Benjamin Blümchen 29 auf dem Rummel. Cassette. (Hörbuch) Testbericht

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ab 6,28
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Erfahrungsbericht von Gabimel

Die wandelnde Zuckerwatte

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Oh, ja. Endlich gibt es wieder einen neuen Bericht von mir... Und zwar mal wieder über eine Benjamin Blümchen Kassette.
Bei diesem „Wetterchen zum Eierlegen“, dass zur Zeit am Rande des Erzgebirges herrscht, da fiel mir wieder einmal der große graue Elefant aus dem Neustädter Zoo ein. Also habe ich mir eine Folge aus meinem geheimnisvollen Kassettenkoffer gesucht und mich in die Sonne gesetzt.

*** Inhalt ***

Die „heutige“ Folge handelt von dem Elefanten, der trotz des schönen Wetters mit seinem besten Freund auf den Rummel geht. Dabei würde er doch viel lieber der Sonne entgegen sehen, dem Gras beim Wachsen zusehen und -hören und einfach nur faulenzen. Doch Otto kann seinen Freund mit einer Zuckerwatte locken und schon geht es los.
Auf dem Rummel angekommen, wollen die beiden Freunde gleich mal eine Runde auf dem Kettenkarussell drehen. Doch, ach du Schreck! Das Karussell verbiegt sich immer mehr und schon ist der ganze Spaß vorbei.
Doch der graue Berg lässt sich seine Stimmung nicht verderben und wandert zielstrebig auf den Stand mit der Zuckerwatte zu. Leider findet der Elefant die Zuckerwatte viel zu klein und fragt bei dem Verkäufer nach, ob er vielleicht mit seinem Rüssel in die Maschine greifen kann. Kein Problem für den stadtbekannten Elefanten. Er darf selbstverständlich die Zuckerwatte um seinen Rüssel wickeln und schon bald ist der grau Berg nicht mehr grau sondern bis zum Kopf weiß eingewickelt. Und das obwohl es nicht geschneit hat!

Nach einer erfrischenden Dusche machen sich die beiden Freunde auf den Weg zur Geisterbahn. Doch da spricht sie eine ältere Dame an und erzählt den Beiden, dass ihr der kleine Paulchen auf dem Weg zur Geisterbahn aus den Augen gekommen ist.

Wer unseren Benjamin kennt weiß nun natürlich, dass dieser sofort zur Hilfe eilt und fragt sich unter den anderen Rummelbesuchern durch. Doch da kann ihnen keiner helfen, weshalb Benjamin kurzum eine koordintierte Suche nach dem kleinen Jungen beginnt.
Da aber von Paulchen nichts zu sehen und zu hören ist, schlägt Otto vor, mal innerhalb einer Attraktion zu suchen. Somit beginnen die Beiden bei der Geisterbahn, in welcher sich weder Otto noch Benjamin gruseln (angeblich!), aber diese beiden Memmen haben vor allem Angst und erschrecken sich vor jeder Kleinigkeit.
Aber auch das angebliche „Sich-nicht-fürchten“ bringt Otto und Benjamin nicht weiter in ihrer Suche nach dem kleinen Paulchen, weshalb sie sich auf den Weg zum Riesenrad machen um sich dort zu erkundigen, ob Paulchen gesehen wurde.
So geht es immer weiter und Otto und Benjamin suchen den Rest ihres Rummelaufenthaltes fleißig weiter.

*** Sprecher***

Benjamin Blümchen: Edgar Ott
Otto: Frank Schaff-Langhans
Frau vom Kettenkarussell: Eva-Maria Werth
Zuckerwatteverkäufer: Eberhard Prüter
Riesenradfrau: Sigrid Pein
Geisterbahnbesitzer: Alexander Herzog
Märchenbahnbesitzer: Wilfried Herbst
Oma: Lola Luigi
Paulchen: Katja Primel
Passantin: Margitta Scheerbarth
Passant: Ulli Herzog
Erzähler: Joachim Nottke


Nachdem ich hier so fleißig aufgelistet habe, wer so alles seine Stimme welcher Person leiht, möchte ich etwas näher auf die besagten Stimmen eingehen.

Benjamin Blümchen: Edgar Ott ist die optimale Besetzung für einen großen grauen, (kinder-)lieben Elefanten, immerhin klingt seine Stimme sehr voll und tief, so wie ich es als kleines Kind als passend empfunden habe. Auch jetzt würde ich sagen, dass eine andere Stimme, vielleicht etwas höher, nicht undbedingt zu einem Elefanten passen würde.
Bei jedem Wort von Benjamin/Edgar scheint sich die Freundlichkeit in die Ohren des Zuhörers einzuschleichen. Benjamin erreicht mit seiner freundlichen Stimme, seiner Höflichkeit und seiner recht kindlichen, manchmal sogar kindischen Art immer sehr viel. Im Grunde genommen sogar alles, was er will.

Otto: Oh ja, Frank Schaff-Langhans ist wirklich ein „kleiner Junge“. Seine Stimme klingt wie die eines 10-jährigen Jungen der trotz seines niedrigen Alters doch recht viel weiß. Seine Stimme ist dem entsprechend manchmal recht altklug „aufgemacht“, dass heißt er kommt wie ein richtiger Schlaumeier rüber.
Doch egal wie gut er gewisse Kleinigkeiten erklären kann, wie oft er Benjamin erklärt, dass dieser nicht so viel Zucker essen sollte, wegen der Zähne, oder wie oft er mit Benjamin über Lapalien streitet: nichts davon beeinträchtigt seinen Charakter als bester Freund des Elefanten nachhaltig. Wer unter uns kennt es denn nicht? Ich habe mich sehr oft mit meiner Schwester gestritten und wenn es nicht so gewesen wäre, dann wäre ich wahrscheinlich heutzutage weniger schlagfertig.

Frau vom KK: Ja, was soll ich sagen? Diese Frau kennt den armen Benjamin nicht, wodurch dieser wieder einmal dem ganzen Theater mit Erschrecken und Angst zeigen ausgesetzt wird. Und dennoch erscheint die Dame in ihrem 3 Minuten Auftritt sehr höflich und freundlich. Sie hat einen sehr guten Charakter und kommt auch sehr schnell über den Schock hinweg.
Mehr kann ich nicht zu diesem Charakter sagen. Innerhalb von einem Gespräch, dass maximal 3 Minuten dauert ist es sehr schwer die wichtigsten Charakterzüge aus der Stimme und dem Tonfall ausfindig zu machen...

Zuckerwatteverkäufer: Lecker Zuckerwatte! Das hatte ich schon lange nicht mehr. Aber wer bitte möchte noch Zuckerwatte essen, wenn er weiß, dass ein Elefant seinen Rüssel in die Maschine gesteckt und die Zuckerwatte um diesen gewickelt hat. Da vergeht einem aber der Appetit!
Ok, aber zum Verkäufer: dieser nette Herr in mittlerem Alter ist natürlich mit der Berühmtheit der Stadt bekannt und am Ende sogar so nett, dass Benjamin die Zuckerwatte geschenkt bekommt, da er im Gegenzug zu Werbezwecken genutzt wird. Immerhin hat der nette Herr ja gleich seine Kamera zur Hand. Ok, zurück zur Persönlichkeit. Der Verkäufer klingt durch seine Stimme sehr verständnisvoll und überaus hilfsbereit, auch (kinder-)lieb scheint er zu sein, was für seinen Beruf ja eigentlich eine Voraussetzung sein soltle.

Riesenradfrau: Diese auf den ersten Blick überaus unfreundlich erscheinemde Person hat keine Probleme damit ihrem Unmut Luft zu machen. Als Otto und Benjamin nach dem verschwundenen Paulchen fragen, so antwortet sie sehr unwirsch, erklärt aber im gleichen Atemzug, dass bereist die halben Rummelbesucher bei ihr nach dem Jungen gefragt hätten. Sie würde Benjamin sogar eine freie Fahrt auf ihrem Riesenrad anbieten, wenn sie nicht wüsste, wie es der Dame vom Kettenkarussel ergangen ist. Dennoch scheint ihre Stimme passend zum Charakter ausgewählt worden zu sein.

Geisterbahnbesitzer: Ein überaus zuvorkommender und hilfreicher Mann, dieser Geisterbahnbesitzer, was sich bereist in seiner Stimm und dem Tonfall erkennen lässt. Er lässt den Elefanten sogar kostenlos fahren, immerhin sind alle möglichen Kunden auf der Suche nach dem kleinen Paulchen. Er wundert sich sogar über Benjamins blassen Rüssel, nachdem dieser aus der Geisterbahn wieder herauskommt, scheint also auch teilnahmsvoll zu sein.

Märchenbahnbesitzer: Nee, was für ein lieber Herr! Ob Benjamin nicht schon zu alt für die Märchenbahn sei, fragt er mit seiner „Lieber-Onkel-Stimme“. Aber dennoch versucht er Benjamin zu helfen, macht einen der Wagen passend für die „Elefantengröße“, damit der große Berg erst mal in die Kindheit zurück kehren kann.
Am Ende der Geschichte ist er sogar so freundlich und verschenkt 20 Freikarten. Warum und an wen? Um das zu erfahren, müsst ihr euch die Geschichte selber anhören.

Oma: So eine liebe Oma hätte ich auch gerne mal gehabt. Ihre Stimme klingt so, wie eine liebende Oma klingen sollte. Warmherzig, gutmütig und sehr freundlich. Dass der kleine Paulchen ihr soviel Mühe, Stress und unruhige Minuten vermacht, ist sehr traurig, denn man merkt gleich beim ersten Satz, dass sie sehr an ihrem Enkel hängt.

Paulchen: Ein kleiner Junge, dessen Stimme recht kindisch klingt, macht das ganze Gespräch, das er mit Otto, Benjamin und seiner Oma führt etwas übertrieben, sodass er mir heute sehr unsympathisch war. Auch dass er wirklich so unbekümmert gespielt hat, ohne seine Oma zu vermissen finde ich etwas komisch, denn wenn ein Kind irgendwo auf dem Rummel mit lauter fremden Personen um sich, nicht irgendwann seine Oma vermisst und nachdem er gefunden wurde sogar noch immer unberührt von der ganzen Sache ist, dann kann irgendwas nicht ganz richtig „aufgebaut“ sein.

Passantin: Tja, diese Person bekommt durch ihre Stimme einen total unsympathischen, unhöflichen und unfreundlichen Charakter. Sie übernimmt dadurch die Rolle einer Antipathie.

Erzähler: Ja, Erwin der Erzähler, ist der perfekte Mann für seine Aufgabe. Immerhin kann er seine Stimme aufgeregt, freudig, leicht genervt, verständnisvoll u.ä. klingen lassen. Seine Stimme ist so vielseitig, dass man immer gleich weiß, welche Stimmung ist, dass bald etwas passieren wird, oder dass die Geschichte ihrem Ende zu geht.



***Meinung***

Ja, nach diesen langen Ausführungen über die einzelnen Sprecher möchte ich noch ganz kurz meine Meinung über diese Folge äußern.
Wie ich bereits bei dem Abschnitt „Paulchen“ gesagt habe, finde ich es etwas komisch, dass dieser in aller Ruhe in der Märchenbahn spielt, sich absolut keine Gedanken darüber macht, dass seine Oma ihn vermisst und er, nachdem er erfahren hat, dass diese sich Sorgen um ihn gemacht hat, immer noch nicht zu ihr möchte.
Des Weiteren fehlt bei dieser Folge der Lerneffekt. Lediglich einige verschiedene Märchen werden mit ihren Hauptfiguren genannt, sodass beim nennen der Charaktere bereits jeder, der noch ein bisschen von seiner eigenen Kindheit weiß, gleich erkennt, welches Märchen das ist.


***Fazit***

Nein, auch wenn der Lerneffekt fehlt, bin ich dennoch der Meinug, dass die 5 € gut angelegt sind. Immerhin besteht diese Folge aus lauter Spaß für kleine Kinder und etwas Abwechslung, für einen langweiligen Regentag. Die Geschichte besteht aus vielen kurzen und guten Beschreibungen, sodass man sich alles ganz gut vorstellen kann.
Ich bleibe also dabei: Kaufen lohnt sich!

Bis dann
Eure
Gabimel

24 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Sommergirl

    10.10.2006, 16:25 Uhr von Sommergirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    da scheint jemand diese Kassetten zu sammeln, töröööö