8 Mile (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2011
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Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von mmm000
8 MILE- EMINEM BEWEIST SEIN KÖNNEN
Pro:
alles
Kontra:
siehe Fazit!!!!
Empfehlung:
Ja
Der bekannte Prügelknabe und Gesetzesbrecher EMIN3M als Schauspieler? Als EMIN3M-Fan erster Stunde stellte dieser Film natürlich ein Pflichtprogramm für mich dar, doch nichts desto trotz hatte ich zuvor meine Bedenken, denn EMIN3M als Schauspieler in einer Hauptrolle? Na ja, ich hatte meine Zweifel, ob so ein Film mit einem eher unerfahrenen Schauspieler in der Hauptrolle überzeugend und gut dargestellt werden kann... Doch dieses geniale Meisterwerk von Curtis Hanson mit the master himself in der Hauptrolle hat mich in seinen Bann gezogen- sei es die Story, die Akteure als auch die Inszenierung.
Wer bisher geglaubt hat, was die Bravo alles verzapft, der wird eines besseren belehrt: hier also nun die schockierende Geschichte des Aufstiegs des weißen Gossenjungen hin zum Rap Supastar(?).
---STORY---
Wir befinden uns im Jahr 1995 in Detroit, Michigan. Der weiße „Möchtegern- Rapper“ Jimmy Smith jr., genannt B- Rabbit, (gespielt von EMIN3M) versucht seinem tristen Dasein in einem der heruntergekommenen Vierteln der Autometropole zu entfliehen. Seine Situation stellt sich mehr als hart dar. Nachdem er sich von seiner Freundin getrennt hat, muss er wohl oder übel in den Trailer von Mutter Stephanie (Kim Basinger) einziehen, um nicht auf der Strasse zu sitzen. Doch von mütterlicher Wärme keine Spur: anstatt sich um einen Job oder um Jimmy’s kleine Schwester Lilly (Chloe Greenfield) zu kümmern, vergnügt sie sich mit ihrem jugendlichen Geliebten Greg Buehl, welcher nicht älter ist als ihr eigener Sohn, und hofft auf den wöchentlichen Bingo-Jackpot. Tagsüber arbeitet Schulabbrecher Jimmy in einer Automobilfabrik an der Stanzmaschine. Doch abends zieht er mit seinen Freunden, zu denen Future (Mekhi Phifer), Sol (Omar Benson Miller) und auch DJ Iz (De`Angelo Wilson) sowie Cheddar gehören, durch die Hip Hop- Clubs in den dunklen Gassen Detroits, wie dem „Shelter“. Um sein einziges Talent, den Freestyle- Rap, endlich gewinnbringend einsetzen zu können und so die Chance zu wahren, aus Detroit abzuhauen, so wie die von Brittany Murphy gespielte Alex, mit welcher Jimmy eine Affäre eingeht, muss er im Shelter die schwarze übermächtige Konkurrenz, die so called \"Free World\", im Battle besiegen; und auch das ausnahmslos schwarze Publikum von seinen Skills überzeugen...
...!!!Achtung!!!... In dem nächsten Abschnitt wird das Ende verraten!...
[Nachdem die ersten Battles in einem Fiasko enden, rappt Jimmy beim großen Showdown alle Konkurrenten an die Wand. Jetzt scheint der Weg für eine große Karriere bereitet, doch der Film endet an dieser Stelle bevor Jimmy der große Durchbruch in der Hip Hop- Szene gelingt.]
---BIOGRAPHISCH ODER DOCH NUR SEMIBIOGRAPHISCH???---
Während des Filmes konnte ich viele Parallelitäten zum Leben des Marshall Bruce Mathers III erkennen, doch stellt der Film eine abgewandelte Realität dar, die dennoch authentisch wirkt. So wird jedem klar, dass es sich bei der Hauptperson nur um einen fiktiven Rapper namens B-Rabbit und nicht um Slim Shady himself handelt. Ebenso sind die Familienverhältnisse ein wenig anders als in der Wirklichkeit. EMIN3M ist zwar ohne Vater bei der Mutter aufgewachsen, hat aber lediglich einen Halbbruder und nicht wie im Film dargestellt eine kleine Schwester. Diese symbolisiert für Jimmy das, was Tochter Hailie Jade für EMIN3M darstellt. Auch ist die Tatsache widerlegt, dass EMIN3M wirklich an der 8 Mile- Road in einem Trailer gewohnt hat.
Die Person der Alex erinnerte mich stark an EMIN3M’s Frau Kim, kommt aber etwas besser weg. Der Hass den EMIN3M gegen seine Frau verspürt, wird von Jimmy nicht soweit ausgefüllt, dass er sie angreift oder gar verprügelt. Vielmehr ist in „8 Mile“ die Beziehung zu Alex durch Eifersucht und daraus resultierende Enttäuschungen geprägt.
Wie in EMIN3M’s Leben spielen auch die Freunde in Jimmy’s Alltag die Hauptrolle. Schnell habe ich erkannt, dass die Posse 3-1-3 EMIN3M’s Gruppe D 12 entspricht und auch einige Personen stimmen mit realen Vorbildern überein. So kann Jimmy’s Freund Future mit EMIN3M’s besten Freund Proof, den einige vielleicht von D 12 her kennen, verglichen werden.
Auch taucht der Hip Hop- Club „Shelter“ in der Realität auf, doch fanden EMIN3M’s erste Battles im Hip Hop-Store an der West 7 Mile statt.
Auch die Geschichte mit dem Versicherungsgeld, welches in „8 Mile“ dem Freund von Jimmy’s Mum zugute kommt, ist nicht erfunden. EMIN3M’s Freund kam durch eine Versicherungszahlung an etwas Geld, dass er in eine Studioausrüstung investierte und so EMIN3M’s erste Demo-Bänder produzieren konnte. Jedoch ist das Geld für den egoistischen Lover Greg der Grund dafür, die mittellose Stephanie ihrem Schicksal zu überlassen.
Zu guter letzt habe ich festgestellt, dass EMIN3M nicht wie Jimmy an der Stanze gearbeitet hat, sondern in Gilbert’s Lodge Burger gebraten hat- allerdings war dies auch kein besser bezahlter Job.
Leider habe ich die Begegnung mit Godfather Dr Dre vermisst, doch das hätte diesem Film den Stempel des klischeehaften Hollywoodmovie mit der Wandlung vom Gossenjungen zum Millionär aufgedrückt, was diesem Film meiner Meinung nach einen negativen Touch gegeben hätte.
Insgesamt ist EMIN3M’s Kommentar zu diesem Film zu verstehen, der gestand, sich selbst in diesem Film wiederzuerkennen, wenn auch nicht zu 100%.
---HAUPTDARSTELLER---
--EMIN3M- the master himself alias Jimmy jr. Smith--
LL Cool J und Busta Rhymes haben es in naher Vergangenheit bewiesen, dass sich auch bekannte Rapper als Schauspieler etablieren können. Allerdings waren ihre Auftritte in diversen Filmen wie „Deep Blue Sea“ oder „Halloween Resurrection“ eher von kurzer Dauer geprägt. „8 Mile“ ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein Rapper sich als Hauptdarsteller brillant in Szene setzen kann und damit auch noch erfolgreich ist, was die bis dato hohen Kino- Einnahmen aus den USA bestätigen. Meiner Meinung nach hat EMIN3M die Person des Jimmy perfekt und authentisch inszeniert, was vor allem an seinem Rapkünsten lag, welche er geschickt in die Story eingebaut hat. Er lebt in der Rolle des Jimmy richtig auf und mehr als einmal habe ich darauf gewartet, dass seine Freunde ihn mit Slim Shady angesprochen haben. Vor allem überzeugen auch Mimik und Gestik und lassen den Film an keiner Stelle laienhaft erscheinen. In seinen Videos agiert EMIN3M ja sehr kreativ und provozierend, was in der Figur des Jimmy Smith jr. immer wieder deutlich wird; besonders während der Battles bringt EMIN3M gerade diese Eigenschaften zum Vorschein.
Ich bin mal gespannt, ob man EMIN3M in weiteren Filmen bewundern kann oder ob „8 Mile“ ein einmaliges Projekt war, was ich allerdings sehr schade finden würde. Vielleicht ist ja sogar eine Oscarnominierung drin...
--Kim Basinger alias Stephanie Smith--
Kim Basinger spielt, wie schon zuvor im Bericht erwähnt, die Mutter des Jimmy. Diese überaus schwer zu spielende Rolle hat sie meiner Ansicht nach sehr gut gemeistert. Verglichen mit ihrer Vorlage von EMIN3M’s Mutter Debbie Mathers, kommt sie allerdings noch sehr gut weg- so ist sie im Film relativ drogenfrei und „lediglich“ dem Alkohol verfallen. Mich persönlich hat es nicht gewundert, dass so eine Person in einem Trailer wohnt, da Kim Basinger die Rolle einer depressiven, naiven als auch unbekümmerten Mutter perfekt inszeniert. So ist ihr tristes Leben im Wohnwagen eine logische Quintessenz ihrer Lebensweise, welche von ihr authentisch dargestellt wird und dem Film so noch ein Stück mehr Realität verleiht.
--Brittany Murphy alias Alex--
Brittany Murphy alias Alex passte meiner Meinung nach perfekt in das Leben und das Milieu, in welchem Jimmy lebt. Sie verkörpert für mich das desillusionierte Mädchen aus dem Ghetto, welchem jedes Mittel recht ist, dieser Hölle, Detroit, zu entfliehen. Ihre schauspielerische Leistung hat mich zwar angesprochen, aber nicht so recht begeistert. Sie hätte auch durch andere Schauspielerinnen ersetzt werden können, ohne dass es der Atmosphäre geschadet hätte. Trotzdem hat sie ihre Rolle glaubwürdig verkörpert.
Sicherlich wird sie von dem Ruhm, welchen sie durch diesen Film einfahren wird, profitieren und man wird sie bestimmt noch öfters auf den Leinwänden sehen können.
---DIE INSZENIERUNG DES FILMES---
Wie gesagt, verkörpert dieser Film das triste Leben in den Ghettos Detroits. Diese Stimmung wird auch auf audiovisueller Ebene wiedergeben. So verleihen besonders die Kameraführungen durch die Straßenzüge des Detroiter Ghettos Warren dem Film seine graue und desillusionierende Stimmung. Fasziniert hat mich auch die nicht immer so ganz perfekte, aber gewollte Führung als auch Einstellung der Kamera; welche besonders bei Jimmy’s Busfahrt zur Arbeit deutlich wird, indem die Kamera wackelnd und etwas unscharf die Umgebung darstellt, wie Jimmy sie wahrnimmt. Dies verleiht dem Film eine gewisse Realität, welche ich kaum bei einem anderen Film zuvor erlebt habe.
Auch die musikalische Untermalung bewerte ich als überaus genial. Der Film lebt und leidet genau wie die Hauptakteure um Jimmy mit Hip Hop, welcher für ihn und seine Freunde die Existenz bedeutet. Ich wurde in eine Hip Hop- Realität hineingesogen, welche nicht jedermanns Geschmack ist, wie ich an den Reaktionen der Zuschauer beim Verlassen des Kinosaals feststellen konnte. Besonders die Querverweise in den Battles, wie gegen Everlast und Vanilla Ice, um nur ein paar Beispiele aufzugreifen, konnten eigentlich nur von echten Fans verstanden werden. Deshalb habe auch nur ich an einigen Stellen leise geschmunzelt, während sich meine Sitznachbarn lediglich fragten: „Wer ist eigentlich Vanilla Ice?“ oder „Was hat denn Everlast damit zu tun?“. Diesbezüglich distanziert sich der Film somit vom chartorientierten Mainstream, der meiner Meinung nach zu 90 % im Kinosaal vertreten war und kann daher nicht von fachunkundigen Zuschauern bis ins letzte Detail verstanden werden. Ich hatte meinen Spaß und war durch die Texte der Battles amüsiert bis beeindruckt; wohingegen ich es lieber gesehen hätte, wenn die dilettantischen und zum Teil falschen deutschen Untertitel einfach ausgeblieben wären.
---KRITIK---
--Negative Kritik--
An der Story und der Inszenierung gibt es nichts, aber auch gar nichts, auszusetzen. Wenn ich es allerdings zu bestimmen hätte, so würde ich den Film erst ab 16 Jahren freigeben, da ich 12 Jährige noch nicht die nötige Reife eingestehe um diesen Film zu verstehen. Doch besonders die verbale als auch die nonverbale Brutalität, welche dieser Film verkörpert, ist meiner Ansicht nach, nicht für Kinder geeignet, die sogar von ihren Eltern dorthin begleitet werden. Die dort herrschende Situation von Kriminalität und Armut wird besonders durch Gewaltszenen ausgedrückt, die ich meinem Kind mit 12 Jahren nicht zumuten würde.
Auch die drei im Film vorkommenden (hemmungslosen) Sex-Szenen machen diesen nicht jugendfrei und auch die angewandte Sprachart und –form, welche doch eher als derb zu bezeichnen ist, widerlegen die Altersfreigabe ab 12 Jahren.
Aber dieser Film ist ja an den Mainstream gerichtet und da viele der neuen EMIN3M-Fans nicht älter als 12 Jahre sind, was mir besonders während des Kinobesuches aufgefallen ist, wollte man sicher vermeiden, dass diese konsumstarke Zielgruppe ausgegrenzt wird. Anders ist dies ja in den USA, wo der Film, meiner Meinung nach gerechtfertigt, ab 17 Jahren freigegeben ist.
Als ein weiterer Kritikpunkt sind die Untertitel zu nennen, welche die Battles im Shelter nicht wortgetreu übersetzt haben, sowie inhaltlich auf Gewalt und sonstige Agressionen gestützt waren. Leider habe ich feststellen müssen, dass es zum einen falsche Übersetzungen gab und zum anderen, besonders zum Ende des Filmes, Stimmen gar nicht mehr synchronisiert wurden, sondern auch mit einem Untertitel versehen wurden, was zur Konsequenz hatte, dass man sich ausschließlich auf die Untertitel konzentrieren musste, da man, auch wenn man der englischen Sprache mächtig ist, die Schauspieler so sehr schlecht verstehen konnte. Doch glücklicherweise ist diese scheinbar missglückte Übersetzung mit Untertiteln nur zum Ende des Filmes aufgetreten, so dass sonstiges perfekt ins Deutsche übersetzt worden ist.
--Positive Kritik--
Als überaus positiv bewerte ich das offene Ende des Films; es hätte einfach nicht hineingepasst, wenn Jimmy zum gefeierten Plattenmillionär aufgestiegen wäre. Dies hätte einfach nur dazu beigetragen, dass der Film zu einem kitschigen Hollywood- Streifen à la „Pretty Woman“ mutiert wäre. Viele werden jetzt fragen, warum endet dieser Film so offen, doch gerade das ist es doch was den Film zu guter letzt authentisch wirken lässt.
Überraschend war zudem die schauspielerische Leistung der Protagonisten, besonders die von EMIN3M. Auch die perfekten in den Film eingesetzten Schauspieler machen den Film zu einem einmaligem Hip Hop-Drama, welches realitätsnah ist und zudem keine Spur von Überheblichkeit aufweist (etwa von EMIN3M).
Auch bewerte ich es als überaus positiv, dass EMIN3M in diesem Film nicht sich selbst gespielt hat, sondern eine Person namens Rabbit, welche lediglich semibiographische Parallelen aufweist. Denn sonst hätte der Film, meiner Meinung nach, einen Hauch von Selbstverliebtheit verkörpert,à la: Hoppla, hier komme ich! Sicherlich ist der Film auch als kommerziell zu betrachten, doch die nicht 100%-ige Identifikation des Protagonisten Rabbit mit dem Rapper EMIN3M macht diesen Film zu einem Meisterwerk der extra Klasse, da somit viel überraschendes und neues auftritt, weil man die Biographie EMIN3Ms ja in einigen Büchern nachlesen kann und der Film somit, besonders für Fans, nichts neues bedeutet und einfach keine Spannung beinhaltet hätte, da der Lebenslauf EMIN3Ms bereits bekannt gewesen wäre. Somit bietet \"8 Mile\" in der Rolle der fiktiven Person Rabbit ein Hip Hop-Drama, welches überraschend, zugleich aber auch schockierend ist.
---FAZIT---
Der wahre Fan freut sich, der meist weibliche Groupie findet EMIN3M einfach nur süß und die Kasse klingelt- wie es sich für ein echtes Hollywood- Highlight gehört!
Ich war bereits zwei Mal im Kino, um mir diesen Film anzusehen, weil dieser einfach nur genial ist. Aber seht selbst...
Wer bisher geglaubt hat, was die Bravo alles verzapft, der wird eines besseren belehrt: hier also nun die schockierende Geschichte des Aufstiegs des weißen Gossenjungen hin zum Rap Supastar(?).
---STORY---
Wir befinden uns im Jahr 1995 in Detroit, Michigan. Der weiße „Möchtegern- Rapper“ Jimmy Smith jr., genannt B- Rabbit, (gespielt von EMIN3M) versucht seinem tristen Dasein in einem der heruntergekommenen Vierteln der Autometropole zu entfliehen. Seine Situation stellt sich mehr als hart dar. Nachdem er sich von seiner Freundin getrennt hat, muss er wohl oder übel in den Trailer von Mutter Stephanie (Kim Basinger) einziehen, um nicht auf der Strasse zu sitzen. Doch von mütterlicher Wärme keine Spur: anstatt sich um einen Job oder um Jimmy’s kleine Schwester Lilly (Chloe Greenfield) zu kümmern, vergnügt sie sich mit ihrem jugendlichen Geliebten Greg Buehl, welcher nicht älter ist als ihr eigener Sohn, und hofft auf den wöchentlichen Bingo-Jackpot. Tagsüber arbeitet Schulabbrecher Jimmy in einer Automobilfabrik an der Stanzmaschine. Doch abends zieht er mit seinen Freunden, zu denen Future (Mekhi Phifer), Sol (Omar Benson Miller) und auch DJ Iz (De`Angelo Wilson) sowie Cheddar gehören, durch die Hip Hop- Clubs in den dunklen Gassen Detroits, wie dem „Shelter“. Um sein einziges Talent, den Freestyle- Rap, endlich gewinnbringend einsetzen zu können und so die Chance zu wahren, aus Detroit abzuhauen, so wie die von Brittany Murphy gespielte Alex, mit welcher Jimmy eine Affäre eingeht, muss er im Shelter die schwarze übermächtige Konkurrenz, die so called \"Free World\", im Battle besiegen; und auch das ausnahmslos schwarze Publikum von seinen Skills überzeugen...
...!!!Achtung!!!... In dem nächsten Abschnitt wird das Ende verraten!...
[Nachdem die ersten Battles in einem Fiasko enden, rappt Jimmy beim großen Showdown alle Konkurrenten an die Wand. Jetzt scheint der Weg für eine große Karriere bereitet, doch der Film endet an dieser Stelle bevor Jimmy der große Durchbruch in der Hip Hop- Szene gelingt.]
---BIOGRAPHISCH ODER DOCH NUR SEMIBIOGRAPHISCH???---
Während des Filmes konnte ich viele Parallelitäten zum Leben des Marshall Bruce Mathers III erkennen, doch stellt der Film eine abgewandelte Realität dar, die dennoch authentisch wirkt. So wird jedem klar, dass es sich bei der Hauptperson nur um einen fiktiven Rapper namens B-Rabbit und nicht um Slim Shady himself handelt. Ebenso sind die Familienverhältnisse ein wenig anders als in der Wirklichkeit. EMIN3M ist zwar ohne Vater bei der Mutter aufgewachsen, hat aber lediglich einen Halbbruder und nicht wie im Film dargestellt eine kleine Schwester. Diese symbolisiert für Jimmy das, was Tochter Hailie Jade für EMIN3M darstellt. Auch ist die Tatsache widerlegt, dass EMIN3M wirklich an der 8 Mile- Road in einem Trailer gewohnt hat.
Die Person der Alex erinnerte mich stark an EMIN3M’s Frau Kim, kommt aber etwas besser weg. Der Hass den EMIN3M gegen seine Frau verspürt, wird von Jimmy nicht soweit ausgefüllt, dass er sie angreift oder gar verprügelt. Vielmehr ist in „8 Mile“ die Beziehung zu Alex durch Eifersucht und daraus resultierende Enttäuschungen geprägt.
Wie in EMIN3M’s Leben spielen auch die Freunde in Jimmy’s Alltag die Hauptrolle. Schnell habe ich erkannt, dass die Posse 3-1-3 EMIN3M’s Gruppe D 12 entspricht und auch einige Personen stimmen mit realen Vorbildern überein. So kann Jimmy’s Freund Future mit EMIN3M’s besten Freund Proof, den einige vielleicht von D 12 her kennen, verglichen werden.
Auch taucht der Hip Hop- Club „Shelter“ in der Realität auf, doch fanden EMIN3M’s erste Battles im Hip Hop-Store an der West 7 Mile statt.
Auch die Geschichte mit dem Versicherungsgeld, welches in „8 Mile“ dem Freund von Jimmy’s Mum zugute kommt, ist nicht erfunden. EMIN3M’s Freund kam durch eine Versicherungszahlung an etwas Geld, dass er in eine Studioausrüstung investierte und so EMIN3M’s erste Demo-Bänder produzieren konnte. Jedoch ist das Geld für den egoistischen Lover Greg der Grund dafür, die mittellose Stephanie ihrem Schicksal zu überlassen.
Zu guter letzt habe ich festgestellt, dass EMIN3M nicht wie Jimmy an der Stanze gearbeitet hat, sondern in Gilbert’s Lodge Burger gebraten hat- allerdings war dies auch kein besser bezahlter Job.
Leider habe ich die Begegnung mit Godfather Dr Dre vermisst, doch das hätte diesem Film den Stempel des klischeehaften Hollywoodmovie mit der Wandlung vom Gossenjungen zum Millionär aufgedrückt, was diesem Film meiner Meinung nach einen negativen Touch gegeben hätte.
Insgesamt ist EMIN3M’s Kommentar zu diesem Film zu verstehen, der gestand, sich selbst in diesem Film wiederzuerkennen, wenn auch nicht zu 100%.
---HAUPTDARSTELLER---
--EMIN3M- the master himself alias Jimmy jr. Smith--
LL Cool J und Busta Rhymes haben es in naher Vergangenheit bewiesen, dass sich auch bekannte Rapper als Schauspieler etablieren können. Allerdings waren ihre Auftritte in diversen Filmen wie „Deep Blue Sea“ oder „Halloween Resurrection“ eher von kurzer Dauer geprägt. „8 Mile“ ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein Rapper sich als Hauptdarsteller brillant in Szene setzen kann und damit auch noch erfolgreich ist, was die bis dato hohen Kino- Einnahmen aus den USA bestätigen. Meiner Meinung nach hat EMIN3M die Person des Jimmy perfekt und authentisch inszeniert, was vor allem an seinem Rapkünsten lag, welche er geschickt in die Story eingebaut hat. Er lebt in der Rolle des Jimmy richtig auf und mehr als einmal habe ich darauf gewartet, dass seine Freunde ihn mit Slim Shady angesprochen haben. Vor allem überzeugen auch Mimik und Gestik und lassen den Film an keiner Stelle laienhaft erscheinen. In seinen Videos agiert EMIN3M ja sehr kreativ und provozierend, was in der Figur des Jimmy Smith jr. immer wieder deutlich wird; besonders während der Battles bringt EMIN3M gerade diese Eigenschaften zum Vorschein.
Ich bin mal gespannt, ob man EMIN3M in weiteren Filmen bewundern kann oder ob „8 Mile“ ein einmaliges Projekt war, was ich allerdings sehr schade finden würde. Vielleicht ist ja sogar eine Oscarnominierung drin...
--Kim Basinger alias Stephanie Smith--
Kim Basinger spielt, wie schon zuvor im Bericht erwähnt, die Mutter des Jimmy. Diese überaus schwer zu spielende Rolle hat sie meiner Ansicht nach sehr gut gemeistert. Verglichen mit ihrer Vorlage von EMIN3M’s Mutter Debbie Mathers, kommt sie allerdings noch sehr gut weg- so ist sie im Film relativ drogenfrei und „lediglich“ dem Alkohol verfallen. Mich persönlich hat es nicht gewundert, dass so eine Person in einem Trailer wohnt, da Kim Basinger die Rolle einer depressiven, naiven als auch unbekümmerten Mutter perfekt inszeniert. So ist ihr tristes Leben im Wohnwagen eine logische Quintessenz ihrer Lebensweise, welche von ihr authentisch dargestellt wird und dem Film so noch ein Stück mehr Realität verleiht.
--Brittany Murphy alias Alex--
Brittany Murphy alias Alex passte meiner Meinung nach perfekt in das Leben und das Milieu, in welchem Jimmy lebt. Sie verkörpert für mich das desillusionierte Mädchen aus dem Ghetto, welchem jedes Mittel recht ist, dieser Hölle, Detroit, zu entfliehen. Ihre schauspielerische Leistung hat mich zwar angesprochen, aber nicht so recht begeistert. Sie hätte auch durch andere Schauspielerinnen ersetzt werden können, ohne dass es der Atmosphäre geschadet hätte. Trotzdem hat sie ihre Rolle glaubwürdig verkörpert.
Sicherlich wird sie von dem Ruhm, welchen sie durch diesen Film einfahren wird, profitieren und man wird sie bestimmt noch öfters auf den Leinwänden sehen können.
---DIE INSZENIERUNG DES FILMES---
Wie gesagt, verkörpert dieser Film das triste Leben in den Ghettos Detroits. Diese Stimmung wird auch auf audiovisueller Ebene wiedergeben. So verleihen besonders die Kameraführungen durch die Straßenzüge des Detroiter Ghettos Warren dem Film seine graue und desillusionierende Stimmung. Fasziniert hat mich auch die nicht immer so ganz perfekte, aber gewollte Führung als auch Einstellung der Kamera; welche besonders bei Jimmy’s Busfahrt zur Arbeit deutlich wird, indem die Kamera wackelnd und etwas unscharf die Umgebung darstellt, wie Jimmy sie wahrnimmt. Dies verleiht dem Film eine gewisse Realität, welche ich kaum bei einem anderen Film zuvor erlebt habe.
Auch die musikalische Untermalung bewerte ich als überaus genial. Der Film lebt und leidet genau wie die Hauptakteure um Jimmy mit Hip Hop, welcher für ihn und seine Freunde die Existenz bedeutet. Ich wurde in eine Hip Hop- Realität hineingesogen, welche nicht jedermanns Geschmack ist, wie ich an den Reaktionen der Zuschauer beim Verlassen des Kinosaals feststellen konnte. Besonders die Querverweise in den Battles, wie gegen Everlast und Vanilla Ice, um nur ein paar Beispiele aufzugreifen, konnten eigentlich nur von echten Fans verstanden werden. Deshalb habe auch nur ich an einigen Stellen leise geschmunzelt, während sich meine Sitznachbarn lediglich fragten: „Wer ist eigentlich Vanilla Ice?“ oder „Was hat denn Everlast damit zu tun?“. Diesbezüglich distanziert sich der Film somit vom chartorientierten Mainstream, der meiner Meinung nach zu 90 % im Kinosaal vertreten war und kann daher nicht von fachunkundigen Zuschauern bis ins letzte Detail verstanden werden. Ich hatte meinen Spaß und war durch die Texte der Battles amüsiert bis beeindruckt; wohingegen ich es lieber gesehen hätte, wenn die dilettantischen und zum Teil falschen deutschen Untertitel einfach ausgeblieben wären.
---KRITIK---
--Negative Kritik--
An der Story und der Inszenierung gibt es nichts, aber auch gar nichts, auszusetzen. Wenn ich es allerdings zu bestimmen hätte, so würde ich den Film erst ab 16 Jahren freigeben, da ich 12 Jährige noch nicht die nötige Reife eingestehe um diesen Film zu verstehen. Doch besonders die verbale als auch die nonverbale Brutalität, welche dieser Film verkörpert, ist meiner Ansicht nach, nicht für Kinder geeignet, die sogar von ihren Eltern dorthin begleitet werden. Die dort herrschende Situation von Kriminalität und Armut wird besonders durch Gewaltszenen ausgedrückt, die ich meinem Kind mit 12 Jahren nicht zumuten würde.
Auch die drei im Film vorkommenden (hemmungslosen) Sex-Szenen machen diesen nicht jugendfrei und auch die angewandte Sprachart und –form, welche doch eher als derb zu bezeichnen ist, widerlegen die Altersfreigabe ab 12 Jahren.
Aber dieser Film ist ja an den Mainstream gerichtet und da viele der neuen EMIN3M-Fans nicht älter als 12 Jahre sind, was mir besonders während des Kinobesuches aufgefallen ist, wollte man sicher vermeiden, dass diese konsumstarke Zielgruppe ausgegrenzt wird. Anders ist dies ja in den USA, wo der Film, meiner Meinung nach gerechtfertigt, ab 17 Jahren freigegeben ist.
Als ein weiterer Kritikpunkt sind die Untertitel zu nennen, welche die Battles im Shelter nicht wortgetreu übersetzt haben, sowie inhaltlich auf Gewalt und sonstige Agressionen gestützt waren. Leider habe ich feststellen müssen, dass es zum einen falsche Übersetzungen gab und zum anderen, besonders zum Ende des Filmes, Stimmen gar nicht mehr synchronisiert wurden, sondern auch mit einem Untertitel versehen wurden, was zur Konsequenz hatte, dass man sich ausschließlich auf die Untertitel konzentrieren musste, da man, auch wenn man der englischen Sprache mächtig ist, die Schauspieler so sehr schlecht verstehen konnte. Doch glücklicherweise ist diese scheinbar missglückte Übersetzung mit Untertiteln nur zum Ende des Filmes aufgetreten, so dass sonstiges perfekt ins Deutsche übersetzt worden ist.
--Positive Kritik--
Als überaus positiv bewerte ich das offene Ende des Films; es hätte einfach nicht hineingepasst, wenn Jimmy zum gefeierten Plattenmillionär aufgestiegen wäre. Dies hätte einfach nur dazu beigetragen, dass der Film zu einem kitschigen Hollywood- Streifen à la „Pretty Woman“ mutiert wäre. Viele werden jetzt fragen, warum endet dieser Film so offen, doch gerade das ist es doch was den Film zu guter letzt authentisch wirken lässt.
Überraschend war zudem die schauspielerische Leistung der Protagonisten, besonders die von EMIN3M. Auch die perfekten in den Film eingesetzten Schauspieler machen den Film zu einem einmaligem Hip Hop-Drama, welches realitätsnah ist und zudem keine Spur von Überheblichkeit aufweist (etwa von EMIN3M).
Auch bewerte ich es als überaus positiv, dass EMIN3M in diesem Film nicht sich selbst gespielt hat, sondern eine Person namens Rabbit, welche lediglich semibiographische Parallelen aufweist. Denn sonst hätte der Film, meiner Meinung nach, einen Hauch von Selbstverliebtheit verkörpert,à la: Hoppla, hier komme ich! Sicherlich ist der Film auch als kommerziell zu betrachten, doch die nicht 100%-ige Identifikation des Protagonisten Rabbit mit dem Rapper EMIN3M macht diesen Film zu einem Meisterwerk der extra Klasse, da somit viel überraschendes und neues auftritt, weil man die Biographie EMIN3Ms ja in einigen Büchern nachlesen kann und der Film somit, besonders für Fans, nichts neues bedeutet und einfach keine Spannung beinhaltet hätte, da der Lebenslauf EMIN3Ms bereits bekannt gewesen wäre. Somit bietet \"8 Mile\" in der Rolle der fiktiven Person Rabbit ein Hip Hop-Drama, welches überraschend, zugleich aber auch schockierend ist.
---FAZIT---
Der wahre Fan freut sich, der meist weibliche Groupie findet EMIN3M einfach nur süß und die Kasse klingelt- wie es sich für ein echtes Hollywood- Highlight gehört!
Ich war bereits zwei Mal im Kino, um mir diesen Film anzusehen, weil dieser einfach nur genial ist. Aber seht selbst...
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