Aus der Mitte entspringt ein Fluss (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 02/2012
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Erfahrungsbericht von dani___
Lass uns Fliegenfischen gehen!
Pro:
Handlung; Schauspieler; Fliegenfischen; Landschaften; Musik; Authentizität; emotional; eindrucksvoll;
Kontra:
Extras; keine weiteren Sprachen/Untertitel
Empfehlung:
Ja
Die beiden Brüder Paul und Norman leben zusammen in Missoula, Montana.
Sie könnten nicht unterschiedlicher sein, die Beiden haben grundlegend verschiedene Ansichten vom Leben, was schon in früher Kindheit klar ersichtlich ist.
Norman beschäftigt sich eher mit seiner Zukunft, er will es einmal weit bringen und arbeitet auch dafür. Er lernt viel, ist ehrgeizig und der ganze Stolz des Vaters.
Ganz anders aber sein Bruder Paul, der immer gegen den Strom läuft, sich gegen alles zur Wehr setzt und eher durch seinen eigenen Willen auffällt, aber nie durch besondere Leistungen.
Dass diese Tatsache dem Vater überhaupt nicht gefällt, der immer streng darauf achtet, ein Vorbild für seine Söhne zu sein und sie nach seinen Maßen und Regeln zu erziehen, ist kein Wunder.
Oft geraten er und Paul aneinander, weil sie so viel anderes von der Welt und den Menschen erwarten. Normans und Pauls Vater ist nämlich Pfarrer und geht daher schon einmal ganz anders an die Menschheit heran. Zum Beispiel ist er der Meinung, dass er seine Söhne selbst besser unterrichten kann, doch Paul möchte lieber mit anderen Kindern zusammen sein, nicht nur immer seinen Vater um ihn herumhaben und ihm Rechenschaft schulden.
Das einzige Hobby, was Norman und Paul miteinander verbindet, ist das Fliegenfischen, welchem sie an einem bestimmten Fluss nahe ihrem Haus nachgehen.
Hier kommen sie sich näher und sehen den anderen aus verschiedenen Perspektiven, nicht nur als Streber oder Problemkind.
Diese Eigenschaft bleibt ihnen auch später noch, als Norman nach seinem Studium zurückkehrt und die beiden Brüder sich nach langer Zeit wiedersehen. Doch Norman ist in Schwierigkeiten und dieses Mal so Paul ihm helfen, eine Lösung zu finden. Doch auch der hat seine Probleme: nicht nur, dass er Spielschulden hat, nein, er trinkt und bekommt nicht genug von irgendwelchen Weibergeschichten...
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Meinung ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
„Aus der Mitte entspringt ein Fluss“ gehört definitiv nicht zu den Mainstreamfilmen, dennoch ist seine Thematik ansprechend. Zwei unterschiedliche Brüder, die Geschichte, die man immer häufiger sehen oder lesen kann, zwei Menschen, die vollkommen anders sind, die aber durch ein Band trotzdem verbunden sind. Genau davon handelt der Film.
Würden die Beiden keine Geschwister sein, so hätten sie sich vielleicht auch nichts zu sagen, doch dadurch dass sie es nun einmal sind, verbindet sie ein großes Hobby: das Fliegenfischen.
Das ist der ganze Aufhänger des Filmes. Kaum ist jemand erschöpft von der Arbeit, gestresst durch andere Menschen oder einfach schlecht gelaunt, so geht er zum Fliegenfischen, denn das ist dasjenige, was der Vater seinen beiden Söhnen gleich gut gelernt hat.
Doch als Norman von seinem Studium nach Hause kommt, ist nichts mehr wie es einmal war. Sein ganzes früheres Leben scheint sich komplett geändert zu haben. Sein Bruder ist dem Alkohol verfallen und hat Spielschulden und Norman muss ihn nach einer Schlägerei sogar einmal aus dem Gefängnis abholen.
Sein Vater drängt ihn fast schon zu einer Entscheidung, was Norman nach seinem Studium machen will und wohl fühlen kann er sich eigentlich nur bei seiner Mutter, die froh ist, ihren Jungen einmal wieder zu sehen.
Die schlimmste Erkenntnis scheint aber für ihn zu sein, dass er das Fliegenfischen fast schon verlernt hat, sein Bruder jedoch in der Zeit zu einem wahren Profi wurde.
Gefühle der Enttäuschung werden hier nicht übergangen, man kann genau erkennen, dass sich Norman etwas anderes erhofft hatte, nämlich das Eintauchen in seine Jugend, die so schön und auch witzig war.
Nun lernt er die Freunde seines Bruders kennen, genau solche Menschen, mit denen er eigentlich nicht verkehrt. Zudem auch eine nette junge Frau, in die er sich verliebt. Die Beiden unternehmen vieles, doch in ihrer Familie scheint der Haken drin zu sein.
So bekommt der Film witzige wie auch romantische Sequenzen. Viele davon sind nachdenklich gestimmt, was durch das Fliegenfischen unterstrichen wird. Dadurch erhält der Film seine Vielseitigkeit, man kann in den Gedanken versinken, die die Männer beim Fliegenfischen haben, aber auch die Romantik und der Witz gehen dabei nicht verloren.
Faszinierend sind auch die vielen Bilder der Landschaft. Logischerweise sieht man davon viel, wenn man eh an einem Fluss ist. In einigen Sequenzen des Filmes bekommt man auch noch die Umgebung zu sehen, welche grün und voller Leben ist. Man möchte schier eintauchen in den Frühling oder Sommer, den Boden unter sich spüren und es den Brüdern gleich tun.
Effekte gibt es in diesem Film keine, der Inhalt kommt auch so gut zum Tragen, weil es, wie schon erwähnt, eher etwas Nachdenkliches ist und man dafür keinerlei Actioneffekte benötigt. Der Film lebt von seinem Gefühl und Melancholie, natürlich auch von der Liebe und nicht zuletzt von der Strenge des Vaters. Alles spielt zusammen, die Jungs wachsen in dieser Situation auf und entwickeln sich dementsprechend.
Sehr schön finde ich auch die Musik, welche in Szenen, in denen man den Fluss und die Landschaft sieht, sehr passend ist und die Gefühle weitergehend unterstreicht.
Man möchte schon fast ins Träumen kommen, wenn die Handlung nicht gleich weitergehen würde.
Was mir weniger gefallen hat, waren die dunklen Aufnahmen, zum Beispiel als Norman und Paul zusammen weggingen, alles war dunkel, nur die Menschen schienen hell zu sein und Wärme auszustrahlen. Es entstand eine etwas gruselige Stimmung, genauso auch in den Straßenszenen.
Dieser Teil des Filmes war mir weniger sympathisch, weil er einfach nur einschläfernd und zugleich gruselig wirkte.
Ob spannend oder langweilig lässt sich hier schlecht sagen.
Eine Lebensgeschichte kann immer beides sein, von welchem Blickwinkel man es eben betrachtet. Der Konflikt wird sehr gut dargestellt – und zwar durch die verschiedenen Dinge, die jeder kann. Norman, der Intellektuelle, und Paul, der perfekte Fliegenfischer.
Man ist schon immer gespannt, wie ihre Geschichte weitergehen wird, ob noch ein Streit, ein weiteres Problem auf sie zukommt, doch es ist nicht so, dass man es jetzt vor Spannung kaum mehr aushalten würde.
Der Grund dafür könnte vielleicht darin liegen, dass sich der Film mit 119 Minuten etwas zieht. Klar, es sind nur zwei Stunden, aber vielleicht etwas zu viel für so eine Story. Es wird vieles wiederholt, meist im Bezug auf die Unterschiedlichkeit der Brüder.
Es plätschert sozusagen schön dahin, es ist nicht wirklich langweilig, aber Herzrasen bekommt man nicht wirklich.
Die Personen wirken auf mich auch sehr authentisch, sie spielen nicht irgendeine Rolle, sondern stellen das dar, was sicherlich in vielen Familien der Fall ist und auch war. Die Gefühle erscheinen mir ehrlich und auch die Liebe, die Norman empfindet, hat mich sehr gerührt.
Ein Film, der nicht authentisch ist, könnte das gar nicht.
Zusätzlich finde ich die Thematik sehr realistisch, nichts wirkt zusammengepuzzelt oder gar gekünstelt. Viele Geschwister haben sich in ihrer Jugend mit dem Problem der Ungleichheit und vielleicht auch der fehlenden Fairness der Eltern auseinandersetzen müssen. Das dürfte nichts neues sein und wird hier nicht übertrieben dargestellt.
Denn Norman und Paul gehen unterschiedliche Wege, setzen sich mit ihren Eltern anders auseinander und leben in einer anderen Welt – außer sie gehen Fliegenfischen.
Insgesamt hat mich der Film schon sehr angesprochen, er strahlt so viel Wärme aus, wenngleich es viele Probleme von Anfang an gibt. Ein philosophischer Film, den man sich vielleicht erst zwei mal ansehen muss, bevor man seine wahre Intention versteht.
Ein Film mit vielen kleinen Dingen, die einem erst später bewusst werden und einer der Filme, die nicht auf grandiose Effekte aufgebaut sind – nein, das hat er nun wirklich nicht nötig.
Er lebt von der Liebe zum Bruder, zu den Eltern und auch später zu der Liebe des Lebens.
Ergreifend und auch sehr emotional dargestellt, mich hat „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“ sehr berührt und fasziniert.
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Schauspieler ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Norman MacLean – Craig Sheffer
Paul MacLean – Brad Pitt
Rev. MacLean – Tom Skerritt
Mrs. MacLean - Brenda Blethyn
Jessie Burns – Emily Lloyd
Mrs. Burns – Eddie McClurg
Neal Burns – Stephen Shellen
Murphy – William Hootkins
Chub – Michael Cudlitz
Die Schauspieler sind allesamt sehr lobenswert. Allen voran natürlich die beiden Brüder gespielt von Craig Sheffer und Brad Pitt, denn sie haben ja die Hauptrollen.
Sie spielen authentisch – Craig Sheffer eher den Zurückhaltenden, den Ruhigen und Disziplinierten und Brad Pitt, so wie man ihn kennt – aufbrausend, widersetzend und stur. Gerade deshalb vielleicht eine sehr gute Wahl, weil man genau weiß, dass die Zuschauer ihn so auch kennen. Genauso auch bei den Szenen mit Frauen, schließlich hat er ja den Ruf durch etliche andere Filme gewonnen.
Der Vater (Tom Skerritt) besticht durch seine Strenge, sein Aussehen und seine schauspielerischen Leistungen unterstreicht seinen Ernst und lässt die Situation als echt erscheinen. Die Mutter dagegen (Brenda Blethyn) sagt meistens nichts, vor allem nicht im Beisein des Vaters, dennoch stellt sie die ruhige und untergeordnete Frau sehr gut dar. Sie sieht lieblich aus, respektiert ihren Mann.
Auch Jessie, in die sich Norman verliebt, strahlt und man sieht ihr an, wann sie fröhlich ist und wann nicht.
Alles in allem sind die Schauspieler super, passen perfekt zusammen und ergeben daher einen netten Film, dessen Story man auch abnimmt, dass es sich so begeben haben könnte.
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ DVD-Extras ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
-Schauspieler & Crew
Hier kann man in Erzählungen einsehen, die von Robert Redford und den Schauspielern handeln. Die angenehme Musik ist dann aber leider weg.
-Weitere DVDs
=> Dance with me
=> B. Monkey
=> Tief wie der Ozean
Hier werden diese Filme durch Trailer vorgestellt, was einen netten Einblick in die Filme gibt. Leider sind es weniger bekannte Filme.
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Sonstiges ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Regie: Robert Redford
Drehbuch: Richard Friedenberg
Laufzeit: 119 Minuten
Preis: 13,97€
Genre: Drama
Sprache: Deutsch
Untertitel: keine
Bildformat: 1:1,85
Dolby Digital 5.1
freigegeben ab 6 Jahren
Die Bildqualität lässt nur selten zu wünschen übrig, meist ist es ein farbenprächtiges Bild, jedoch ist der Ton alles andere als gut, es hallt total schrecklich und manches mal wünscht man sich einfach nur, dass die nächste Szene kommt und es dann besser ist.
Besonders bei der Musik ist es halt schade, weil diese dadurch nur weniger eingängig ist.
http://www.filmstarts.de/dvd/Aus%20der%20Mitte%20entspringt%20ein%20Fluss.html
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Fazit ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Ich gebe dieser DVD drei Sterne, denn die Extras sind mehr als lausig, die Tonqualität lässt sehr zu wünschen übrig, allein die Schauspieler und die Handlung ist gut.
Leider hat die DVD nicht das, was eben eine DVD ausmacht: Untertitel, verschieden Sprachen und Hintergrundinformationen.
Empfehlenswert in der Hinsicht, weil es eine schöne und nachdenkliche Story hat.
Viel Spaß beim Anschauen wünscht dani!
+++
Sie könnten nicht unterschiedlicher sein, die Beiden haben grundlegend verschiedene Ansichten vom Leben, was schon in früher Kindheit klar ersichtlich ist.
Norman beschäftigt sich eher mit seiner Zukunft, er will es einmal weit bringen und arbeitet auch dafür. Er lernt viel, ist ehrgeizig und der ganze Stolz des Vaters.
Ganz anders aber sein Bruder Paul, der immer gegen den Strom läuft, sich gegen alles zur Wehr setzt und eher durch seinen eigenen Willen auffällt, aber nie durch besondere Leistungen.
Dass diese Tatsache dem Vater überhaupt nicht gefällt, der immer streng darauf achtet, ein Vorbild für seine Söhne zu sein und sie nach seinen Maßen und Regeln zu erziehen, ist kein Wunder.
Oft geraten er und Paul aneinander, weil sie so viel anderes von der Welt und den Menschen erwarten. Normans und Pauls Vater ist nämlich Pfarrer und geht daher schon einmal ganz anders an die Menschheit heran. Zum Beispiel ist er der Meinung, dass er seine Söhne selbst besser unterrichten kann, doch Paul möchte lieber mit anderen Kindern zusammen sein, nicht nur immer seinen Vater um ihn herumhaben und ihm Rechenschaft schulden.
Das einzige Hobby, was Norman und Paul miteinander verbindet, ist das Fliegenfischen, welchem sie an einem bestimmten Fluss nahe ihrem Haus nachgehen.
Hier kommen sie sich näher und sehen den anderen aus verschiedenen Perspektiven, nicht nur als Streber oder Problemkind.
Diese Eigenschaft bleibt ihnen auch später noch, als Norman nach seinem Studium zurückkehrt und die beiden Brüder sich nach langer Zeit wiedersehen. Doch Norman ist in Schwierigkeiten und dieses Mal so Paul ihm helfen, eine Lösung zu finden. Doch auch der hat seine Probleme: nicht nur, dass er Spielschulden hat, nein, er trinkt und bekommt nicht genug von irgendwelchen Weibergeschichten...
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Meinung ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
„Aus der Mitte entspringt ein Fluss“ gehört definitiv nicht zu den Mainstreamfilmen, dennoch ist seine Thematik ansprechend. Zwei unterschiedliche Brüder, die Geschichte, die man immer häufiger sehen oder lesen kann, zwei Menschen, die vollkommen anders sind, die aber durch ein Band trotzdem verbunden sind. Genau davon handelt der Film.
Würden die Beiden keine Geschwister sein, so hätten sie sich vielleicht auch nichts zu sagen, doch dadurch dass sie es nun einmal sind, verbindet sie ein großes Hobby: das Fliegenfischen.
Das ist der ganze Aufhänger des Filmes. Kaum ist jemand erschöpft von der Arbeit, gestresst durch andere Menschen oder einfach schlecht gelaunt, so geht er zum Fliegenfischen, denn das ist dasjenige, was der Vater seinen beiden Söhnen gleich gut gelernt hat.
Doch als Norman von seinem Studium nach Hause kommt, ist nichts mehr wie es einmal war. Sein ganzes früheres Leben scheint sich komplett geändert zu haben. Sein Bruder ist dem Alkohol verfallen und hat Spielschulden und Norman muss ihn nach einer Schlägerei sogar einmal aus dem Gefängnis abholen.
Sein Vater drängt ihn fast schon zu einer Entscheidung, was Norman nach seinem Studium machen will und wohl fühlen kann er sich eigentlich nur bei seiner Mutter, die froh ist, ihren Jungen einmal wieder zu sehen.
Die schlimmste Erkenntnis scheint aber für ihn zu sein, dass er das Fliegenfischen fast schon verlernt hat, sein Bruder jedoch in der Zeit zu einem wahren Profi wurde.
Gefühle der Enttäuschung werden hier nicht übergangen, man kann genau erkennen, dass sich Norman etwas anderes erhofft hatte, nämlich das Eintauchen in seine Jugend, die so schön und auch witzig war.
Nun lernt er die Freunde seines Bruders kennen, genau solche Menschen, mit denen er eigentlich nicht verkehrt. Zudem auch eine nette junge Frau, in die er sich verliebt. Die Beiden unternehmen vieles, doch in ihrer Familie scheint der Haken drin zu sein.
So bekommt der Film witzige wie auch romantische Sequenzen. Viele davon sind nachdenklich gestimmt, was durch das Fliegenfischen unterstrichen wird. Dadurch erhält der Film seine Vielseitigkeit, man kann in den Gedanken versinken, die die Männer beim Fliegenfischen haben, aber auch die Romantik und der Witz gehen dabei nicht verloren.
Faszinierend sind auch die vielen Bilder der Landschaft. Logischerweise sieht man davon viel, wenn man eh an einem Fluss ist. In einigen Sequenzen des Filmes bekommt man auch noch die Umgebung zu sehen, welche grün und voller Leben ist. Man möchte schier eintauchen in den Frühling oder Sommer, den Boden unter sich spüren und es den Brüdern gleich tun.
Effekte gibt es in diesem Film keine, der Inhalt kommt auch so gut zum Tragen, weil es, wie schon erwähnt, eher etwas Nachdenkliches ist und man dafür keinerlei Actioneffekte benötigt. Der Film lebt von seinem Gefühl und Melancholie, natürlich auch von der Liebe und nicht zuletzt von der Strenge des Vaters. Alles spielt zusammen, die Jungs wachsen in dieser Situation auf und entwickeln sich dementsprechend.
Sehr schön finde ich auch die Musik, welche in Szenen, in denen man den Fluss und die Landschaft sieht, sehr passend ist und die Gefühle weitergehend unterstreicht.
Man möchte schon fast ins Träumen kommen, wenn die Handlung nicht gleich weitergehen würde.
Was mir weniger gefallen hat, waren die dunklen Aufnahmen, zum Beispiel als Norman und Paul zusammen weggingen, alles war dunkel, nur die Menschen schienen hell zu sein und Wärme auszustrahlen. Es entstand eine etwas gruselige Stimmung, genauso auch in den Straßenszenen.
Dieser Teil des Filmes war mir weniger sympathisch, weil er einfach nur einschläfernd und zugleich gruselig wirkte.
Ob spannend oder langweilig lässt sich hier schlecht sagen.
Eine Lebensgeschichte kann immer beides sein, von welchem Blickwinkel man es eben betrachtet. Der Konflikt wird sehr gut dargestellt – und zwar durch die verschiedenen Dinge, die jeder kann. Norman, der Intellektuelle, und Paul, der perfekte Fliegenfischer.
Man ist schon immer gespannt, wie ihre Geschichte weitergehen wird, ob noch ein Streit, ein weiteres Problem auf sie zukommt, doch es ist nicht so, dass man es jetzt vor Spannung kaum mehr aushalten würde.
Der Grund dafür könnte vielleicht darin liegen, dass sich der Film mit 119 Minuten etwas zieht. Klar, es sind nur zwei Stunden, aber vielleicht etwas zu viel für so eine Story. Es wird vieles wiederholt, meist im Bezug auf die Unterschiedlichkeit der Brüder.
Es plätschert sozusagen schön dahin, es ist nicht wirklich langweilig, aber Herzrasen bekommt man nicht wirklich.
Die Personen wirken auf mich auch sehr authentisch, sie spielen nicht irgendeine Rolle, sondern stellen das dar, was sicherlich in vielen Familien der Fall ist und auch war. Die Gefühle erscheinen mir ehrlich und auch die Liebe, die Norman empfindet, hat mich sehr gerührt.
Ein Film, der nicht authentisch ist, könnte das gar nicht.
Zusätzlich finde ich die Thematik sehr realistisch, nichts wirkt zusammengepuzzelt oder gar gekünstelt. Viele Geschwister haben sich in ihrer Jugend mit dem Problem der Ungleichheit und vielleicht auch der fehlenden Fairness der Eltern auseinandersetzen müssen. Das dürfte nichts neues sein und wird hier nicht übertrieben dargestellt.
Denn Norman und Paul gehen unterschiedliche Wege, setzen sich mit ihren Eltern anders auseinander und leben in einer anderen Welt – außer sie gehen Fliegenfischen.
Insgesamt hat mich der Film schon sehr angesprochen, er strahlt so viel Wärme aus, wenngleich es viele Probleme von Anfang an gibt. Ein philosophischer Film, den man sich vielleicht erst zwei mal ansehen muss, bevor man seine wahre Intention versteht.
Ein Film mit vielen kleinen Dingen, die einem erst später bewusst werden und einer der Filme, die nicht auf grandiose Effekte aufgebaut sind – nein, das hat er nun wirklich nicht nötig.
Er lebt von der Liebe zum Bruder, zu den Eltern und auch später zu der Liebe des Lebens.
Ergreifend und auch sehr emotional dargestellt, mich hat „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“ sehr berührt und fasziniert.
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Schauspieler ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Norman MacLean – Craig Sheffer
Paul MacLean – Brad Pitt
Rev. MacLean – Tom Skerritt
Mrs. MacLean - Brenda Blethyn
Jessie Burns – Emily Lloyd
Mrs. Burns – Eddie McClurg
Neal Burns – Stephen Shellen
Murphy – William Hootkins
Chub – Michael Cudlitz
Die Schauspieler sind allesamt sehr lobenswert. Allen voran natürlich die beiden Brüder gespielt von Craig Sheffer und Brad Pitt, denn sie haben ja die Hauptrollen.
Sie spielen authentisch – Craig Sheffer eher den Zurückhaltenden, den Ruhigen und Disziplinierten und Brad Pitt, so wie man ihn kennt – aufbrausend, widersetzend und stur. Gerade deshalb vielleicht eine sehr gute Wahl, weil man genau weiß, dass die Zuschauer ihn so auch kennen. Genauso auch bei den Szenen mit Frauen, schließlich hat er ja den Ruf durch etliche andere Filme gewonnen.
Der Vater (Tom Skerritt) besticht durch seine Strenge, sein Aussehen und seine schauspielerischen Leistungen unterstreicht seinen Ernst und lässt die Situation als echt erscheinen. Die Mutter dagegen (Brenda Blethyn) sagt meistens nichts, vor allem nicht im Beisein des Vaters, dennoch stellt sie die ruhige und untergeordnete Frau sehr gut dar. Sie sieht lieblich aus, respektiert ihren Mann.
Auch Jessie, in die sich Norman verliebt, strahlt und man sieht ihr an, wann sie fröhlich ist und wann nicht.
Alles in allem sind die Schauspieler super, passen perfekt zusammen und ergeben daher einen netten Film, dessen Story man auch abnimmt, dass es sich so begeben haben könnte.
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ DVD-Extras ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
-Schauspieler & Crew
Hier kann man in Erzählungen einsehen, die von Robert Redford und den Schauspielern handeln. Die angenehme Musik ist dann aber leider weg.
-Weitere DVDs
=> Dance with me
=> B. Monkey
=> Tief wie der Ozean
Hier werden diese Filme durch Trailer vorgestellt, was einen netten Einblick in die Filme gibt. Leider sind es weniger bekannte Filme.
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Sonstiges ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Regie: Robert Redford
Drehbuch: Richard Friedenberg
Laufzeit: 119 Minuten
Preis: 13,97€
Genre: Drama
Sprache: Deutsch
Untertitel: keine
Bildformat: 1:1,85
Dolby Digital 5.1
freigegeben ab 6 Jahren
Die Bildqualität lässt nur selten zu wünschen übrig, meist ist es ein farbenprächtiges Bild, jedoch ist der Ton alles andere als gut, es hallt total schrecklich und manches mal wünscht man sich einfach nur, dass die nächste Szene kommt und es dann besser ist.
Besonders bei der Musik ist es halt schade, weil diese dadurch nur weniger eingängig ist.
http://www.filmstarts.de/dvd/Aus%20der%20Mitte%20entspringt%20ein%20Fluss.html
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Fazit ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Ich gebe dieser DVD drei Sterne, denn die Extras sind mehr als lausig, die Tonqualität lässt sehr zu wünschen übrig, allein die Schauspieler und die Handlung ist gut.
Leider hat die DVD nicht das, was eben eine DVD ausmacht: Untertitel, verschieden Sprachen und Hintergrundinformationen.
Empfehlenswert in der Hinsicht, weil es eine schöne und nachdenkliche Story hat.
Viel Spaß beim Anschauen wünscht dani!
+++
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