A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von Abana1
Schizophrenie ist ein Problem ohne Lösung
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
und das muß auch der geniale Mathematiker John Nash lernen.
Mit Absicht habe ich den Film \"A Beautiful Mind\" im Kino an mir vorbeiziehen lassen, denn mir war klar, diesem Film will ich unbedingt auf DVD. Außerdem ist dies ja auch ein Film, den man nicht unbedingt auf der großen Leinwand sehen muß. Die DVD wollte ich wegen des Bonusmaterials, und am 19.September ist sie ja nun auch erschienen. Die DVD-Kritik hätte ich gerne eher geschrieben, aber bol.de hat sage und schreibe einen Monat gebraucht, um die DVD zu besorgen und zu versenden.
Handlung
---------
Es ist das Jahr 1947 - John Forbes Nash (Russell Crowe) beginnt sein Promotionsstudium in Princeton, inmitten der Mathematiker-Elite des Landes. Er ist hochbegabt, aber er kann weder sozial noch erfolgsmäßig mit den anderen mithalten. Nash geht einen anderen Weg, er nimmt nicht an den Vorlesungen teil, sondern er will mit einer genialen Idee den Durchbruch schaffen. Sein Einzelgängertum wird nur durch seinen Mitbewohner Charles (Paul Bettany) durchbrochen, der ihn immer wieder zum Kontakt mit anderen Menschen animiert. Eines Tages, bei dem Besuch einer Bar, kommt Nash ein genialer Einfall, den er in seiner Promotion ausbaut - diese Entdeckung der Spieletheorie bringt ihn Anerkennung unter seinen Lehrern und Kollegen.
Jahre später ist er als Professor am MIT tätig, wo er in einem Seminar die wunderschöne Alicia (Jennifer Connelly) kennenlernt. Sie drängt ihn zu einem Date, und die beiden verlieben sich. Schließlich kommt es sogar zu einer Hochzeit. Während privat also alles perfekt ist, wurde das berufliche Leben schon lange in eine Bahn gedrängt, die Nash nicht mehr unter Kontrolle hat. Von dem Agenten William Parcher (Ed Harris) wurde er für den Geheimdienst angeworben, wo Nash in Zeitungen einen Code finden soll, womit sich die Russen verständigen. Er findet auch immer wieder solche Codes, die er in einem Briefkasten an Parcher weiterleitet. Doch die Dinge geraten außer Kontrolle, als er und Parcher von Agenten verfolgt werden, und dies schließlich in einem Mord endet.
Nash füllt sich jetzt verfolgt, und bei einer Vorlesung, wo auch Charles und seine kleine Nichte Marcee (Vivien Cardone) anwesend sind, ergreift er die Flucht. Er wird von dem Psychiater Dr.Rosen (Christopher Plummer) gestellt und in eine psychiatrische Klinik eingeliefert. Man diagnostiziert Schizophrenie...
Meine Meinung
--------------
\"A Beautiful Mind\" ist ein beeindruckender Film, welcher auf Tatsachen beruht. Das Leben des Mathematikers John Nash wurde von Sylvia Nasar in einem Buch beschrieben, und der Drehbuchautor Akiva Goldsman hat aus dem Stoff ein Drehbuch gemacht. Irgendwie ist diese Realitätsnähe auch der Knackpunkt des Films, denn ansonsten würde man das wohl alles als Unsinn abstempeln. Realitätsnähe müßte ich allerdings in Anführungszeichen setzen, denn natürlich wurde für Hollywood die Story doch ein wenig geebnet. U.a. wird nicht auf Nash´s Affären mit Männern eingegangen, außerdem hatte er vor Alicia schon ein Kind mit einer anderen Frau, und schließlich ist die Beziehung von Nash mit Alicia nicht ganz so reibungslos verlaufen (sie waren zwischenzeitlich geschieden). Ja, aber wie schwierig darf ein Film fürs Publikum werden? Da ist die Antwort leicht - natürlich dard er nicht zu schwierig werden, denn ansonsten nimmt ihn das große Publikum nicht an. Deshalb hat man hier wohl auch etliche Kanten abgeschliffen, so daß ein Nash entstand, mit dem man sich identifizieren kann. Und ich glaube, das war für diesem Film auch nötig. Schließlich sieht man alles durch die Augen von Nash, und man bekommt dadurch ein gewisses Verständnis für die Krankheit Schizophrenie. Andernfalls wäre man zu der Person vielleicht zu distanziert. Und der Plot von der Rettung Nash´s durch die Liebe ist fragwürdig, aber durchaus verständlich. Schließlich kann man sich dadurch den Zuschauer einfangen. Nun gut, man hat also viel von der Story auf eine Linie zugeschnitten, aber manches bleibt doch unverständlich. Da der Film über einen großen Mathematiker handelt, hätte man doch dem Zuschauer wenigstens seine Spieltheorie etwas näher bringen können. Ansätze sind zwar im Film vorhanden, aber meiner Meinung nach zu wenig. Leider findet sich auch im Bonusmaterial der DVD kein Feature zu diesem Thema. Ansonsten hat mich auch die Blaßheit von Alicia gestört - natürlich war sie in jeder Szene durch ihre Schönheit präsent, aber was ist z.B. aus ihrem Studium geworden? Nach ihrer Hochzeit mit Nash wird auf ihr Leben nicht weiter eingegangen, was mich ziemlich gestört hat. Jennifer Connelly hat wirklich eine tolle Leistung abgeliefert, aber irgendwie wurde der Charakter Alicia doch ein wenig ins Abseits gedrängt.
Alle Darsteller haben eine hervorragende Leistung abgeliefert. Jennifer Connelly wurde dafür auch mit dem Oscar für die Beste Nebendarstellerin ausgezeichnet, wobei Russell Crowe dieses Mal leer ausging (meiner Meinung nach hätte er den Oscar mehr verdient als Denzel Washington für \"Training Day\"). Russell Crowe hat wirklich eine tolle Darstellung des Nash abgeliefert. Die Mimik und die Worte paßten zu jeder Szene (die Sprache geht ein wenig bei der Synchronisation verloren, weshalb man sich lieber die englische Orignalfassung anschauen sollte). Als Nebendarsteller sollte man auch noch Christopher Plummer erwähnen, der leider nicht so viele Szenen im Film hatte, und natürlich auch Ed Harris als Agent.
Die Inszenierung des Films ist auch hervorragend gemacht. Diese Idee, die Welt mit Nash´s Augen zu sehen, ist echt genial, so daß man anfangs gar nicht wahrnimmt, was schon alles dem Wahnsinn entsprungen ist. Das war ein guter Ausgangspunkt, um den Zuschauer mit der Krankheit Schizophrenie vertraut zu machen. Der Film ist einfach sehenswert, schon wegen der beiden Hauptdarsteller. Das am Ende doch wieder alles etwas schmalzig wurde, konnte scheinbar nicht vermieden werden, aber man hätte auch die Nobelpreisverleihung etwas weniger tränenreich gestalten können. Was also bleibt, ist ein mitreißender Film über Schizophrenie, der Dank eines tollen Hauptdarstellers den Kampf und den Sieg von Nash über die Krankheit dem einzelnen Zuscahuer näherbringt.
Die DVD
--------
Das Bonusmaterial auf der DVD von Universal kann sich sehen lassen. Hier wurde ausnahmsweise mal nicht gespart, und man bekommt eine Vielzahl von Featuretten zu sehen, die einem einen Eindruck von den Dreharbeiten und der Arbeit am Film geben. Es gibt auch zwei Audiokommentare, die das Bonusmaterial hervorragend ergänzen. Vom Bonusmaterial bin ich vollkommen überzeugt, da gibt es keinerlei Punktabzüge von mir.
Das Bild und der Ton sind sehr gut. Zwar wirkt das Bild in einigen Szenen etwas unscharf, aber im Rest des Films kann es durch perfekte Schärfe und Kontrast überzeugen. Auch der Ton ist nicht schlecht. Zwar lebt der Film durch die Dialoge, was den Center hauptsächlich beschäftigt, aber in einigen Szenen kommen die Surroundboxen zum Einsatz - gerade bei der Verfolgungsjagd oder bei dem Einsatz von Musik.
Zur DVD gibt es leider kein Booklet, das scheint neuerdings Standard zu werden. Das Hauptmenü ist animiert und msuikalisch unterlegt. Die Untermenüs müssen mit statischen Bildern auskommen, aber wenigstens hat es die Musik bis hier hin geschafft.
# Audiokommentar von Regisseur Ron Howard
Es gibt zwei Audiokommentare auf der DVD, wobei der Regiekommentar der bessere von beiden ist. Ron Howard beschreibt sehr interessant und mitreißend die Filmentstehung, die Dreharbeiten, die Locations usw. Hier erfährt man wirklich sehr viel über die Hintergründe des Films. Wer also den Film schon mal gesehen hat, sollte sich in einem zweiten Anlauf den Film mit diesem Audiokommentar anschauen.
# Audiokommentar von Drehbuchautor Akiva Goldsman
Der zweite Kommentar von dem Drehbuchautor ist leider nicht so interessant wie der Kommentar von Ron Howard. Leider ist er einfach zu langweilig erzählt, und so viele interessante Dinge bekommt man auch nicht zu hören. Häufig beschränkt sich Goldsman auf eine Beschreibung der Szene, aber die kann man ja auch auf dem Bildschirm sehen. Wer sich also einen Kommentar zum Film anhören will, sollte den von Ron Howard wählen.
# Entfallene Szenen (~27min)
Die entfallenen Szenen beginnen schon im Menü mit einem Kommentar von Regisseur Ron Howard, wo er kurz erklärt, wieso die entfallenen Szenen so interessant sind. Es folgt dann eine recht große Auswahl von entfallenen Szenen, die man sich wahlweise mit einem Kommentar von Ron Howard anschauen kann. Die viele Szenen aus Zeitgründen entfernt wurden, handelt es sich hier nicht um sinnlose Szenen, die nichtssagend sind und deshalb nicht in den Film gekommen sind. Ron Howard erklärt dies auch schön in dem Kommentar, den man sich auf jeden Fall zu den Szenen anhören sollte. Mir haben die Szenen gut gefallen, da sie auch chronologisch geordnet waren, und durch den Kommentar konnte man sie auch gut in den Film einordnen.
# Featurette - Eine wunderbare Partnerschaft (~5min)
Dieser Clip beinhaltet die langjährige Zusammenarbeit von Ron Howard mit Produzent Brian Grazer. Prinzipiell hört man hier nur Lobeshymnen, aber zwischendurch bekommt man nochmals Einblicke in die Entstehung des Films, wodurch der Clip nicht ganz so uninteressant wird. Untermalt ist das Interview mit Bildern vom Film und von den Dreharbeiten.
# Featurette - Entwicklung des Drehbuchs (~8min)
Wie der Titel schon verrät, dreht sich der Clip um das Drehbuch. In dem Interview mit dem Drehbuchautor Akiva Goldsman merkt man auch zum ersten Mal die Begeisterung von ihm für das Thema (im Gegensatz zum Audiokommentar). Er zählt über die erste Fassung des Drehbuches, über die Änderungen, das Hinzufügen einzelner Szenen und schließlich die Zusammenarbeit mit dem Regisseur und den Darstellern. Ich fand den Clip sehr interessant, da man ja ansonsten nicht so viel über die Drehbuchautoren hört.
# Featurette - Treffen mit John Nash (~8min)
Diesen Clip fand ich sehr spannend. Der Regisseur Ron Howard hat sich mit dem richtigen John Nash getroffen, und dieses Interview aufgezeichnet. Nash erklärt hier seine Spieletheorie und seine aktuellen Forschungen. Ehrlich gesagt, habe ich diese Theorie immer noch nicht verstanden, aber diesen John Nash mal \"live\" zu sehen, war doch sehr interessant.
# Featurette - Empfang des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften (~2min)
Dieses Clip beinhaltet das Original-Filmmaterial von der Nobelpreisverleihung aus dem Jahr 1994. Ganz nett anzuschauen, aber dann doch ein wenig kurz. Und eine Dankesrede wie im Film gab es auch nicht zu sehen.
# Featurette - Die Besetzung von Russell Crowe und Jennifer Connelly (~6min)
Was mir diese Featurette sagen will, weiß ich immer noch nicht. Eigentlich wollte hier ja der Prozeß des Castings beschrieben werden, aber es wurde nicht weiter auf Probleme eingegangen, sondern Lobeshymnen auf Connelly und Crowe gesungen. Welche anderen Schauspieler/innen noch im Gespräch waren, erfährt man auch nicht. Insgesamt ist dieser Clip also recht nichtssagend.
# Featurette - Der Alterungsprozess (~7min)
Diese Featurette ist schon klasse. Was man im Film vielleicht nur als Nebensache betrachtet hat - die Masken - wird hier nochmals vorgestellt. Und nun wird auch klar, wieso der Film für den Oscar für das Beste Make-Up nominiert war. Nash altert in neun Stufen, wofür jeweils extra ein Gesicht gestaltet wurde. Es wird auch das Material vorgestellt, aus dem die Masken gemacht wurden, damit diese noch natürlich wie möglich aussehen.
# Featurette - Storyboard-Film-Vergleich (~8min)
Storyboards sind normalerweise doch recht langweilig, aber in diesem Clip haben sie durchaus seinen Reiz. zuerst erklärt Ron Howard kurz die Verwendung für Storybords, dann kommt man in das Menü mit den Szenen. Insgesamt kann man sich fünf Szenen im Storyboard-Film-Vergleich anschauen (drei Filmszenen und zwei Szenen aus unveröffentlichten Material). Da man dies im direkten Vergleich sieht, ist es auch nicht so langweilig, da man eben den direkten Szenenbezug hat.
# Featurette - Die Spezialeffekte (~11min)
Hier bekommt man einen interessanten Einblick in die Specialeffekte des Films. Ehrlich gesagt, war mir gar nicht klar, was alles Special Effects im Film waren. Das Aufblitzen der Zahlen und Buchstaben war klar, aber z.B. das Baby in der Wanne, die Tauben auf der Wiese oder die Szene in der Bar, wo er seine Entdeckung macht, hatte ich nicht als computergenerierte Elemente erkannt. So war dieser Clip also sehr interessant.
# Featurette - Das Komponieren der Filmmusik (~6min)
Dieser Clip ist nicht so interessant. Diese Featurette gibt einen Einblick in die Arbeit von Ron Howard mit dem Komponisten der Filmmusik James Horner. Er erzählt über die Verbindung der Mathematik mit der Musik, und die Aufnahmen mit der Sängerin, die man den ganzen Film über hört.
# Making Of - Einblick in A Beautiful Mind (~23min)
Eigentlich ist dieses Making Of darauf gezielt, einem potentiellen Zuschauer ins Kino zu locken. Deshalb ist dieser Clip auch eher ein Werbefilm, der die Handlung des Films erklärt. Man erfährt einiges über die Hintergründe und es gibt Interviews mit Cast & Crew, auch mit dem richtigen Nash. Wenn man die vorangegangenen Clips gesehen hat, wird man hier nicht mehr viel Neues finden. Man kann es höchstens als Zusammenfassung sehen. Wenn man den Film noch nicht gesehen hat, sollte man sich dieses Making Of noch nicht anschauen, denn meiner Meinung nach nimmt es zu viel vorweg. Eigentlich erfährt man schon alles über die Illusionen von Nash, so daß viel vom Film genommen wird.
# Trailer (~2min)
Der obligatorische Trailer zum Film.
# Werbeclip für den Soundtrack (~1min)
Zum Abschluß noch einen Werbeclip für den Soundtrack.
# Featurette - Oscar-Verleihung (~6min)
Der Film erhielt insgesamt vier Oscars: den Oscar für den Besten Film, Beste Regie, Beste Nebendarstellerin und Beste Drehbuchbearbeitung. Bei diesem Feature kann man sich bei dem Oscar für den Besten Film direkt die Verleihung anschauen, bei den anderen drei Oscars Bilder von den anschließenden Interviews mit den Gewinnern.
Sprachen : Deutsch, Englisch
Untertitel : Deutsch, Englisch, Hebräisch
Bildformat : 1,85:1 (anamorph)
Audiokanäle : Dolby Digital 5.1
Spielzeit : 130 min
FSK : ab 12 Jahre
Fazit
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Zusammenfassend kann man sagen, daß \"A Beautiful Mind\" ein wunderbarer Film ist, der zu keiner Zeit langweilig oder durchsichtig wird. Außerdem wird er auf einer tollen DVD präsentiert, die wirklich sehenswertes Bonusmaterial enthält.
Mit Absicht habe ich den Film \"A Beautiful Mind\" im Kino an mir vorbeiziehen lassen, denn mir war klar, diesem Film will ich unbedingt auf DVD. Außerdem ist dies ja auch ein Film, den man nicht unbedingt auf der großen Leinwand sehen muß. Die DVD wollte ich wegen des Bonusmaterials, und am 19.September ist sie ja nun auch erschienen. Die DVD-Kritik hätte ich gerne eher geschrieben, aber bol.de hat sage und schreibe einen Monat gebraucht, um die DVD zu besorgen und zu versenden.
Handlung
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Es ist das Jahr 1947 - John Forbes Nash (Russell Crowe) beginnt sein Promotionsstudium in Princeton, inmitten der Mathematiker-Elite des Landes. Er ist hochbegabt, aber er kann weder sozial noch erfolgsmäßig mit den anderen mithalten. Nash geht einen anderen Weg, er nimmt nicht an den Vorlesungen teil, sondern er will mit einer genialen Idee den Durchbruch schaffen. Sein Einzelgängertum wird nur durch seinen Mitbewohner Charles (Paul Bettany) durchbrochen, der ihn immer wieder zum Kontakt mit anderen Menschen animiert. Eines Tages, bei dem Besuch einer Bar, kommt Nash ein genialer Einfall, den er in seiner Promotion ausbaut - diese Entdeckung der Spieletheorie bringt ihn Anerkennung unter seinen Lehrern und Kollegen.
Jahre später ist er als Professor am MIT tätig, wo er in einem Seminar die wunderschöne Alicia (Jennifer Connelly) kennenlernt. Sie drängt ihn zu einem Date, und die beiden verlieben sich. Schließlich kommt es sogar zu einer Hochzeit. Während privat also alles perfekt ist, wurde das berufliche Leben schon lange in eine Bahn gedrängt, die Nash nicht mehr unter Kontrolle hat. Von dem Agenten William Parcher (Ed Harris) wurde er für den Geheimdienst angeworben, wo Nash in Zeitungen einen Code finden soll, womit sich die Russen verständigen. Er findet auch immer wieder solche Codes, die er in einem Briefkasten an Parcher weiterleitet. Doch die Dinge geraten außer Kontrolle, als er und Parcher von Agenten verfolgt werden, und dies schließlich in einem Mord endet.
Nash füllt sich jetzt verfolgt, und bei einer Vorlesung, wo auch Charles und seine kleine Nichte Marcee (Vivien Cardone) anwesend sind, ergreift er die Flucht. Er wird von dem Psychiater Dr.Rosen (Christopher Plummer) gestellt und in eine psychiatrische Klinik eingeliefert. Man diagnostiziert Schizophrenie...
Meine Meinung
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\"A Beautiful Mind\" ist ein beeindruckender Film, welcher auf Tatsachen beruht. Das Leben des Mathematikers John Nash wurde von Sylvia Nasar in einem Buch beschrieben, und der Drehbuchautor Akiva Goldsman hat aus dem Stoff ein Drehbuch gemacht. Irgendwie ist diese Realitätsnähe auch der Knackpunkt des Films, denn ansonsten würde man das wohl alles als Unsinn abstempeln. Realitätsnähe müßte ich allerdings in Anführungszeichen setzen, denn natürlich wurde für Hollywood die Story doch ein wenig geebnet. U.a. wird nicht auf Nash´s Affären mit Männern eingegangen, außerdem hatte er vor Alicia schon ein Kind mit einer anderen Frau, und schließlich ist die Beziehung von Nash mit Alicia nicht ganz so reibungslos verlaufen (sie waren zwischenzeitlich geschieden). Ja, aber wie schwierig darf ein Film fürs Publikum werden? Da ist die Antwort leicht - natürlich dard er nicht zu schwierig werden, denn ansonsten nimmt ihn das große Publikum nicht an. Deshalb hat man hier wohl auch etliche Kanten abgeschliffen, so daß ein Nash entstand, mit dem man sich identifizieren kann. Und ich glaube, das war für diesem Film auch nötig. Schließlich sieht man alles durch die Augen von Nash, und man bekommt dadurch ein gewisses Verständnis für die Krankheit Schizophrenie. Andernfalls wäre man zu der Person vielleicht zu distanziert. Und der Plot von der Rettung Nash´s durch die Liebe ist fragwürdig, aber durchaus verständlich. Schließlich kann man sich dadurch den Zuschauer einfangen. Nun gut, man hat also viel von der Story auf eine Linie zugeschnitten, aber manches bleibt doch unverständlich. Da der Film über einen großen Mathematiker handelt, hätte man doch dem Zuschauer wenigstens seine Spieltheorie etwas näher bringen können. Ansätze sind zwar im Film vorhanden, aber meiner Meinung nach zu wenig. Leider findet sich auch im Bonusmaterial der DVD kein Feature zu diesem Thema. Ansonsten hat mich auch die Blaßheit von Alicia gestört - natürlich war sie in jeder Szene durch ihre Schönheit präsent, aber was ist z.B. aus ihrem Studium geworden? Nach ihrer Hochzeit mit Nash wird auf ihr Leben nicht weiter eingegangen, was mich ziemlich gestört hat. Jennifer Connelly hat wirklich eine tolle Leistung abgeliefert, aber irgendwie wurde der Charakter Alicia doch ein wenig ins Abseits gedrängt.
Alle Darsteller haben eine hervorragende Leistung abgeliefert. Jennifer Connelly wurde dafür auch mit dem Oscar für die Beste Nebendarstellerin ausgezeichnet, wobei Russell Crowe dieses Mal leer ausging (meiner Meinung nach hätte er den Oscar mehr verdient als Denzel Washington für \"Training Day\"). Russell Crowe hat wirklich eine tolle Darstellung des Nash abgeliefert. Die Mimik und die Worte paßten zu jeder Szene (die Sprache geht ein wenig bei der Synchronisation verloren, weshalb man sich lieber die englische Orignalfassung anschauen sollte). Als Nebendarsteller sollte man auch noch Christopher Plummer erwähnen, der leider nicht so viele Szenen im Film hatte, und natürlich auch Ed Harris als Agent.
Die Inszenierung des Films ist auch hervorragend gemacht. Diese Idee, die Welt mit Nash´s Augen zu sehen, ist echt genial, so daß man anfangs gar nicht wahrnimmt, was schon alles dem Wahnsinn entsprungen ist. Das war ein guter Ausgangspunkt, um den Zuschauer mit der Krankheit Schizophrenie vertraut zu machen. Der Film ist einfach sehenswert, schon wegen der beiden Hauptdarsteller. Das am Ende doch wieder alles etwas schmalzig wurde, konnte scheinbar nicht vermieden werden, aber man hätte auch die Nobelpreisverleihung etwas weniger tränenreich gestalten können. Was also bleibt, ist ein mitreißender Film über Schizophrenie, der Dank eines tollen Hauptdarstellers den Kampf und den Sieg von Nash über die Krankheit dem einzelnen Zuscahuer näherbringt.
Die DVD
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Das Bonusmaterial auf der DVD von Universal kann sich sehen lassen. Hier wurde ausnahmsweise mal nicht gespart, und man bekommt eine Vielzahl von Featuretten zu sehen, die einem einen Eindruck von den Dreharbeiten und der Arbeit am Film geben. Es gibt auch zwei Audiokommentare, die das Bonusmaterial hervorragend ergänzen. Vom Bonusmaterial bin ich vollkommen überzeugt, da gibt es keinerlei Punktabzüge von mir.
Das Bild und der Ton sind sehr gut. Zwar wirkt das Bild in einigen Szenen etwas unscharf, aber im Rest des Films kann es durch perfekte Schärfe und Kontrast überzeugen. Auch der Ton ist nicht schlecht. Zwar lebt der Film durch die Dialoge, was den Center hauptsächlich beschäftigt, aber in einigen Szenen kommen die Surroundboxen zum Einsatz - gerade bei der Verfolgungsjagd oder bei dem Einsatz von Musik.
Zur DVD gibt es leider kein Booklet, das scheint neuerdings Standard zu werden. Das Hauptmenü ist animiert und msuikalisch unterlegt. Die Untermenüs müssen mit statischen Bildern auskommen, aber wenigstens hat es die Musik bis hier hin geschafft.
# Audiokommentar von Regisseur Ron Howard
Es gibt zwei Audiokommentare auf der DVD, wobei der Regiekommentar der bessere von beiden ist. Ron Howard beschreibt sehr interessant und mitreißend die Filmentstehung, die Dreharbeiten, die Locations usw. Hier erfährt man wirklich sehr viel über die Hintergründe des Films. Wer also den Film schon mal gesehen hat, sollte sich in einem zweiten Anlauf den Film mit diesem Audiokommentar anschauen.
# Audiokommentar von Drehbuchautor Akiva Goldsman
Der zweite Kommentar von dem Drehbuchautor ist leider nicht so interessant wie der Kommentar von Ron Howard. Leider ist er einfach zu langweilig erzählt, und so viele interessante Dinge bekommt man auch nicht zu hören. Häufig beschränkt sich Goldsman auf eine Beschreibung der Szene, aber die kann man ja auch auf dem Bildschirm sehen. Wer sich also einen Kommentar zum Film anhören will, sollte den von Ron Howard wählen.
# Entfallene Szenen (~27min)
Die entfallenen Szenen beginnen schon im Menü mit einem Kommentar von Regisseur Ron Howard, wo er kurz erklärt, wieso die entfallenen Szenen so interessant sind. Es folgt dann eine recht große Auswahl von entfallenen Szenen, die man sich wahlweise mit einem Kommentar von Ron Howard anschauen kann. Die viele Szenen aus Zeitgründen entfernt wurden, handelt es sich hier nicht um sinnlose Szenen, die nichtssagend sind und deshalb nicht in den Film gekommen sind. Ron Howard erklärt dies auch schön in dem Kommentar, den man sich auf jeden Fall zu den Szenen anhören sollte. Mir haben die Szenen gut gefallen, da sie auch chronologisch geordnet waren, und durch den Kommentar konnte man sie auch gut in den Film einordnen.
# Featurette - Eine wunderbare Partnerschaft (~5min)
Dieser Clip beinhaltet die langjährige Zusammenarbeit von Ron Howard mit Produzent Brian Grazer. Prinzipiell hört man hier nur Lobeshymnen, aber zwischendurch bekommt man nochmals Einblicke in die Entstehung des Films, wodurch der Clip nicht ganz so uninteressant wird. Untermalt ist das Interview mit Bildern vom Film und von den Dreharbeiten.
# Featurette - Entwicklung des Drehbuchs (~8min)
Wie der Titel schon verrät, dreht sich der Clip um das Drehbuch. In dem Interview mit dem Drehbuchautor Akiva Goldsman merkt man auch zum ersten Mal die Begeisterung von ihm für das Thema (im Gegensatz zum Audiokommentar). Er zählt über die erste Fassung des Drehbuches, über die Änderungen, das Hinzufügen einzelner Szenen und schließlich die Zusammenarbeit mit dem Regisseur und den Darstellern. Ich fand den Clip sehr interessant, da man ja ansonsten nicht so viel über die Drehbuchautoren hört.
# Featurette - Treffen mit John Nash (~8min)
Diesen Clip fand ich sehr spannend. Der Regisseur Ron Howard hat sich mit dem richtigen John Nash getroffen, und dieses Interview aufgezeichnet. Nash erklärt hier seine Spieletheorie und seine aktuellen Forschungen. Ehrlich gesagt, habe ich diese Theorie immer noch nicht verstanden, aber diesen John Nash mal \"live\" zu sehen, war doch sehr interessant.
# Featurette - Empfang des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften (~2min)
Dieses Clip beinhaltet das Original-Filmmaterial von der Nobelpreisverleihung aus dem Jahr 1994. Ganz nett anzuschauen, aber dann doch ein wenig kurz. Und eine Dankesrede wie im Film gab es auch nicht zu sehen.
# Featurette - Die Besetzung von Russell Crowe und Jennifer Connelly (~6min)
Was mir diese Featurette sagen will, weiß ich immer noch nicht. Eigentlich wollte hier ja der Prozeß des Castings beschrieben werden, aber es wurde nicht weiter auf Probleme eingegangen, sondern Lobeshymnen auf Connelly und Crowe gesungen. Welche anderen Schauspieler/innen noch im Gespräch waren, erfährt man auch nicht. Insgesamt ist dieser Clip also recht nichtssagend.
# Featurette - Der Alterungsprozess (~7min)
Diese Featurette ist schon klasse. Was man im Film vielleicht nur als Nebensache betrachtet hat - die Masken - wird hier nochmals vorgestellt. Und nun wird auch klar, wieso der Film für den Oscar für das Beste Make-Up nominiert war. Nash altert in neun Stufen, wofür jeweils extra ein Gesicht gestaltet wurde. Es wird auch das Material vorgestellt, aus dem die Masken gemacht wurden, damit diese noch natürlich wie möglich aussehen.
# Featurette - Storyboard-Film-Vergleich (~8min)
Storyboards sind normalerweise doch recht langweilig, aber in diesem Clip haben sie durchaus seinen Reiz. zuerst erklärt Ron Howard kurz die Verwendung für Storybords, dann kommt man in das Menü mit den Szenen. Insgesamt kann man sich fünf Szenen im Storyboard-Film-Vergleich anschauen (drei Filmszenen und zwei Szenen aus unveröffentlichten Material). Da man dies im direkten Vergleich sieht, ist es auch nicht so langweilig, da man eben den direkten Szenenbezug hat.
# Featurette - Die Spezialeffekte (~11min)
Hier bekommt man einen interessanten Einblick in die Specialeffekte des Films. Ehrlich gesagt, war mir gar nicht klar, was alles Special Effects im Film waren. Das Aufblitzen der Zahlen und Buchstaben war klar, aber z.B. das Baby in der Wanne, die Tauben auf der Wiese oder die Szene in der Bar, wo er seine Entdeckung macht, hatte ich nicht als computergenerierte Elemente erkannt. So war dieser Clip also sehr interessant.
# Featurette - Das Komponieren der Filmmusik (~6min)
Dieser Clip ist nicht so interessant. Diese Featurette gibt einen Einblick in die Arbeit von Ron Howard mit dem Komponisten der Filmmusik James Horner. Er erzählt über die Verbindung der Mathematik mit der Musik, und die Aufnahmen mit der Sängerin, die man den ganzen Film über hört.
# Making Of - Einblick in A Beautiful Mind (~23min)
Eigentlich ist dieses Making Of darauf gezielt, einem potentiellen Zuschauer ins Kino zu locken. Deshalb ist dieser Clip auch eher ein Werbefilm, der die Handlung des Films erklärt. Man erfährt einiges über die Hintergründe und es gibt Interviews mit Cast & Crew, auch mit dem richtigen Nash. Wenn man die vorangegangenen Clips gesehen hat, wird man hier nicht mehr viel Neues finden. Man kann es höchstens als Zusammenfassung sehen. Wenn man den Film noch nicht gesehen hat, sollte man sich dieses Making Of noch nicht anschauen, denn meiner Meinung nach nimmt es zu viel vorweg. Eigentlich erfährt man schon alles über die Illusionen von Nash, so daß viel vom Film genommen wird.
# Trailer (~2min)
Der obligatorische Trailer zum Film.
# Werbeclip für den Soundtrack (~1min)
Zum Abschluß noch einen Werbeclip für den Soundtrack.
# Featurette - Oscar-Verleihung (~6min)
Der Film erhielt insgesamt vier Oscars: den Oscar für den Besten Film, Beste Regie, Beste Nebendarstellerin und Beste Drehbuchbearbeitung. Bei diesem Feature kann man sich bei dem Oscar für den Besten Film direkt die Verleihung anschauen, bei den anderen drei Oscars Bilder von den anschließenden Interviews mit den Gewinnern.
Sprachen : Deutsch, Englisch
Untertitel : Deutsch, Englisch, Hebräisch
Bildformat : 1,85:1 (anamorph)
Audiokanäle : Dolby Digital 5.1
Spielzeit : 130 min
FSK : ab 12 Jahre
Fazit
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Zusammenfassend kann man sagen, daß \"A Beautiful Mind\" ein wunderbarer Film ist, der zu keiner Zeit langweilig oder durchsichtig wird. Außerdem wird er auf einer tollen DVD präsentiert, die wirklich sehenswertes Bonusmaterial enthält.
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