Coyote Ugly (DVD) Testbericht

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ab 6,14
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 06/2005
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  wenig
  • Anspruch:  sehr anspruchsvoll
  • Romantik:  sehr hoch
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von togri

Das wahre °Jersey Girl°!

Pro:

die Story / Schauspieler / Musik / ein paar nette Extras

Kontra:

das Ende des Films / Tyra Banks / viele Extras

Empfehlung:

Ja

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich °Coyote Ugly° zum ersten Mal gesehen habe, aber auf jeden Fall war ich sofort von dem Film begeistert, so dass ich ihn haben wollte. Lange Zeit hatte ich ihn nur auf Video und das auch noch aus dem TV aufgenommen, aber als ich dann die DVD für 10€ entdeckte, hatte das Video endlich ausgedient.

!*! Inhalt !*!
1. Allgemeine Infos
2. Menü
3. Kurzinhalt
4. Inhalt
5. Meine Meinung
a) zum Film
b) zu den Schauspielern
c) zur Musik
d) zur Bild- und Tonqualität
6. DVD-Extras
7. Meine Meinung zu den Extras
8. Fazit




~°~ 1. Allgemeine Infos ~°~
° Regisseur: David McNally
° Drehbuch: Gina Wendkos
° Produzenten: Jerry Bruckheimer & Chad Oman
° Musik: Trevor Horn
° Schauspieler: u.a. Piper Perabo, Adam Garcia, Maria Bello, Melanie Lynskey, John Goodman, Tyra Banks
° Sprachen: Deutsch & Englisch
° Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch
° Dolby Digital 5.1
° 16:9 / geeignet für alle Bildschirmformate
° Regional-Code 2
° Laufzeit: ca. 96 Minuten
° FSK 6
° wurde 2000 fertig gestellt bzw. lief dann in den Kinos

* Preis: Ich habe vor knapp einem Jahr 9,99€ bei amazon.de bezahlt. Mittlerweile kostet die DVD dort wieder 13,99€, aber in anderen Geschäften (sicher auch im Internet) müsste sie für maximal 10€ erhältlich sein.




~°~ 2. Menü ~°~
Nachdem man zwei Filmpreviews übersprungen hat („Nur noch 60 Sekunden“ und „High Fidelity“), kommt man ins Menü:
Als Musik hört man einen verdammt monotonen Beat und man sie alle Koyoten.

° Szenenauswahl – eine von 28 Szenen direkt anwählbar
° Sprachauswahl – hier kann man die Sprache und die Untertitel auswählen (s.o.)
° Extras (- siehe Punkt 6)
° Trailershow – Die Trailer, die man vorher übersprungen hat, kann man hier anschauen
° Hauptfilm (- siehe Punkt 3 bzw. 4)




~°~ 3. Kurzinhalt ~°~
„ Die schüchterne Violet kommt aus der Provinz ins turbulente New York, um ihren Traum als Songwriterin zu verwirklichen, doch das Musikbusiness ist hart, vor allem wenn man wie Violet unter fürchterlichem Lampenfieber leidet. In einer Bar trifft sie auf Kevin, dessen Charme sie kaum widerstehen kann. Um zu jobben landet sie im „Coyote Ugly“, dem angesagtesten Club der Stadt. Dort ziehen sexy Barkeeperinnen jede Nacht eine wilde Show ab. Violet wird ein „Coyote“ und genießt ihr Leben als Bargirl, wobei ihr Traum immer mehr in den Hintergrund gerät. Nur Kevin glaubt noch an ihr musikalisches Talent. Wird es Violet mit seiner Hilfe gelingen, doch noch den ganz großen Durchbruch zu schaffen?“
[Quelle: DVD-Hülle]




~°~ 4. Inhalt ~°~
Violet Sanford jobbt in einer Pizzeria in einem kleinen Städtchen in New Jersey. Ihr Traum ist es Songwriterin zu werden und daher will sie nach New York ziehen. Ihr Vater versucht sie zwar mit allen Mitteln aufzuhalten, aber Violets Wille ist stärker.

Violets Wohnung in New York liegt erstmal in einem Viertel das nicht so toll ist und dann ist die Wohnung auch noch die reinste Bruchbude. Aber Violet lässt sich durch nichts beirren. Auch nicht durch die lauten Nachbarn, durch die sie auf dem Dach üben muss.

Sie versucht ihre Demo-Tapes persönlich an Plattenfirmen zu verteilen, doch sie wird überall abgewiesen, ohne dass sich jemand das Tape anhört.
So geht sie deprimiert in eine Bar, wo sie einen Typen entdeckt, der ihr vom Barkeeper als ein Mr. O’Donnell vorgestellt wird, einem erfolgreichen Plattenproduzenten.
Violet fängt diesen Mr. O’Donnell ab und drückt ihm ihr Tape in die Hand. Er ist total perplex, denn eigentlich ist er nur Küchengehilfe in der Bar, aber er kapiert schnell und spielt seine Rolle perfekt. Bis ihm sein Chef dazwischen kommt. So fliegt er auf und Violet ist wütend und enttäuscht zugleich. Auch Kevin O’Donnells Entschuldigungsversuche schlagen fehl und indem er Violet auf ihrem Nachhauseweg folgt macht er es nur noch schlimmer.

So versucht Violet weiterhin ihr Glück bei Plattenfirmen und in einer Firma bekommt sie den Tipp es mal bei einer „Offenen Mikro-Nacht“ zu versuchen.
Das macht sie auch, allerdings gibt sie auf, noch bevor sie einen Ton gesungen hat, denn ihr Lampenfieber ist zu groß und die Typen im Publikum sind zu schwanzgesteuert.

So geht sie deprimiert in einen „Imbiss“, wo sie auf drei total aufgedrehte Mädels aufmerksam wird. Vom Besitzer erfährt sie, dass die Mädels Coyoten seien. Als Violet mitbekommt, dass alleine ein Mädel in einer Nacht 300$ verdient hat, will sie auch Coyote werden.
Sie geht zur Bar „Coyote Ugly“, wo sie auf eine Frau trifft, die ihr vorkommt, wie „eine Kellnerin auf einem abgefahrenen Machttrip!“. Das schlägt bei der vermeintlichen Kellnerin, die eigentlich die Chefin ist, ein und Violet bekommt eine Chance Coyote zu werden.
Allerdings hat Violet nicht damit gerechnet, dass die Bar so abgefahren ist. Die Mädels, die Coyoten, bedienen und tanzen gleichzeitig auf der Theke. Sie heizen den (hauptsächlich männlichen) Gästen ganz schön ein.
Das ist nichts für Violet, doch als sie gerade gehen will, kommt die Chefin und es gibt kein Zurück mehr.
Violet schlägt sich zuerst mal net soooo schlecht, aber als sie sich weigert auf der Theke zu Tanzen hat sie ihre Chance vertan und kann gehen.
Auf dem Weg nach Draußen schlichtet sie einen Streit so geschickt, dass die Chefin ihr noch eine zweite Chance gibt.

Am Telefon erzählt Violet ihrem Vater ganz begeistert von ihrem Job. Der freut sich zwar auch für sie, aber er erinnert sie auch daran, warum sie eigentlich nach New York gegangen ist.
Also geht Violet zu Kevin und verlangt ihr Tape zurück. Kevin will Violet wieder sehen und weil Violet nicht ganz abgeneigt, aber doch vorsichtig, ist, gibt sie Kevin nur den Tipp, dass sie eine Coyotin ist.

Violet macht sich an als Coyotin schon besser, doch an einem Abend macht sie einen Fehler, der ihre Chefin 250$ kostet. Sie kriegt von Lil, ihrer schon noch eine Chance: Sie muss in 2 Stunden die 250$ verdient haben. Violet hat sich das Leben als Coyotin schon abgeschminkt, als Kevin in die Bar kommt.
Kurzerhand versteigert sie Kevin an die Höchstbietende und hat so in wenigen Minuten die 250$ zusammen.
Lil ist so begeistert von Violets Idee, dass Violet jetzt wirklich eine feste Coyotin ist und ihr Traum, Songwriterin zu werden, erstmal in den Hintergrund gerät.

Kevin will als Entschädigung für die Versteigerung ein Frühstück von Violet haben und dabei lernen die beiden sich näher kennen und verlieben sich (eher unmerklich) ineinander.

Kevin, der von Violets Lampenfieber weiß, lädt sie zu sich nach Hause ein, damit sie vor ihm und einem Pappfiguren-Publikum spielen kann. Nach einer wahrscheinlich wunderschönen Nacht tut Violet das auch, aber nur, weil Kevin sich und das Publikum „unsichtbar“ gemacht hat.

Einen Plattenvertrag hat Violet immer noch nicht bekommen, aber dafür ist ihr Vater so neugierig auf ihren Job, dass er mal in der Bar vorbei schaut und stinksauer ist, denn das seine Tochter sich halbnackt auf der Theke tanzend zum Affen macht hätte er nicht gedacht.
Nachdem Violets Lampenfieber überwunden scheint, hat Kevin ihr (ungefragt) einen Gig besorgt. Violet scheint zwar nicht sonderlich begeistert, aber sie verspricht zu kommen. Nur leider ist genau an diesem Abend im „Coyote Ugly“ die Hölle los, so dass Violet nicht wegkommt.
Kevin kommt stocksauer in die Bar, missversteht eine Situation und riskiert Violets Job.
Dafür findet Violet die Wahrheit über sein Leben heraus, aber was bringt ihr das noch? Ihr Leben scheint sinnlos, denn sie hat Stress mit ihrem Vater und ihrem Freund, keinen schon mehr und schon gar keinen Plattenvertrag, noch nicht mal in Aussicht!

!#°#! SPOILER !#°#!

Nachdem ihr Vater einen Autounfall hatte, haben sich Violet und er wieder vertragen. Dafür sieht sie Kevin mit einem anderen Mädel und denkt natürlich das Falsche.
Sie hält also nichts mehr in New York und sie will zurück zu ihrem Vater ziehen, doch der geigt ihr so richtig die Meinung, so dass sie ihr Leben in New York doch durchzieht.
Mit den Coyoten „verträgt“ sie sich auch wieder, aber sie lehnt es ab, wieder als Coyotin zu arbeiten.

Nach zig Absagen ist endlich eine Zusage auf ihrem Anrufbeantworter. Sie hat einen Termin bei einem Songschreiber-Wettbewerb.
Die Coyoten kriegen das mit und zum ersten Mal wird die Bar früher geschlossen.
Kevin erfährt auch davon und läuft deshalb nicht (vor seinen Problemen) weg.
Violet holt ihren Vater und ihre langjährige beste Freundin Gloria ab. Mit einer solchen Unterstützung sollte eigentlich nichts schief gehen, wenn da nicht das Lampenfieber wäre. Aber dafür ist ja Kevin da, der das Publikum wieder „unsichtbar“ macht.
Alle sind begeistert, von Violet UND von ihrem Song, so dass sie endlich einen Vertrag bekommt.
Drei Monate später steigt dann eine Party für sie im „Coyote Ugly“, auf der die Sängerin ihrer Songs, LeAnn Rimes, das erste Mal zu sehen ist.
Violet und Kevin vertragen sich wieder, Violets Vater hat in der Bar seinen Spaß (weil diesmal wird er versteigert) und so kommt es natürlich doch zu einem Happy End!




~°~ 5. Meine Meinung ~°~
a) zum Film
Wie gesagt, ich habe diesen Film von Anfang an geliebt.
Auch hier ist es wieder der „American Dream“, der aus der Pizzaverkäuferin eine bekannte Songschreiberin macht.
Aber der Erfolg war nicht einfach. Violet lagen viele Steine im Weg und auch wenn manche Szenen überspitzt dargestellt wurden (insbesondere bei den Plattenfirmen): Die Story scheint sehr realistisch zu sein, worauf auch geachtet wurde, wie man später in den Extras erfährt.

Der Film ist vieles gleichzeitig: Durch die Beziehung von Violet und Kevin ist es schon eine Liebesschnulze. Alle Szenen im „Coyote Ugly“ sind Party-Szenen, lassen nicht nur die Zehen wippen, wodurch der Film auch irgendwie ein Tanz- oder zumindest ein Party- und Gute-Laune-Film ist. Teilweise wird er aber auch ins Melodramatische gezogen, dann hat er wieder Ansätze einer Komödie.
Irgendwie scheint dieser Film wie das richtige Leben zu sein und das macht ihn so toll!

Er wird mit „Dirty Dancing“ und „Flashdance“ verglichen.
„Dirty Dancing“ kenne ich in- und auswendig und ich muss sagen, dass dieser Vergleich meiner Meinung nach schon ein bisschen hinkt. Klar, Parallelen sind da, aber wenn ich lang genug suche, dann finde ich die auch in jedem anderen Film…
„Flashdance“ kenne ich nur von der Story her und die gleicht der Story hier schon viel besser.

Der Film ist FSK6, was ich gerechtfertigt finde, denn die Coyoten sind verdammt sexy. *g*
FSK12 zu vergeben halte ich für eine viel zu harte Wertung. Schaut euch mal die Kinder heutzutage an! Wenn das so weitergeht, dann ist der Film bald FSK0! :(

Das Einzige, was mir immer wieder negativ auffällt und was den Film daran hindert wirklich mein Lieblingsfilm zu sein, ist das Ende bzw. das Tempo mit dem es auf einmal auf das Ende zugeht. Ich habe versucht das auch so in meiner Inhaltsangabe einzufangen (wobei ich ja ohnehin versucht habe nur die Grundstory und die nötigsten Zusammenhänge zu erzählen).
Bis zu dem Punkt, wo Violets Vater ihr klar macht, dass sie ihr New Yorker Leben weiterleben muss und jetzt keinen Rückzug machen kann, verläuft der Film in einem gleich bleibenden und angenehmen Tempo. Aber dann geht alles ratzfatz und schon ist der Film zuende. Die einzelnen Szenen scheinen aus dem Zusammenhang gerissen, man muss sich selber alles zusammenreimen.
Man hat irgendwie das Gefühl, dass man nicht weit entfernt von den 90 Minuten sein wollte (laut meinem DVD-Player waren es übrigens nur 91 Minuten und nicht, wie auf der Hülle angegeben 96…) und / oder dass man den Film ganz schnell fertig stellen wollte oder musste.

Dem Film selber würde ich somit 4/5 Sternen geben!


b) zu den Schauspielern
° Piper Perabo (*1972) – Violet Sanford
Wie stellt Lil, die Chefin des „Coyote Ugly“, Violet so passend vor: Die ehemalige Kindergärtnerin, die kurzzeitig Nonne war und jetzt nicht als älteste Jungfrau New Yorks durch die Gegend laufen will (oder so ähnlich).
Jedenfalls trifft das den Nagel auf den Kopf und Piper Perabo ist eine wirklich tolle Besetzung.
Sie ist zwar blond, aber sie strahlt eher das Gegenteil vom bekannten Blondinen-Image aus. Sie strahlt schon aus, dass sie kaum etwas (oder jemand) an ihrem Ehrgeiz hindern kann und dass sie nicht auf die Nase gefallen ist.
Piper Perabo verkörpert die Rolle Violets nicht nur, sie lebt sie förmlich. Alle Emotionen, egal ob himmelhochjauchzend oder zutiefst betrübt, bringt sie rüber, als würde sie sich selber darstellen. Und das tut sie in gewisser Weise auch, denn schaut man sich ihre Biografie an, dann hat sie genau das erlebt, was Violet jetzt erlebt, allerdings nicht in der Musik- sondern in der Filmbranche.
Piper Perabo ist verdammt hübsch, aber sie sieht einerseits so süß aus, wie eine Kindergärtnerin und so unschuldig wie eine Nonne, aber andererseits ist sie genau das „geile Stück“, das eine Coyotin sein muss.
Die Schauspielerin ist, zumindest bei uns, erst mit dieser Rolle bekannt geworden. 2003 hat sie in „Im Dutzend Billiger“ mitgespielt und in diesem Jahr kommen 2 Filme mit ihr, im nächsten Jahr bisher nur einer. Ich hoffe, dass die Filme dann auch bei uns zu sehen sind, denn Piper Perabo gefällt mir als Schauspielerin sehr gut.

° Adam Garcia (*1973) – Kevin O’Donnell
Kevin ist der süße Typ von nebenan. Eigentlich kann er keiner Fliege was zuleide tun, ist charmant, höflich, etc., aber wenn’s um die Wurst geht, dann kann er zuschlagen und das nicht zu knapp.
Auch Adam Garcia ist eine tolle Besetzung dieser Rolle, denn auch er lebt eher seine Rolle, als dass er sie spielt (wobei mir hier keine biografischen Parallelen bekannt sind). Ich finde zudem, dass er gut aussieht. *g*
Als Heimkind ist Kevin nach außen hin eher verschlossen und auch wenn man das noch nicht weiß, würde man zumindest darauf tippen, dass in seinem Leben etwas nicht so prickelnd verlaufen ist. Andererseits ist er so warmherzig. Das erkennt man beides auch ohne, dass Worte fallen, was sehr für Garcias Talent spricht.
Aber das kommt ja auch nicht von ungefähr, denn er ist Theaterschauspieler (und Tänzer). Er legt auf das Theater und den Tanz auch mehr Wert, weshalb man ihn in kaum einem anderen Film sehen kann (außer z.B. „Unterwegs mit Jungs“).

° John Goodman (*1952) – Bill Sanford
Der Vater, die männliche Glucke, das ist einfach die perfekte Rolle für John Goodman, da brauchen wir gar nicht groß drüber zu reden. Zudem verbirgt sich hinter dem ach-so-fürsorglichen Vater ja zum einen ein kleiner Spaßvogel und zum anderen ein Mensch, der selber ein wenig Fürsorge braucht.
Dafür, dass die beiden Hauptrollen mit eher unbekannten Schauspielern besetzt sind, ist John Goodman zwar schon verwunderlich, aber warum jemand unbekanntes suchen, wenn es den perfekten Star gibt?
Ich wage mich nicht zu entscheiden, wodurch John Goodman am meisten bekannt ist .Für mich wäre es eindeutig „Roseanne“ (auch hier in der Vaterrolle), aber vielleicht ist es für jemand andren „Kind Ralph“ oder vielleicht „Familie Feuerstein“ oder „The Big Lebowski“ (was bei mir an zweiter Stelle kommen würde *g*) oder vielleicht „Blues Brothers 2000“? Das ist nur eine ganz geringe Auswahl, nicht schlagen, dass etwas nicht dabei ist! ;)

° Die Coyoten
- Lil (Maria Bello / Das geheime Fenster), die harte, kaltherzige Besitzerin des „Coyote Ugly“, die vielleicht beim Militär besser aufgehoben wäre, so scheint es. Dabei ist sie hübsch und wie man hinterher merkt bzw. erfährt ist es „nur“ ihre Vergangenheit, die so böse wirken lässt. Sie kann auch ganz nett sein. Maria Bello kannte ich bewusst auch nicht, aber die Mischung aus hart / kaltherzig / böse und freundlich / warmherzig und dann auch noch gleichzeitig Geschäftsfrau, stellt sie hervorragend dar.
- Zoe ( Tyra Banks) ist für mich die einzige Rolle, die irgendwie nicht so 100%ig toll besetzt ist. Gut, über die Nebenrollen, also die ganz unwichtigen, habe ich mir jetzt keine Gedanken gemacht, aber ich finde, dass Tyra Banks hier eigentlich nicht mehr macht, als gut aussehen. Sie soll Jura-Studenten sein… Gut, was tagsüber und was abends ist, das trennt man gerne, aber irgendwie…Gut, sie scheint den meisten Intellekt der Coyoten zu haben, aber dafür spielen die anderen ihre Rolle besser.
- Rachel (Bridget Moynahan / Der Anschlag + I, Robot) hingegen spielt ihre Rolle super, wobei sie die Schweigsamste ist. Sie wird als „Hexe“ bezeichnet, was alleine vom Aussehen her schon passt. Genau wie Lil ist sie eigentlich hart und kaltherzig. Einen neuen Coyoten haut sie gerne in die Pfanne. Man muss bei ihr mächtig punkten, aber dafür hält sie dann auch wirklich zu einem (wie man dann am Ende sieht…). Diese Mischung bringt auch Bridget Moynahan perfekt rüber.
- Cammie (Izabella Miko) ist das Püppchen der Coyoten. Sie ist blond und vermittelt das entsprechende Image auch. Zudem ist sie (natürlich) Shoppingsüchtig und trägt Pink. Noch Fragen? *g* Auf jedenfall passt die Rolle der leicht dümmlichen „russischen“ Blondine zu Izabella Miko. Ich meine ja, dass ich sie aus irgendeinem (Teenie-) Film kenne, wo sie eine ähnliche Rolle gespielt hat, aber das kann auch eine Verwechslung sein. Für eine einfache Coyotin ist die Rolle jedenfalls mit viel Text gespickt *g* und das ganze Image und damit die Rolle der Cammie bringt Miko super rüber. Alternativ hätte ich mir vielleicht auch noch Reese Witherspoon in der Rolle vorstellen können, wobei sie sich für mich mit Natürlich Blond ein wenig das Image verdorben hat (und auch nur wegen dieser Filme könnte ich sie mir als Cammie vorstellen).

-> Die Auswahl der Schauspieler ist bis auf die Ausnahme Tyra Banks gelungen, so dass ich knapp 5/5 Sternen vergebe!


c) zur Musik
Warum habe ich mir wohl beide Soundtracks gekauft? Genau, weil die Musik super ist. Es sind hauptsächlich Klassiker, Ohrwürmer, zumeist Cover und es sind verschiedene Richtungen vertreten, wie Rock, Pop, ja und auch ein klein bisserl Techno.
Violet’s Lied „für auf den Weg“ ist „I will survive“ und obwohl dieses Lied ja schon ein bisserl abgedroschen ist, ist es hier sicher die beste Wahl, die man treffen konnte, weil es für die Rolle der Violet in gewissem Maße autobiografischen Charakter hat.
Die Lieder, die Violet komponiert kennen viele sicherlich noch aus dem Radio, denn LeAnn Rimes hatte damit recht großen Erfolg. (Can’t fight the Moonlight / Please Remember / The Right Kind of wrong). Mit diesen Songs wäre dann der Pop vertreten, wobei die Stücke schon teilweise eine rockigen Charakter haben und gleichzeitig auch schnulzig sind.
Mit „Unbelievable“ (hier vom EMF, ich weiß garnet, ob’s das Original ist) ist ein Klassiker vertreten, den sicher jeder kennt. ♫ You’re unbelievable…♫
Blondies „One Way or Another“ ist für mich eine Mischung aus Rock, Pop und Rednex. *fg*
Billie Idol’s „Rebell Yell“ ist auch so ein Klassiker, der jedem bekannt sein sollte, auch wenn es bei der jüngeren Generation dann wahrscheinlich die Scooter-Version aus den 90ern ist. :(
Trevor Horn hat die Musik war für die Musik verantwortlich (er war es auch, der mit The Buggles für „Video killed the Radio Star“ verantwortlich war.) und ich finde, dass er seine Sache sehr gut gemacht hat, denn alle Lieder passen zum Film bzw. zur jeweiligen Szene.

-> 5/5 Sternen


d) zur Bild- und Tonqualität
An beidem habe ich nichts auszusetzen. Nix ist verzerrt oder so und der Ton ist auch Störungsfrei. Was will man mehr?

-> 5/5 Sternen




~°~ 6. DVD-Extras ~°~
° Coyote Commentary
Man kann ein- oder ausschalten, ob man den Film mit den Kommentaren der Coyoten sehen möchte.
Die Kommentare sind auf Englisch und es gibt keine Untertitel, aber wer ein wenig Übung hat, der versteht die Kommentare. Man muss allerdings genau zuhören, sollte den Film also (recht gut) kennen.

° Search for the Stars
Produzent, Direktor und einige Schauspieler kommentieren hier die Suche nach den Stars des Films (nein, wirklich?). Man erfährt, welche Bedingungen der richtige Schauspieler haben musste (z.B. mussten die Schauspieler die Individualitäten der Rollen spielen können und Violet und Kevin mussten vom Aussehen und vom Alter her zusammen passen).
Dieses Extra ist auf Englisch, hat aber deutsche Untertitel.

° Inside the Songs
Hier geht es um die Songs, die Violet im Film komponiert. Man erfährt, dass man mit der Entwicklung der Songs im Laufe des Films zeigen wollte, welchen Prozess alle Songschreiber durchlaufen. (Bsp.: Can’t fight the Moonlight ist zuerst ein ganz simples Lala-Lied. Violet sieht und hört dann einen Breakdancer, unterlegt ihren Song mit den entsprechenden Beats und fertig ist die erste vernünftige Rohversion des Songs)

° Additional Scenes
4 ganz kurze Szenen sind hier zu finden, die man im Film nicht vermisst, wenn man sie nicht kennt, aber sobald man sie kennt, wünscht man sich, dass sie nicht entfernt wurden (gerade weil sie so kurz sind), denn dann merkt man, dass die Szenen noch mehr dazu beitragen, dass ein roter Faden durch den Film läuft. So wie der Film jetzt ist, läuft zwar auch ein roter Faden durch den Film, aber man weiß halt dann, das es noch besser sein könnte.

° Coyote 101
- A place to get ugly -> Wie der Charakter der Bar sein sollte
- Calling the shots -> wie man mit Hilfe von Profibarkeepern die richtige Atmosphäre geschaffen hat
- shakin’ it -> wie die Tänze entstanden und einstudiert wurden

° Action Overload
Ca. 1 Minute lang sieht man die „actiongeladensten“ Szenen. Ehm, ja, gut, wo ist da die Action??? Das hätte man sich schenken können!

° LeAnn Rimes Music Video
Hier kann man sich das Musikvideo zu „Can’t Fight the Moonlight“ ansehen, dass auch auf den Musiksendern lief (und mit Sicherheit sporadisch noch mal läuft).

° Theatrical Trailer
Hier kann man sich den Trailer anschauen, der in den Kinos (und im TV) zu sehen war, bevor der Film in die Kinos kam.




~°~ 7. Meine Meinung zu den Extras ~°~
Da ich noch so ein Video-Kind bin, müssen für mich auf einer DVD keine Extras sein, wobei sich immer mal interessante Dinge finden. Hier fand ich die Making ofs ganz interessant, wobei sie teilweise schon langatmig und somit auch langweilig waren.
Der °Coyote Commentary° ist ganz witzig, aber man muss wirklich genug Englisch könne, um ihn zu verstehen (wobei da die Grundlagen eigentlich reichen sollten).
Der Trailer sowie das Musikvideo fand ich jetzt nicht soooo interessant, aber der Absturz war wirklich °Action Overload°. Was soll das???
Die Extras haben mich jetzt nicht wirklich vom Hocker gerissen. Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen für die Extras, wobei ich denke, dass ein GUT für die Extras nicht wirklich gerechtfertigt ist, also nur 3 Sterne.




~°~ 8. Fazit ~°~
Der Film ist super, lediglich das Ende ist ein wenig doof. Musik und Schauspieler sind top.
Die Extras fand ich nicht so berauschend.
Insgesamt bekommt die DVD somit 4 Sterne, was ich für absolut gerechtfertigt halte. Der Film alleine hat insgesamt 5 Sterne bekommen, wenn auch mit ganz leichten Abzügen.
Also, wenn ihr den Film noch nicht kennt, dann schaut ihn euch ruhig mal an. Gut, es ist eher ein Mädels-Film, aber ich kenne auch Jungs die ihn mögen. :)
Die DVD lohnt sich jetzt nicht so unbedingt, besonders nicht für einen Preis über 10€, aber wenn ihr ein Angebot für 7€ oder 8€ findet, dann schlagt ruhig zu!

35 Bewertungen, 1 Kommentar

  • kengi

    21.05.2005, 21:32 Uhr von kengi
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hier ist alles drin was reingehört. Gute Beschreibung der Schauspieler.