Chicken Run - Hennen Rennen (VHS) Testbericht

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ab 8,78
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Erfahrungsbericht von mickey73

Wenn Hennen rennen

Pro:

spannend, witzig, gut gemacht, berührt, für jeden was dabei

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Eigentlich wollte ich damals schon in diesen Film als er noch im Kino lief, doch irgendwie habe ich das mal wieder nicht geschafft. Am Neujahrestag kam „Chicken Run“ dann im Fernsehen und endlich war auch für mich die Zeit gekommen, dass ich ihn mir mal zu Gemüte führen konnte.

Inhalt

Das gierige Ehepaar Tweedy betreibt eine Hühnerfarm. Die von den Hennen gelegten Eier verkaufen sie und sind stets darauf bedacht, den Umsatz zu steigern. Die Hühner auf der Farm sind gar nicht glücklich und träumen von der Freiheit, die außerhalb des Zaunes auf sie wartet. Unter der Leitung von der Henne Ginger unternehmen sie so manchen Ausbruchsversuch. Zum Beispiel graben sie sich unter dem Maschendrahtzaun hindurch, benutzen einen Futtertrog als Rammbock um das Tor aufzubrechen oder betätigen sich als Tunnelbauer. Alle Ausbruchversuche schlagen jedoch fehl, weil ihnen immer Mr. Tweedy und seine zwei Hunde in die Quere kommen. Dann wird immer Ginger, die Anführerin, zur Strafe von Mr. Tweedy in den „Bunker“ gesperrt.
Immer wenn eine Henne keine Eier mehr legt, wird sie von den Tweedys aussortiert und getötet. So auch eines Tages die Henne Edwina. Nach deren Tod will Ginger nun erst Recht einen Fluchtweg finden.
Eines Tages stürzt über den Zaun hinweg der Hahn Rocky Roads in das Gehege der Hühner. Der ist ein ziemlicher Aufschneider und Angeber und macht den Hühnern weiß, dass er fliegen könnte. Ginger, die Rocky absolut nicht leiden kann, hat die Idee, dass Rocky den Hühnern ja das Fliegen beibringen könnte, damit alle einfach über den Zaun hinwegfliegen können. Rocky, dem eigentlich gar nicht wohl in seiner Haut ist, sagt letztlich zu unter der Bedingung, dass ihm solange Unterschlupf gegeben wird. Was nämlich keiner weiß ist, dass Rocky aus einem amerikanischen Zirkus geflohen ist und er dort eine Attraktion war als Hahn, der aus einer Kanone geschossen wurde. Rocky kann nämlich gar nicht fliegen.
Schließlich finden Ginger und Rocky heraus, dass die Tweedys von der Eierproduktion auf die Hühnerpastetenproduktion umsteigen wollen und dafür bereits eine Maschine gekauft haben, die alle Hühner zu Hühnerpasteten verarbeiten sollen. Nun müssen sie sich beeilen schnellstens das Fliegen zu lernen.

(Ob sie letztlich das Fliegen lernen und ihnen die Flucht gelingt bevor sie zu Hühnerpasteten verarbeitet werden, seht selber!)

Der Film

Der Film ist kein herkömmlicher Film, sondern ein Animationsfilm. Die Protagonisten sind alles Knetpuppen aus Plastilin, die für jede Einstellung neu zu Recht gebogen werden mussten. 4 Jahre lang haben Nick Park und Peter Lord (auch die Macher von „Wallace & Gromet) bei der Firma Stop-Motion-Animationsfilm an dem Film „Chicken Run – Hennen rennen“ gearbeitet.

Meine Meinung

Ich war total begeistert von dem Film. Eigentlich hatte ich vor dem Film bedenken, da ich nicht gerade ein Fan von den Filmen bei denen Knetfiguren eine Rolle spielen bin, aber dieser Film hat mich eines besseren belehrt.
Obwohl die Figuren immer wieder für jede Einstellung neu zu Recht gebogen werden mussten, kommt der Film in seiner Szenerie und seinem Ablauf überhaupt nicht abgehackt rüber, sondern ist sehr fließend.
Der Film ist spannend (werden sie die Flucht schaffen?), witzig (allein schon aufgrund des Erfindungsreichtums der Hennen bezüglich ihrer Fluchtversuche) und ergreifend (man könnte heulen, wenn wieder eine Henne dran glauben muss, weil sie keine Eier mehr legt).
Überhaupt ist der Film eine sehr gelungene Inszenierung, die ein wenig an Filme, wie z. B. „Gesprengte Ketten“ oder „Flucht aus Alcatraz“ erinnert. Ich habe gelacht, geweint und war stinksauer auf die geldgierigen Tweedys.
Interessant und witzig fand ich auch, dass manche Hühner sogar einen Dialekt hatten, z. B. holländisch oder bayrisch. Überhaupt passten die deutschen Stimmen perfekt zu jedem einzelnen Huhn und gaben den Knetfiguren dadurch noch eine interessante Würze.

Es gibt in dem Film keine blutigen oder brutalen Szenen, so dass die Freigabe für Kinder ab 6 Jahren auch angemessen ist. Die Musikuntermalung passt sehr gut zu den Szenen, speziell wenn es um die Ausbruchversuche geht.
Die Hühner aus Plastilin wirken recht plump und einfach. Auffällig sind ihre großen treudoof-blickenden Glupschaugen, die einen schon ziemlich berühren.

Fazit

Absolut empfehlenswert. Dieser Film hat einfach alles und ist aufgrund der Knetfiguren mal etwas ganz anderes.

Sonstiges
Filmlänge: 80 Minuten
Freigabe für Kinder ab 6 Jahren
Sprecher der Hauptprotagonisten: Heidrun Bartholomäus (Ginger), Ingolf Lück (Rocky), Barbara Rathey (Mrs. Tweedy), Klaus Sonnenschein (Mr. Tweedy)

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