American History X (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von Nietzsche
Brutal und Schockierend
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ich hatte mich bisher geweigert, mir diesen Film anzusehen, da ich befürchtete, er sei mir zu heftig. Jetzt war er im Fernsehen zu sehen und ich erlag doch der Versuchung - zumal Edward Norton die Hauptrolle spielt und ich diesen Schauspieler sehr schätze.
------------------------------------------------------------------------
Story:
°°°°°
Derek (Edward Norton) ist Rassist durch und durch. Er hängt der Skinhead-Szene an, trägt seine Haare kurz und auf seinem Brustkorb prangt - neben anderen rechtsradikalen Tätowierungen - ein riesiges Hakenkreuz.
Eines nachts dann tötet er auf brutale Weise zwei Afroamerikaner und muß dafür 3 Jahre in den Knast. Als er entlassen wird, ist er zur Besinnung gekommen. Seine alten Werte zählen für ihn nicht mehr. Da jedoch nun sein jüngerer Bruder Danny (Edward Furlong) sich in sein altes Fahrwasser begeben hat, versucht er diesen ebenfalls aus der Szene und von den Ideologien wegzuholen.
Danny, der seinen Bruder vergötterte, muß für die Schule einen Aufsatz über ihn schreiben, in dem er alles, was passierte interpretieren und analysieren soll. Satz für Satz und Gespräch um Gespräch mit Derek kommt Danny zögernd zu dem Schluß, daß er sich auf dem falschen Weg befindet.
------------------------------------------------------------------------
Meine Meinung:
°°°°°°°°°°°°°
Der Film ist in Farbe und schwarz-weiß gedreht. Der aktuelle Handlungsfaden ist dabei in Farbe und alle Rückblicke - egal, ob aus Dereks oder Dannys Perspektive - sind in schwarz-weiß gehalten. Diese Machart hat mir sehr gut gefallen. Zum einen werden hier Vergangenheit und Gegenwart optisch deutlich getrennt, zum anderen ist jedoch auch der alte, faschistische, Derek von dem neuen abgegrenzt. Zudem sorgen die schwarz-weiß Aufnahmen dafür, daß die Szenen in der Vergangenheit an Härte und somit Ausdruck gewinnen.
Der Film ist brutal und war mir tatsächlich zu heftig, auch wenn sich die gezeigte Gewalt auf wenige Szenen beschränkt. Ich bin mir nicht mal sicher, ob die FSK-Freigabe ab 16 tatsächlich angebracht ist.
Was die gezeigte Gewalt so heftig macht, ist sicher ihre Authentizität. Hier wird keine Fantasy-Geschichte erzählt, sondern eine, die sich so oder so ähnlich sicherlich abspielen könnte (wobei die Realität sicherlich oft noch brutaler ist).
Der Film versucht Ursachen dafür aufzuzeigen, wie und warum sich junge Menschen diesem Fanatismus hingeben. Dabei erscheint der Erklärungsversuch nicht absolut, sondern eben nur als ein Versuch - eine mögliche Antwort. Dabei bleibt der Film glaubwürdig.
Auch Dereks Wandel und seine innere Abkehr von seinen alten Lebensinhalten, erscheint glaubwürdig und nachvollziehbar. Allein der Wandel seines Bruders Danny ging mir etwas zu schnell und reibungslos und wirkte deswegen doch ein wenig zu unglaubwürdig.
Edward Norton zeigt auch mal wieder in diesem Film, daß er wandelbarer Charakterdarsteller ist. In \"Fight Club\" hat er mich bereits überzeugt und auch in diesem Film spielt er einfach nur super! Er sieht in seiner Rolle bei der Darstellung des \"alten\" und des \"neuen\" Dereks nicht nur anders aus, sondern er spielt sie auch unterschiedlich.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Fazit:
*****
Der Film ist brutal, schockierend und nichts für einen entspannten Fernsehabend. Mich hat der Film emotional sehr aufgewühlt, was sicherlich auch vom Macher beabsichtigt wurde. Der Film soll berühren und den Zuschauer zum Nachdenken anregen und ihn nicht entspannt aufs Sofa sinken lassen.
Trotz aller Heftigkeit lohnt es sich den Film anzusehen. Er ist gut gemacht, eindringlich und überzeugt nicht nur durch die gute Leistung Edward Nortons!
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USA 1998
Länge: 119 Minuten
Darsteller: Edward Norton (Derek Vinyard), Edward Furlong (Danny Vinyard), Beverly D\'Angelo (Doris Vinyard), Avery Brooks (Bob Sweeney), Stacey Keach (Cameron), Fairuza Balk (Stacy), Jennifer Lien (Davina Vinyard), Elliott Gould (Murray), Guy Torry (Lamont), Ethan Suplee (Seth), William Russ (Dennis Vinyard)
Regie: Tony Kaye
Stab:
Produzenten: John Morrissey für New Line Cinema / Turman-Morrissey Company
Drehbuch: David McKenna
Musik: Anne Dudley
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Story:
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Derek (Edward Norton) ist Rassist durch und durch. Er hängt der Skinhead-Szene an, trägt seine Haare kurz und auf seinem Brustkorb prangt - neben anderen rechtsradikalen Tätowierungen - ein riesiges Hakenkreuz.
Eines nachts dann tötet er auf brutale Weise zwei Afroamerikaner und muß dafür 3 Jahre in den Knast. Als er entlassen wird, ist er zur Besinnung gekommen. Seine alten Werte zählen für ihn nicht mehr. Da jedoch nun sein jüngerer Bruder Danny (Edward Furlong) sich in sein altes Fahrwasser begeben hat, versucht er diesen ebenfalls aus der Szene und von den Ideologien wegzuholen.
Danny, der seinen Bruder vergötterte, muß für die Schule einen Aufsatz über ihn schreiben, in dem er alles, was passierte interpretieren und analysieren soll. Satz für Satz und Gespräch um Gespräch mit Derek kommt Danny zögernd zu dem Schluß, daß er sich auf dem falschen Weg befindet.
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Meine Meinung:
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Der Film ist in Farbe und schwarz-weiß gedreht. Der aktuelle Handlungsfaden ist dabei in Farbe und alle Rückblicke - egal, ob aus Dereks oder Dannys Perspektive - sind in schwarz-weiß gehalten. Diese Machart hat mir sehr gut gefallen. Zum einen werden hier Vergangenheit und Gegenwart optisch deutlich getrennt, zum anderen ist jedoch auch der alte, faschistische, Derek von dem neuen abgegrenzt. Zudem sorgen die schwarz-weiß Aufnahmen dafür, daß die Szenen in der Vergangenheit an Härte und somit Ausdruck gewinnen.
Der Film ist brutal und war mir tatsächlich zu heftig, auch wenn sich die gezeigte Gewalt auf wenige Szenen beschränkt. Ich bin mir nicht mal sicher, ob die FSK-Freigabe ab 16 tatsächlich angebracht ist.
Was die gezeigte Gewalt so heftig macht, ist sicher ihre Authentizität. Hier wird keine Fantasy-Geschichte erzählt, sondern eine, die sich so oder so ähnlich sicherlich abspielen könnte (wobei die Realität sicherlich oft noch brutaler ist).
Der Film versucht Ursachen dafür aufzuzeigen, wie und warum sich junge Menschen diesem Fanatismus hingeben. Dabei erscheint der Erklärungsversuch nicht absolut, sondern eben nur als ein Versuch - eine mögliche Antwort. Dabei bleibt der Film glaubwürdig.
Auch Dereks Wandel und seine innere Abkehr von seinen alten Lebensinhalten, erscheint glaubwürdig und nachvollziehbar. Allein der Wandel seines Bruders Danny ging mir etwas zu schnell und reibungslos und wirkte deswegen doch ein wenig zu unglaubwürdig.
Edward Norton zeigt auch mal wieder in diesem Film, daß er wandelbarer Charakterdarsteller ist. In \"Fight Club\" hat er mich bereits überzeugt und auch in diesem Film spielt er einfach nur super! Er sieht in seiner Rolle bei der Darstellung des \"alten\" und des \"neuen\" Dereks nicht nur anders aus, sondern er spielt sie auch unterschiedlich.
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Fazit:
*****
Der Film ist brutal, schockierend und nichts für einen entspannten Fernsehabend. Mich hat der Film emotional sehr aufgewühlt, was sicherlich auch vom Macher beabsichtigt wurde. Der Film soll berühren und den Zuschauer zum Nachdenken anregen und ihn nicht entspannt aufs Sofa sinken lassen.
Trotz aller Heftigkeit lohnt es sich den Film anzusehen. Er ist gut gemacht, eindringlich und überzeugt nicht nur durch die gute Leistung Edward Nortons!
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USA 1998
Länge: 119 Minuten
Darsteller: Edward Norton (Derek Vinyard), Edward Furlong (Danny Vinyard), Beverly D\'Angelo (Doris Vinyard), Avery Brooks (Bob Sweeney), Stacey Keach (Cameron), Fairuza Balk (Stacy), Jennifer Lien (Davina Vinyard), Elliott Gould (Murray), Guy Torry (Lamont), Ethan Suplee (Seth), William Russ (Dennis Vinyard)
Regie: Tony Kaye
Stab:
Produzenten: John Morrissey für New Line Cinema / Turman-Morrissey Company
Drehbuch: David McKenna
Musik: Anne Dudley
29 Bewertungen, 1 Kommentar
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29.03.2006, 14:32 Uhr von liiiiindaaaaa
Bewertung: sehr hilfreichüber gegenlesungen würde ich mich freuen;)
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