Assassins - Die Killer (DVD) Testbericht
ab 7,64 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 03/2011
Auf yopi.de gelistet seit 03/2011
Erfahrungsbericht von catmother
Wer ist der beste Profikiller?
Pro:
spannend, zwei gute Schauspieler als Kontrahenten, Schuß Ironie
Kontra:
eben ein Actionstreifen
Empfehlung:
Ja
Filme mit Sylvester Stallone waren früher nie so mein Fall; vor allem Rambo und Co. gingen mir gehörig auf die Nerven. Aber mit Sly ist es wie mit Old Arnie: je älter, desto besser werden die Filme, da sich die Herren inzwischen auch durchaus mal selbst hops nehmen können und nicht mehr der Beste und Größte sein müssen.
Immerhin bekam dieser Film seinerzeit zur Sendezeit in meiner Fernsehzeitschrift das Prädikat “sehr ansehenswert”.
** Die Story **
Robert Rath (Sylvester Stallone) ist ein As in seinem Metier und macht auch schon mal einen Kollegen kalt, wenn es der Auftrag eben so will. Aber eigentlich hat der Profikiller das Morden satt und denkt ans Aufhören. Bei seinem nächsten Geschäft, dem Mord an einem italienischen Geschäftsmann, kommt ihm dann überraschend ein zweiter Killer in die Quere, und Robert weiß garnicht wie ihm geschieht, und was die Geschichte zu bedeuten hat. Leider flieht der junge Spund mit viel Geschick sogar aus dem Auto der Polizei.
Danach beschließt Robert doch noch einen letzten Auftrag anzunehmen. Der soll ihm immerhin zwei Millionen Dollar einbringen, und mit denen könnte er sich genüßlich zur Ruhe setzen. Auf den ersten Blick erscheint der Auftrag ziemlich leicht: Rath soll eine junge Computer-Hackerin sowie deren Kunden töten. Die will eine Diskette mit scheinbar wichtigen Daten verhökern, die Rath dann außerdem für seinen Kunden sicherstellen soll.
Als Robert die Dealerin Electra (Julianne Moore) im Hotel überrascht, sind ihre Kunden schon tot und auch die junge Frau steht unter Beschuß. Von dem gleichen Typen, der Rath schon einmal den Auftrag vermasselt hat. Offensichtlich macht er ihm nun kontinuierlich bei seiner Arbeit Konkurrenz. Und hier ist er ihm ebenfalls zuvorgekommen.
Überrascht erkennt er in seinem Opfer eine verwandte Seele, und statt sie umzubringen, versucht er sie zu retten. Nur widerwillig lassen sich die beiden aufeinander ein, da keiner dem anderen so richtig vertraut. Doch ein gemeinsamer Feind schweißt sie zusammen: der heißblütige Killer-Newcomer Miguel Bain (Antonio Banderas), der ist darauf aus ist, die Nr. 1 im Killerbusiness zu werden. Doch dazu muß er nicht nur Rath töten, sondern auch den Auftrag mit der Hackerin zu Ende bringen.
** Darsteller **
Stallones (Demolition Man, Daylight) Rolle wurde zunächst Sean Conenry angeboten, habe ich irgendwo gelesen. Old-Bond in allen Ehren, aber ich könnte mir jetzt, so im Nachhinein keinen besseren vorstellen als Sylvester Stallone. Denn die immer noch knackige Figur kann über eines nicht hinwegtäuschen: So stellt man sich jedenfalls keinen Berufskiller vor – mit diesen müden, traurige Augen, Pollunder und Strickweste sieht er eher aus wie ein hausbackener Computervertreter als ein Profi in Gewissensnöten.
Antonio Banderas (Die Maske des Zorro, Das Geisterhaus, Der 13te Krieger) dagegen als Newcomer Miguel Bain ist der Prototyp des Neulings, engagiert, übereifrig, ehrgeizig und von sich überzeugt. Leider ist er auch zu allem entschlossen, so daß er dem alternden Kollegen ganz schön die Hölle heiß macht.
Julianne Moores (Das Ende einer Affäre, Hannibal) Rolle ist nicht so ganz einfach einzuschätzen. Eine Zeitlang habe ich gedacht, sie wäre hier nur das schmückende Element in dem Männerduell. Aber auch sie kann auf ihre Art Cleverness mit den beiden Männern mithalten und bereichert so den Film.
** Filmkritik **
Zugegeben, sehr anspruchsvolles Kino hatte ich nicht erwartet und auch nicht bekommen. Aber Spaß gemacht hat der Film trotzdem auf jeden Fall.
Drei Aspekte geben dem, was auf den ersten Blick aussieht wie ein Hau-mich-schlag-mich-tot-Einheitsbrei, ein doch etwas facettenreicheres Bild.
Zum einen haben wir hier ein Problem, das vielleicht viele von uns kennen: Konkurrenz im Beruf. Zugegeben, die Berufsgruppe Profikiller ist nicht gerade häufig vertreten, aber Rivalität und Mobbing am Arbeitsplatz sind doch heute fast überall an der Tagesordnung. Alt gegen jung, erfahren gegen neunmalklug – ein Konflikt, der immer damit endet, daß einer auf der Strecke bleibt. Hier ist das nicht von vorn herein so klar, wer das sein wird. Zwar ist Rath der Überlegtere von beiden, aber Bain macht seine Unerfahrenheit durch Entschlossenheit und Eiskälte wett, so daß Robert vorübergehend dem Heißsporn nachgeben muß.
Besonders erbaulich fand ich die Szenen, wenn sich Killer und Killer begegnen und es zum verbalen Schlagabtausch kommt. Während Stallone einsilbig bleibt, wie es für einen abgeklärten Mann angemessen ist, plappert Banderas fast – schon recht ungewöhnlich für einen Film übers Töten.
Die Beziehung zwischen Killer und Opfer ist der zweite Aspekt, der hier zum Tragen kommt. Beide sind Einzelgänger mit ganz klaren Prioritäten im Leben. Und weil sich beide so ähnlich sind, gründet sich darauf auch ihre Beziehung, zu der sie sich letztendlich doch entschließen. Daraus wird vorübergehend eine Zweckgemeinschaft. Keiner fragt nach Gründen für den Beruf oder das Tun des anderen, aber natürlich macht sich jeder Gedanken, ob die Hackerin oder der Killer nicht doch so etwas wie Moral haben.
Erstaunlich ist auch, daß sich der Film immer wieder Zeit läßt, die Figuren zu beleuchten: den arbeitsmüden Rath, die nach finanzieller Sicherheit strebende Hackerin, die ein Herz für Katzen und ihre misshandelte Nachbarin hat, der übereifrige und nervöse Aufsteiger.
Mit all dem hebt sich der Film für meine Begriffe doch etwas aus dem reinen Action-Einerlei mit Dutzenden Toten und Explosionen am laufenden Band ab, auch wenn das heiß umkämpfte und atemlose Finale dem Genre wieder recht gibt.
** Meine Meinung **
Man darf nicht allzu viel erwarten. Tiefgründig ist der Streifen nicht zu nennen, aber auch nicht soooo oberflächlich und tumb wie manch anderer Hau-drauf-Knaller, die in letzter Zeit überhand nehmen. Die Darsteller, vor allem das pointierte Spiel der beiden Kontrahenten Banderas und Stallone macht “Assassins” also durchaus ansehenswert.
** Daten **
USA 1995
Genre: Thriller
Originaltitel: Assassins
Regie : Richard Donner
Drehbuch: Wachowski-Brüder
FSK 16
Immerhin bekam dieser Film seinerzeit zur Sendezeit in meiner Fernsehzeitschrift das Prädikat “sehr ansehenswert”.
** Die Story **
Robert Rath (Sylvester Stallone) ist ein As in seinem Metier und macht auch schon mal einen Kollegen kalt, wenn es der Auftrag eben so will. Aber eigentlich hat der Profikiller das Morden satt und denkt ans Aufhören. Bei seinem nächsten Geschäft, dem Mord an einem italienischen Geschäftsmann, kommt ihm dann überraschend ein zweiter Killer in die Quere, und Robert weiß garnicht wie ihm geschieht, und was die Geschichte zu bedeuten hat. Leider flieht der junge Spund mit viel Geschick sogar aus dem Auto der Polizei.
Danach beschließt Robert doch noch einen letzten Auftrag anzunehmen. Der soll ihm immerhin zwei Millionen Dollar einbringen, und mit denen könnte er sich genüßlich zur Ruhe setzen. Auf den ersten Blick erscheint der Auftrag ziemlich leicht: Rath soll eine junge Computer-Hackerin sowie deren Kunden töten. Die will eine Diskette mit scheinbar wichtigen Daten verhökern, die Rath dann außerdem für seinen Kunden sicherstellen soll.
Als Robert die Dealerin Electra (Julianne Moore) im Hotel überrascht, sind ihre Kunden schon tot und auch die junge Frau steht unter Beschuß. Von dem gleichen Typen, der Rath schon einmal den Auftrag vermasselt hat. Offensichtlich macht er ihm nun kontinuierlich bei seiner Arbeit Konkurrenz. Und hier ist er ihm ebenfalls zuvorgekommen.
Überrascht erkennt er in seinem Opfer eine verwandte Seele, und statt sie umzubringen, versucht er sie zu retten. Nur widerwillig lassen sich die beiden aufeinander ein, da keiner dem anderen so richtig vertraut. Doch ein gemeinsamer Feind schweißt sie zusammen: der heißblütige Killer-Newcomer Miguel Bain (Antonio Banderas), der ist darauf aus ist, die Nr. 1 im Killerbusiness zu werden. Doch dazu muß er nicht nur Rath töten, sondern auch den Auftrag mit der Hackerin zu Ende bringen.
** Darsteller **
Stallones (Demolition Man, Daylight) Rolle wurde zunächst Sean Conenry angeboten, habe ich irgendwo gelesen. Old-Bond in allen Ehren, aber ich könnte mir jetzt, so im Nachhinein keinen besseren vorstellen als Sylvester Stallone. Denn die immer noch knackige Figur kann über eines nicht hinwegtäuschen: So stellt man sich jedenfalls keinen Berufskiller vor – mit diesen müden, traurige Augen, Pollunder und Strickweste sieht er eher aus wie ein hausbackener Computervertreter als ein Profi in Gewissensnöten.
Antonio Banderas (Die Maske des Zorro, Das Geisterhaus, Der 13te Krieger) dagegen als Newcomer Miguel Bain ist der Prototyp des Neulings, engagiert, übereifrig, ehrgeizig und von sich überzeugt. Leider ist er auch zu allem entschlossen, so daß er dem alternden Kollegen ganz schön die Hölle heiß macht.
Julianne Moores (Das Ende einer Affäre, Hannibal) Rolle ist nicht so ganz einfach einzuschätzen. Eine Zeitlang habe ich gedacht, sie wäre hier nur das schmückende Element in dem Männerduell. Aber auch sie kann auf ihre Art Cleverness mit den beiden Männern mithalten und bereichert so den Film.
** Filmkritik **
Zugegeben, sehr anspruchsvolles Kino hatte ich nicht erwartet und auch nicht bekommen. Aber Spaß gemacht hat der Film trotzdem auf jeden Fall.
Drei Aspekte geben dem, was auf den ersten Blick aussieht wie ein Hau-mich-schlag-mich-tot-Einheitsbrei, ein doch etwas facettenreicheres Bild.
Zum einen haben wir hier ein Problem, das vielleicht viele von uns kennen: Konkurrenz im Beruf. Zugegeben, die Berufsgruppe Profikiller ist nicht gerade häufig vertreten, aber Rivalität und Mobbing am Arbeitsplatz sind doch heute fast überall an der Tagesordnung. Alt gegen jung, erfahren gegen neunmalklug – ein Konflikt, der immer damit endet, daß einer auf der Strecke bleibt. Hier ist das nicht von vorn herein so klar, wer das sein wird. Zwar ist Rath der Überlegtere von beiden, aber Bain macht seine Unerfahrenheit durch Entschlossenheit und Eiskälte wett, so daß Robert vorübergehend dem Heißsporn nachgeben muß.
Besonders erbaulich fand ich die Szenen, wenn sich Killer und Killer begegnen und es zum verbalen Schlagabtausch kommt. Während Stallone einsilbig bleibt, wie es für einen abgeklärten Mann angemessen ist, plappert Banderas fast – schon recht ungewöhnlich für einen Film übers Töten.
Die Beziehung zwischen Killer und Opfer ist der zweite Aspekt, der hier zum Tragen kommt. Beide sind Einzelgänger mit ganz klaren Prioritäten im Leben. Und weil sich beide so ähnlich sind, gründet sich darauf auch ihre Beziehung, zu der sie sich letztendlich doch entschließen. Daraus wird vorübergehend eine Zweckgemeinschaft. Keiner fragt nach Gründen für den Beruf oder das Tun des anderen, aber natürlich macht sich jeder Gedanken, ob die Hackerin oder der Killer nicht doch so etwas wie Moral haben.
Erstaunlich ist auch, daß sich der Film immer wieder Zeit läßt, die Figuren zu beleuchten: den arbeitsmüden Rath, die nach finanzieller Sicherheit strebende Hackerin, die ein Herz für Katzen und ihre misshandelte Nachbarin hat, der übereifrige und nervöse Aufsteiger.
Mit all dem hebt sich der Film für meine Begriffe doch etwas aus dem reinen Action-Einerlei mit Dutzenden Toten und Explosionen am laufenden Band ab, auch wenn das heiß umkämpfte und atemlose Finale dem Genre wieder recht gibt.
** Meine Meinung **
Man darf nicht allzu viel erwarten. Tiefgründig ist der Streifen nicht zu nennen, aber auch nicht soooo oberflächlich und tumb wie manch anderer Hau-drauf-Knaller, die in letzter Zeit überhand nehmen. Die Darsteller, vor allem das pointierte Spiel der beiden Kontrahenten Banderas und Stallone macht “Assassins” also durchaus ansehenswert.
** Daten **
USA 1995
Genre: Thriller
Originaltitel: Assassins
Regie : Richard Donner
Drehbuch: Wachowski-Brüder
FSK 16
Bewerten / Kommentar schreiben