Austin Powers - Spion in geheimer Missionarsstellung (VHS) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Bjoern.Becher

Austin Powers\' 2. Abenteuer

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Mit Austin Powers gelang Mike Myers ein Riesenhit. So war es klar, dass eine Fortsetzung von der Parodie des Zweikampfs zwischen James Bond und seinem Erzfeind Ernst Stavro Blofeld kommen musste und 1999 war es dann auch soweit und ein neuer Film kam in die Kinos mit dem tollen Titel Austin Powers 2: Spion in geheimer Missionarstellung. Um diesen Film dreht sich mein heutiger Bericht, der übrigens, was meine Stammleser sicher erkennen werden, am Ende auch noch mit einer Neuerung in der Bewertung aufwarten wird.

Der Inhalt
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Der 2. Teil von Austin Powers knüpft nahtlos an den ersten Teil des Films an. Am Ende des 1. Teils rettete Austin Powers (Mike Myers), der sich in der 60er Jahren einfrieren ließ und in den 90er Jahren wieder auftauen, die Welt vor seinem Erzfeind Dr. Evil (ebenfalls Mike Myers). Dr. Evil wurde ins Weltall geschossen und Austin heiratete seine Freundin Vanessa (Elisabeth Hurley) um nun mit ihr glücklich sein Leben zu verbringen. Doch seine Pläne werden durchkreuzt. Dr. Evil ist auf der Erde zurück und will mit Hilfe seiner Nr. 2 (Robert Wagner), seines Sohnes Scott (Seth Green) und seinem Klon Mini-Me (Verne Troyer) erneut die Welt erobern. Außerdem entpuppt sich Austins neue Ehefrau Vanessa als „Fraubot“, welcher von Dr. Evil geschickt wurde, um Austin zu töten. Nachdem Austin dieses Problem bewältigt hat, wartet aber nun das größte Problem seines Lebens auf ihn.
Dr Evil ist in das Jahr 1969 zurück gereist um dort Austins Heiligtum zu stehlen: seine Libido, genannt „Mojo“. Ohne diese ist Austin machtlos im Kampf gegen Evil. Somit muss er auch zurückreisen in das Jahr 1969 und dort gemeinsam mit der CIA-Agentin Felicitas Schickfick (Heather Graham) den Kampf gegen Dr. Evil aufnehmen.

Meine Meinung
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Der 2. Teil von Austin Powers ist wieder einmal voll mit Ungereimtheiten, logischen Fehlern und Widersprüchen zu Geschehnissen aus dem 1. Teil. Doch dies nimmt der Film gerne in Kauf, er kokettiert sogar damit und spricht diese Fehler zum Teil sogar offen an.
Auch mich persönlich hätte dieser Umstand nicht so gestört, wenn das Ganze von zündenden Gags überspielt worden wäre. Doch auf diese wartet der Zuschauer zu seinem Leidwesen oft vergeblich. Einige Gags erreichen zwar die Klasse des ersten Teils, anderen wirken dagegen viel zu angestrengt lustig, sind einfach zu platt und mir vor allem zu klamaukhaft.

Dabei hat sich Mike Myers diesmal richtig angestrengt. Neben dem Agenten Austin Powers und seinem Erzfeind Dr. Evil spielt er diesmal noch eine weitere Rolle, die Rolle des Fat Bastard, womit eine weitere Tradition vieler Bond-Filme übernommen wird, nämlich die, dass der große Erzfeind noch einen Helfer hat mit teilweise übermenschlichen Fähigkeiten. Die Kostüme die Austin Powers dabei trägt sind zwar perfekt und teilweise urkomisch, doch diese Komik allein kann den Film nicht retten, denn die Komik sollte doch hauptsächlich durch die Dialoge kommen und die darin enthaltenen Anspielungen. Aber das ist meistens einfach Fehlanzeige.

Auch das tolle Sixties-Flair, dass der Film diesmal noch stärker verströmt als der erste Teil, rettet da kaum was. Der Soundtrack ist dadurch zwar hörenswert und auch die Kostüme sind schön anzusehen, doch erwarte ich mir von einer Komödie mehr, nämlich gute Komik und auch wenn ich mich hiermit wiederhole, die fehlt nun mal an vielen Ecken.

Mike Myers hat natürlich auch eine ganze Reihe von Gaststars zusammengetrommelt, in der Hoffnung, dass dies die Qualität des Films heben wird. Doch weder Elvis Costello, Woody Harrelson, Jerry Springer oder Willie Nelson, die sich alle selbst spielen, sowie Tim Robbins, der einen kurzen Auftritt als Präsident hat, können in irgendeiner Art und Weise die Qualität des Films heben.

Am peinlichsten ist aber das Auftreten der beiden sogenannten Altstars Robert Wagner und Michael York, die das letzte an gutem Ruf, was sie vielleicht mal besessen haben, in diesem Film verlieren, in dem sie einfach meistens sinnlos in der Gegend rumstehen und sich als Stichwortgeber für irgendeinen Gag von Mike Myers versuchen. Das schlimmste ist noch, dass diese Gags dann meistens auch nicht einmal zünden.

Aber wer denkt das war alles, den muss ich enttäuschen, denn es kommt noch schlimmer. Hat man dem ersten Teil wenigstens noch seine englischen Sprüche gelassen, wurde dies im zweiten Teil alles eingedeutscht. Wenn statt Austins „Oh! Behave!“ ein „Oh! Benimm Dich!“ ertönt, könnte ich bei jedem Mal den Fernseher an die Wand schmeißen. Gerade so konnte ich mich da noch beherrschen und das auch nur, weil ich dann nicht mehr wüsste worüber ich hier Meinungen schreiben sollte.

Es gibt natürlich einige auch wirklich saukomische Szenen, gerade rund um die Person des Dr. Evil, vor allem sein Verhältnis mit seinem Sohn und die Beziehung zu seiner Mitarbeitern ist wirklich lustig. Doch dies sind leider nur sehr wenige Momente im Film und dies kann den gesamten Film nicht retten.

Ich kann den zweiten Teil von Austin Powers deswegen überhaupt nicht empfehlen, selbst die vielen gutaussehenden Mädels, allen voran natürlich Heather Graham, bringen da nichts, sondern wer sich Komik dieser Art antun will, sollte vielleicht doch lieber den ersten Teil anschauen oder hoffen, dass der 3. Teil, der ja jetzt in die Kinos kommt wieder eine Steigerung bringt. Mein Bedarf an Austin Powers ist auf jeden Fall erst einmal gedeckt und wenn ich nur an die Worte „Oh! Benimm Dich!“ denke, kommt mir schon wieder die Galle hoch.

Jetzt aber zum erfreulichen an dem Bericht – meinem neuen Bewertungssystem -, na ja so neu ist es gar nicht, sondern einfach geklaut. Wie viele Filmrezensenten vor mir, habe ich mich nun auch entschlossen, auf eine Bewertungsskala von 1-10 zurückzugreifen, wobei 10 für absolute Topfilme steht, während man sich Filme mit der Wertung 1 auf keinen Fall antun sollte.

Der Film „Austin Powers 2: Spion in geheimer Missionarsstellung bekommt von mir 2 von 10 Punkten.

Zum Abschluss meines Berichts noch wie gewohnt (das bleibt also beim alten) die Statistiken zum Film:

Titel Deutschland: Austin Powers 2 - Spion in geheimer Missonarsstellung
Originaltitel: Austin Powers: The Spy Who Shagged Me
Genre: Komödie
USA 1999, FSK 12, Laufzeit: 95 Minuten

Darsteller: Mike Myers (Austin Powers / Dr. Evil / Fat Bastard), Heather Graham (Felicity Shagwell), Elizabeth Hurley (Vanessa Kensington), Rob Lowe (Nummer 2 im Jahr 1969), Robert Wagner (Nummer 2 im Jahr 1999), Gia Carides (Robin Swallows), Michael York (Basil Exposition), Seth Green (Scott Evil), Verne Troyer (Mini-Me), Mindy Sterling (Frau Farbissina), Kristen Johnson (Ivana Humpalot), Will Ferrell (Mustafa), Scott Cooper (Bobby), Clint Howard (Johnson Ritter), Charles Napier (General Hawk), Tim Robbins (Präsident der USA), Burt Bacharach, Elvis Costello, Woody Harrelsson, Willie Nelson, Rebecca Romjin-Stamos, Jerry Springer und Mitch Rouse (alle als sie selbst)

Regie: Jay Roach
Produzenten: John Lyons, Eric McLeod, Suzanne Todd, Mike Myers und Demi Moore
Drehbuch: Mike Myers, Michael McCullers
Kamera: Ueli Steiger
Ausstattung: Rusty Smith
Schnitt: Jon Poll
Kostüme: Deena Appel
Choreografie: Marguerite Pomerhn Derricks

© Björn Becher 2002

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