Age of Empires II - The Age of Kings (PS2 Spiel) Testbericht

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ab 20,63
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Summe aller Bewertungen
  • Grafik:  gut
  • Sound:  sehr gut
  • Bedienung:  sehr einfach
  • Wird langweilig:  nie
  • Suchtfaktor:  hoch
  • Spielanleitung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von letsthommes

Immernoch das beste Echtzeit-Strategiespiel!!!!

5
  • Grafik:  durchschnittlich
  • Sound:  gut
  • Bedienung:  einfach
  • Wird langweilig:  nie
  • Suchtfaktor:  hoch
  • Spielanleitung:  gut
  • Altersbeschränkung:  ab 12 Jahren
  • Schwierigkeitsgrad:  Einsteiger

Pro:

gute Steuerung; macht süchtig; viele Völker; große Fangemeinde;

Kontra:

zuviel Micromanagement; wo bleibt der Nachfolger????

Empfehlung:

Ja

Während zur Zeit Spiele wie Empire Earth oder Battle Realms um die Gunst der Spieler werben, kommt jedoch keines an die Spielqualität des Klassikers Age of Empires heran. Mit altbackener Sprite-Grafik, 13 verschiedenen Völker, guter Spielbalance und einer riesigen Fan-Gemeinde die ständig neue Karten und Kampagnen fürs Spiel entwirft, stirbt dieses Spiel nicht so schnell aus wie andere. Derzeit werkeln die Entwickler von Ensemble Studios am inoffiziellen Nachfolger Age of Mythology.

Zur Story:
Zu Anfang des Spiels wird ihnen im Intro gezeigt, worum es in Age of Empires 2 geht. Im wunderschönen Video wird das ganze als Schachspiel dargestellt, in welchem einer der beiden Könige nachher wirklich verliert. Das soll der Spieler wohl selbst sein. Eine richtige Story gibt es im Spiel kaum. Aber jede der einzelnen vier Kampagnen hat eine eigene Story und basiert nahe auf der Realität.

Zum Spiel:
Im Spiel können sie zwischen dem für Anfänger nützlichen Tutorial, dem Einzelspielermodus und der Kampagne wählen. Viele Optionen und der Multiplayer-Modus sind hier auch zugänglich.

Das Tutorial:
Am Beispiel des William Wallace lernen sie alles mögliche über das Wirtschaftsystem, die Steuerung der Einheiten, das Upgradesystem, dem Siedlungsaufbau und das Schlachten führen. Bei Absolvierung jeder der drei Missionen lernen sie jede Mission etwas neues und müssen dies zum erfolgreichen Sieg über den Gegner einsetzen. Nach dem Tutorial können auch Anfänger getrost die Kampagnen beginnen.

Der Einzelspielermodus:
Hier können sie auf einer Zufallskarte, vorgefertigten Karten oder an einer auf historischen Ereignissen gebundenen Mission teilnehmen. Vor Spielbeginn legen sie ihr Volk fest, das Volk des Gegners, das Populationslimit, die Schwierigkeit und vieles mehr. Als letztes können sie noch Allianzen schließen und die Siegbedingungen festlegen. Dann geht’s in den Kampf. Sie bauen ihre Siedlung auf und ziehen mit einer gut zusammengesetzten Armee in die Schlacht, um die Mission erfolgreich zu bewältigen. Zwischendurch steigen sie in den einzelnen Zeitaltern auf, welche ihnen neue Technologien und Einheiten bieten.

Die Kampagnen:
Im Spiel gibt es wie gesagt vier Kampagnen, die fünfte ist die Übungskampagne für Anfänger. Jede der Kampagnen hat fünf bis sechs lange Missionen die in zwei bis sechs Unterziele gegliedert sind. Die Kampagne orientiert sich in ungefähr an der Geschichte der wahren Ereignisse.
Die Kampagnen:
1.Jeanne d’ Arc:
Die junge Französin zeiht mit ihrem Volk während er Zeit des 100-jährigen Krieges gegen die eindringenden Engländer. Zwar gewinnt sie am Ende, doch landet sie leider auf dem Scheiterhaufen. Die Heldin selbst taucht natürlich als superstarke Heldin auf, die der Truppe mehr Mut verleiht.
2.Dschingis Kahn:
Mit seinem Mongolenheer zieht der größte Feldherr aller Zeiten durch Asien, halb Europa und schlägt mit seinen Reiterhorden alles platt. Zwar kommen sie nicht überall hin, wo der Kerl gekämpft hat, aber die wichtigsten Schlachten werden mit geringerer Einheitenanzahl schon noch ausgetragen.
3.Friedrich I. Barbarossa:
Der Rotbart reist durch halb Europa, ärgert sich mit dem Papst herum und zieht nach seinem Italienfeldzug mit dem dritten Kreuzzug mit.
4.Saladin:
Der Muslimenkriegsherr ist das krasse Gegenteil vom vorhergenannten. Er kämpft gegen die Europäer und versucht Jerusalem für sich zu behalten. Ein Motto: „Mein Sattel ist mein Gerichtsaal!“

Jedes der Völker auch das ihrer Gegner hat seine eigenen Einheiten und Gebäude, welche aber fast alle die gleiche Funktion haben. Dann gibt es Spezialgebiete wie Verteidigung und Angriff, in welchen bestimmte Völker bestimmte Vor- und Nachteile haben. Dann gibt es auch noch Weltwunder, welche besondere Funktionen haben und dem Gegner ein knappes Zeitlimit lassen um diese zu zerstören bevor er dann verliert, weil das Weltwunder eine gewisse Zeit überlebt hat. Nur in den letzten Missionen einer Kampagne können sie eine Siedlung aufbauen. Vorher müssen sie mit einer kleinen Streitmacht den Gegner besiegen.

Die einzelnen Völker:
Die Einheiten sind zwar bei fast allen Völker zum Großteil die selben, sind jedoch bei den Völkern unterschiedlich teuer oder angriffsstark. Nur die Spezialeinheiten sind bei jedem Volk anders.

1.Byzantiner:
Dieses Volk ist besonders defensiv ausgebaut. Verteidigungseinheiten kosten wenig und sind sehr stark. Mönche können schneller konvertieren.
2.Chinesen:
Dieses Volk braucht weniger Ressourcen für die Erschaffung neuer Arbeiter. Sie beherrschen schon zu Anfang einer Mission viele Technologien.
3.Franken:
Das Offensiv-Volk schlechthin. Als anderen Bonus können sie ihre Felder billiger anbauen und bekommen mehr fürs ackern.
4.Goten:
Massenschlachten sind mit diesem Volk kein Problem, da die Infanterie wenig kostet und Armeen schnell erstellt sind.
5.Japaner:
Als flexibelstes und mobilstes Volk haben die Japaner keine Probleme mit umständlichem Armeen zusammenstellen.
6.Perser:
Mit ihrem schnellen Aufbau und der schnellen Forschung nebst dicker Mauern, sind sie ein gutes Defensivvolk.
7.Sarazenen:
Ihre günstigsten Einheiten sind Kavallerie und Bogenschützen. Am Markplatz bekommen sie mehr im Tauschhandel und müssen weniger zahlen.
8.Teutonen:
Mit stärkeren Wachtürmen und verbesserten Defensiveinheiten halten sie auch starken Belagerungen stand.
9.Türken:
Mit Feuerwaffen kenne sich die Männer vom Bosporus am besten aus. Alles was mit Kanonenkugeln schießt erhält einen Sonderbonus.
10.Kelten:
Im Plündern und herumziehen sind sie die besten. Als Nomadenstamm können sie ihr Dorfzentrum überall hin verpflanzen.
11.Mongolen:
Das Reitervolk hat eine sehr starke Kavallerie und ähnelt dem Keltenvolk, nur dass es als Spezialeinheit einen Kriegselefanten hat.
12.Wikinger:
Wenn es um Seeschlachten geht sind sie immer mit dabei. Ihre Infanterie schlägt extrem hart zu. Nur mit der Ressourcenbeschaffung klappt es nicht so gut.
13.Briten:
Die Inselbewohner haben die Allroundarmee schlechthin und Plündern mit Vorliebe andere Siedlungen.

Die Ressourcen:
Im Spiel gibt es vier Ressourcen. Holz ist überall zu finden, wächst aber nicht nach. Damit werden Gebäude größtenteils gebaut und unrealistischerweise auch einige Einheiten ausgebildet. Nahrung finden sie als Tiere an Land und im Wasser wieder. Auf Feldern, die viel zu schnell ausgelaugt sind können sie Essen anbauen und ernten. Stein und Gold findet man nur selten auf der Karte, da dies als Steinformation in der Gegend rum liegt und schnell alle ist.

Eine typische Siedlung:
Eine normale Einzelspielermission beginnen sie mit ein paar Bauern einem Reiter und einem Dorfzentrum. Dann machen sich ihre Arbeiter auf die Suche nach Ressourcen, bauen diese ab, im Falle von Nahrung an, und sie können dann die ersten Häuser für den Arbeiternachschub und die ersten Produktionsstädten bauen. Nach und nach steigen sie nach Erfüllung bestimmter Kriterien in den Zeitaltern auf. Dann werden neue Technologien und Gebäude zugänglich, welche sie zur Produktion von Einheiten brauchen. In Bibliotheken und Kirchen erforschen sie neue Bautechnologien. In den Kasernen, Pferdeställen und so weiter können sie ihre Einheiten mit neuer Panzerung und Angriffsstärke aufrüsten und in der Schmiede neue Waffen und Rüstungen freischalten. Das ganze geht natürlich nur gegen Bezahlung mit Ressourcen und ist nicht grade billig. Wenn sie eine kleines Heer zusammen haben, einen Verteidigungswall um die Siedlung aufgebaut haben und die Wirtschaft läuft, können sie zum Angriff übergehen. Dabei sollte ihre Armee möglichst aus verschiedenen Einheiten bestehen und in sinnvollen Formationen zusammenstellen. Mit Belagerungsgerät und Infanterie bekommen sie auch starke Festungen geknackt. Wie gesagt können sie auch Weltwunder errichten, welche dem Gegner ein Zeitlimit setzen. Relikte, welche sie in der Landschaft finden beschleunigen dies nur noch mehr und liefern gleichzeitig noch ein wenig Gold.

Die Zeitalter:
Es gibt insgesamt vier Zeitalter. Wenn sie ein normales Spiel starten durchwandern sie diese in dieser Reihenfolge.
1.Dark Age:
Hier können sie nur die Ressourcen abbauen, bedürftige Palisaden aufstellen und die Kaserne erbauen, welche für den Anfang schon mal eine kleine Armee liefert. Dann müssen sie erst mal massig Ressourcen sammeln, um ins nächste Zeitalter zu kommen.
2.Feudal Age:
Nun können sie in der Schmiede die Waffen und Rüstungen verbessern und eine Reitstall und eine Bogenschützenschule errichten. Sie könne handeln und endlich ordentliche Mauern und Türme bauen. Die Einheiten müssen alle einmal aufgerüstet werden.
3.Castle Age:
Wie es der Name schon sagt können sie jetzt Burgen errichten und die Spezialeinheiten rekrutieren. Sie können eine Bibliothek, eine Kirche und ein neues Dorfzentrum errichten. Neue Technologien kosten Geld und erleichtern das Spielen. Die Einheiten können weiter verbessert werden. In der Fahrzeugwerkstadt können sie nun Rammböcke, Steinschleudern und ähnliches bauen.
4.Imperial Age:
Jetzt können sie ein Weltwunder errichten und in der Burg neue Technologien und Extras freischalten. Alle Einheiten werden noch einmal aufgerüstet. Trebuchets können gebaut werden, welche Mauern des Gegners viel schneller einreisen.

Die Formationen:
Im Spiel gibt es insgesamt vier verschiedene Formationen welche sich für unterschiedliche Armeezusammenstellungen lohnen. Beim Laufen werden die Formationen zwar noch eingehalten, aber wenn der Zielpunkt erreicht ist, lösen sie sich wieder auf und das gut ausgeklügelte System hilft nicht mehr viel. In der Rechteckformation werden schneller verwundbare Einheiten nach innen genommen und von stärkeren Einheiten beschützt. In der Reihenformation stehen die Fernkämpfer hinten, währen die Nahkämpfer vorne für Schutz sorgen. Die ideale Kombination sind berittene Bogenschützen und Reiterinfanterie. Die Carreformation ist nichts anderes als eine leicht verschobene Reihenformation, nur dass die einzelnen Kämpfer wegen der Verteilung nicht so gut getroffen werden. In der Pfeilformation stehen zwei Reihen mit Abstand nebeneinander und können so den Feind fast einkesseln. Je nachdem welche Einheiten sie zusammentun ist eine Formation die richtige.

Zur Grafik:
Die alte Sprite-Grafik scheint zwar veraltet ist aber immer noch besser als die 3D-Grafik neuerer Titel wie Battle Realms und Empire Earth. Die Übersicht geht nicht so schnell verloren, die Einheiten sind sehr detailliert und haben viele Animationen. Nur die Spezialeffekte, wie Explosionen und Zusammenstürze sind nicht mehr ganz auf dem neusten Stand. Einheiten, welche hinter Gebäuden stehen, werden durch eine farbliche Umrahmung sichtbar. Zwischensequenzen gibt es leider nicht. Dafür gibt es langweilige Bildabfolgen. Nur das Intro ist wirklich gut gemacht. Auch wenn es Sprites sind, die auf dem Monitor rumlaufen, zwingt eine riesige Armee von über 200 Einheiten selbst schnelle PCs in die Knie. Früher sollte das Wasser mal aus echtem 3D bestehen, aber aus Geschwindigkeitsgründen haben die Entwickler es gelassen. 3D-Grafik-Fanatiker müssen auf den Nachfolger warten, wenn sie das ungefähr selbe Spielprinzip mit sauguter 3D-Grafik haben wollen.

Zum Sound:
Die einzelnen Einheiten haben eigene Geräusche in der Fortbewegung, der Schreie und der Kommentare zu ihren Befehlen. Sprachausgabe gibt’s nur selten während der Missionen. Nur die Briefings werden gesprochen. Der Gegner meldet sich nur sehr selten hörbar zu Wort. Hintergrundmusik gibt es leider nicht.

Zur Steuerung:
Die ist wie gewohnt an Tastatur und Maus gebunden. Mit letzterer befehligen sie die Einheiten mit der Tastatur könne sie Shortcuts aufrufen, die lästiges Rumgeklicke ersparen. Mauern sind anders wie beim umständlichen Command & Conquer sehr schnell platziert, da man einfach nur den Startpunkt festlegt und die Mauer an einem Strang zu Ende zieht. Nur die Bewirtschaftung der Felder ist noch zu umständlich, da sie bei Verendung, das Feld von eigener Hand neu anlegen müssen. Der Karten- und Missionseditor ist sehr leicht zu bedienen und selbst komplexe Karten und Missionen lassen sich damit erstellen.

Zum Multiplayer:
Gegeneinander oder Miteinander gegen ein anderes Team von Spielern können sie sich via LAN Internet mit bis zu acht Leuten bekämpfen. Jeder muss jeweils seine eigene Basis und Armee aufbauen. Über ein Handelsmenü können Verbündete und Gegner handeln. Deatchmatch und normales Spielen sowie Teamspiel stehen zur Verfügung.

Hardwareanforderungen:
Minimum: CPU mit 166 Mhz, 32 MB RAM und keine Grafikkarte.
Empfohlen: CPU mit 266 Mhz, 63 MB RAM und keine Grafikkarte.
Optimal: CPU mit 400 Mhz, 128 MB RAM und keine Grafikkarte.

Sonstiges:
Im Internet finden sie tausende von neuen Karten und Szenarien und hunderte neuer Kampagnen, welche sie natürlich auch selbst basteln können.

Fazit:
Trotz seines Alters von mehr als zwei Jahren hat AoE 2 noch nichts von seinem Suchtfaktor verloren. Durch eine große Fangemeinde und unzählige Internetforen wird das Spiel bis zum Erscheinen des Nachfolgers wohl noch das gefragteste Strategiespiel sein. Für 40 Euro erhält man jetzt die Collectorsedition mit dem Add-On und Vollversion.

LETSTHOMMES

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