Bubi

Otto spielt nicht die Zwergen-Hauptrolle wie ich vermutet habe. Er spielt den jüngsten und kleinsten Zwerg, benimmt sich wie ein aufgedrehter Teenager, lacht ständig und über alles, auch wenn er gerade von einem anderen Zwerg eins über die Zipfelmütze bekommen hat.

2. Mirko Nontschew als Tschakko

Mirko Nontschew ist mir nicht so bekannt. Er haut Bubi laufend eins über, weil der wieder einen frechen Spruch von sich gegeben hat oder nicht aufhört zu lachen.

3. Ralf Schmitz als Sunny

Ralf Schmitz spielt einen netten, fröhlichen Zwerg, der aber arg lispelt.

4. Boris Aljinovic als Cloudy

Boris Aljinovic ist im Gegenzug zu Zwerg Nr. 3 nie fröhlich und lacht auch nicht. Die beiden Zwerge passen wegen ihrer Gegensätze daher gut zusammen und die Sprüche von Cloudy kommen total trocken und ernst rüber.

5. Heinz Hoenig als Brummboss

Heinz Hoenig spielt eher ernste Rollen und auch hier spielt er den ernsten „Chef-Zwerg“. Er macht sich Gedanken und ist absolut nicht so witzig und spaßig wie die anderen Zwerge.

6. Martin Schneider als Speedy

Speedy ist wohl der absolute falscheste Namen für den soooo langsam sprechenden Martin Schneider und daher schon witzig und amüsant. Er spielt passend zu seinem Image einen etwas begriffsstutzigen Zwerg, manchmal etwas trottelhaft.

7. Markus Majowski als Cookie

Cookie ist der Koch der sieben Zwerge und spielt eher eine kleinere Rolle. Wie man sich Köche vorstellt, so haben wir hier einen Zwerg mit dickem Bauch, der tollkühnsten vegetarischen Gerichte kreiert, die sich zwar super toll anhören, aber wohl nicht so toll schmecken. Als Schneewittchen mit Würstchen daher kommt, wird er doch sehr wütend und fühlt sich verletzt und hintergangen.



Die Frauen
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Nina Hagen als böse Königin

Nina Hagen ist so schrill und auffällig, da war ich doch erstaunt, wie gut und unaufdringlich sie die Rolle der Königin spielte. Sie wirkt sehr normal in der Rolle, so wie ich sie von TV-Auftritten her kenne. Auffallendes Make-up gerade um die Augen und Haare, die zu Berge stehen und sehr farbintensiv sind.


Cosma Shiva Hagen als Schneewittchen

Die Tochter von Nina Hagen hat mich sehr überrascht, ist sie doch ganz anders als die Mutter. Sie spielt ein liebes, nettes, feinfühliges, verständnisvolles Schneewittchen. Sie stellt zwar die Zwergen-Männer-Welt auf den Kopf, aber hat für jeden Zwerg ein gutes Wort und Verständnis und hilft deren Ego wieder aufzubauen.


Weitere Darsteller und Nebenrollen
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Norbert Heisterkamp als 8. Zwerg

Er will unbedingt ein Zwerg sein, ist aber körperlich aber schon ein Riese im Vergleich zu den sieben Zwergen. Er bemüht sich mit allen Mitteln ein Zwerg zu werden, aber erst zum Schluss wird er als neuer 7. Zwerg aufgenommen.


Rüdiger Hoffmann als Spieglein an der Wand

Mit seiner typischen Ausdrucksweise spricht er aus dem Spiegel. Er redet viel und lange um den heißen Brei herum, aber so kennt man ihn halt. Die Spiegelszenen sind nicht so oft, allerdings spricht er auch zu Schneewittchen aus einem Spiegel und warnt sie vor der bösen Königin.


Hans Werner Olm als Spliss

Spliss ist ein fieser Halunke und der Berater der Königin. Er sieht böse aus, hat lange, strähnig-fettige Haare, wirkt ungepflegt und stellt den fiesen, bösen Berater gut dar.


Atze Schröder als Hofnarr

Der Hofnarr als Proll und als der Traumprinz von Schneewittchen, die sich im Kerker des Schlosses kenne und lieben lernen. Etwas anders als im Märchen. Atze Schröder hat nur kurze Szenen zu spielen, denn mit seiner Art passt er für meinen Geschmack nicht so optimal dazu.


Christian Tramitz als der Jäger

Der Jäger, der Schneewittchen „entsorgen\" soll, scheitert an dieser Aufgabe, was ja bekannt war. Anfangs habe ich Christian Tramitz gar nicht erkannt, erst nach der Rasur seines Rauschebartes wusste ich, wer diese Rolle spielt.
Der dümmlich daher kommende Jäger mit seinem ausgewachsenen Jagdhund ... einem Westhighland White!


Helge Schneider als Gandalf-Nachahmung

Ein kurzer Auftritt und eine Parodie auf Gandalf (der große Zauberer aus Herr der Ringe)


Harald Schmidt

Erscheint mal ganz kurz und ist auch schon wieder weg.


Tom Gerhardt

spielt einen Schlosswächter, eine unspektakuläre, kleine Rolle.





Die Musik
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Auch Musik und Gesang wird geboten, aber in geringen Maßen.
Am schönsten fand ich das Zwergenlied, wenn die Zwerge losmarschieren und ihr Lied singen und dazu tanzen und springen. Da macht mitsummen sogar spontan Spaß: \"Hey Zwerge, Hey Zwerge, hooo .... \". Das ist der Ohrwurm und das Erkennungslied des Films und dieses wird auch öfters gespielt (Abspann)


Meine Meinung
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Ich habe den Film genossen, mich köstlich amüsiert, bin auch mal vor Schreck zusammengezuckt. Ich bin froh, dass ich mir den Film angesehen habe, denn das war wirklich ein gute und humorvolle Unterhaltung. Ich würde oder werde mir den Film auf jeden Fall noch mal ansehen. Der Film ist mit reichlich lustigen Szenen ausgestattet, ebenso mit schon amüsant aussehenden Figuren besetzt. Dass viele Schauspieler als Comedy-Stars bekannt sind, sichert eigentlich schon den Spaß. Trotzdem ist es nicht übertrieben lustig, sondern die Lacher sind gut dosiert, die witzigen Sprüche kommen nicht non-stop. Auch über Aussehen und Handlungen oder Vorkommnisse muss gelacht/geschmunzelt werden. Die Parodie anderer Filme (Herr der Ringe; Gute Zeiten, schlechte Zeiten) wirken wie kleine Unterbrechungen und tragen auch zum Spaß bei.
Trotz der etwas anderen Wiedergabe des Märchens, kann man dies noch wiedererkennen. Die Darsteller passen alle gut zusammen und ergänzen sich vortrefflich.
Wer noch mehr sehen, lesen und hören will, sollte sich auf www.7zwerge-derfilm.de mal umsehen.

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