Auge um Auge (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 05/2008
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Erfahrungsbericht von kleenerknuffi
Wenn die Justiz versagt
Pro:
Spannung, gute Schauspieler
Kontra:
Gefahr der Verharmlosung von Selbstjustiz
Empfehlung:
Ja
Es ist der Alptraum aller Eltern, dass ihr Kind Opfer eines Verbrechens wird.
Doch was kann passieren, wenn es der Justiz, nach Ergreifung des Täters, nicht gelingt diesen auch zu bestrafen.
>>Inhalt<<
Die 17 jährige Julie (Olivia Burnette) ist allein zu Hause um Vorbereitungen für den sechsten Geburtstag ihrer Schwester Megan (Alexandra Kyle) zu erledigen.
Während sie mit ihrer Mutter Karen (Sally Field) telefoniert, klingelt ein Mann an der Haustür, dringt in die Wohnung ein und fällt über sie her.
Hilflos muss Karen mit anhören wie ihre Tochter vergewaltigt und ermordet wird.
Der mit der Ermittlung beauftragte Polizist, Detective De Nillo (Joe Mantegna) gibt ihr die Adresse einer Selbsthilfegruppe für Eltern deren Kinder Verbrechen zum Opfer fielen. Dorthin begeben sich Karen und ihr Mann Mack (Ed Harris) um Hilfe in ihrer Trauer zu finden.
Dann verhaftet die Polizei den Lieferanten Robert Doob (Kiefer Sutherland). Doob wird auch angeklagt. Doch durch einen Fehler der Staatsanwaltschaft, wird das am Tatort sicher gestellte Beweismaterial nicht vor Gericht zugelassen. Doch ohne dieses ist Doob die Tat nicht nachzuweisen und die Anklage wird fallen gelassen.
Die verzweifelte Karen beginnt Doob zu beschatten um irgendetwas gegen ihn in die Hand zu bekommen. Dabei sieht sie wie Doob ein neues Opfer auskundschaftet.
Sie versucht die Polizei einzuschalten. Doch der sind die Hände gebunden solange Doob nicht strafbar handelt. Und auch die Frau selber will von Karen´ s Warnungen nichts wissen.
Als Doob bemerkt, dass Karen ihn beobachtet, droht er auch Megan etwas anzutun, wenn sie ihn nicht in Ruhe lässt.
Daraufhin wendet sich Karen an zwei Mitglieder ihrer Selbsthilfegruppe, die ihr (genauso wie vorher schon anderen Eltern ermordeter Kinder) bei der Vorbereitung zur Tötung Doobs helfen sollen.
Sie besucht einen Selbstverteidigungskurs und lernt in einem Schützenclub zu schießen.
Schließlich kauft sie sich eine Waffe.
Wird Dobb noch einmal morden?
Und wird Karen Doob wirklich töten?
>>Schauspieler<<
Sally Field (Nicht ohne meine Tochter, Lieblingsfeinde, Mrs. Doubtfire) spielt Karen Mc Canns. Diese muss mit anhören wie ihre Tochter ermordet wird. An der Tat und der nicht Bestrafung des Mörders zerbricht sie beinahe, bis sie beschließt das Gesetz selbst in die Hand zu nehmen.
Sally Field spielt ihre Rolle perfekt. Ob verzweifelt (am Tod ihrer ältesten Tochter), verängstigt (aus Angst um ihre jüngere Tochter) oder voller Hass (auf Julies Mörder), die zweifache Oscargewinnerin kann jede Facette ihres Filmcharakters überzeugend darstellen und den Zuschauer für sich gewinnen.
Kiefer Sutherland (Flatliners, Young Guns, 24- Die Serie) spielt den Vergewaltiger und Mörder Robert Doob. Dieser ist eiskalt und ohne Skrupel.
Kiefer Sutherland ist die ideale Besetzung der Rolle. Er verleiht seinem Filmcharakter eine solche fiese und gemeine Ausstrahlung, dass sich der Zuschauer wünscht, dass er seine gerechte Strafe erhält.
>>Infos zum Film<<
Originaltitel: Eye for an eye
USA: 1996
FSK: 16
Spieldauer: 97 min.
Darsteller: Karen Mc Cann (Sally Field)
Robert Doob (Kiefer Sutherland)
Mack Mc Cann (Ed Harris)
Dolly Green (Beverly D´Angelo)
Detective De Nillo (Joe Mantegna)
Julie Mc Cann (Olivia Burnette)
Megan Mc Cann (Alexandra Kyle)
Peter Green (Darrell Larson)
Angel Konsinsky (Charlayne Woodward)
Regie: John Schlesinger (Midnight Cowboy, Marathon Man)
Drehbuch: Amanda Silver (Original Sin, Das Relikt)
Rick Jaffa (Das Relikt, Die Hand an der Wiege)
Buch: Erika Holzer
Produzent: Michael I. Levy (O)
Musik: James Newton Howard (Dreamcatcher, America´s Sweethearts)
Schnitt: Peter Honess (Highlander, The Fast and the Furios)
Kamera: Amir M. Mokri (Bad Boys 2, Sag kein Wort)
>>Meine Meinung und Fazit<<
„Auge um Auge“ ist ein spannender Thriller, der den Zuschauer eineinhalb Stunden gut unterhalten kann, aber auch seine Für und Wieder hat.
Kommen wir zuerst zu den positiven Aspekten des Films.
Der Film ist spannend von der ersten bis zur letzten Minute. Er zeigt dem Zuschauer wie schwer es Eltern trifft, wenn sie ein Kind verlieren.
„Auge um Auge“ zeigt, wie Julies Mutter Karen daran zu verzweifeln droht, weil sie ihre Tochter nicht retten konnte. Er offenbart, wie sich Karen´ s Trauer in Hass verwandelt, als der Täter freigesprochen wird.
Auch erlebt, der Zuschauer, das die Ehe von Karen und Mac an Julie´ s Ermordung zu zerbrechen droht. Genau dies, das Scheitern der Beziehung der Eltern, geschieht sehr oft auch im wahren Leben, wenn ein Kind ermordet wird.
All dies ist meiner Meinung nach sehr wirklichkeitsnah.
Auch Karen´ s Wunsch, den Mörder ihrer Tochter zu töten, kann der Zuschauer des Films während des Sehens nachvollziehen. Gerade weil der Killer selbst gemein und gefühllos gezeigt wird. Zudem der Wunsch den Mörder ihrer älteren Tochter zu bestrafen vom natürlichen Mutterinstinkt, um ihre jüngere Tochter zu schützen, gestärkt wird. Und auch dies, wie es gezeigt wird, Verständnis vom Zuschauer erwarten kann.
Die Darsteller spielen ihre jeweiligen Rollen sehr gut.
Besonders die beiden Hauptdarsteller können mehr als überzeugen.
Sally Field versteht es den Zuschauer in ihrer Rolle von Anfang an für sich zu gewinnen. Die kann alle emotionalen Facetten ihres Charakters glaubhaft darstellen und den Zuschauer dazu bringen mit Karen zu fühlen.
Im Gegensatz dazu gelingt es Kiefer Sutherland (der wie sein Vater für die Rolle des Bösewichts geschaffen zu sein scheint) die Rolle des Mörders und Vergewaltigers Doob regelrecht zu leben, so dass man fast meinen könnte, er wäre auch im wahren Leben so fies. Ihm gelingt es mit seinem Spiel und seiner Mimik den Hass des Zuschauers auf sich zu lenken. Vor allem an der Stelle, als er nach seiner Freilassung vor Gericht Karen angrinst und hämisch „Tschuldigung.“ sagt.
Auch zeigt der Film. Die Schwächen des Amerikanischen Justizsystems.
So wird durch einen Formfehler der Staatsanwaltschaft das Beweismittel nicht zugelassen, dass zweifelsfrei beweißt, dass Doob der Mörder ist. Und so wird ein eigentlich überführter Mörder frei gelassen. (Andererseits soll wohl mit der Herausgabe eines Teils der Beweismittel an die Verteidigung zur Überprüfung verhindert werden, dass die Anklage Beweismittel fälscht um eine Verurteilung, eines vielleicht auch Unschuldigen, zu erlangen.)
Nun zu den negativen Aspekten des Films.
Karen entschließt sich in „Auge um Auge“ ganz nach dem Alten Testament Selbstjustiz zu verübe, indem sie den Mörder ihrer Tochter tötet.
Bei allem Verständnis für Karen (und allen Eltern, die durch ein Verbrechen ein Kind verloren haben) sollte niemand Selbstjustiz verüben.
Zur Bestrafung von Verbrechern ist nun einmal die Justiz zuständig. Das Leben in einem Rechtsstaat ist nicht perfekt, und Strafmaße auch teilweise zu niedrig. Doch es würde im Chaos enden, wenn jeder das Recht in seine eigene Hand nehmen würde.
Wo würde das Recht zur Selbstjustiz anfangen und wo enden.
Würde die Bevölkerung Mörder töten und Dieben die Hand abhacken, wie in anderen Ländern dieser Welt.
Wie viele Unschuldige würde es treffen, nur weil sie in den Augen der Öffentlichkeit (oder besser des wütenden Mobs) als Außenseiter (sei es durch ihre Herkunft, ihre Hautfarbe oder ihre Religion) besser in die Rolle des Täters passen, als der nette Nachbar von nebenan, und von daher getötet würden bevor überhaupt ihre Schuld bewiesen wäre.
.
In „Auge um Auge“ wird meiner Meinung nach die Selbstjustiz etwas verharmlost, indem sie dem Zuschauer als gerechte Strafe gezeigt wird (auch wenn eine Polizistin im Film Karen sagt, dass Selbstjustiz eine Straftat ist). Auch wenn Karen (im Gegensatz zum rächenden Charles Bronson, der in seiner „Death Wish“ Reihe die Mörder seiner Familie gnadenlos jagte und einen nach dem anderen tötete) am Ende sich an das Gesetz hält und keinen „Mord“ an Doob verübt.
Doch da der Film spannend gemacht wurde, und die meisten Menschen sich sicherlich nicht davon zur Selbstjustiz anregen lassen kann ich das Ansehen des Films empfehlen.
>>Bewertung<<
„Auge um Auge“ ist ein spannender Thriller, der den Zuschauer gut unterhält. Er hat mit Sally Field und Kiefer Sutherland zwei sehr gute und in ihren Rollen überzeugende Hauptdarsteller. Allerdings finde ich dass der Film Selbstjustiz harmloser darstellt als sie und ihre Folgen ist, daher ziehe ich zwei Punkte ab.
So vergebe ich dem Film 3 von 5 Sternen
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.
Euch allen noch einen schönen Tag.
Doch was kann passieren, wenn es der Justiz, nach Ergreifung des Täters, nicht gelingt diesen auch zu bestrafen.
>>Inhalt<<
Die 17 jährige Julie (Olivia Burnette) ist allein zu Hause um Vorbereitungen für den sechsten Geburtstag ihrer Schwester Megan (Alexandra Kyle) zu erledigen.
Während sie mit ihrer Mutter Karen (Sally Field) telefoniert, klingelt ein Mann an der Haustür, dringt in die Wohnung ein und fällt über sie her.
Hilflos muss Karen mit anhören wie ihre Tochter vergewaltigt und ermordet wird.
Der mit der Ermittlung beauftragte Polizist, Detective De Nillo (Joe Mantegna) gibt ihr die Adresse einer Selbsthilfegruppe für Eltern deren Kinder Verbrechen zum Opfer fielen. Dorthin begeben sich Karen und ihr Mann Mack (Ed Harris) um Hilfe in ihrer Trauer zu finden.
Dann verhaftet die Polizei den Lieferanten Robert Doob (Kiefer Sutherland). Doob wird auch angeklagt. Doch durch einen Fehler der Staatsanwaltschaft, wird das am Tatort sicher gestellte Beweismaterial nicht vor Gericht zugelassen. Doch ohne dieses ist Doob die Tat nicht nachzuweisen und die Anklage wird fallen gelassen.
Die verzweifelte Karen beginnt Doob zu beschatten um irgendetwas gegen ihn in die Hand zu bekommen. Dabei sieht sie wie Doob ein neues Opfer auskundschaftet.
Sie versucht die Polizei einzuschalten. Doch der sind die Hände gebunden solange Doob nicht strafbar handelt. Und auch die Frau selber will von Karen´ s Warnungen nichts wissen.
Als Doob bemerkt, dass Karen ihn beobachtet, droht er auch Megan etwas anzutun, wenn sie ihn nicht in Ruhe lässt.
Daraufhin wendet sich Karen an zwei Mitglieder ihrer Selbsthilfegruppe, die ihr (genauso wie vorher schon anderen Eltern ermordeter Kinder) bei der Vorbereitung zur Tötung Doobs helfen sollen.
Sie besucht einen Selbstverteidigungskurs und lernt in einem Schützenclub zu schießen.
Schließlich kauft sie sich eine Waffe.
Wird Dobb noch einmal morden?
Und wird Karen Doob wirklich töten?
>>Schauspieler<<
Sally Field (Nicht ohne meine Tochter, Lieblingsfeinde, Mrs. Doubtfire) spielt Karen Mc Canns. Diese muss mit anhören wie ihre Tochter ermordet wird. An der Tat und der nicht Bestrafung des Mörders zerbricht sie beinahe, bis sie beschließt das Gesetz selbst in die Hand zu nehmen.
Sally Field spielt ihre Rolle perfekt. Ob verzweifelt (am Tod ihrer ältesten Tochter), verängstigt (aus Angst um ihre jüngere Tochter) oder voller Hass (auf Julies Mörder), die zweifache Oscargewinnerin kann jede Facette ihres Filmcharakters überzeugend darstellen und den Zuschauer für sich gewinnen.
Kiefer Sutherland (Flatliners, Young Guns, 24- Die Serie) spielt den Vergewaltiger und Mörder Robert Doob. Dieser ist eiskalt und ohne Skrupel.
Kiefer Sutherland ist die ideale Besetzung der Rolle. Er verleiht seinem Filmcharakter eine solche fiese und gemeine Ausstrahlung, dass sich der Zuschauer wünscht, dass er seine gerechte Strafe erhält.
>>Infos zum Film<<
Originaltitel: Eye for an eye
USA: 1996
FSK: 16
Spieldauer: 97 min.
Darsteller: Karen Mc Cann (Sally Field)
Robert Doob (Kiefer Sutherland)
Mack Mc Cann (Ed Harris)
Dolly Green (Beverly D´Angelo)
Detective De Nillo (Joe Mantegna)
Julie Mc Cann (Olivia Burnette)
Megan Mc Cann (Alexandra Kyle)
Peter Green (Darrell Larson)
Angel Konsinsky (Charlayne Woodward)
Regie: John Schlesinger (Midnight Cowboy, Marathon Man)
Drehbuch: Amanda Silver (Original Sin, Das Relikt)
Rick Jaffa (Das Relikt, Die Hand an der Wiege)
Buch: Erika Holzer
Produzent: Michael I. Levy (O)
Musik: James Newton Howard (Dreamcatcher, America´s Sweethearts)
Schnitt: Peter Honess (Highlander, The Fast and the Furios)
Kamera: Amir M. Mokri (Bad Boys 2, Sag kein Wort)
>>Meine Meinung und Fazit<<
„Auge um Auge“ ist ein spannender Thriller, der den Zuschauer eineinhalb Stunden gut unterhalten kann, aber auch seine Für und Wieder hat.
Kommen wir zuerst zu den positiven Aspekten des Films.
Der Film ist spannend von der ersten bis zur letzten Minute. Er zeigt dem Zuschauer wie schwer es Eltern trifft, wenn sie ein Kind verlieren.
„Auge um Auge“ zeigt, wie Julies Mutter Karen daran zu verzweifeln droht, weil sie ihre Tochter nicht retten konnte. Er offenbart, wie sich Karen´ s Trauer in Hass verwandelt, als der Täter freigesprochen wird.
Auch erlebt, der Zuschauer, das die Ehe von Karen und Mac an Julie´ s Ermordung zu zerbrechen droht. Genau dies, das Scheitern der Beziehung der Eltern, geschieht sehr oft auch im wahren Leben, wenn ein Kind ermordet wird.
All dies ist meiner Meinung nach sehr wirklichkeitsnah.
Auch Karen´ s Wunsch, den Mörder ihrer Tochter zu töten, kann der Zuschauer des Films während des Sehens nachvollziehen. Gerade weil der Killer selbst gemein und gefühllos gezeigt wird. Zudem der Wunsch den Mörder ihrer älteren Tochter zu bestrafen vom natürlichen Mutterinstinkt, um ihre jüngere Tochter zu schützen, gestärkt wird. Und auch dies, wie es gezeigt wird, Verständnis vom Zuschauer erwarten kann.
Die Darsteller spielen ihre jeweiligen Rollen sehr gut.
Besonders die beiden Hauptdarsteller können mehr als überzeugen.
Sally Field versteht es den Zuschauer in ihrer Rolle von Anfang an für sich zu gewinnen. Die kann alle emotionalen Facetten ihres Charakters glaubhaft darstellen und den Zuschauer dazu bringen mit Karen zu fühlen.
Im Gegensatz dazu gelingt es Kiefer Sutherland (der wie sein Vater für die Rolle des Bösewichts geschaffen zu sein scheint) die Rolle des Mörders und Vergewaltigers Doob regelrecht zu leben, so dass man fast meinen könnte, er wäre auch im wahren Leben so fies. Ihm gelingt es mit seinem Spiel und seiner Mimik den Hass des Zuschauers auf sich zu lenken. Vor allem an der Stelle, als er nach seiner Freilassung vor Gericht Karen angrinst und hämisch „Tschuldigung.“ sagt.
Auch zeigt der Film. Die Schwächen des Amerikanischen Justizsystems.
So wird durch einen Formfehler der Staatsanwaltschaft das Beweismittel nicht zugelassen, dass zweifelsfrei beweißt, dass Doob der Mörder ist. Und so wird ein eigentlich überführter Mörder frei gelassen. (Andererseits soll wohl mit der Herausgabe eines Teils der Beweismittel an die Verteidigung zur Überprüfung verhindert werden, dass die Anklage Beweismittel fälscht um eine Verurteilung, eines vielleicht auch Unschuldigen, zu erlangen.)
Nun zu den negativen Aspekten des Films.
Karen entschließt sich in „Auge um Auge“ ganz nach dem Alten Testament Selbstjustiz zu verübe, indem sie den Mörder ihrer Tochter tötet.
Bei allem Verständnis für Karen (und allen Eltern, die durch ein Verbrechen ein Kind verloren haben) sollte niemand Selbstjustiz verüben.
Zur Bestrafung von Verbrechern ist nun einmal die Justiz zuständig. Das Leben in einem Rechtsstaat ist nicht perfekt, und Strafmaße auch teilweise zu niedrig. Doch es würde im Chaos enden, wenn jeder das Recht in seine eigene Hand nehmen würde.
Wo würde das Recht zur Selbstjustiz anfangen und wo enden.
Würde die Bevölkerung Mörder töten und Dieben die Hand abhacken, wie in anderen Ländern dieser Welt.
Wie viele Unschuldige würde es treffen, nur weil sie in den Augen der Öffentlichkeit (oder besser des wütenden Mobs) als Außenseiter (sei es durch ihre Herkunft, ihre Hautfarbe oder ihre Religion) besser in die Rolle des Täters passen, als der nette Nachbar von nebenan, und von daher getötet würden bevor überhaupt ihre Schuld bewiesen wäre.
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In „Auge um Auge“ wird meiner Meinung nach die Selbstjustiz etwas verharmlost, indem sie dem Zuschauer als gerechte Strafe gezeigt wird (auch wenn eine Polizistin im Film Karen sagt, dass Selbstjustiz eine Straftat ist). Auch wenn Karen (im Gegensatz zum rächenden Charles Bronson, der in seiner „Death Wish“ Reihe die Mörder seiner Familie gnadenlos jagte und einen nach dem anderen tötete) am Ende sich an das Gesetz hält und keinen „Mord“ an Doob verübt.
Doch da der Film spannend gemacht wurde, und die meisten Menschen sich sicherlich nicht davon zur Selbstjustiz anregen lassen kann ich das Ansehen des Films empfehlen.
>>Bewertung<<
„Auge um Auge“ ist ein spannender Thriller, der den Zuschauer gut unterhält. Er hat mit Sally Field und Kiefer Sutherland zwei sehr gute und in ihren Rollen überzeugende Hauptdarsteller. Allerdings finde ich dass der Film Selbstjustiz harmloser darstellt als sie und ihre Folgen ist, daher ziehe ich zwei Punkte ab.
So vergebe ich dem Film 3 von 5 Sternen
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.
Euch allen noch einen schönen Tag.
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