7 Zwerge. Männer allein im Wald (gebundene Ausgabe) Testbericht

Egmont-vgs-verlagsgesell-7-zwerge-maenner-allein-im-wald-gebundene-ausgabe
ab 10,05
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2004

Erfahrungsbericht von Jakini

Das hätte ich nicht erwartet

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wie ich dazu kam, den Film im Kino zu sehen:
============================================

Für alle Tupperberaterinnen gab es dieses Jahr zu den Geburtstagswochen einen ganz besonderen Preis. Wer sieben Termine und einen bestimmten Umsatz schafft, der durfte am 23.10 zu der Vorpremiere, eigens für Tupperware, des Filmes 7 Zwerge - Männer allein im Wald mit Otto Waalkes. Natürlich war ich absolut stolz, zu diesen Beraterinnen zu gehören und den Film mit vielen Kollegen schon vor dem Start sehen zu können. Dennoch ging ich mit gemischten Gefühlen zu dem Termin, war mir Otto Waalkes doch inzwischen viel zu abgeklatscht, seine Witze im Grunde immer das Gleiche. In meiner Kindheit fand ich das noch Klasse, aber inzwischen eigentlich nicht mehr, und so habe ich mich nicht wirklich auf den Film gefreut, doch das war wohl die beste Einstellung für den Film, den ich dann total genossen habe, obwohl ich fast vor Lachen an meinem Popcorn erstickt wäre.....

Worum geht es in dem Film:
===========================

Nach ein ein halb Stunden Warten mit Snacks ging es endlich gerüstet mit Popcorn und Cola in den Kinosaal, der komplett gefüllt war. Doch es gab von jedem Sitz eine gute Möglichkeit, den Film zu genießen. Besonders gut gefallen hat es mir, dass es keine nervige Werbung vorab gab, sondern lediglich Filmvorschauen, die ich aber sehr gerne ansehe. Dann kam ein kleiner Text, zunächst eine Übersetzung von Englisch ins Deutsche, ganz nach Waalkes Manier und weitere Sprüche, die man auch gleich aus Waalkes Feder vermuten würde, anders wäre ich nicht drauf gekommen, dass der Film nun starten würde.

Der Film beginnt recht finster, so dass es für Kinder doch schon etwas gruselig werden könnte. Mit meiner fünf Jahre alten Tochter würde ich diesen Film nicht ansehen, zumindest nicht im Kino, vielleicht wenn er auf DVD raus kommt, und man notfalls vorlaufen lassen kann. Es wird eine kleine Einleitung erzählt und man sieht Rotkäppchen, wie sie, von Otto beobachtet, eine Blume pflückt. Und nun geht der Spaß erst richtig los, denn Otto spielt Bubi, einen der sieben Zwerge. Doch das bekannte Märchen wurde total abgewandelt, denn die weiteren Zwerge werden von ebenfalls bekannten Schauspielern, größten Teils Komikern gespielt:

Bubi: Otto Waalkes
Tschakko: Mirko Nontschew
Cloudy:Boris Aljinovic
Cookie: Markus Majowski
Brummboss: Hein Hoenig
Speedy: Martin Schneider
Sunny: Ralf Schmitz

Alle Männer hat es in den Wald verschlagen, da die schlechte Erfahrungen mit Frauen gemacht haben, und so leben sie alleine im Wald, wollen mit der Außenwelt und vor allem mit den Frauen nichts zu tun haben. Jeden den sie dann kennen lernen müssen sie jedoch erst einmal erklären, warum sie so groß sind, denn jeder hat sich Zwerge eigentlich kleiner vorgestellt.
Es gibt noch einen achten Mann im Wald, der gerne zu den Zwergen gehören würde, doch sie sind halt schon sieben. Und so wird Norbert Heisterkamp immer wieder abgewiesen, zumindest am Anfang.

Zwischendurch sieht man die böse Stiefmutter, gespielt von Nina Hagen, die täglich von ihrem Hofnarren Atze Schröder mit Schwarzhaarigen Witzen verwöhnt wird. Die Witze sind zwar lau, aber so bald das Wort Schwarzhaarige fällt, kann die Königin sich kaum vor Lachen halten. Auch sie möchte die Schönste im ganzen Land sein, doch was erzählt ihr Rüdiger Hoffmann in seiner bekannten Art aus dem Spiegel? Da gibt es eine Schönere, Schneewittchen.....

Schneewittchen darf natürlich auch nicht fehlen, sie wird gespielt von Cosma Shiva Hagen, ich finde, hübscher kann Schneewittchen nicht sein. Aber hier gibt es reichlich viele Änderungen, Schneewittchen lebt nicht gemeinsam mit den Zwergen in dem Haus, sondern sie teilen es, aus der Hütte wird ein Doppelhaus und Schneewittchens Hälfte wird rosa angemalt. Und so versteckt sie sich vor der bösen Königin, die offensichtlich in diesem Film nicht ihre böse Stiefmutter ist. Aber trotzdem findet diese das hübsche Mädchen und versucht sie mit einem Trick reinzulegen, aber diesmal nicht mit einem Kamm, einem Gürtel und einem Apfel, nein, sie hat einen anderen Trick. Und der Traumprinz ist auch kein echter Prinz.... .

Wie hat mir der Film gefallen:
===============================

Ich bin ohne große Erwartungen ins Kino gegangen, war einfach nur stolz, diesen Besuch geschafft zu haben. Wenn ich hätte bezahlen müssen, hätte ich den Film wohl nicht angesehen, das muss ich gestehen. Nach der Einleitung ging ich auch davon aus, dass dies ein Film ist, der heftig gegen Frauen geht, aber doch die Männer haben sich dann stark geoutet und ihr wahres ich gezeigt, vieles ist eben einfach typisch für Männer.

Und so wurde ich sehr positiv überrascht, denn Otto Waalkes steht in diesem Film als Schauspieler und Filmfigur nicht im Vordergrund, er hat eine der Hauptrollen, die gerecht unter den sieben Zwergen, Schneewittchen und der bösen Königin aufgeteilt wurden.

Die Rollen wurden den Schauspielern auf den Leib geschrieben,

Nina Hagen ist eine verrückte, böse Königing, die ihre Rolle ein wenig übertreibt, was aber zu dem Film sehr gut passt.

Ihre Tochter Cosma Shiva sieht wirklich sehr hübsch aus, und damit ist sie schon mal das perfekte Schneewittchen. Doch auch gespielt hat sie in meinen Augen sehr gut, sie versucht in ihrer süßen Art Frieden bei den Zwergen zu stiften, doch der ist nicht untereinander nötig, sondern zu den Frauen, die für die Zwerge böse Kreaturen sind.

Heinz Hoenig spielt als Brummboss den Boss der Zwerge. Was er sagt, das gilt und so haben die anderen sechs Zwerge einigermaßen Respekt vor ihm, obwohl sie seine Geschichte über die Nacht nicht mehr konnten. Vor allem weil er nie erzählte, was da nun wirklich passiert ist. Heinz Hoenig passt in diese Rolle sehr gut hinein, denn er strahlt Autorität und einen trocken Humor aus. So ist er nicht wirklich witzig, dennoch kann man oft genug über ihn lachen.

Mirko Nontschew spielt den handfesten Zwerg, von ihm bekommt Otto wenn er dämlich lacht, hin und wieder eine geknallt. Sein größtes Problem ist es, dass er Frauen nicht schlagen kann, doch das treibt Schneewittchen ihm auf ihre Art aus. Die Grimassen von Mirko Nontschew passen wunderbar zu diesem Zwerg.

Markus Majowski hat mir als Cooky, dem Koch der Herrenrunde besonders gut gefallen. Er legt Wert auf gesundes Essen, und so meckern die anderen Männer ständig über sein Essen, was ihn natürlich total beleidigt.

Martin Schneider ist natürlich alles andere als Speedy, so liest er so langsam beim Pilze sammeln die Beschreibung, dass Otto arg leiden muss, als er die Pilze kostet, denn alle Warnungen kommen natürlich erst an, wo Otto schon erlebt hat, was diese Pilze bewirken.

Boris Aljinovic ist kein Komiker, dennoch kommt seine humorlose Art sehr witzig rüber. Cloudy ist ein recht missgelaunter Zwerg, und so passt er genau in diese Männergesellschaft. Seine Sätze klingen sehr gelangweilt, aber trotzdem läuft man beim Zuhören nicht Gefahr, dass man einschlafen könnte.

Ralf Schmitz spielt Sunny, einen immer gut gelaunten Zwerg. Er erinnert mich an den Kinderpart dieses Filmes, den er sich mit Otto Waalkes teilt.

Norbert Heisterkamp, den ich bisher nur aus der Serie Alles Atze kannte, hat für diesen Film seinen Charakter nicht wirklich geändert. Ist stellt einen muskulösen Mann da, der aber offensichtlich nicht viel im Kopf hat. Aber er möchte unbedingt ein Zwerg werden und gibt dieses Ziel niemals auf.

Atze Schröder habe ich in diesem Film auch nicht anders erlebt, als in seiner Serie, aber auch das passt gut in diesen Film. Und nun weiß die ganze Welt, wie Atze zu seiner Frisur gekommen ist.

Mir hat der Film auf jeden Fall sehr gut gefallen und so extrem habe ich schon lange bei einem Film nicht mehr gelacht. Hier hat man es wirklich mit einer Komödie zu tun, und nicht nur mit einem albernen Film, wie er erst kürzlich im Kino lief. Alleine die unterschiedlichen Charaktere, vielleicht bei den Schauspielern ihre Natur sind, passen einfach in den Stück. Und so denke ich, dass die Schauspieler schon vor dem Drehbruch feststanden, denn ihnen wurden die Rollen einfach auf den Laib geschrieben.

Die Altersfreigabe von Null Jahren finde ich jedoch nicht angebracht. Meine Kinder sind drei, fünf und neun Jahre alt. Mit den beiden Kleinen würde ich diesen Film, zumindest im Kino, auf keinen Fall ansehen. Manche Stellen sind doch recht spannend gemacht, ein Erwachsener und auch größere Kinder wissen, daß dort keine Spannung hinter steckt, doch Kinder könnten schon etwas Angst bekommen. Gerade in einem Kino, wo der Film ja noch intensiver wirk. Vor allem aber denke ich, daß Kinder die meisten der Witze gar nicht verstehen würden. So stehen sechs der sieben Zwerge ihre Zipfelmützen hoch, als diese das hübsche Schneewittchen zum ersten Mal sehen, welches Kind kann dies schon verstehen, wie das gemeint ist? Aber es gibt noch weitere lustige Einlagen, die Kinder einfach nicht verstehen würden. Meiner neun Jahre alten traue ich dieses Verständnis jedoch zu, doch da ist jedes Kind anders und ich denke, die Eltern können das schon selber beurteilen, allerdings sollte man, um über zu einem Urteil kommen zu können, den Film erst einmal kennen.

Fazit:
=======

Ich kann diesen Film auf jeden Fall empfehlen, die Zeit im Kino verging wie im Flug und ich habe den Film absolut genossen und würde ihn mir sogar noch ein zweites Mal ansehen, aber auf jeden Fall die DVD anschaffen, wenn der Film denn raus kommt. Und wer den Film noch nicht gesehen hat, das nächste Wochenende steht vor der Tür, ab ins Kino.

31 Bewertungen, 2 Kommentare

  • falke

    04.05.2005, 10:03 Uhr von falke
    Bewertung: sehr hilfreich

    habe ihn auch schon mehrmals angesehen und finde ihn immer wieder sehr unterhaltsam. Gruß, Ralf

  • Simone59755

    11.11.2004, 11:32 Uhr von Simone59755
    Bewertung: sehr hilfreich

    .... Klasse Bericht! Mir hat der Film auch sehr gut gefallen!