American Beauty (DVD) Testbericht
D
ab 8,30 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 05/2008
Auf yopi.de gelistet seit 05/2008
Erfahrungsbericht von ZordanBodiak
...sehen sie genau hin...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Und auch heute werde ich euch einen Film – mit der dazugehörigen DVD – vorstellen, zu dem ich eigentlich nur eins, zwei Sätze sagen kann: Ich liebe ihn! Ich verehre ihn! Aber ganz so kurz fassen will ich mich natürlich nicht...
*Der Film*
„American Beauty“ ist sicherlich einer der kontroversesten Filme der letzten Jahre gewesen, das Drehbuch kursierte lange Zeit bei den einzelnen Produktionsfirmen, aber keine zeigte den Mut ein solch bitterböses Werk auf Zelluloid zu bannen.
Aber zu guter letzt fand die kuriose Vorgeschichte noch ein gutes Ende, als sich Steven Spielbergs Produktionsfirma DreamWorks sich des Drehbuchs annahm und dieses unter der Regie von Sam Mendes verfilmte. Zwar ist dies sicherlich eine sehr überraschende Entscheidung, dass ausgerechnet Spielbergs Produktionsfirma in Bezug auf ein solch provozierendes Drehbuch zuschlug, aber schließlich hat sich der Mut gelohnt, aber hierzu später mehr...
Schließlich möchte ich den Lesern, die wirklich noch nie etwas über diesen Film gehört haben, die Möglichkeit bieten einen kurzen Einblick in die Geschichte zu erhalten:
Lester Burnham führt mit seiner Frau Carolyn ein ermüdendes Leben, alles scheint in seinen Schienen festgefahren zu sein. Lester hat einen langweiligen Beruf, wird von seiner Frau und seiner Tochter Jane als Trottel angesehen und onaniert täglich unter der Dusche – sein persönlicher Höhepunkt des Tages.
Ein Leben, in dem es kein vor und zurück zu geben scheint, aber nachdem Lester Angela, eine Freundin seiner Tochter kennen lernt, gerät diese eingeschlafene Welt aus ihren Fugen, sichtlich begeistert von der jungen Lolita beginnt er sein Leben komplett auf den Kopf zu stellen, nur um dieser zu gefallen.
Aber auch die Bekanntschaft mit Ricky, dem Nachbarsjungen und Drogendealer der Umgebung, sorgt in Lester für das Umstellen einiger Weichen. War er zuvor eher zurückhaltender Natur, beginnt er sich für seine Interessen und Ziele einzusetzen, egal ob diese mit den Wünschen seiner Frau oder seinem Arbeitgeber kollidieren. Der langsame Ausbruch aus dem selbst geschaffenen Gefängnis kann beginnen...
Dieser Film ist pure Magie, allein schon die eigentliche Eröffnungssequenz nimmt den Zuschauer in seinen Bann, die Kamera zoomt langsam zu der Straße von Lester Burnham, währenddessen beginnt dieser seine Geschichte zu erzählen: 42 Jahre alt und in weniger als einem Jahr tot, aber eigentlich ist er bereits jetzt schon tot - bei solch einem Leben...
Aber auch ansonsten geizt Regieneuling Sam Mendes in seinem Erstling nicht mit Momenten, die sich im Gedächtnis des Zuschauers festbrennen:
Ricky zeigt Jane sein liebstes Video, einen Plastiktüte, die im Wind tanzt, phantastisch in seiner Minimalistik, zeigt diese Szene dem Beobachter, die Anziehungskraft und Schönheit von eher unwichtigen Dingen.
Der erste Moment in dem Lester Angela trifft, ist eben solch ein magischer Moment, zu erst tanzt eine gesamte Cheerleader-Grupppe, aber nachdem Lester die „verbotene Frucht“ Angela entdeckt hat, ist sie nur noch für Lester – der sich jetzt alleine im Publikum befindet - und den Zuschauer sichtbar. Ein Tanz, der die verführerische Mena Suvari perfekt in Szene setzt und ihre Verführungskraft auf Lester brillant darstellt.
Unzweifelhaft ein großer Punkt für die Qualität des Filmes sind die phantastischen Darsteller. Kevin Spacey wurde mit seiner Darstellung des Lester Burnham endlich einem großem Publikum bekannt. Konnte er bereits in früheren Filmen wie „Die üblichen Verdächtigen“ (geehrt mit einem Oscar) und „Sieben“ sein überaus großes Talent einem verhältnismäßig kleinem Publikum offenbaren, wurde durch seine brillante Leistung endgültig das große Publikum auf ihn aufmerksam. Sein Wandel vom angepassten Verlierer zum selbstsicheren Rebellen ist derart brillant, dass die erneute Auszeichnung mit dem Oscar nur eine Formsache war. Aber auch Annette Bening als seine Frau steht dem grandiosen Hauptdarsteller in nichts nach. Verbissen auf der Suche nach Anerkennung durch eine gänzliche Anpassung an die Mittelklassen Gesellschaft, bildet ihr Charakter Carolyn einen perfekten Gegenpol zu dem rebellierenden Lester. Zwar musste sich Annette Bening im Jahre 2000 der (noch) brillanteren Hillary Swank (für „Boys don’t cry“) in Sachen Oscar geschlagen geben, für einen Abbruch bezüglich der phantastischen Darstellung sorgt diese Nichtauszeichnung aber bei weitem nicht.
Die größten Entdeckungen des Filmes sind aber ohne Zweifel die jungen Darsteller Wes Bentley, als kiffender Nachbarsjunge, Thora Birch, als Tochter der Burnhams, und Mena Suvari, als die verführerische Angela. Sie füllen ihre Rollen auf eine phantastische Weise aus und lassen sie in keinster Weise gegenüber den alten Hasen verblassen. So wie es scheint gibt es in Hollywood doch noch den ein oder anderen jungen Charakterdarsteller mit dem gewissen Funke Talent...
Die Suche nach sich selbst und die Kritik an der Angepasstheit der Bürger wird in Sam Mendes mit einem derart bissigen Humor dem Zuschauer nahegebracht, dass diese anspruchsvolle Komödie auch bei einem breitem Publikum Anklang fand. Trotz des hohen Anspruchs wurde der Film weltweit ein Erfolg und räumt auch bei der Oscar-Verleihung im Jahre 2000 kräftig ab. Fünf Auszeichnungen in den Kategorien bester Film, bester Hauptdarsteller (Kevin Spacey), beste Regie (Sam Mendes), bestes Original-Drehbuch (Alan Ball) und beste Kamera (Conrad L. Hall) sprechen sicherlich eine deutliche Sprache für die Klasse des Filmes.
Ohne Frage, dieser Film ist einer der provozierenden der letzten Jahre. Aber gerade die qualitativ hochwertig aufspielenden Akteure und die phantastische Geschichte machen den Film zu einem Erlebnis der Extraklasse. Zwar ist der Film sehr anspruchsvoll, aber durch seinen treffenden und bitterbösen Humor bietet der Film ein Vergnügen für eine breite Masse. Sicherlich werden die Reaktionen auf den Film verschieden sein, so werden die einen ihn als Anstoß für weitere Diskussionen verwenden, während andere ihn hingegen als eine normale Komödie betrachten werden, für einen Abbruch in Sachen Qualität werden diese unterschiedlichen Reaktionen aber nicht sorgen.
*Die DVD*
Um nun zu dem Hauptaugenmerk meines Berichts zu kommen, kommt nun der längst fällige Abschnitt über die Qualität der DVD.
Ausgeliefert wird der Film in anamorphen Widescreen-Bild (Format: 2.35:1) und mit englischer und deutscher Tonspur in Dolby Digital 5.1, über die Qualität des Bildes und des Tones braucht man sich ohne Zweifel nicht zu streiten, perfekt erscheint der Film auf dem heimischen Fernsehapparat. Auch in Sachen Untertiteln kann die DVD mit den wichtigsten Auswahlen aufwarten. Englisch als Untertitel für Hörgeschädigte und eine deutsche Untertitelspur lassen bei dem potentiellen Kunden sicherlich keine Wünsche offen oder gibt es wirklich jemanden der hebräische Untertitel benötigt?
Um nun aber zu dem wichtigsten Teil der DVD – den Extras – zu kommen, muss ich eines vorwegnehmen. Als ich die DVD zum ersten Mal in meinen DVD-Player schob machte sich eine gewisse Enttäuschung bei mir breit. Lediglich ein „Hinter den Kulissen“-Kurzfeature, ein Audiokommentar, die standardmäßigen Kinotrailer und eine Storyboard-Präsentation, das schien mir doch ein wenig dürftig für solch einen Top-Film zu sein. Nach dem genaueren Betrachten wurde ich jedoch mit absolut phantastischen Extras überrascht, die dem Film in nichts nachstehen.
Der Audiokommentar – gesprochen von Regisseur Sam Mendes und Drehbuchautor Alan Ball – ist wirklich aufschlussreich und bietet dem Zuhörer einige interessante neue Aspekte, die man beim vorherigen Gucken noch nicht bemerkt hatte und auch das Kurzfeature kann den Zuschauer ohne Frage überraschen, mit einer Länge von knapp zwanzig Minuten gehört es sicherlich nicht mehr in den Bereich des Kurzfeatures – aber abgesehen von diesem Aspekt sind die Informationen, die unter anderem zu dem Erfolg des Filmes gegeben werden, für den Filmliebhaber eine kleine Goldgrube.
Das sicherlich größte Extra des Filmes ist aber ohne Frage die Storyboard-Präsentationen. In einer Zeit von etwas mehr als einer Stunde wird dem begeisterten Zuschauer ein Vergleich zwischen dem ursprünglichen Storyboard-Zeichnungen und den schließlich gefilmten Szenen gegeben. Hierbei geben Regisseur Sam Mendes und Kameramann Conrad L. Hall dem Zuhörer Informationen preis, die keine Frage mehr offen lassen.
Zwar kann man zurecht behaupten, dass die Extras der DVD nicht unbedingt auf den Ottonormal-Zuschauer zugemünzt sind – so bieten sie doch eher dem interessierten Filmliebhaber unzählige Hintergrundinformationen – wer aber einen interessanten Blick hinter die Kulissen dieser Produktion werfen will wird bei dieser DVD fündig.
Der Übersicht halber hier – wie immer – eine kurze Auflistung der gesamten Extras:
- Audiokommentar
- Kinotrailer (2 an der Zahl)
- Kurzfeature – Hinter den Kulissen
- Storyboard-Präsentation
Vermutlich ist es für den ein oder anderen potentiellen Käufer der DVD interessant zu erfahren, dass die gesamten Extras nur in englischer Sprache vorliegen. Für einige sicherlich ein Wehrmutstropfen, für mich hingegen ein kleiner Grund zur Freude.
Abschließend kann ich auch für diese DVD eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen, der Filmliebhaber wird bezüglich der Extras einen großen Fundus in Sachen Hintergrundinformationen vorfinden. Wer hingegen auf der Suche nach möglichst attraktiven und actionreichen Extras ist, ist bei dieser DVD vermutlich bei der falschen Adresse, so kann man die Extras doch eher mit dem Wort anspruchsvoll betiteln, aber allein der großartige Film dürfte den Kauf der DVD rechtfertigen.
DVD-Wertung: 9/10 Punkte
Film-Wertung: Die volle Punktzahl von 10 Spargel-Punkten
*Der Film*
„American Beauty“ ist sicherlich einer der kontroversesten Filme der letzten Jahre gewesen, das Drehbuch kursierte lange Zeit bei den einzelnen Produktionsfirmen, aber keine zeigte den Mut ein solch bitterböses Werk auf Zelluloid zu bannen.
Aber zu guter letzt fand die kuriose Vorgeschichte noch ein gutes Ende, als sich Steven Spielbergs Produktionsfirma DreamWorks sich des Drehbuchs annahm und dieses unter der Regie von Sam Mendes verfilmte. Zwar ist dies sicherlich eine sehr überraschende Entscheidung, dass ausgerechnet Spielbergs Produktionsfirma in Bezug auf ein solch provozierendes Drehbuch zuschlug, aber schließlich hat sich der Mut gelohnt, aber hierzu später mehr...
Schließlich möchte ich den Lesern, die wirklich noch nie etwas über diesen Film gehört haben, die Möglichkeit bieten einen kurzen Einblick in die Geschichte zu erhalten:
Lester Burnham führt mit seiner Frau Carolyn ein ermüdendes Leben, alles scheint in seinen Schienen festgefahren zu sein. Lester hat einen langweiligen Beruf, wird von seiner Frau und seiner Tochter Jane als Trottel angesehen und onaniert täglich unter der Dusche – sein persönlicher Höhepunkt des Tages.
Ein Leben, in dem es kein vor und zurück zu geben scheint, aber nachdem Lester Angela, eine Freundin seiner Tochter kennen lernt, gerät diese eingeschlafene Welt aus ihren Fugen, sichtlich begeistert von der jungen Lolita beginnt er sein Leben komplett auf den Kopf zu stellen, nur um dieser zu gefallen.
Aber auch die Bekanntschaft mit Ricky, dem Nachbarsjungen und Drogendealer der Umgebung, sorgt in Lester für das Umstellen einiger Weichen. War er zuvor eher zurückhaltender Natur, beginnt er sich für seine Interessen und Ziele einzusetzen, egal ob diese mit den Wünschen seiner Frau oder seinem Arbeitgeber kollidieren. Der langsame Ausbruch aus dem selbst geschaffenen Gefängnis kann beginnen...
Dieser Film ist pure Magie, allein schon die eigentliche Eröffnungssequenz nimmt den Zuschauer in seinen Bann, die Kamera zoomt langsam zu der Straße von Lester Burnham, währenddessen beginnt dieser seine Geschichte zu erzählen: 42 Jahre alt und in weniger als einem Jahr tot, aber eigentlich ist er bereits jetzt schon tot - bei solch einem Leben...
Aber auch ansonsten geizt Regieneuling Sam Mendes in seinem Erstling nicht mit Momenten, die sich im Gedächtnis des Zuschauers festbrennen:
Ricky zeigt Jane sein liebstes Video, einen Plastiktüte, die im Wind tanzt, phantastisch in seiner Minimalistik, zeigt diese Szene dem Beobachter, die Anziehungskraft und Schönheit von eher unwichtigen Dingen.
Der erste Moment in dem Lester Angela trifft, ist eben solch ein magischer Moment, zu erst tanzt eine gesamte Cheerleader-Grupppe, aber nachdem Lester die „verbotene Frucht“ Angela entdeckt hat, ist sie nur noch für Lester – der sich jetzt alleine im Publikum befindet - und den Zuschauer sichtbar. Ein Tanz, der die verführerische Mena Suvari perfekt in Szene setzt und ihre Verführungskraft auf Lester brillant darstellt.
Unzweifelhaft ein großer Punkt für die Qualität des Filmes sind die phantastischen Darsteller. Kevin Spacey wurde mit seiner Darstellung des Lester Burnham endlich einem großem Publikum bekannt. Konnte er bereits in früheren Filmen wie „Die üblichen Verdächtigen“ (geehrt mit einem Oscar) und „Sieben“ sein überaus großes Talent einem verhältnismäßig kleinem Publikum offenbaren, wurde durch seine brillante Leistung endgültig das große Publikum auf ihn aufmerksam. Sein Wandel vom angepassten Verlierer zum selbstsicheren Rebellen ist derart brillant, dass die erneute Auszeichnung mit dem Oscar nur eine Formsache war. Aber auch Annette Bening als seine Frau steht dem grandiosen Hauptdarsteller in nichts nach. Verbissen auf der Suche nach Anerkennung durch eine gänzliche Anpassung an die Mittelklassen Gesellschaft, bildet ihr Charakter Carolyn einen perfekten Gegenpol zu dem rebellierenden Lester. Zwar musste sich Annette Bening im Jahre 2000 der (noch) brillanteren Hillary Swank (für „Boys don’t cry“) in Sachen Oscar geschlagen geben, für einen Abbruch bezüglich der phantastischen Darstellung sorgt diese Nichtauszeichnung aber bei weitem nicht.
Die größten Entdeckungen des Filmes sind aber ohne Zweifel die jungen Darsteller Wes Bentley, als kiffender Nachbarsjunge, Thora Birch, als Tochter der Burnhams, und Mena Suvari, als die verführerische Angela. Sie füllen ihre Rollen auf eine phantastische Weise aus und lassen sie in keinster Weise gegenüber den alten Hasen verblassen. So wie es scheint gibt es in Hollywood doch noch den ein oder anderen jungen Charakterdarsteller mit dem gewissen Funke Talent...
Die Suche nach sich selbst und die Kritik an der Angepasstheit der Bürger wird in Sam Mendes mit einem derart bissigen Humor dem Zuschauer nahegebracht, dass diese anspruchsvolle Komödie auch bei einem breitem Publikum Anklang fand. Trotz des hohen Anspruchs wurde der Film weltweit ein Erfolg und räumt auch bei der Oscar-Verleihung im Jahre 2000 kräftig ab. Fünf Auszeichnungen in den Kategorien bester Film, bester Hauptdarsteller (Kevin Spacey), beste Regie (Sam Mendes), bestes Original-Drehbuch (Alan Ball) und beste Kamera (Conrad L. Hall) sprechen sicherlich eine deutliche Sprache für die Klasse des Filmes.
Ohne Frage, dieser Film ist einer der provozierenden der letzten Jahre. Aber gerade die qualitativ hochwertig aufspielenden Akteure und die phantastische Geschichte machen den Film zu einem Erlebnis der Extraklasse. Zwar ist der Film sehr anspruchsvoll, aber durch seinen treffenden und bitterbösen Humor bietet der Film ein Vergnügen für eine breite Masse. Sicherlich werden die Reaktionen auf den Film verschieden sein, so werden die einen ihn als Anstoß für weitere Diskussionen verwenden, während andere ihn hingegen als eine normale Komödie betrachten werden, für einen Abbruch in Sachen Qualität werden diese unterschiedlichen Reaktionen aber nicht sorgen.
*Die DVD*
Um nun zu dem Hauptaugenmerk meines Berichts zu kommen, kommt nun der längst fällige Abschnitt über die Qualität der DVD.
Ausgeliefert wird der Film in anamorphen Widescreen-Bild (Format: 2.35:1) und mit englischer und deutscher Tonspur in Dolby Digital 5.1, über die Qualität des Bildes und des Tones braucht man sich ohne Zweifel nicht zu streiten, perfekt erscheint der Film auf dem heimischen Fernsehapparat. Auch in Sachen Untertiteln kann die DVD mit den wichtigsten Auswahlen aufwarten. Englisch als Untertitel für Hörgeschädigte und eine deutsche Untertitelspur lassen bei dem potentiellen Kunden sicherlich keine Wünsche offen oder gibt es wirklich jemanden der hebräische Untertitel benötigt?
Um nun aber zu dem wichtigsten Teil der DVD – den Extras – zu kommen, muss ich eines vorwegnehmen. Als ich die DVD zum ersten Mal in meinen DVD-Player schob machte sich eine gewisse Enttäuschung bei mir breit. Lediglich ein „Hinter den Kulissen“-Kurzfeature, ein Audiokommentar, die standardmäßigen Kinotrailer und eine Storyboard-Präsentation, das schien mir doch ein wenig dürftig für solch einen Top-Film zu sein. Nach dem genaueren Betrachten wurde ich jedoch mit absolut phantastischen Extras überrascht, die dem Film in nichts nachstehen.
Der Audiokommentar – gesprochen von Regisseur Sam Mendes und Drehbuchautor Alan Ball – ist wirklich aufschlussreich und bietet dem Zuhörer einige interessante neue Aspekte, die man beim vorherigen Gucken noch nicht bemerkt hatte und auch das Kurzfeature kann den Zuschauer ohne Frage überraschen, mit einer Länge von knapp zwanzig Minuten gehört es sicherlich nicht mehr in den Bereich des Kurzfeatures – aber abgesehen von diesem Aspekt sind die Informationen, die unter anderem zu dem Erfolg des Filmes gegeben werden, für den Filmliebhaber eine kleine Goldgrube.
Das sicherlich größte Extra des Filmes ist aber ohne Frage die Storyboard-Präsentationen. In einer Zeit von etwas mehr als einer Stunde wird dem begeisterten Zuschauer ein Vergleich zwischen dem ursprünglichen Storyboard-Zeichnungen und den schließlich gefilmten Szenen gegeben. Hierbei geben Regisseur Sam Mendes und Kameramann Conrad L. Hall dem Zuhörer Informationen preis, die keine Frage mehr offen lassen.
Zwar kann man zurecht behaupten, dass die Extras der DVD nicht unbedingt auf den Ottonormal-Zuschauer zugemünzt sind – so bieten sie doch eher dem interessierten Filmliebhaber unzählige Hintergrundinformationen – wer aber einen interessanten Blick hinter die Kulissen dieser Produktion werfen will wird bei dieser DVD fündig.
Der Übersicht halber hier – wie immer – eine kurze Auflistung der gesamten Extras:
- Audiokommentar
- Kinotrailer (2 an der Zahl)
- Kurzfeature – Hinter den Kulissen
- Storyboard-Präsentation
Vermutlich ist es für den ein oder anderen potentiellen Käufer der DVD interessant zu erfahren, dass die gesamten Extras nur in englischer Sprache vorliegen. Für einige sicherlich ein Wehrmutstropfen, für mich hingegen ein kleiner Grund zur Freude.
Abschließend kann ich auch für diese DVD eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen, der Filmliebhaber wird bezüglich der Extras einen großen Fundus in Sachen Hintergrundinformationen vorfinden. Wer hingegen auf der Suche nach möglichst attraktiven und actionreichen Extras ist, ist bei dieser DVD vermutlich bei der falschen Adresse, so kann man die Extras doch eher mit dem Wort anspruchsvoll betiteln, aber allein der großartige Film dürfte den Kauf der DVD rechtfertigen.
DVD-Wertung: 9/10 Punkte
Film-Wertung: Die volle Punktzahl von 10 Spargel-Punkten
15 Bewertungen, 1 Kommentar
-
29.03.2006, 17:15 Uhr von liiiiindaaaaa
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich...über gegenlesungen würde ich mich freuen;)
Bewerten / Kommentar schreiben