American History X (VHS) Testbericht

American-history-x-vhs-drama
ab 8,21
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Erfahrungsbericht von Psycho2081

Heil Hitler! Nein Danke!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Der junge Derek Vinyard schläft gerade mit seiner Freundin, als sein Bruder ins Zimmer kommt mit der Schreckensmeldung "Zwei Nigger stehlen gerade Dein Auto". Derek stürmt (mit seiner riesigen Hakenkreuztättowierung auf der Brust) auf die Straße und erschießt einen von den beiden. Den zweiten zwingt er den offenen Mund auf den Bordstein zu legen. Dann tritt er ihm ins Genick!

Selbstverständlich kommt er dafür ins Gefängnis. In Haft checkt er dann endlich was er eigentlich angerichtet hat. Als er endlich aus dem Gefängnis kommt, muß er mit Schrecken feststellen, dass sein kleiner Bruder in seine Fußstapfen getretten ist - auch er ist amerikanischer Skinhead. Nun beginnt für Derek der Kampf um seinen Bruder, denn er möchte seinen Bruder aus den Klauen des Rechtsextremismus retten...

Der Film zeigt sehr gut, wie stark der Druck der Gruppe auf den einzelnen ist. Man kann auch sehr gut die Hilflosigkeit des außenstehendens erkennen (was nicht heißt, dass man keinen Erfolg haben könnte!).

Das bei einem derartig bekannten Film, die Regie, die Tontechnik,... Glanzleistungen vollbracht haben ist heut zu Tage sowieso schon selbstverständlich.

Ich persönlich kann den Film nur weiter empfehlen! Er ist sehr spannend und regt stark zum Nachdenken an. Außerdem ist er ganz einfach beeindruckend - vor allem die Tättowierung, die Szene mit dem Genickbruch und die bei uns zum Glück verbotenen Fahne sind echt faszinierend.
Um Missverständnissen vorzubeugen möchte ich erklären, was ich mit dem faszinierenden Genickbruch meine.

Ich möchte damit beginnen, dass das Wort faszinierend nicht beinhaltet, dass ich es für gut heiße. Es bedeutet lediglich, dass es einen starken Eindruck hinter lässt. Ein Beispiel hierfür wäre, dass sich viele Menschen für die NS-Zeit interessieren. Damit man sich für etwas interessieren kann, muß dies eine gewisse Faszination auf einen ausstrahlen. Dies bedeutet natürlich noch lange nicht, dass alle Historiker Neonazis sind.

Zweitens möchte ich noch auf den Genickbruch eingehen. Er wird in dem Film nur angedeutet. Man sieht nur wie er das Bein hebt und an der Stelle, wo er zutretten würde, wird das Bild schwarz und man hört nur einen knackenden Ton.

Für mich persönlich steht dieser Genickbruch (was meine Faszination betrifft) nicht als Handlung sondern mir geht es um die Aussage. Ich finde, dass diese Szene die makanteste im ganzen Film ist. Ich glaube nicht, dass jemand der den Film gesehen hat, diese Szene vergisst und dies ist beabsichtig. Denn jeder Mensch versteht so, wie brutal die Szene ist und das schreckt hoffentlich ab. Für mich steht dieser Genickbruch für die Brutalität für das Paradoxe, dass Leute gerne so brutal sein können, dass ganze Szenen von dieser Brutalität leben und das ist das faszinierende daran. Und natürlich nicht, der knackende Ton oder, dass man Gewalt sieht.
P.S.: Ich verwende selbstverständlich normalerweise nicht den Ausdruck Nigger. Ich habe ihn in dieser Meinung nur deswegen stehen, da der Satz ein Zitat ist. Ich glaube, wenn ich ihn gegen ein korrekteres Wort tauschen würde, würde ich damit viel von der härte des Satzes nehmen. Dies tu ich nicht, da ich glaube, dass man so einen gewissen Eindruck in den Film erhält, der zum Beispiel durch die Wortwahl "Farbiger" oder "Schwarzer" verloren gehen würde.

15 Bewertungen, 2 Kommentare

  • liiiiindaaaaa

    29.03.2006, 14:39 Uhr von liiiiindaaaaa
    Bewertung: sehr hilfreich

    über gegenlesungen würde ich mich freuen;)

  • Babba

    15.02.2002, 11:09 Uhr von Babba
    Bewertung: sehr hilfreich

    Den Film sollten alle Rechten zwangs sehen, vielleicht wachen sie dann ja auf. Ich kenne den Film nicht, möchte ihn auch nicht unbedingt sehen, doch nach Deinem Bericht kann ich mir sehr gut vorstellen, daß er etwas bewirkt.