Blue Crush (DVD) Testbericht

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ab 8,23
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Erfahrungsbericht von Wuschel77

Die Welle der Begeisterung schwappte nicht ganz

Pro:

Gewaltige Surfsequenzen und begabte Schauspielerinnen

Kontra:

Dünne (Love-)Story

Empfehlung:

Ja

Als ich mir am Mittwoch den Film in der Bücherei auslieh, tat ich das in erster Linie wegen der Hauptdarstellerin Kate Bosworth (02.01.1983). Ich kannte die sympathische und vor allem talentierte junge Schauspielerin schon aus der achtteiligen Serie "Rawley High", in der sie schon als coole Automechaniker namens Bella Banks den Jungs den Kopf verdrehte.

In dem Surferfilm, der am 7. August 2003 in Deutschland seinen Kinostart hatte, ist sie nicht weniger emanzipiert und will sich erneut gegen die Männer behaupten.

In dem Film verkörpert sie die erstklassige Surferin Anne Marie, die jede Minute mit ihrem "Brett" in der tosenden Brandung verbringt. Ihr Traum ist es einmal, bei den Pipe Masters zu gewinnen, einen der aggressivsten und gefährlichsten Surf-Wettbewerbe aller Zeiten. Da er bisher nur von Männern dominiert wird, sieht sie darin noch eine besondere Herausforderung, bei der sie ihre besten Freundinnen Eden (Michelle Rodriguez) und Lena (Sanoe Lake) tatkräftig und manchmal mit harten Worten unterstützen.

Eine Mädchenfreundschaft, die auf die Probe gestellt wird, als der Football-Spieler Matt gespielt von Matthew Davis ("Pearl Harbor") in das Leben der siegeswilligen Surferin tritt. Anne Marie entwickelt sich an seiner Seite zu einem "Püppchen" mit tief dekolletiertem Kleid und hochhackigen Schuhen. Ob sie trotz dieser von ihren Freundinnen kritisch beäugten Verwandlung trotzdem noch aufs Surfbrett steigt und vielleicht noch den Mut aufbringt am "Pipe Master" teilzunehmen, werde ich euch natürlich nicht verraten, denn sonst wäre ja die Spannung bei dem 104 Minuten Film raus :-).

Alles in einem finde ich den Film schon in Ordnung. Man merkt das sich der Regisseur John Stockwell (15.03.1961) sehr viel Mühe gegeben hat, einen guten und vor allem silikonfreien Surffilm zu drehen. Was für mich eindeutig bei dem "Streifen" am besten gelungen ist, sind die bildgewaltigen Surfsequenzen, die besonders am Schluss super zur Geltung kommen.

Dafür enttäuschte die Geschichte ein wenig, bei der man nichts neues und aufregendes entdecken konnte. Es wurde zwar versucht, die Schattenseiten eines scheinbar unbeschwerten Lebens dreier Surferinnen auf Oahu (Hawaii) zu zeigen. Um sich nämlich eine Hütte am Strand mieten zu können müssen die Freundinnen, die Hotelzimmer von kotzfreudigen Gästen säubern. Am seichtesten in der Geschichte ist aber eindeutig die Liebesgeschichte, die uns wieder mal den "Aschenputtel" - Effekt verkaufen will. Armes schwer arbeitendes Mädchen finden reichen Mann, der sie "wirklich" liebt. Man will es ja glauben und vor allem der Hauptdarstellerin wünschen, deren Mutter sie einfach mit der minderjährigen Schwester Penny (Mika Boorem) sitzen ließ.

Im Prinzip sollte sich der Zuschauer auf einen Surferfilm einstellen, der diesmal auf Strandpartys und halbnackte Mädchen (zum Glück) verzichtet sondern sich mehr auf den Sport konzentriert.

Es geht darum, dass man seine Träume lebt und sich der Herausforderung (der Welle) stellt, dies zu erreichen. Im neuen Hollywood-Film ist es natürlich eine junge, schlagfertige Frau die sich dieser Herausforderung stellt und mich im Inneren schreien lässt, "ich kann es auch schaffen, wenn ich es will und hart daran arbeite".

Der Zeitpunkt zum Anschauen war von mir perfekt gewählt, weil es sich bei ihm eindeutig um einen leichten Sommerfilm handelt, der Lust aufs Wasser, Strand und Urlaub macht.

Mein Tipp für euch ist: Einfach selbst anschauen und von den Wellenbildern überwältigen lassen und von der Geschichte nicht allzu viel verlangen. Eine kleine Übersicht über den Film erhält ihr auf der Homepage www.movies.uip.de/bluecrush.

Euer Wuschel77

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