Erfahrungsbericht von das-christian
Otto allein im Wald!
Pro:
Schauspieler speziell Otto Waalkes und Martin Schneider, märchenhafte Stimmung aufgrund künstlicher Kulisse, sehr viele unterschiedliche Arten von Humor
Kontra:
Viele Gags waren erzwungen
Empfehlung:
Ja
Einleitung
Am Freitag war wieder unser üblicher Kinotag, wie er mittlerweile fast jede Woche stattfindet. Diesmal sollte es ein Film sein, den wir bereits vorige Woche sehen wollten, 7 Zwerge – Männer allein im Wald. Aber dieser Film ist ja erst seit Donnerstag dem 28.10. im Kino. Anfangs wollte ich wegen Geldproblemen nicht hineingehen, aber letztendlich bekam ich den Kinoeintritt mal wieder bezahlt und ich konnte mir den Streifen anschauen. Der Film stand sowieso auf meiner Liste der Filme die ich in nächster Zeit unbedingt sehen wollte, gestern war es endlich soweit. 7 Zwerge ist eine Märchenverfilmung vom Grimm-Märchen Schneewittchen, die Tatsache das Komiker Otto Waalkes mitspielt, verrät dass es sich hierbei um eine Komödie handelt.
Story
Tief im Wald leben die 7 Zwerge. Bubi (Otto Waalkes), Tschakko (Mirko Nontschew), Cloudy (Boris Aljinovic), Cookie (Markus Majowski), Speedy (Martin Schneider), Sunny (Ralf Schmitz) und ihr Chef Brumboss (Heinz Hoenig) fristen ein einsames Dasein ohne Frauen. Der Grund dafür ist klar, alle haben schlechte Erfahrungen mit Frauen gemacht, deshalb versuchen sie fernab dieser Geschöpfe ihren Lebensabend zu genießen.
Im Schloss sitzt die böse Königin (Nina Hagen), die den Spiegel fragt, wer die schönste im ganzen Land ist, der Spiegel (Rüdiger Hoffmann) sagt es sei die Königin, bis auf eine Ausnahme, nämlich Schneewittchen (Cosma Shiva Hagen), nur Schneewittchen ist schöner als die Königin. Klare Sache, Schneewittchen muss entsorgt werden, der Jäger (Christian Tramitz) wird beauftragt Schneewittchen zu fangen und zur Königin zu bringen.
Schneewittchen ist mittlerweile im Wald verschwunden und hat sich im Haus der 7 Zwerge versteckt. Als die Zwerge Schneewittchen sehen sind sie natürlich allesamt hellauf begeistert und richten ihr die Hälfte des Hauses ein. Der Jäger konnte Schneewittchen nicht fangen, da sein kleiner Hund ihm Probleme gemacht hat. Also beschließt die böse Königin mit ihrem Helfer Spliss (Hans Werner Olm) die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Es gelingt ihnen auch Schneewittchen zu entführen. Als die Zwerge merken dass Schneewittchen weg ist, ist ihnen klar dass sie entführt wurde und sie in das Schloss gehen müssen um Schneewittchen zu befreien.
Schauspieler
Es sind sehr viele Stars aus dem Comedybereich in diesem Film vertreten. Allein schon die 7 Zwerge sind sehr bekannt. Angefangen mit Otto Waalkes, welcher Bubi spielt, den kleinen verblödeten Zwerg der mit seiner Otto-typischen Art für zahlreiche Lacher sorgt. Otto dürfte allen bekannt sein aus seinen zahlreichen Filmen und Shows. Otto selbst hat auch noch ein paar Nebenrollen, zum Beispiel als Trompeter auf dem Turm und in einer Rückblende spielt er gleichzeitig Bubis Vater und Mutter. Mirko Nontschew ist Tschakko, der hektische aggressive Zwerg, der seine 6 Freunde im Film auch in Bundeswehrmanier drillt. Mirko Nontschew war Jahrelang in der Samstag Nacht Show zu sehen, danach feierte er einzelne Comedyauftritte im Fernsehen. Markus Majowski ist Cookie, der Zwerg der für alle kocht und auch ein wenig eingeschnappt ist als Schneewittchen Würste für alle macht. Markus Majowski war in der Sat.1 Erfolgs-Comedy die Dreisten Drei zu sehen, genau wie Ralf Schmitz, er spiel Sunny, den kleinen glücklichen Zwerg der leichte Sprachprobleme hat. Sein Gegenpart ist Cloudy, gespielt von Boris Aljinovic, dieser Zwerg hat ständig miese Laune, von ihm kommen auch die härtesten Sprüche. Boris Aljinovic spielte bereits in fielen Tatort-Filmen den Ermittler. Heinz Hoenig ist Brummboss, das Oberhaupt der Zwerge. Er hat die ganze Meute unter Kontrolle. Heinz Hoenig hat bereits in zahlreichen deutschen Filmproduktionen mitgespielt, unter anderem das Boot. Der letzte Zwerg ist Martin Schneider, genannt Speedy, anders wie der Name vermuten lässt ist Speedy ein sehr langsamer Zwerg im Denken und Handeln. Martin Schneider ist ein sehr bekannter Stand up Comedian, der im Grunde keine Witze machen muss, sondern nur sprechen soll, denn sein Gesicht sorgt für die meisten Lacher.
Die böse Königin wird von Nina Hagen gespielt, sie ist wirklich böse im Film. Nina Hagens Tochter Cosma Shiva Hagen spielt das Schneewittchen, sie verführt die ganzen Zwerge und lässt sie am Schluss doch sitzen, sie sorgt für den visuellen Leckerbissen im Film und spielt das Schneewittchen fabelhaft. Grund ist der Hofnarr Atze Schröder, der mit seinem Machohaften Getue Schneewittchen verführt. Die rechte Hand der Königin ist Komiker Hans Werner Olm, dieser wirkt wirklich böse und furcht einflößend, so dass er und Nina Hagen zwei herrliche Bösewichte abgeben. Der Spiegel wurde von Rüdiger Hoffmann gespielt, auch er war lustig, er redete mit seiner typischen Art ständig um den heißen Brei. Christian Tramitz war der Jäger, er hatte einen guten Dialekt, aber ansonsten blieb er eher unscheinbar, Christian Tramitz spielte bereits im Traumschiff, der Schuh des Manitu und der Bullyparade mit, ich fand schon immer das er kein besonders witziger Mensch ist. Mavie Hörbiger hatte als Rotkäppchen am Anfang und Ende eine relative große Rolle, sie blieb sehr ruhig.Viele weitere Stars hatten auch kurze Auftritte, wie zum Beispiel Harald Schmidt, Helge Schneider oder Tom Gerhardt. Speziell beim Auftritt dieser Personen waren die Lacher groß.
Meine Meinung
Man nehme verschiedene alte Grimm-Märchen, ändere diese grundlegend ab und schon hat man die Story zu diesem Film. Neben Schneewittchen gab es auch noch kleine Zusammenhänge mit Rotkäppchen und Rapunzel. Die Story von Schneewittchen wurde grundlegend geändert, so gab es keine Szene wo Schneewittchen mit einem Apfel vergiftet wird, und ihrem Märchenprinz ist sie im Gefängnis begegnet. Kleine Zusammenhänge bestanden immer, aber der Film hat sich schon grundlegend vom eigentlichen Märchen distanziert. Die Story war zu keinem Zeitpunkt langweilig, da es fast im Minutentakt Lacher gab. Ich konnte feststellen dass nicht Schneewittchen die eigentliche Hauptfigur war, sondern die 7 Zwerge, weil unter jedem Zwerg ein Comedian gesteckt hat, welcher Schneewittchen locker an die Wand gespielt hat. Ein jeder kennt wohl dieses Märchen, also ist im Grunde der Ausgang vorhersehbar, großartige Überraschungen hält er jedenfalls nicht auf Lager.
Bei 7 Zwerge – Männer allein im Wald handelt es sich um eine deutsche Komödie. Im Stil von der Wixxer oder auch Traumschiff läuft auch diese Komödie ab. Die Tatsache dass von Märchen und nicht von Filmen geklaut wird spielt dabei keine Rolle, einzig die Anspielung von Helge Schneider auf Herr der Ringe war eine Anspielung. Ansonsten blieb der Film mit seinem Humor sehr eigenständig. Man sollte bedenken dass es ein Kinderfilm ist, somit kommen Action und Spannung sehr kurz, einzig Mirko Nontschew sorgt für etwas Action mit seinen Aktionen. Die ganzen 6 Zwerge, bis auf Brummboss sind von Anfang an angetan von Schneewittchen, eine richtige Liebesstory entwickelt sich nicht daraus, selbst als sie sich in Atze Schröder verliebt, ist von Romantik wenig zu spüren. Wer in diesen Film geht, sollte sich bewusst sein, dass es sich um eine reine Komödie handelt.
Die Gags waren sehr unterschiedlich, es fielen sehr viele Blondinen-, beziehungsweise Brünettenwitze. Und Otto erzählte oftmals seine „Es war einmal…“-Witze. Die anderen Darsteller kamen jedoch alle mit ihrem eigenen Humor an, so musste Martin Schneider nur den Mund öffnen bis man über ihn lachen konnte und Mirko Nontschew improvisierte sehr oft und machte seltsame für ihn jedoch typische Geräusche. Bei jedem Kurzauftritt eines bekannten Comedian konnte der ganze Kinosaal lachen, leider waren dies auch oftmals die einzigen witzigen Momente. Denn die Comedians traten im Film so auf, wie man sie auch aus der Öffentlichkeit kannte, alle waren so wie man sie erwartet hat, mit ihrem Humor, ihrer Art und ihrem Handeln. Genau dieser Punkt macht es jedoch schwer diesen Film in eine bestimmte Sparte Gags einzuordnen, es sind im Grunde alle Gags aus allen Bereichen vertreten.
Jeder Schauspieler hatte seine Szenen. Mit am amüsantesten fand ich die Szene wo Martin Schneider aus einem Pilzebuch vorgelesen hat und Otto diese Pilze gegessen hat, und Martin Schneider in dieser Zeit gesagt hat was diese Pilze anrichten. So konnte man die Auswirkungen bei Otto sehr gut erkennen. Auch gut die Anfangsszene in der sich Rotkäppchen entblättert und Otto mit seiner Zwergenmütze im Stile von der weiße Hai, sich langsam aber sicher Rotkäppchen nähert. Sehr lustig war auch die Szene mit Atze Schröder, dieser hatte anfangs lange glatte Haare, bis er unter einem Heißluft-Fön kam, der ihm seine bekannte Frisur einbrachte. Der Gag wo ich am meisten lachen musste, war aber der als die Königin sagte man solle den Jäger holen. Worauf ein schwarzer die Tür öffnete und grinste. Darauf berichtigte sich die Königin und sagte „Der Jäger, nicht den Neger“, so dumm dieser Gag auch war, er war der wo ich und auch das Publikum am meisten lachen konnte. Aber wir sind ja auch in Ostdeutschland.
Beim Film erkennt man dass er im Studio abgedreht wurde, die ganzen Hintergründe wirken sehr unnatürlich, aber genau dies erweckt Märchenstimmung. Auch das Pferd der Zwerge sah etwas billig aus, so dass man sofort merkte, dass es eine Puppe ist. Für große Special Effects wurde kein Platz gelassen, alles bleibt in einem gewissen Rahmen und erweckt eine märchenhafte Stimmung, die man aus solchen Filmen gewohnt ist. Das Feeling aus den alten russischen Märchenfilmen wurde übernommen, wo noch mit Pappkulisse gearbeitet wurde. Auch die Filmmusik klingt märchenhaft, zwar etwas düster, aber auch sie trägt dazu bei, dass man sich besser in dieses Märchen hineinversetzen kann.
Daten zum Film
Der Film hat eine Länge von 95 Minuten. In dem engen Kinosessel und aus Angst vor Trombose habe ich gehofft das der Film endlich zu Ende ist, was ich nicht dem Film zuschreiben darf, sondern einfach dem Platzmangel im Kino. Der Film hat keine Altersbeschränkung, ich finde es auch in Ordnung, denn gewalttätig war der Film zu keinem Zeitpunkt. Regisseur war Sven Unterwaldt Jr., mir persönlich sagt der Name nichts, er hat aber bereits im Film wie die Karnickel Regie geführt.
Fazit
Ich kann den Film im Grunde jedem empfehlen der etwas für Humor übrig hat. Zu Lachen hat man auf alle Fälle etwas. Ob es jedem sein Geschmack ist kann ich nicht sagen, auch ob die Auftritte der Comedians wirklich erfreuen bleibt ungewiss, den einen mag man den anderen nicht. Der Film bietet jedoch großes deutsches Kino und liefert endlich wieder einen Otto-Film ab über den man kräftig ablachen kann. Empfehlen kann ich den Film eigentlich jedem, bei der Bewertung gebe ich trotzdem nicht die volle Punktzahl, weil oftmals die Gags auch an den Gastauftritten der Comedians hängen blieben und diese auch nur durch ihre Art zu überzeugen wussten. Mir gefiel also nicht, dass sehr viele Gags auf diese Weise erzwungen wurden. Viele Comedians leierten ihr typisches Bühnenprogramm herunter. Ansonsten konnte man so wirklich gut lachen, auch an den Schauspielern gab es im Grunde nichts zu bemängeln, keiner fiel schlecht auf. Wer also vorhat in diesen Film zu gehen, kann es ruhig tun, einen Fehler macht er nicht, wer noch nicht entschlossen ist, dem kann ich diesen Film nur empfehlen, so herzlich lacht man nicht überall.
Am Freitag war wieder unser üblicher Kinotag, wie er mittlerweile fast jede Woche stattfindet. Diesmal sollte es ein Film sein, den wir bereits vorige Woche sehen wollten, 7 Zwerge – Männer allein im Wald. Aber dieser Film ist ja erst seit Donnerstag dem 28.10. im Kino. Anfangs wollte ich wegen Geldproblemen nicht hineingehen, aber letztendlich bekam ich den Kinoeintritt mal wieder bezahlt und ich konnte mir den Streifen anschauen. Der Film stand sowieso auf meiner Liste der Filme die ich in nächster Zeit unbedingt sehen wollte, gestern war es endlich soweit. 7 Zwerge ist eine Märchenverfilmung vom Grimm-Märchen Schneewittchen, die Tatsache das Komiker Otto Waalkes mitspielt, verrät dass es sich hierbei um eine Komödie handelt.
Story
Tief im Wald leben die 7 Zwerge. Bubi (Otto Waalkes), Tschakko (Mirko Nontschew), Cloudy (Boris Aljinovic), Cookie (Markus Majowski), Speedy (Martin Schneider), Sunny (Ralf Schmitz) und ihr Chef Brumboss (Heinz Hoenig) fristen ein einsames Dasein ohne Frauen. Der Grund dafür ist klar, alle haben schlechte Erfahrungen mit Frauen gemacht, deshalb versuchen sie fernab dieser Geschöpfe ihren Lebensabend zu genießen.
Im Schloss sitzt die böse Königin (Nina Hagen), die den Spiegel fragt, wer die schönste im ganzen Land ist, der Spiegel (Rüdiger Hoffmann) sagt es sei die Königin, bis auf eine Ausnahme, nämlich Schneewittchen (Cosma Shiva Hagen), nur Schneewittchen ist schöner als die Königin. Klare Sache, Schneewittchen muss entsorgt werden, der Jäger (Christian Tramitz) wird beauftragt Schneewittchen zu fangen und zur Königin zu bringen.
Schneewittchen ist mittlerweile im Wald verschwunden und hat sich im Haus der 7 Zwerge versteckt. Als die Zwerge Schneewittchen sehen sind sie natürlich allesamt hellauf begeistert und richten ihr die Hälfte des Hauses ein. Der Jäger konnte Schneewittchen nicht fangen, da sein kleiner Hund ihm Probleme gemacht hat. Also beschließt die böse Königin mit ihrem Helfer Spliss (Hans Werner Olm) die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Es gelingt ihnen auch Schneewittchen zu entführen. Als die Zwerge merken dass Schneewittchen weg ist, ist ihnen klar dass sie entführt wurde und sie in das Schloss gehen müssen um Schneewittchen zu befreien.
Schauspieler
Es sind sehr viele Stars aus dem Comedybereich in diesem Film vertreten. Allein schon die 7 Zwerge sind sehr bekannt. Angefangen mit Otto Waalkes, welcher Bubi spielt, den kleinen verblödeten Zwerg der mit seiner Otto-typischen Art für zahlreiche Lacher sorgt. Otto dürfte allen bekannt sein aus seinen zahlreichen Filmen und Shows. Otto selbst hat auch noch ein paar Nebenrollen, zum Beispiel als Trompeter auf dem Turm und in einer Rückblende spielt er gleichzeitig Bubis Vater und Mutter. Mirko Nontschew ist Tschakko, der hektische aggressive Zwerg, der seine 6 Freunde im Film auch in Bundeswehrmanier drillt. Mirko Nontschew war Jahrelang in der Samstag Nacht Show zu sehen, danach feierte er einzelne Comedyauftritte im Fernsehen. Markus Majowski ist Cookie, der Zwerg der für alle kocht und auch ein wenig eingeschnappt ist als Schneewittchen Würste für alle macht. Markus Majowski war in der Sat.1 Erfolgs-Comedy die Dreisten Drei zu sehen, genau wie Ralf Schmitz, er spiel Sunny, den kleinen glücklichen Zwerg der leichte Sprachprobleme hat. Sein Gegenpart ist Cloudy, gespielt von Boris Aljinovic, dieser Zwerg hat ständig miese Laune, von ihm kommen auch die härtesten Sprüche. Boris Aljinovic spielte bereits in fielen Tatort-Filmen den Ermittler. Heinz Hoenig ist Brummboss, das Oberhaupt der Zwerge. Er hat die ganze Meute unter Kontrolle. Heinz Hoenig hat bereits in zahlreichen deutschen Filmproduktionen mitgespielt, unter anderem das Boot. Der letzte Zwerg ist Martin Schneider, genannt Speedy, anders wie der Name vermuten lässt ist Speedy ein sehr langsamer Zwerg im Denken und Handeln. Martin Schneider ist ein sehr bekannter Stand up Comedian, der im Grunde keine Witze machen muss, sondern nur sprechen soll, denn sein Gesicht sorgt für die meisten Lacher.
Die böse Königin wird von Nina Hagen gespielt, sie ist wirklich böse im Film. Nina Hagens Tochter Cosma Shiva Hagen spielt das Schneewittchen, sie verführt die ganzen Zwerge und lässt sie am Schluss doch sitzen, sie sorgt für den visuellen Leckerbissen im Film und spielt das Schneewittchen fabelhaft. Grund ist der Hofnarr Atze Schröder, der mit seinem Machohaften Getue Schneewittchen verführt. Die rechte Hand der Königin ist Komiker Hans Werner Olm, dieser wirkt wirklich böse und furcht einflößend, so dass er und Nina Hagen zwei herrliche Bösewichte abgeben. Der Spiegel wurde von Rüdiger Hoffmann gespielt, auch er war lustig, er redete mit seiner typischen Art ständig um den heißen Brei. Christian Tramitz war der Jäger, er hatte einen guten Dialekt, aber ansonsten blieb er eher unscheinbar, Christian Tramitz spielte bereits im Traumschiff, der Schuh des Manitu und der Bullyparade mit, ich fand schon immer das er kein besonders witziger Mensch ist. Mavie Hörbiger hatte als Rotkäppchen am Anfang und Ende eine relative große Rolle, sie blieb sehr ruhig.Viele weitere Stars hatten auch kurze Auftritte, wie zum Beispiel Harald Schmidt, Helge Schneider oder Tom Gerhardt. Speziell beim Auftritt dieser Personen waren die Lacher groß.
Meine Meinung
Man nehme verschiedene alte Grimm-Märchen, ändere diese grundlegend ab und schon hat man die Story zu diesem Film. Neben Schneewittchen gab es auch noch kleine Zusammenhänge mit Rotkäppchen und Rapunzel. Die Story von Schneewittchen wurde grundlegend geändert, so gab es keine Szene wo Schneewittchen mit einem Apfel vergiftet wird, und ihrem Märchenprinz ist sie im Gefängnis begegnet. Kleine Zusammenhänge bestanden immer, aber der Film hat sich schon grundlegend vom eigentlichen Märchen distanziert. Die Story war zu keinem Zeitpunkt langweilig, da es fast im Minutentakt Lacher gab. Ich konnte feststellen dass nicht Schneewittchen die eigentliche Hauptfigur war, sondern die 7 Zwerge, weil unter jedem Zwerg ein Comedian gesteckt hat, welcher Schneewittchen locker an die Wand gespielt hat. Ein jeder kennt wohl dieses Märchen, also ist im Grunde der Ausgang vorhersehbar, großartige Überraschungen hält er jedenfalls nicht auf Lager.
Bei 7 Zwerge – Männer allein im Wald handelt es sich um eine deutsche Komödie. Im Stil von der Wixxer oder auch Traumschiff läuft auch diese Komödie ab. Die Tatsache dass von Märchen und nicht von Filmen geklaut wird spielt dabei keine Rolle, einzig die Anspielung von Helge Schneider auf Herr der Ringe war eine Anspielung. Ansonsten blieb der Film mit seinem Humor sehr eigenständig. Man sollte bedenken dass es ein Kinderfilm ist, somit kommen Action und Spannung sehr kurz, einzig Mirko Nontschew sorgt für etwas Action mit seinen Aktionen. Die ganzen 6 Zwerge, bis auf Brummboss sind von Anfang an angetan von Schneewittchen, eine richtige Liebesstory entwickelt sich nicht daraus, selbst als sie sich in Atze Schröder verliebt, ist von Romantik wenig zu spüren. Wer in diesen Film geht, sollte sich bewusst sein, dass es sich um eine reine Komödie handelt.
Die Gags waren sehr unterschiedlich, es fielen sehr viele Blondinen-, beziehungsweise Brünettenwitze. Und Otto erzählte oftmals seine „Es war einmal…“-Witze. Die anderen Darsteller kamen jedoch alle mit ihrem eigenen Humor an, so musste Martin Schneider nur den Mund öffnen bis man über ihn lachen konnte und Mirko Nontschew improvisierte sehr oft und machte seltsame für ihn jedoch typische Geräusche. Bei jedem Kurzauftritt eines bekannten Comedian konnte der ganze Kinosaal lachen, leider waren dies auch oftmals die einzigen witzigen Momente. Denn die Comedians traten im Film so auf, wie man sie auch aus der Öffentlichkeit kannte, alle waren so wie man sie erwartet hat, mit ihrem Humor, ihrer Art und ihrem Handeln. Genau dieser Punkt macht es jedoch schwer diesen Film in eine bestimmte Sparte Gags einzuordnen, es sind im Grunde alle Gags aus allen Bereichen vertreten.
Jeder Schauspieler hatte seine Szenen. Mit am amüsantesten fand ich die Szene wo Martin Schneider aus einem Pilzebuch vorgelesen hat und Otto diese Pilze gegessen hat, und Martin Schneider in dieser Zeit gesagt hat was diese Pilze anrichten. So konnte man die Auswirkungen bei Otto sehr gut erkennen. Auch gut die Anfangsszene in der sich Rotkäppchen entblättert und Otto mit seiner Zwergenmütze im Stile von der weiße Hai, sich langsam aber sicher Rotkäppchen nähert. Sehr lustig war auch die Szene mit Atze Schröder, dieser hatte anfangs lange glatte Haare, bis er unter einem Heißluft-Fön kam, der ihm seine bekannte Frisur einbrachte. Der Gag wo ich am meisten lachen musste, war aber der als die Königin sagte man solle den Jäger holen. Worauf ein schwarzer die Tür öffnete und grinste. Darauf berichtigte sich die Königin und sagte „Der Jäger, nicht den Neger“, so dumm dieser Gag auch war, er war der wo ich und auch das Publikum am meisten lachen konnte. Aber wir sind ja auch in Ostdeutschland.
Beim Film erkennt man dass er im Studio abgedreht wurde, die ganzen Hintergründe wirken sehr unnatürlich, aber genau dies erweckt Märchenstimmung. Auch das Pferd der Zwerge sah etwas billig aus, so dass man sofort merkte, dass es eine Puppe ist. Für große Special Effects wurde kein Platz gelassen, alles bleibt in einem gewissen Rahmen und erweckt eine märchenhafte Stimmung, die man aus solchen Filmen gewohnt ist. Das Feeling aus den alten russischen Märchenfilmen wurde übernommen, wo noch mit Pappkulisse gearbeitet wurde. Auch die Filmmusik klingt märchenhaft, zwar etwas düster, aber auch sie trägt dazu bei, dass man sich besser in dieses Märchen hineinversetzen kann.
Daten zum Film
Der Film hat eine Länge von 95 Minuten. In dem engen Kinosessel und aus Angst vor Trombose habe ich gehofft das der Film endlich zu Ende ist, was ich nicht dem Film zuschreiben darf, sondern einfach dem Platzmangel im Kino. Der Film hat keine Altersbeschränkung, ich finde es auch in Ordnung, denn gewalttätig war der Film zu keinem Zeitpunkt. Regisseur war Sven Unterwaldt Jr., mir persönlich sagt der Name nichts, er hat aber bereits im Film wie die Karnickel Regie geführt.
Fazit
Ich kann den Film im Grunde jedem empfehlen der etwas für Humor übrig hat. Zu Lachen hat man auf alle Fälle etwas. Ob es jedem sein Geschmack ist kann ich nicht sagen, auch ob die Auftritte der Comedians wirklich erfreuen bleibt ungewiss, den einen mag man den anderen nicht. Der Film bietet jedoch großes deutsches Kino und liefert endlich wieder einen Otto-Film ab über den man kräftig ablachen kann. Empfehlen kann ich den Film eigentlich jedem, bei der Bewertung gebe ich trotzdem nicht die volle Punktzahl, weil oftmals die Gags auch an den Gastauftritten der Comedians hängen blieben und diese auch nur durch ihre Art zu überzeugen wussten. Mir gefiel also nicht, dass sehr viele Gags auf diese Weise erzwungen wurden. Viele Comedians leierten ihr typisches Bühnenprogramm herunter. Ansonsten konnte man so wirklich gut lachen, auch an den Schauspielern gab es im Grunde nichts zu bemängeln, keiner fiel schlecht auf. Wer also vorhat in diesen Film zu gehen, kann es ruhig tun, einen Fehler macht er nicht, wer noch nicht entschlossen ist, dem kann ich diesen Film nur empfehlen, so herzlich lacht man nicht überall.
24 Bewertungen, 2 Kommentare
-
01.11.2004, 18:03 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichgelacht hab ich auch über diesen Film auf jeden fall, aber einige witze waren wirklich brutal flach.
-
01.11.2004, 17:43 Uhr von Lea89
Bewertung: sehr hilfreichne freundin hat mir heute gesagt, dass der doof ist
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