Chihiros Reise ins Zauberland (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von alteSchwedin
Lasst euch im Zauberland verzaubern...
Pro:
Story bietet Gesellschaftskritik und verzaubert mit Märchenhaftigkeit; wunderschöne gezeichnetes Anime; tolle Musik und Synchronisation
Kontra:
nichts... außer FSK 0
Empfehlung:
Ja
Ich habe einen Freund, der auf Japan im Allgemeinen und auf Anime und Manga im Besonderen steht. Eben dieser schlug mir vor, doch „Chihiros Reise ins Zauberland“ im Kino anzusehen. Er hatte ihn sich schon einmal alleine angesehen und dachte anscheinend, dass der Film etwas für mich wäre, obwohl ich im Genre des Anime – manche würden auch Zeichentrickfilm sagen – nicht wirklich heimisch bin, einfach, weil es mir fast völlig unbekannt ist. Ich setzte mich also nahezu vorurteilsfrei ins Kino, doch was ich erlebte, überraschte mich trotzdem. Also: Lasst euch überraschen!
Die 10jährige Chihiro befindet sich mit ihren Eltern auf dem Weg zu ihrem neuen Haus in einer anderen Stadt. Sie verfahren sich, bis Chihiros Vater vor einem finsteren Tunnel hält. Chihiro und ihre Eltern gehen durch diesen Tunnel und finden sich in einem alten, scheinbar nicht mehr genutzten Vergnügungspark wieder. Doch inmitten des verlassenen Parks entdecken Chihiros Eltern ein reich gedecktes Büfett und stürzen sich darauf, als ob sie seit Tagen nichts gegessen hätten. Sie meinen, dass sie ja mit ihrer Kreditkarte bezahlen können, wenn ein Kellner kommt. Chihiro isst nichts und erschreckt fürchterlich, als ihre Eltern plötzlich in Schweine verwandelt werden.
In diesem Zustand begegnet sie Haku, der ihr offenbart, dass die Hexe Yu-Baaba ihre Eltern verwandelt hat und dass Chihiro sie nur retten kann, wenn sie in Yu-Baabas Badehaus arbeitet, in dem alle möglichen japanischen Götter und Geister verkehren.
Nach einigen Schwierigkeiten wird Chihiro angestellt und der Arbeiterin Lin zugeteilt. Chihiro muss nun putzen und den Gästen das Badewasser einlassen. Im Laufe der Zeit begegnet sie vielen Gestalten wie dem Ohngesicht, einem Geist mit einer Maske vorm Gesicht, der nicht sprechen kann, aber alle im Badehaus mit seinem Gold verführen will. Chihiro, die im Badehaus nur Sen heißt, reinigt auch einen Flussgott von der Verschmutzung durch den Menschen.
Die Freundschaft zu Haku und Lin hält Chihiro bei all der harten Arbeit aufrecht. Haku ist es auch, der ihr rät, ihren richtigen Namen nicht zu vergessen, weil sie sonst für immer in der Geisterwelt bleiben muss. Und über alledem schwebt natürlich Chihiros Ziel, ihre Eltern zu retten...
Ich habe „Chihiros Reise ins Zauberland“ oder „Sen-to chihiro no kamikakushi“, wie der Originaltitel lautet, einmal Ende Juni mit meinem Freund gesehen. So gut und so genau, dass ich jetzt noch einen annehmbaren Bericht darüber schreiben könnte, habe ich den Film jedoch nicht in Erinnerung. Doch glücklicherweise kam der Film in dieser Woche noch einmal im Kino (und das für nur 2,50 €). Als Student hat man ja bekanntlich sowieso viel Zeit und da mir „Chihiros Reise ins Zauberland schon beim ersten Mal gefallen hatte, sah ich mir ihn noch einmal an.
„Chihiros Reise ins Zauberland“ bietet von allem etwas. Die Story, die Figuren, die Zeichnungen und die Musik sind rundum perfekt. Und nicht nur im Ganzen begeistern diese Komponenten, sondern auch jede für sich ist wirklich bemerkenswert.
Die Story besticht durch eine Mischung auch Märchen-/Mythenhaftigkeit und deutlicher Gesellschaftskritik. Ich habe die verschiedenen Götter und Geister nicht gezählt, doch es waren viel fantastische Wesen, die sich im Badehaus der reichlich skurrilen Hexe Yu-Baaba ein Stelldichein gaben. Alle diese Geschöpfe versetzten mich in eine andere Welt, das „Zauberland“ eben. Dabei erschien mir das Zauberland jedoch immer wie eine Parallelwelt zu unserer, da man viele Gemeinsamkeiten finden kann und beide Welten doch irgendwie zusammen gehören.
Die Namen machen jedoch wieder einen Unterschied deutlich. Denn im Zauberland bekommt jeder einen anderen Namen (Chihiro wird zu Sen) und wenn jemand seinen richtigen Namen vergisst, wird auch niemals in die richtige, in seine Welt zurückkehren können.
Gesellschaftskritik äußert sich in „Chihiros Reise ins Zauberland“ an vielen Stellen. Allein schon am Beginn, als Chihiro mit ihren Eltern in den Vergnügungspark und zum Büfett kommt, wird das sehr deutlich. So stürzen sich Chihiros Eltern gierig auf das Büfett und vertrauen auf ihre Kreditkarte, was ihnen aber alles nichts nützt, denn als Ausdruck ihrer Gier werden sie in Schweine verwandelt.
Auch weitere solche Symbole sind klar erkennbar. Das Ohngesicht verführt ja alle Mitarbeiter im Badehaus mit seinem Gold, doch dann ist es Chihiro, die ihm als einzige helfen kann, weil sie sich von seinem Gold nicht blenden lässt. Dann ist da auch noch der Flussgeist, der als riesiger Schlammberg ins Badehaus kommt und dort von Chihiro von der Verschmutzung durch den Menschen befreit wird und rein und schön zu seinem Fluss zurückkehren kann. Und das sind nur einige Beispiele für Symbole und Gesellschaftskritik, die Regisseur Hayao Miyazaki in seinen Film eingebaut hat.
Die Figuren haben allesamt charakteristische Eigenschaften und bei denen, die man häufiger sieht, ist eine Entwicklung festzustellen. Chihiro ist zu Beginn ein quengeliges Kind, oder zumindest erscheint sie so, doch im Badehaus entwickelt sie sich weiter. Sie entdeckt ihre Freundschaft zu Lin und zu Haku, sie entdeckt ihre Stärken, wird selbstbewusst und das ist es, was sie am Ende braucht. Sie lernt auch die Verantwortung kennen und wächst daran.
Andere Figuren sind skurril, lustig, geheimnisvoll oder gar furchterregend. Die Hexe Yu-Baaba ist schon recht ungewöhnlich anzusehen, wenn die dicke Frau mit der großen Nase und der schrägen Stimme (dazu später mehr), die ihre Angestellten herumkommandiert, mit ihrem fetten Riesenbaby liebevoll umgeht. Aber am knuffigsten sind immer noch die kleinen Rußmännchen, die im Keller des Badehauses den Ofen mit Kohlen füllen. Stellt euch jetzt einfach kleine schwarze Spinnen mit flauschigem Fell vor, die euch aus sympathischen Augen angucken und mit Kohlen beladen über den Fußboden wuseln. Süß!
Und a wären wir schon bei den Zeichnungen angelangt. Regisseur Hayao Miyazaki setzte da auf richtige Zeichner und weniger auf Computeranimationen, von denen mir nur ein paar Bilder (als Chihiro durch ein Blumenfeld geht) als eine solche Animation wirklich aufgefallen sind. Die anderen (sicherlich vorhandenen) Animationen in „Chihiros Reise ins Zauberland“ sind perfekt eingepasst und wirken inmitten all der richtig gezeichneten Szenen nie deplaziert.
Die Figuren sind dann auch liebevoll gezeichnet, jede ist für sich einzigartig und durch die reichhaltige Geister- und Götterwelt Japans bekommt man viele Figuren zu sehen, die Abwechslung schaffen. Zudem scheint man die Arbeit und Anstrengung vieler Hände in diesem Film förmlich spüren. Nur verderben hier viele Köche den Brei nicht!
Bevor ich dann bald zum Ende komme, möchte ich noch auf den Ton eingehen. Die Musik bei „Chihiros Reise ins Zauberland“ ist nicht wirklich innovativ, untermalt den Film jedoch wunderbar. Sie geht in die klassische Richtung mit ihren mannigfaltigen Ausdrucksmöglichkeiten. Manchmal ist es orchestral laut, dann sind aber wieder nur leise Klaviertöne zu hören.
Bemerkenswert ist außerdem noch die deutsche Synchronisation. Über die Richtigkeit kann ich natürlich keine Aussage treffen, doch Bild und Ton passen auch hier gut zusammen. Sich bewegende Münder, wenn eigentlich nichts mehr gesagt wird, sind nicht zu finden und auch die Stimmen der Synchronsprecher sind sehr gut gewählt. Allen voran ist da Nina Hagen zu nennen, die Yu-Baabas Stimme ausgezeichnet spricht. Auch passt das leicht schrille wunderbar. Doch auch die anderen Sprecher, Sidonie von Krosigk als Chihiro, Tim Sander als Haku und Cosma Shiva Hagen, die Lin ihre Stimme gab, sind nur lobend zu erwähnen.
Doch nun will ich doch zum Abschluss kommen und natürlich empfehle ich euch „Chihiros Reise ins Zauberland“. Ich sah einen Film mit einer großartigen Story, die durch mit Märchenhaftigkeit (Ich liebe Märchen!) gepaarte Gesellschaftskritik besticht, tollen Charakteren, einer erstklassigen Synchronisation und eben solcher Musik. „Sen to Chihiro no kamikakushi“, so der japanische Originaltitel, ist sehr liebevoll und detailliert gezeichnet. So macht das Anschauen noch mehr Spaß!
Einzig über die Altersfreigabe (FSK 0) könnte man sich streiten, weil „Spirited away“, so der englische Titel, wahrlich nichts für kleine Kinder ist. Diese würden zum einen die Aussage des Filmes gar nicht verstehen und zu anderen könnten sie sich auch schnell fürchten, wenn manche Götter zu sehen sind.
Aber ich bin ja kein kleines Kind mehr und habe auch keine kleinen Kinder, so dass es von mir eine uneingeschränkte Empfehlung für „Chihiros Reise ins Zauberland“ gibt. Wenn euch also eine Aktion eures Kinos, bei der Filme gespielt werden, die eigentlich nicht mehr im Programm sind, auffällt, achtet darauf, ob ihr euch nicht diesen Film ansehen könnt. Er ist es allemal wert. Ich weiß jedenfalls, dass ich ihn nicht zum letzten Mal gesehen habe, denn ich könnte darauf wetten, dass sich mein Freund die DVD kauft. (Umso besser, dann brauche ich sie wenigstens nicht zu kaufen!)
Die 10jährige Chihiro befindet sich mit ihren Eltern auf dem Weg zu ihrem neuen Haus in einer anderen Stadt. Sie verfahren sich, bis Chihiros Vater vor einem finsteren Tunnel hält. Chihiro und ihre Eltern gehen durch diesen Tunnel und finden sich in einem alten, scheinbar nicht mehr genutzten Vergnügungspark wieder. Doch inmitten des verlassenen Parks entdecken Chihiros Eltern ein reich gedecktes Büfett und stürzen sich darauf, als ob sie seit Tagen nichts gegessen hätten. Sie meinen, dass sie ja mit ihrer Kreditkarte bezahlen können, wenn ein Kellner kommt. Chihiro isst nichts und erschreckt fürchterlich, als ihre Eltern plötzlich in Schweine verwandelt werden.
In diesem Zustand begegnet sie Haku, der ihr offenbart, dass die Hexe Yu-Baaba ihre Eltern verwandelt hat und dass Chihiro sie nur retten kann, wenn sie in Yu-Baabas Badehaus arbeitet, in dem alle möglichen japanischen Götter und Geister verkehren.
Nach einigen Schwierigkeiten wird Chihiro angestellt und der Arbeiterin Lin zugeteilt. Chihiro muss nun putzen und den Gästen das Badewasser einlassen. Im Laufe der Zeit begegnet sie vielen Gestalten wie dem Ohngesicht, einem Geist mit einer Maske vorm Gesicht, der nicht sprechen kann, aber alle im Badehaus mit seinem Gold verführen will. Chihiro, die im Badehaus nur Sen heißt, reinigt auch einen Flussgott von der Verschmutzung durch den Menschen.
Die Freundschaft zu Haku und Lin hält Chihiro bei all der harten Arbeit aufrecht. Haku ist es auch, der ihr rät, ihren richtigen Namen nicht zu vergessen, weil sie sonst für immer in der Geisterwelt bleiben muss. Und über alledem schwebt natürlich Chihiros Ziel, ihre Eltern zu retten...
Ich habe „Chihiros Reise ins Zauberland“ oder „Sen-to chihiro no kamikakushi“, wie der Originaltitel lautet, einmal Ende Juni mit meinem Freund gesehen. So gut und so genau, dass ich jetzt noch einen annehmbaren Bericht darüber schreiben könnte, habe ich den Film jedoch nicht in Erinnerung. Doch glücklicherweise kam der Film in dieser Woche noch einmal im Kino (und das für nur 2,50 €). Als Student hat man ja bekanntlich sowieso viel Zeit und da mir „Chihiros Reise ins Zauberland schon beim ersten Mal gefallen hatte, sah ich mir ihn noch einmal an.
„Chihiros Reise ins Zauberland“ bietet von allem etwas. Die Story, die Figuren, die Zeichnungen und die Musik sind rundum perfekt. Und nicht nur im Ganzen begeistern diese Komponenten, sondern auch jede für sich ist wirklich bemerkenswert.
Die Story besticht durch eine Mischung auch Märchen-/Mythenhaftigkeit und deutlicher Gesellschaftskritik. Ich habe die verschiedenen Götter und Geister nicht gezählt, doch es waren viel fantastische Wesen, die sich im Badehaus der reichlich skurrilen Hexe Yu-Baaba ein Stelldichein gaben. Alle diese Geschöpfe versetzten mich in eine andere Welt, das „Zauberland“ eben. Dabei erschien mir das Zauberland jedoch immer wie eine Parallelwelt zu unserer, da man viele Gemeinsamkeiten finden kann und beide Welten doch irgendwie zusammen gehören.
Die Namen machen jedoch wieder einen Unterschied deutlich. Denn im Zauberland bekommt jeder einen anderen Namen (Chihiro wird zu Sen) und wenn jemand seinen richtigen Namen vergisst, wird auch niemals in die richtige, in seine Welt zurückkehren können.
Gesellschaftskritik äußert sich in „Chihiros Reise ins Zauberland“ an vielen Stellen. Allein schon am Beginn, als Chihiro mit ihren Eltern in den Vergnügungspark und zum Büfett kommt, wird das sehr deutlich. So stürzen sich Chihiros Eltern gierig auf das Büfett und vertrauen auf ihre Kreditkarte, was ihnen aber alles nichts nützt, denn als Ausdruck ihrer Gier werden sie in Schweine verwandelt.
Auch weitere solche Symbole sind klar erkennbar. Das Ohngesicht verführt ja alle Mitarbeiter im Badehaus mit seinem Gold, doch dann ist es Chihiro, die ihm als einzige helfen kann, weil sie sich von seinem Gold nicht blenden lässt. Dann ist da auch noch der Flussgeist, der als riesiger Schlammberg ins Badehaus kommt und dort von Chihiro von der Verschmutzung durch den Menschen befreit wird und rein und schön zu seinem Fluss zurückkehren kann. Und das sind nur einige Beispiele für Symbole und Gesellschaftskritik, die Regisseur Hayao Miyazaki in seinen Film eingebaut hat.
Die Figuren haben allesamt charakteristische Eigenschaften und bei denen, die man häufiger sieht, ist eine Entwicklung festzustellen. Chihiro ist zu Beginn ein quengeliges Kind, oder zumindest erscheint sie so, doch im Badehaus entwickelt sie sich weiter. Sie entdeckt ihre Freundschaft zu Lin und zu Haku, sie entdeckt ihre Stärken, wird selbstbewusst und das ist es, was sie am Ende braucht. Sie lernt auch die Verantwortung kennen und wächst daran.
Andere Figuren sind skurril, lustig, geheimnisvoll oder gar furchterregend. Die Hexe Yu-Baaba ist schon recht ungewöhnlich anzusehen, wenn die dicke Frau mit der großen Nase und der schrägen Stimme (dazu später mehr), die ihre Angestellten herumkommandiert, mit ihrem fetten Riesenbaby liebevoll umgeht. Aber am knuffigsten sind immer noch die kleinen Rußmännchen, die im Keller des Badehauses den Ofen mit Kohlen füllen. Stellt euch jetzt einfach kleine schwarze Spinnen mit flauschigem Fell vor, die euch aus sympathischen Augen angucken und mit Kohlen beladen über den Fußboden wuseln. Süß!
Und a wären wir schon bei den Zeichnungen angelangt. Regisseur Hayao Miyazaki setzte da auf richtige Zeichner und weniger auf Computeranimationen, von denen mir nur ein paar Bilder (als Chihiro durch ein Blumenfeld geht) als eine solche Animation wirklich aufgefallen sind. Die anderen (sicherlich vorhandenen) Animationen in „Chihiros Reise ins Zauberland“ sind perfekt eingepasst und wirken inmitten all der richtig gezeichneten Szenen nie deplaziert.
Die Figuren sind dann auch liebevoll gezeichnet, jede ist für sich einzigartig und durch die reichhaltige Geister- und Götterwelt Japans bekommt man viele Figuren zu sehen, die Abwechslung schaffen. Zudem scheint man die Arbeit und Anstrengung vieler Hände in diesem Film förmlich spüren. Nur verderben hier viele Köche den Brei nicht!
Bevor ich dann bald zum Ende komme, möchte ich noch auf den Ton eingehen. Die Musik bei „Chihiros Reise ins Zauberland“ ist nicht wirklich innovativ, untermalt den Film jedoch wunderbar. Sie geht in die klassische Richtung mit ihren mannigfaltigen Ausdrucksmöglichkeiten. Manchmal ist es orchestral laut, dann sind aber wieder nur leise Klaviertöne zu hören.
Bemerkenswert ist außerdem noch die deutsche Synchronisation. Über die Richtigkeit kann ich natürlich keine Aussage treffen, doch Bild und Ton passen auch hier gut zusammen. Sich bewegende Münder, wenn eigentlich nichts mehr gesagt wird, sind nicht zu finden und auch die Stimmen der Synchronsprecher sind sehr gut gewählt. Allen voran ist da Nina Hagen zu nennen, die Yu-Baabas Stimme ausgezeichnet spricht. Auch passt das leicht schrille wunderbar. Doch auch die anderen Sprecher, Sidonie von Krosigk als Chihiro, Tim Sander als Haku und Cosma Shiva Hagen, die Lin ihre Stimme gab, sind nur lobend zu erwähnen.
Doch nun will ich doch zum Abschluss kommen und natürlich empfehle ich euch „Chihiros Reise ins Zauberland“. Ich sah einen Film mit einer großartigen Story, die durch mit Märchenhaftigkeit (Ich liebe Märchen!) gepaarte Gesellschaftskritik besticht, tollen Charakteren, einer erstklassigen Synchronisation und eben solcher Musik. „Sen to Chihiro no kamikakushi“, so der japanische Originaltitel, ist sehr liebevoll und detailliert gezeichnet. So macht das Anschauen noch mehr Spaß!
Einzig über die Altersfreigabe (FSK 0) könnte man sich streiten, weil „Spirited away“, so der englische Titel, wahrlich nichts für kleine Kinder ist. Diese würden zum einen die Aussage des Filmes gar nicht verstehen und zu anderen könnten sie sich auch schnell fürchten, wenn manche Götter zu sehen sind.
Aber ich bin ja kein kleines Kind mehr und habe auch keine kleinen Kinder, so dass es von mir eine uneingeschränkte Empfehlung für „Chihiros Reise ins Zauberland“ gibt. Wenn euch also eine Aktion eures Kinos, bei der Filme gespielt werden, die eigentlich nicht mehr im Programm sind, auffällt, achtet darauf, ob ihr euch nicht diesen Film ansehen könnt. Er ist es allemal wert. Ich weiß jedenfalls, dass ich ihn nicht zum letzten Mal gesehen habe, denn ich könnte darauf wetten, dass sich mein Freund die DVD kauft. (Umso besser, dann brauche ich sie wenigstens nicht zu kaufen!)
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